Die theologische Zersplitterung der Kirche seit dem Zweiten Vatikanum widerspiegelt sich auch in der oft chaotischen und innerlich zerrissenen Römischen Kurie.
(kreuz.net) Papst Benedikt XVI. führt den Vatikan mit schwacher Hand. Das erklärte der italienische
Journalist Carlo Marroni bereits am 4. Februar in der Tageszeitung ‘Sole 24 ore’.
Unter Johannes Paul
II. habe das Problem in den unterbrochenen Kommandostrukturen bestanden.
Jetzt gebe es zu viele Kommando-Ketten,
die sich gegenseitig behindern.
Marroni stellt fest, daß die Kirche – zum ersten Mal seit 150 Jahren –
von einem Papst und einem Staatssekretär angeführt werden, die beide nicht aus der diplomatischen Laufbahn
herkommen.
Der Heilige Vater selber ist Dogmatiker und sein Staatssekretär, Tarcisio Kardinal Bertone,
Kirchenrechtler.
Der Papst ist kein Organisator
Es ist kein Geheimnis, daß Benedikt XVI. kein Freund
der Verwaltung ist: „Wenn es nur irgendwie möglich ist, delegiert er sie an den sehr aktiven Kardinal
Bertone.“
Seit seiner Nominierung im September 2006 hat Kardinal Bertone weitreichende Änderungen an
der Spitze der Kirche gefördert: „Die Ausbildung des Salesianers Bertone hat dazu geführt, daß jenen
Raum gegeben wird, die wie er aus dem Bereich des Kirchenrechtes kommen“ – erklärt Marroni.
Wichtige
Stellen im Vatikan werden gegenwärtig von Kirchenrechtlern oder Salesianern eingekommen.
Marroni nennt
den Präfekten der Heiligsprechungs-Kongregation, den Salesianer, Erzbischof Angelo Amato, den Salesianer
und Präfekten der Apostolischen Bibliothek, Raffaele Kardinal Farina, sowie den Kirchenrechtler und römischen
Kardinalvikar Agostino Vallini.
Aufgrund dieser Tendenz sind die Diplomaten sogar im Staatssekretariat
an die zweite Stelle gerückt.
Die wichtigen Namen
Die katholische Kirche wird vom vatikanischen Staatssekretariat
aus regiert.
Dort nehmen der Stellvertreter von Kardinal Bertone, Mons. Fernando Filoni, und der vatikanische
„Außenminister“, Mons. Dominique Mamberti, wichtige Positionen ein.
Die entscheidenden Untersekretäre
im Staatssekretariat sind Mons. Gabriele Caccia und Mons. Pier Parolin.
Im Staatssekretariat gelten Mons.
Ettore Balestrero und Mons. Antonio Guido Filippazzi als Aufsteiger.
Somit ist eigentlich egal, aus welchem
Land der Papst kommt. Denn das vatikanische Kommandozentrum ist fest in italienischer – und das heißt:
altliberaler – Hand.
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37 Lesermeinungen
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In der Demokratie kann jeder nach Gottes Gesetzen leben, und vor allem: Es gibt keine Kirchen- theokraten –
im Falle von Katholiken Katholizisten –, die im Namen Gottes Gottloses befehlen und tatsächliche Irrgläubige
oder behauptete Irrgläubige blutig verfolgen und ausrotten, wie es ja das französische Königtum auch
mit dem päpstlich-weltumspannend tätigen Tempelritterorden getan hat, zuletzt das Papsttum selbst. Ein
Katholik, der nach der objektiven Wahrheit sucht, muß deshalb gegen alle Tyranneien – die Königsherrschaft
bzw. Monarchie – eintreten, und die Demokratie und Republik fordern, basierend auf Laizismus, um den Theokraten
das Wasser abzugraben. In der BRD kann (noch) jeder nach Gottes Gesetzen leben, wenn er das will. Aber
der Staat selber tut es nicht bzw fördert nicht die göttliche Wahrheit und die Ausbreitung des Reiches
Gottes.
@MartinBieger Das Ideale ist der Absolutismus nicht. Aber Loius IX. war auch kein Absolutist. In der BRD
kann (noch) jeder nach Gottes Gesetzen leben, wenn er das will. Aber der Staat selber tut es nicht bzw
fördert nicht die göttliche Wahrheit und die Ausbreitung des Reiches Gottes. Das ist eine schwere Sünde
des Staates. Und diese Sünde kann man mit ein bißchen „Demokratie“ nicht wettmachen.
