Kirche in Not
Die Kirche wird bedroht
Der Präsident hetzt offen gegen die Kirche. Angesichts dieses galoppierenden Kirchenhasses politischer Finsterlinge ist Wegschauen keine Lösung mehr.
Javier Legorreta, der Leiter der Lateinamerika-Abteilung von "Kirche in Not"
Javier Legorreta, der Leiter der Lateinamerika-Abteilung von „Kirche in Not“
(kreuz.net) Die Kirche in Bolivien wird von regierungsnahen linken Gruppen und ihren Anhängern massiv bedroht.

Das berichtete das katholische Hilfswerks ‘Kirche in Not’. Die Kirche in Bolivien beginne „eine verfolgte Kirche zu werden, eine leidende Kirche in großer Not“.

Bolivien ist ein südamerikanischer Binnenstaat. Er grenzt im Westen an Peru und Chile, im Süden an Argentinien und Paraguay, im Osten und Norden an Brasilien.

‘Kirche in Not’ gibt Beispiele. Vor einigen Tagen wurde in der Stadt Villa Ingenio in der Diözese El Alto eine Kapelle und andere Gebäude der dortigen Pfarrgemeinde gewaltsam abgerissen.

Christusstatue in Cochabamba in Bolivien
Christusstatue in Cochabamba in Bolivien
© Jimmy Gilles, CC
Geistlicher wird bedroht

Mitglieder einer „Versammlung der Nachbarn“ besetzte die Gebäude und zwang den Priester, Hw. Hilarion Perez, eine schriftliche Genehmigung für den Abriß zu unterzeichnen.

Die Täter schüchterten den Priester massiv ein und drohten ihm, die Gebäude mit Dynamit zu sprengen, wenn er nicht sofort unterschreibe.

Um die Sicherheit seiner Pfarreimitglieder nicht zu gefährden, willigte der Geistliche ein.

Kurz danach begannen Mitglieder der Gemeindeverwaltung mit schweren Maschinen, die Kapelle abzureißen. Auch das angrenzenden Pfarrgebäude wurde zerstört.

Es wurde zwischen 1986 und 1988 mit Hilfe deutscher Spenden errichtet.

Als offizielle Begründung für den Abriß gab der Vorsitzende der Gemeinde, Rolando Aruquipa, an, man wolle an dieser Stelle eine medizinische Versorgungseinrichtung errichten.

Eine solche Einrichtung existiert bereits unweit der abgerissenen Kapelle.

Bischof Jesus Juarez von El Alto erklärte, daß diese Behandlung der katholischen Gemeinde einen tiefen Schmerz zugefügt hat.

Mons. Juarez bittet die Behörden, die Sicherheit der Gläubigen in Bolivien zu gewährleisten und kirchliche Einrichtungen zu schützen.

Diese leisteten einen wichtigen sozialen und missionarischen Dienst.

Der Schutz und die Sicherheit der Kirchen stehe im Einklang mit der Religionsfreiheit, wie sie von der Verfassung des Landes garantiert wird – betonte Mons. Juarez.

Die Kirche bemüht sich in Bolivien nach Angaben von ‘Kirche in Not’ um ein Klima des Dialogs und des Friedens.

Haßprediger als Präsident

In Bolivien wird der Kirchenhaß der linken Machthaber immer offensichtlicher.

So warf der extremistische bolivianische Präsident Evo Morales der Kirche in einer Rede auf dem Welt-Sozialforum in Brasilien im Januar vor, ein „Feind des Friedens“ zu sein.

Morales forderte für sein Land „einen anderen Glauben, eine andere Religion und eine andere Kirche“.

Der Präsident erklärte, daß die Kirche bei der Reform des Landes sein größter Gegner sei.

Dann brüllte der Katholikenhasser: „Wir müssen sie auswechseln!“

Jetzt wird die Kirche von willkürlichen Enteignung bedroht.
      
