Er war ein eitler Charakter, der mit den kirchlichen Obrigkeiten Katz und Maus spielte. Dafür – und nur dafür – wurde er zu Recht verurteilt.
Portrait von Galileo Galilei des venezianischen Malers Domenico Tintoretto († 1635)
(kreuz.net, Vatikan) Die wissenschaftliche Bedeutung des italienischen Mathematikers Galileo Galilei († 1642)
sei „unbestritten groß“.
Das sagte der Präsident des Päpstlichen Komitees für die Geschichtswissenschaften,
Prälat Walter Brandmüller, im Gespräch mit dem Vatikanisten der Zeitung ‘Die Welt’, Paul Badde.
Der
Prälat erklärt, daß die Bedeutung Galileis kaum mit den astronomischen Beobachtungen zusammenhänge,
die er mit seinem Fernrohr machte und in seinem Werk ‘Sidereus Nuntius’ veröffentlichte.
Wichtig sei
vielmehr sein großes Werk über die Mechanik, das Galilei erst nach seiner Verurteilung durch die Inquisition
begann.
In diesem Spätwerk bestehe die eigentliche Bedeutung Galileis für die Wissenschaftsgeschichte –
so Prälat Brandmüller.
Die Frage, ob sich die Kirche für die Verurteilung
Galileis schämen müßte, verneint der Prälat. Er bezeichnet die Verurteilung vielmehr als „wohlbegründet“:
„Der formale juristische Grund bestand darin, daß er die Druckerlaubnis für seinen ‘Dialogo’ auf unlautere
Weise erschlichen hat. Dadurch mußten sich die römischen Behörden an der Nase herumgeführt fühlen.“
Ferner habe das Heiligen Offizium gefordert, Galilei möge seine Theorie über den Heliozentrismus als
astronomische, physikalische Hypothese vertreten und nicht als exakte Beschreibung der kosmischen Realität –
so Prälat Brandmüller:
„Damit hat die Heilige Inquisition damals aber schon den wissenschaftstheoretischen
Standpunkt vorweggenommen, den die modernste theoretische Physik heute einnimmt.“
Dieser Punkt sei der
Kern des Streits gewesen, erklärt der Historiker: „Es war wirklich ein Witz.“
Es sei bei dem Streit
nicht um Astronomie gegangen, sondern um den Gehorsam, den ein Katholik dem kirchlichen Lehramt schuldet.
Der Historiker beschreibt Galilei als eitlen, von seiner Bedeutung zutiefst überzeugten Gelehrten, „der
sein Konto manchmal überzogen hat“.
Er habe im Umgang mit Kollegen und Konkurrenten „keine Bißhemmungen“
gekannt.
Trotzdem erklärt Prälat Brandmüller, daß Galilei ein „gläubiger Katholik“ gewesen sei:
„Er war und lebte mit großer Selbstverständlichkeit in der Kirche, nicht neben ihr.“
Eine Reihe von
Kardinälen, Bischöfen und Theologen hätten Galilei unterstützt und gefördert.
Es sei auch bekannt,
daß er bis zum Schluß seine religiösen Pflichten erfüllte, daß er sonntags in die Kirche ging und
beichtete.
Galilei sei kein Rebell gewesen: „Er hat die Autorität der Kirche fraglos anerkannt.“
Er
habe allerdings versucht, mit den Organen der Kirche ein Katz und Maus-Spiel zu treiben.
Prälat Brandmüller
erwähnte ferner, daß Galilei nie exkommuniziert gewesen sei – „und schon gar nicht, was man oft lesen
kann, wegen Häresie“.
Email-Adressen der Empfänger
46 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Galilei… …ach, den hab ich neulich erst getroffen. Bei meiner wöchentlichen Höllenvisite hab ich
ihn gesehen…im dritten Ring. Schien nicht allzu lgücklich, der Gute.
#47 St. Anton † 15:11:57 | Donnerstag, 4. Juni 2009
Giordano Bruno wurde ebenfalls rehabilitiert Die Hinrichtung von Giordano Bruno wurde im Jahre 2000 vom
päpstlichen Kulturrat und – ebenfalls, wie bei Galilei – von einer eigens eingesetzten theologischen
Kommission des Vatikans als Unrecht eingestanden. Bei beiden, Bruno und Galilei – ist die späte Anerkennung
des Unrechts nur eine Formalie: Daß die Kirche sich in diesen und in weiteren Fällen schwer geirrt hat,
ist nicht erst heute, sondern eigentlich schon vor 400 Jahren klar gewesen. Das ist es ja, was die beiden
Fälle so tragisch macht.
