10:03:40 | Dienstag, 2. Juni 2009
Ohne Rücksicht auf Verluste fährt die Konzilskirche in Aachen die tragische Ernte nach vierzig Jahren Niedergang ein.

Bischof Mussinghoff bei der Pfingstmesse im Aachener Dom
© Pressestelle Bistum Aachen(kreuz.net, Wassenberg) Vierzehn Tage bevor die zwei Pfarreien in der Stadt Wassenberg zwangsfusioniert
wurden, versprach der Bischof von Aachen, Mons. Heinrich Mussinghoff, daß es zu keiner Zusammenlegung
komme und die Ortsgeistlichen nicht versetzt würden.
Nachdem die Zwangfusion öffentlich wurde, ist
jetzt auch klar: Hw. Rainer Mohren und Hw. Heinz Portz müssen die Gemeinden verlassen, wenn diese am
1. Januar 2010 zusammengelegt werden.
Wassenberg ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen, direkt an der
Grenze zu den Niederlanden – etwa 15 Kilometer von Roermond und 25 Kilometer von Mönchengladbach entfernt.
Nach Angaben der ‘Rheinischen Post’ vom 28. Mai erreichte der Versetzungsbrief die beiden Wassenberger
Pfarrer völlig unvorbereitet.
Viele im Ort waren nicht gegen eine Fusion: „Aber wie von oben einfach
befohlen wird, ist enttäuschend“ – zitiert die ‘Rheinische Post’ eine ehrenamtliche Mitarbeiterin.
Die
neue Pfarrei in Wassenberg wird Sankt Marien Wassenberg heißen. Sitz des „leitenden Pfarrers“ ist die
Propsteikirche.
Für die neue Gemeinde ist eine 1,6 Pfarrerstelle vorgesehen. Sie wird von einem Leiter
und einem zweiten Geistlichen mit geteiltem Aufgabenkreis wahrgenommen.
Außerdem gibt es eine 1,4 Stelle
für Gemeindereferenten.
Deutliche Worte findet Sabine Cremer-Deklerk – Geschäftsführerin des neu gegründeten
Födervereins für Kirche und Kindergarten in Myhl – vor der ‘Rheinischen Post’.
Man wolle den Entscheid
des Bistums nicht so ohne weiteres hinnehmen: „Wir werden weiter kämpfen“.
Für sie ist es unverständlich,
daß Pfarrer Portz, der „sich viele Jahre aufopfernd für seine Gemeinden engagiert und seelsorgerisch
unglaublich viel geleistet hat, einfach abgesäbelt wird“.
Nach Angaben von Frau Cremer sind die Fronten
verhärtet.
Eine Fusion sei zum jetzigen Zeitpunkt in Wassenberg unnötig: „Unseren drei Pfarrgemeinden
geht es bestens, wir haben hier noch gut besuchte Messen.“
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#10
Colombe de la paix 08:37:14 | Donnerstag, 18. Juni 2009
#9
Jörg Guttenberger, Köln 19:07:09 | Mittwoch, 3. Juni 2009
#8
clarissa colonia 23:32:15 | Dienstag, 2. Juni 2009
#7
Jörg Guttenberger, Köln 22:35:08 | Dienstag, 2. Juni 2009
#6
Sefirot 20:24:53 | Dienstag, 2. Juni 2009
#5
pamino 18:32:17 | Dienstag, 2. Juni 2009
#4
Pontifex 14:56:07 | Dienstag, 2. Juni 2009
#3
Bodo11 † 13:29:52 | Dienstag, 2. Juni 2009
#2
clarissa colonia 11:07:21 | Dienstag, 2. Juni 2009
#1
Joseph von Eichendorff 11:05:30 | Dienstag, 2. Juni 2009