19 Lesermeinungen
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#20   Alois Bischof   17:58:49 | Dienstag, 2. Juni 2009
Die Geschichte des Spanischen Bürgerkriegs
wiederholt sich in Lateinamerika.
Der Kommunismus wurde dort aber langsamer verbreitet.
Übrigens ist ein Jesuit (mit Lederjacke) Minister für Polizei und Staatssicherheit in Bolivien.
Verräter gibt es überall.
Morales hat sich sehr wohl eine Gehirnwäsche gefallen lassen, wenn er behauptet, die Kirche sei gegen den Frieden.
Sie ist nur gegen die marxistische Blutrevolution – selbstverständlich.
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#18   resini   12:33:21 | Dienstag, 2. Juni 2009
@wassers
Tja Wässerchen
Wohin denn nun am Sonntag zur Hl. Messe.
Rom ist dir zuwider.
Die Piusbrüder passen auch nicht in den Kram.
Baust du dir deine eigene Kapelle und weihst dich selbst zum Priester, von Bischöfen, die die Priesterweihe spenden können hälst du ja nichts.
Sieht schlecht aus für dein Seelenheil.
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#17   Bodo11 †   12:26:36 | Dienstag, 2. Juni 2009
Seit 60 Jahren verarscht
www.youtube.com/watch?v=XyGUFLs44a0
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#16   wassers   07:48:32 | Dienstag, 2. Juni 2009
Von sich selbst!
1. Ist zu fragen, welche Kirche wird bedroht.
2. Die konziliare Gemeinschaft bedroht und zerstört sich selbst, siehe Montini/Paul VI und seine Feststellung der Selbstzerstörung.
3. Herr Müller weiß offensichtlich nicht mehr, was er redet, sondern gibt Halluzinationen zum Besten und zerstört damit mit den anderen konziliaren Funktionsträgern fleißig mit.
Armes Rom und beängstigende Entwicklung bei der Priesterbruderschaft durch die Haltung der gegenwärtigen Führung!
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#15   Bodo11 †   01:47:31 | Dienstag, 2. Juni 2009
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#14   gutpfad   00:10:30 | Dienstag, 2. Juni 2009
Einfach zum Nachdenken
:(3
Auch wenn ich wüßte,
dass morgen die Welt unterginge,
ich würde heute noch
meinen Apfelbaum pflanzen.
* Martin Luther
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#13   Bodo11 †   23:49:38 | Montag, 1. Juni 2009
Inward
Na sie kleiner Hobby-Kommunist,geilen sie sich jetzt auf ?
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#12   Brandenburgis   23:27:38 | Montag, 1. Juni 2009
Eins ist sicher:
Dieser lächerliche Präsident wird genau so schnell wieder weg sein, wie die hunderten bolivianischen Präsidenten bisher.
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#11   Inward   22:57:34 | Montag, 1. Juni 2009
die kirche wird bedroht
die kirche wird nicht bedroht (und wenn doch, dann zu recht!), die kirche ist die bedrohung schlechthin.
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#10   Sefirot   22:30:24 | Montag, 1. Juni 2009
Was täte Kirche in Not,
wenn das nicht so wäre…? Die Organisation müsste sich
ja von heute auf morgen auflösen.
Also sollten fromme Organisationen wie Kirche in Not froh sein, dass ihr wegen Staaten wie Bolivien die Arbeit ausgeht.
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#9   Stephanus   20:38:38 | Montag, 1. Juni 2009
Im Westen nichts neues…
weder in Good Old Germany noch drüben überm großen Teich: Das Ergebnis ist überall das selbe!
Nur die Mittel sind halt andere:
Drüben plumpe Gewalt mit Worten und Abrißbaggern.
Bei uns, zuerst die Gleichschaltung der Geistlichkeit (sonst ändern wir den Konkordat, oder schaffen ihn ganz ab) und dann die Forderung den Kirchenboden mal mit seifigen Wortschwällen a la Aggiornamento zu behandeln, was ja automatisch zu einem Verlust an Kirchenbesuchern führte – und dann!: kommt auch bei uns der Abrißbagger!!!
Und um das mal ehrlich zu sagen: Um so manchen Betonkasten nachkonziliarer „Baukunst“ ist es nicht einmal schade.
Frage mich nur, was die Kirche in Deutschland mit den Einnahmen macht, aus dem Verkauf der Grundstücke? Immerhin oft die Sahnestücke in den innerörtlichen Bebauungsplänen.
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#8   biomilch   18:54:21 | Montag, 1. Juni 2009
Morales
Präs. Morales, der mit überwältigender Mehrheit vom Volke direkt gewählt wurde (anders, als das Merkel und auch der Wahlfälscher Bush), steht natürlich mächtigen Widerständen gegenüber. Daher konnte er noch nicht alle Pläne umsetzen. Wichtig ist aber, daß dort einer sitzt, der sein Volk liebt und es nicht ausplündern möchte, wie seine Vorgänger. Sein Umgang mit der Ölindustrie hat ja immerhin schon US-Vertreter und deren Marionetten auf die Palme gebracht. So schlecht kann die Politik also nicht sein.
Und die Kath. Bischöfe zeigen sich allzuoft mit dem Establishment, anstatt sich um die Sünden zu kümmern und darum, daß die Menschen nicht in die Hölle kommen.
Nur zur Erinnerung:
Klicken www.kirchensumpf.to/…s/hitler-kirche3.jpg