#41 MartinBieger 19:54:13 | Samstag, 13. Juni 2009
@Leo Miles Aber ob ein Absolutistischer Herrscher das ideale ist weiss ich nicht. In unserer Demokratie
darf sich doch jeder nach Gottes Gesetzen orientieren wenn er will. Sie dürfen nur nicht aufgezwungen
werden.
@MartinBieger Das ist abhängig von den Zeitumständen und den notwendigerweise zu ergreifenden Mitteln.
Grundsätzlich kann jede Staatsform „gut“ sein, wenn sie den Rechten und Gesetzen Gottes den notwendigen
Raum gibt und sie auch entsprechend durchsetzt. Ich plädiere momentan für keine bestimmte Staatsform.
Aber z.B. gilt der Heilige König Louis IX. als das Musterbeispiel eines christlichen Herrschers. Kannst
dich ja mal informieren.
@MartinBieger Zumindest ist Er weder homosexuell, noch atheistisch, noch freimaurerisch „aufgeklärt“,
noch heuchlerisch „demokratisch“, noch marxistisch, noch dialektisch materialistisch oder was auch immer…
Ich habe vom Terroristen geschrieben. auchdasnoch: Paulaner: Im Iran besteht morgen die Chance … Kleiner
Denkfehler lieber Paulaner. Über die Holocaust Religion bestimmt im Iran nur der Oberster Rechtsgelehrter
Seyyed Alī Chāmene’ī. Wenn Dr. Ahmadinedschad also nicht mehr gewählt werden sollte – ändert sich
bezüglich der Einstellung Ich habe nicht über die persischen Verhältnisse geschrieben sondern über
den Terroristen Achmadineschad, der seit mehreren Jahren an einer mächtigen Position tätig ist. Und
der auch hier^^ von einigen antisemitischen Idioten hofiert worden ist.
Paulaner: Im Iran besteht morgen die Chance … Kleiner Denkfehler lieber Paulaner. Über die Holocaust
Religion bestimmt im Iran nur der Oberster Rechtsgelehrter Seyyed Alī Chāmene’ī. Wenn Dr. Ahmadinedschad
also nicht mehr gewählt werden sollte – ändert sich bezüglich der Einstellung des Irans zur zionistischen
Holocaust Religion gar nichts. Pech gehabt…
Der Papst „redet“ schon wie ein Italiener. Zu viel und zu schnell. pamino: die Amtssprache des Vatikans
ist nicht dialekthaftes Latein Wahrscheinlich fällt ihm auch nicht mehr auf, dass zu viel „Italienische
Bürokratie“ aus dem Vatikan heraus kommt.
die Amtssprache des Vatikans ist nicht dialekthaftes Latein Donnerstag, 11. Juni 2009 21:52, Mrs.Cologne:
„Somit ist eigentlich egal, aus welchem Land der Papst kommt.“ Nur somit, oder auch generell und überhaupt
und sowieso? Der Papst würde den überströmenden Einfluß der Italiener etwas dämmen, wenn er wieder
darauf bestünde, daß alle aus dem Vatikan stammenden Schriften ausschließlich auf lateinisch verfaßt
werden. Rom mag Avignon gewesen sein, aber es ist nicht Straßburg. Es ist z. B. skandalös, daß das
Original des wichtigen exkommunikationsaufhebenden Dekretes der Bischofskonferenz ein italienisches sei.
Ist doch schnurz egal! Wen interessiert, dass ein über achtzigjähriger Kirchenführer nicht mehr in
der Lage ist, einen auseinander gelaufenen Verein zu reorganisieren: Neimanden, denn so können die Feinde
des Glaubens der Kirche Christi jubilieren.
#24 Stephanus 18:44:24 | Donnerstag, 11. Juni 2009
Wir sind Papst ??????? Auuuuuuu,weeeiiiihhhhhh !!!!!!!!!! Wenn man das liest, wer will da noch Papst sein?
Wenn man das liest, dann kommt man doch unweigerlich zu dem Schluß, was hatte Jesus Christus es gut!