Der Papst ist nie und nimmer „Chef“ der Kirche. Nicht eimal der beste Papst ist das, schon gar nicht eine
treulose Gestalt wie Jopa II. Jesus Christus [und Maria] ist und bleibt Chef, d.h. Herr der Kirche. Ich
möchte nicht bestreiten, daß die Kirche in ihrer irdischen Gestalt auch Fehlurteile sprechen und exekutieren
kann. Doch bei Galileo und Bruno war das ganz gewiß nicht der Fall. Dafür verbürge ich mich.
#43 MartinBieger 12:19:36 | Donnerstag, 4. Juni 2009
@Parmeas Aber der Papst ist der Chef der Kirche und somit auch für alles verantwortlich was da passiert.
Und wann wird Giordano Brunó für seine angeblichen Verbrechen rehabilitiert.
#40 St. Anton † 05:26:38 | Donnerstag, 4. Juni 2009
Wenn Galilei zu Recht verurteilt wurde Galilei wurde nicht zu Recht verurteilt, sondern zu Unrecht. Dieses
Unrecht hat die Kirche in einer eigens dafür eingesetzten Kommission festgestellt und hat daraufhin Galilei
rehabilitiert und die gegen Galilei erhobenen Vorwürfe sowie das Urteil selbst zurückgezogen. Galilei
wird – so der Plan – sogar durch eine Statue in den vatikanischen Gärten als katholischer Wissenschaftler
und Entdecker geehrt. (Er war nicht nur als Astronom, sondern in einer Vielzahl von Gebieten tätig) Artikel
wie der vorliegende legen wissentlich und ohne Grund ein falsches Zeugnis ab.
Schalom ist ein bisexueller 68er-Perverser Zuhause hat er eine 20 Jahre Jüngere sitzen, und abends geht
er mit seinem Lustknaben OdChi in den Wald. Ausser Sex Sex Sex hat er nicht mehr viel im Kopf, der Alpenschamane.
Sonntags geilt er sich dann daran auf, die katholische Messe in aller Öffentlichkeit als „Laienpriester“
nachzustellen. Der zuständige Bischof sieht anscheinend keinerlei Handlungsbedarf bei diesem „Katholiken“.
Seltene Gasart und Lahmer Esel Schalom fliegt in liturgischen Farben je nach Kirchenjahrfarbe und schiebt
hin und wieder eine alte Frau (91)im Rollstuhl in die Sonntagsmesse. LM probieren Sie hat das Gleitschirmfliegen
im Rollstuhl aus. Google: Club Montee. Nachmachen, nicht nur lästern, aufgeblasene Grünschnäbel von
gestern.
Tiden 1. Die These, daß die Sonne fix sei und die Planeten sich drumherumdrehen, stammte nicht von Galileo.
Sie war 100 Jahre älter und von Kopernigh (Ermland). 2. Das Heliozentrische Weltbild wurde in Europa
landauf, landab an den Universitäten gelehrt – gemeinsam mit dem geozentrischen. 3. Seit Einstein wissen
wir, daß beide relativ richtig oder falsch sind, je nachdem, wohin man den Betrachtungspunkt kegt. 4.
In jedem Falle ist Galileo widerlegt: Die Sonne ist nicht am Firmament fixiert. 5. Galileo hatte außerdem
fälschlich behauptet, daß die Tiden beweis dafür seien, daß sich die Erde um die Sonne dreht. So ein
Kappes: Es ist der Mond dran Schuld und der dreht sich um die Erde (wenn man den Betrachtungspunkt auf
die Erde legt, sonst nicht unbedingt). Eine lesenswerte Darstellung findet sich hier: CLIQUE www.welt.de/…lei_Recht_hatte.html
Elijahu/Martin, so mancher mit 70 läuft einem 40iger verwirrten Stinker davon. Mattscheibe. Parmesan
ist noch intelligenter geworden. Reich an Erkenntnis. Wow !
Lieber Matthäus drei, die meisten Zuschriften prasseln von den Katheulen, wenn die Schwulen auf den Tisch
kommen. Da bleiben selbst Päpste, Bischöfe und die Nächstenliebe ganz weit hinten. Und Jesus? Der genügt
auf der braven Sonntagszunge als Fleißbillett für –---- was?