Auch Klicken upload.wikimedia.org/…g_Erich_Honecker.jpg
Wieder klicken …tfaelische-nachrichten.de/…/150238/150277S.jpeg
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#7   Arkanum/kreuts.net †   18:12:50 | Montag, 1. Juni 2009
hallo, Navon …
laut diesem 14 Jahre alten Reisebericht …isreligion.reliprojekt.de/suedamerika95.htm soll es in Bolivien tatsächlich Zahnpasta mit Cocaextrakt gegeben haben (und rein theoretisch gibt das auch einen Sinn, denn die Blätter sind sowohl vitaminreich als auch adstringierend und mild schmerzlindernd). Mathilde könnte also richtig vermuten.
Allerdings habe ich selbst bei meinen Bolivienreisen keine solche Zahnpasta gesehen, wohl aber Cocatee, der gerade bei Touristen als Mittel gegen die gefürchtete soroche (Höhenkrankheit) beliebt ist und der auch von Papst Johannes Paul II. www.berlinonline.de/…rter/0002/index.html nicht verschmäht wurde.
(Als „verdächtig“ mag das aber bestenfalls europäischen Reportern erschienen sein; im Land selbst ist mate de coca absolut üblich und völlig legal, weshalb dort kein Hahn danach kräht.)
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#6   Marcelus   17:05:28 | Montag, 1. Juni 2009
Die Kirche soll das laizistische Staatsmodell der Demokratie akzeptieren, und sich aus Fragen,
in der es nur um politische Macht geht, heraushalten,
wie zum Beispiel aus der Frage, ob der demokratische Staat das Recht hat, das Land gerecht auf alle seine Bürger aufzuteilen, und daß der Staat nicht akzeptieren muß, daß der Großteil des Landes nur einigen wenigen Bürgern gehört.
Ein gerechter Staat, eine Demokratie, soll es zum Ziel haben, daß das Land gerecht aufgeteilt ist, und die Staatsautorität hat auch das Recht dazu.
Die Kirchenautorität soll sich in Fragen, die Fragen des Staates sind, nicht einmischen, nachdem die kirchliche Lehre hierüber klar ist: „Gebt Gott, was Gottes ist, und gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist.“
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#5   Navon   16:57:42 | Montag, 1. Juni 2009
@ Mathilde:
Kannst Du das auch irgendwie belegen?
Was ich aus Bolivien kenne sind Getränke aus Coca, sowie alle möglichen Dinge, die aus den Fasern gemacht werden und natürlich kauen es die Bolivianer im Hochland. All das sind durchaus legitime Anwendungen, die es schon lange vor der Drogenproblematik gab. Aber Zahnpasta?
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#4   Mathilde   16:48:30 | Montag, 1. Juni 2009
Präsident Morales braucht die Kirche als Sündenbock,
da er mit seinem krausen Konzept bisher noch keinen wirklichen Erfolg hatte. Es ist wohl kaum möglich, soziale Gerechtigkeit dadurch herzustellen, indem der Coca-Anbau gefördert und überall Coca beigemischt wird, sogar in die Zahnpasta. Eine gute Freundin aus alten Tagen vertreibt z.B. Coca Zahnpasta.
Das eigentliche Problem, die Konzentration des Kapitals und des Bodens in wenigen Händen, hat er bisher noch nicht angepackt.
Da nützt es auch nichts, wenn er publikumswirksam mit dem Umhang der Coca Bauern bei offiziellen Veranstaltungen herumläuft.
Die Kirche hat einen schweren Stand, was sie auch tut, wird ihr angekreidet. Ist doch klar, dass die Kirche den Status quo halten will. Ohne finanzielle Mittel kann man auch niemandem mehr helfen.
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#3   Paulaner †   16:17:04 | Montag, 1. Juni 2009
die ureigenen Aufgaben der Kirche in Bolivien
biomilch: In Bolivien …
Diese Leute müssen entfernt werden und die Kirche muß sich auf ihre ureigenen Aufgaben konzentrieren.
Was sind denn die ureigenen Aufgaben der Kirche, „biomilch“?
o^/ Bei den Sündern stehen.
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#2   biomilch   15:47:26 | Montag, 1. Juni 2009
In Bolivien …
… hat sich seit Jahrzehnten eine USA-freundliche Schicht von wenigen Menschen sich auf Kosten breiter Bevölkerungsschichten bereichert und die Armen ausgeplündert. Präsident Morales hat diesem Treiben ein Ende gesetzt.
Leider steht die Kath. Kirche Boliviens großteils auf Seiten der Reichen. Korrumpiert, wie die deutschen Bischöfe durch die Kirchensteuer.
Diese Leute müssen entfernt werden und die Kirche muß sich auf ihre ureigenen Aufgaben konzentrieren.
Es lebe Morales
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#1   Navon   15:46:27 | Montag, 1. Juni 2009
Interessant
ich bin aus beruflichen Gründen mehrmals im Jahr in Bolivien und derlei Aktivitäten sind mir dort nie aufgefallen. Im Gegenteil werden dort die Kirchen sehr gepflegt und auch in Schulen gibt es Religionsunterricht.
Will uns der Autor vielleicht einen Bären aufbinden, weil ihm die linke Regierung nicht passt? Oder um die Kirche mal wieder als arm und leidend hinzustellen, ohne dass man das prüfen könnte?
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