Der brauchte sich nicht kümmern um Salesianer, Altliberale und Kirchenrechtler, nicht um Tradis und Nachkonziliare.
Und trotzdem hat er alles im Blick gehabt, als er seine Jünger ermutigte: Du bist Petrus der Fels und
auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwinden!
Gott sein Dank! Beten wir für den Papst , beten wir für den Frieden in der Welt, der uns versprochen
wurde, wenn wir nur guten Willen haben!
#22 kardinalsiri 17:51:50 | Donnerstag, 11. Juni 2009
@Parmenas Sie sind peinlich. Ich habe die Redaktion gebeten, diesen Beitrag zu entfernen, da Sie beleidigend
sind. Nicht nur dem Hl Vater gegenüber, auch jedem Katholiken.
ich weiß nichts zu beanstanden Aber Juristen sind ja zur Verwaltungstätigkeit geradezu berufen, im Gegensatz
zu Diplomaten, die nur als Erfüllungsgehilfen der Politiker zu agieren haben. Ich könnte mir vorstellen
dass das einen Segen bringt, wenn Kirchenrechtler, die gelernt haben was Recht ist, und auch gelernt haben
müssten wie man es durchsetzt, mit der Verwaltung betraut werden, und nicht rund und verklausuliert redende
Diplomaten. Auch die staatliche Verwaltung wird weitestgehend und aus gutem Grund von Juristen erledigt,
Betriebswirte nimmt man nur für wirtschaftliche Angelegenheiten und Diplomaten damit man sich nicht selbst
ärgern muss.
#13 neverland 14:14:22 | Donnerstag, 11. Juni 2009
Natürlich sind wir hier in der Giftküche. Aber auch diese Giftküche hat ihre Berechtigung. Sie hilft
langsam einem Anwalt aus Heilbronn (U. Gass ) beizukommen und seine Machenschaften bei Ehescheidungen
öffentlich zu machen. Von der Amtskirche hat man nämlich in solchen Fällen nur wenig Hilfe zu erwarten
und ihre Pfeiler scheuen sich vor eindeutigen Stellungnahmen.
Ich habe einige Priester, Diakone, Religionslehrer, Pastoralreferenten/innen und aktive Laien auf kreuznet
aufmerksam gemacht und sie haben es sich angeschaut. Ausnahmslos allen war es „ zu dumm, zu hetzerisch,
vernagelt und nicht wirklich katholisch, unseriös, zu schade für die Zeit.“ Mein Eindruck: User mit
objektiven Beiträgen und respektvollem Diskussionsstil geben bald auf und verlaasen diese „Gehässige
Giftküche.“ Deshalb: Besinnung auf Niveau. Mit freundlichen Grüßen an alle guten Willens.
Blödsinn! Dieser Artikel ist der reine Blödsinn, da die angeblichen Salesianer, Kirchenrechtler und
sonstige Aufsteiger (woher wissen wir das eigentlich?) schon vor Zeiten Kardinal Bertones auf ihren Stühlen
saßen, oder nur auf einen anderen Stuhl verschoben wurden. Im Übrigen ist es kein Zeichen von Schwäche,
wenn der Papst den Kardinalstaatssekretär das Staatssekretariat leiten lässt. Dafür ist er schließlich
da. Der Papst konzentriert sich auf kleine, aber sorgfältige Schritte in Lehre und Liturgie, die sich
möglicherweise erst unter seinen Nachfolgern entfalten werden, wie es ja unter Papst Gregor dem Großen
auch war. Ich würde mich sehr bedanken, wenn der Heilige Vater seine Zeit damit vertun müsste, für
das Staatssekretariat Locher, Büroklammern und Farbpatronen zu bestellen.
„Gibt es überhaupt einen Papst“? Einige hier würden glaub ich am liebsten Zahnfee Lingen auf dem Heiligen
Stuhl sehen. Der lässt vorsorglich täglich weißen Rauch aus dem elterlichen Schornstein aufsteigen…
Daß auf einer katholischen Seite immer wieder der Heilige Vater aufs übelste beleidigt wird, ist schon
ein starkes Stück. Das hat mit Kritik, die man immer äussern darf und auch soll, nichts mehr zu tun,
sondern ist einfach nur erbärmlich!