Das Lehramt der Kirche ist heikel wie eine Staubsauger-Betriebsanleitung. Wenn die Hausfrau die Betriebsanleitung
nicht beachtet, dann funktioniert das Ding nicht. Allerdings könnte der Motor zu brennen anfangen und
einen ganzen Wohnblock in Gefahr setzen. Ähnlich „fürsorglich“ orientiert sind auch die Priester und
Theologen mit ihrem kirchlichen Lehramt. Da geht es primär um die verlorene Seele, der sie sich verpflichtet
fühlen. Aber natürlich auch um die mögliche Lawinenwirkung der „Apostasiiiie“ und „Häresiiiie“ …
Zurück zu Jesus? Um Gottes und des Himmels Willen NEIN! Dann wäre hetz.net tot, weil alle wirklich nächstenlieb
werden würden; und das wäre toooooodlangweilig. Es ist immer so nett, wie sich Pünktchen alias Domenico
Tuttisanti schäumend in seinen eigenen Argumenten verheddert, wenn die Argumente die sie gegen die „Abtreibungsbefürworter“
schleudert, plötzlich gegen Pädophile Priester wieder auftauchen.
Nein, Nein, unsere LIebe Mutter Kirche in Ihrer vollkommensten Bescheidenheit, ohne die geringste Eitelkeit ,
hat genial nie etwas falsch beurteilt. Sie hat ihr Konto nie überzogen. Zurück zu Jesus?
#21 Mannheimer † 20:15:49 | Mittwoch, 3. Juni 2009
St. Anton: Ganz im Gegenteil Immerhin hat es die Kirche geschafft, einen der brilliantesten Erfinder und
Wissenschaftler beinahe mundtot zu machen. Wenig christlich fürwahr. Im Gegenteil, mein Lieber, das ist
sogar sehr christlich, denn: Christlich ist, was Christen machen – nicht das, was irgendwo geschrieben
steht. Die Kreuznetter nennen das „ehrwürdige Tradition“.
@ Maronijänger Galileo Galilei wurde von der röm.kath. Kirche rehabilitiert. Seine Verurteilung ist
zurückgenommen. Galilei wird – so ist es geplant – im Vatikan als katholischer Wissenschaftler und Entdecker
durch eine Statue geehrt. www.spiegel.de/…,1518,540342,00.html
#17 Mannheimer † 20:09:11 | Mittwoch, 3. Juni 2009
Peter-Pan: Eigentlich nichtmal das. Ein Katholik schuldet dem katholischen Lehramt überhaupt nichts.
Wenn die katholische Kirche mit einem Mitglied nicht einverstanden ist und formal dagegen vorgeht (bis
hin zum Ausschluss), ist das eine Sache. Da die meisten Mitglieder nicht freiwillig Mitglied wurden, sondern
sozusagen automatisch mit der Geburt bzw Taufe ein zwei Tage später, kann sie eigentlich auch niemanden
aussschliessen. Ist analog zum Staat zu sehen, der ja auch nicht seine mißliebigen Bürger ausbürgern
darf.
Warum eigentlich dieser Artikel? Hat jemand von kreuz.net gerade Wikipedia entdeckt? Oh, ein Beitrag übers
Zähneputzen… wow… und noch einer, über Galilei! Ich warte auf weitere topaktuelle „Enthüllungen“…
@ Peter-Pan: Man darf auch nicht vergessen, daß Galilei im Falle der verweigerten Kooperation tatsächlich
der Scheiterhaufen gedroht hätte… soviel zum Thema „christliches Handeln“, obwohl Galilei ja keineswegs
der Kirche feindlich gesonnen war, im Gegenteil. Heute ist das Vorgehen der Inquisition der Kirche peinlich.
1992 wurde Galilei formal rehabilitiert. Immerhin hat es die Kirche geschafft, einen der brilliantesten
Erfinder und Wissenschaftler beinahe mundtot zu machen. Wenig christlich fürwahr.
Geleugnete Schuld Es sei bei dem Streit nicht um Astronomie gegangen, sondern um den Gehorsam, den ein
Katholik dem kirchlichen Lehramt schuldet. Ein Katholik schuldet dem katholischen Lehramt überhaupt nichts.
Wenn die katholische Kirche mit einem Mitglied nicht einverstanden ist und formal dagegen vorgeht (bis
hin zum Ausschluss), ist das eine Sache. Aber das Leben eines Menschen zerstören, ihn einsperren oder
mundtot zu machen, wegen was für einer Meinungsverschiedenheit auch immer – das soll in den Augen der
Kirche rechtmäßig sein. Die römisch katholische Kirche hat während ihres gesamten Bestehens eine Menge
Schuld auf sich geladen. Dies ist einer der Fälle mit dem größten Symbolcharakter. Und es ist armselig,
wie viele Kleriker und Katholiken allgemein, bis heute versuchen, das alte Unrecht schön zu reden.
Faule Ausreden Na klar, es gibt viel Unwissen über den Prozess damals. „Wirklich ein Witz“ war die Auseinandersetzung
jedoch nicht: Der Kirche kam damals die Deutungshoheit abhanden – zu recht. „Es sei bei dem Streit nicht
um Astronomie gegangen, sondern um den Gehorsam, den ein Katholik dem kirchlichen Lehramt schuldet.“ Tja,
nur daß das kirchliche Lehramt heutzutage den Anschluss an das Wissen verloren hat. Da dürfen Kirchenmänner
fabulieren, was das Zeug hält und sich dem Spott der Weltöffentlichkeit aussetzen – angefangen hat das
mit Galilei, der sich nicht den Mund verbieten ließ und – zugegeben – auch ziemlich viel Öl ins Feuer
goss.
In diesem Käfig voller Narren ist so ein ironischer Satz nicht opportun! Das Recht auf Eitelkeit steht
nur gültig geweihten katholischen Klerikern zu. Laien haben demütig zu sein.
Der kreuz-net-Oberdepp persönlich: Stimme der Unvernunft Intelligente Wesen dagegen wissen, dass dem
nicht so ist. Nö. Anmassende Deppen wie du meinen in ihrer verstandlosen Verblendung, sie hätten die
Weisheit mit Löffeln gefressen. Dass dem mitnichten so ist, wirst du am Tag deines Todes erfahren dürfen,
wenn du in die Hölle fährst.
@Elli Von mir aus betrachtet dreht sich die Sonne um die Erde, nicht umgekehrt. Jo, von dir aus betrachtet,
dreht sich die ganze Schöpfung nur um dich. Das hast du mit einer Maus gemein, die glaubt das auch. Intelligente
Wesen dagegen wissen, dass dem nicht so ist.
Galilei war ein Spinner Jaja, im Mittelalter waren ja >alle< gläubige Katholiken, nicht wahr. Galilei
hat sich angemasst zu behaupten, es gäbe bestimmte „Gesetze“ an die alle natürlichen Abläufe sich halten
müssten. Das ist eine >unbeweisbare< Aussage, die seiner gesamten Arbeit zugrundeliegt. Galileis gesamte
Arbeit basiert auf einem Hirngespinst. Desweiteren hat er nicht wirklich etwas Grosses geleistet. Nicht
einmal das Teleskop hat er erfunden, wie er damals behauptet hat. Er hat diese Erfindung gestohlen. Und
ob sich die Erde um die Sonne dreht, oder die Sonne um die Erde – das ist lediglich eine Frage der Perspektive.
Man kann beides behaupten. Von mir aus betrachtet dreht sich die Sonne um die Erde, nicht umgekehrt. Und
irgendwelche unsichtbaren Kräfte zu bemühen um zu „beweisen“ dass die Erde sich um die Sonne dreht,
ist wohl weitaus lächerlicher als zu behaupten, die Sonne drehte sich um die Erde.
Es blieb ihm ja nichts anderes übrig, sonst hätte man ihn verheizt Galilei war ein gläubiger KatholikEr
war ein eitler Charakter, der mit den kirchlichen Obrigkeiten Katz und Maus spielte. Dafür – und nur
dafür – wurde er zurecht verurteilt. … und für „Eitelkeit“, was auch immer das für den römisch-katholischen
Klerus bedeutet, durfte man damals bestraft werden und heute nicht mehr? So viel zu den „ewigen Glaubenswahrheiten“
der Kirche.
An den ahnungslosen Ratzeputz: Wieso denn die Heilige Inquisition wieder aktivieren? Sie ist doch nie
abgeschafft worden. Derzeitiger Großinquisitor ist Kardinal Levada. Dessen Vorgänger hat es, wie viele
andere auch, sogar bis zum Papst gebracht. (Tippfehler-Korrektur: Lügenpresse statt Lünenpresse)
„A rehabilitation that has never taken place“ Und da den Wissenschaftsstreit von 1609 zwischen Galilei
und dem heiligen Bellarminus eindeutig letzterer gewonnen hatte, wie der Wissenschaftstheorie-Professor
Wengenroth (TU München) betont, bedurfte es auch keiner Rehabilitierung Galileis seitens JP2. Diese hat
es auch nie gegeben. Sie wurde nur durch die Lünenpresse kolportiert: A rehabilitation that has never
taken place www.sciencedirect.com/science?_ob=ArticleURL…