Wien
Wien: Spielchen im altliberalen Sandkasten
Wenn sich die Bischöfe bei den Altliberalen einschmeicheln, gibt das anschließend schmeichelnde Medienberichte. Am Zustand der Kirche ändert sich nichts.
Der Erzbischof von Wien, Christoph Kardinal Schönborn
Der Erzbischof von Wien, Christoph Kardinal Schönborn
© Pressefoto Erzdiözese Wien
(kreuz.net) Der altliberale Erzbischof von Wien, Christoph Kardinal Schönborn, hat „dieser Tage“ Vertreter der altliberalen ‘Laien-Initiative’ empfangen.

Das berichtete kürzlich die amtskatholische österreichische Nachrichtenagentur ‘kathpress’.

Die Vertreter der ‘Laien-Initiative’ übergaben dem Kardinal ein im Januar veröffentlichtes altliberales „Memorandum“.

Kardinal Schönborn sicherte der altliberalen Riege zu, ihr Memorandum und daran angeschlossene Erlebnisberichte aus Pfarrgemeinden nach Rom weiterzuleiten.

Es ist unklar, was die vatikanische Kurie mit der – in deutscher Sprache abgefaßten – Sendung machen wird.

Die ‘Laieninitiative’ ist ein Verein pensionierter B-Prominenz aus der Homo- und Abtreibungsgruppierung ‘Österreichische Volkspartei’.

Der Kardinal betonte, „Verständnis“ für die angeblichen Sorgen der altliberalen ‘Laien-Initiative’ zu haben.

Die Aufrechterhaltung der – zusammenbrechenden – Pfarrseelsorge sei auch ihm ein Herzensanliegen.

Denn diese würden in Krisenzeiten auch als „soziales Basisnetzwerke“ immer wichtiger.

Aber die Ursachen für den Priestermangel müßten noch „viel gründlicher“ analysiert werden.

Zweifellos hänge der Priestermangel auch damit zusammen, daß die Zahl der Menschen zunimmt, die der Kirche und dem Glauben sehr fernstünden.

Daß jene Bischöfe, die öffentlich zum katholischen Glauben stehen, in ihren Priesterseminarien auch Alumnen vorweisen können, ließ der wankelmütige Erzbischof – angesichts des gähnend leeren Wiener Priesterseminars – vorsichtshalber unerwähnt.

Zum Zölibat erklärte er, daß dieser in der katholischen Kirche des lateinischen Ritus eine große Tradition habe.

Als Beispiele nannte der Kardinal „großartige Gestalten“ wie den Heiligen Pfarrer von Ars, den seligen Papst Johannes XXIII. und den altliberalen Wiener Kardinal Franz König, die den Typus des zölibatären Priesters repräsentiert hätten.

Die Amtszeit des vom Wiener Erzbischof als „großartige Gestalt“ bezeichneten Kardinals König ging mit einer unbeschreiblichen Welle der Zerstörung in der Erzdiözese Wien einher.

Die Verteidigung des Zölibates federte der Kardinal dialektisch durch die Aussage ab, daß er als Ordinarius für die griechisch-katholischen Gläubigen in Österreich, deren Klerus zumeist verheiratet sei, „keinerlei Ängstlichkeit“ im Hinblick auf verheiratete Priester habe.

Der Kardinal ließ unerwähnt, daß der Einsatz verheirateter griechisch-katholischer Priester in Österreich nicht erlaubt ist und dadurch umgangen wird, daß diese Priester formell in einer Diözese des Ostens inkardiniert werden.

Wie ein richtiger Politiker bat der Kardinal die pensionierten Politikern der ‘Laien-Initiative’ schließlich, „nicht nur langfristig unter Umständen Wünschbares, sondern auch konkret Mögliches“ anzustreben.

Die ‘Laien-Initiative’ solle daher ihr Memorandum durch einen Aufruf ergänzen, der junge Männer ermutigt, sich „unter den geltenden Bedingungen“ für den Priesterberuf zu entscheiden.

Die Vertreter der ‘Laien-Initiative’ betonten ihre „Loyalität“ gegenüber den Bischöfen und erklärten, diese Bitte erfüllen zu wollen.
      
14 Lesermeinungen
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
Kommentar schreiben
#14   Denkender   22:36:12 | Montag, 15. Juni 2009
Nein, es gibt keine Krise …
die Vaticanum-II-Häretiker brauchen kein Priestertum, und wollen auch kein Meßopfer …
aber jene Katholiken, die darauf bestehen, denen „verbieten“ sie, zur PBSPX zu gehen: Ihr müßt ihnen gehorchen, sonst seid ihr keine Katholiken – leider gibt es ausreichend dumme Katholiken, die diesen Glaubensverbrechern gehorchen, wie einst dem NS-Führer.
Redaktion benachrichtigen
#13   wassers   22:33:27 | Montag, 15. Juni 2009
Gibt es eine Krise?
Die konziliare Gemeinschaft hat keine Priester mehr oder nicht genug, was soll sie auch damit, denn der Priester ist ein ausgedientes Modell. Top sind Gemeindereferentinnen – zu vielem nicht allem zu gebrauchen – Kommunionhelferinnen – weil die Kommunion wäschekorbweise ausgeteilt werden muss, und zwar bei Happenings mit dem Oberhaupt dieser Gemeinschaft, sonst möchte niemand etwas zu essen oder trinken, Mc Donalds ist attraktiver!
Redaktion benachrichtigen
#12   Prof Rempremmerding   14:46:16 | Montag, 15. Juni 2009
Wickerl
Und das war mein geliebter Sant :-! subit :-! , der größte Papst aller Zeiten, genannt GÖPAZ!
Redaktion benachrichtigen
#11   wickerl   14:35:40 | Montag, 15. Juni 2009
@remperding
schuld ist nicht Hw Wagner, der wurde 2005 als Diözesanbischof fallengelassen, schuld ist der der Schwarz ernannt hat
Redaktion benachrichtigen
#10   sankt niketas   14:12:32 | Montag, 15. Juni 2009
@ Professor
Daß er von einem Schleimscheißer wie Schwarz keine Rückendeckung zu erwarten hatte,
Ein Weihbischof ist dazu da, den Diözesanbischof zu entlasten, und nicht, von diesem Rückendeckung zu fordern.
Ein Grundkurs in Ekklesiologie und Amtstheologie würde Ihnen nicht schaden.
Redaktion benachrichtigen
#9   Prof Rempremmerding   13:58:30 | Montag, 15. Juni 2009
Schuld ist leider…
…Hw. Wagner selber, denn mit seinem Rücktritt hat er den Hl. Vater im Regen stehen lassen. Daß er von einem [zensuriert] wie Schwarz keine Rückendeckung zu erwarten hatte, hätte ihm von Anfang an klar sein müssen, ebenso, daß seine Ernennung in einer vom katholischen Glauben weitestgehend abgefallenen Diözese wie Linz bei den dortigen Modernisten keine Begeisterungsstürme auslösen wird. Daher wäre es besser gewesen, er hätte die Ernennung von Anfang an abgelehnt, als im nachhinein vor dem Druck des liberalen Pöbels zurückzuweichen. Leider war er der ehrenvollen Berufung nicht gewachsen: eben zu schwach! :'(
Redaktion benachrichtigen
#8   wickerl   13:41:29 | Montag, 15. Juni 2009
gute Figur
Es geht ihm immer alles durch dem Kardinal Sch. , jetzt hat der Papst den Titularbischofssitz von Turi laut Kreuznet an jemand anderen vergeben, die werden jetzt iin Rom die Züstände der letzten Monate als Sieg feiern, der dem der Weihbischof nicht abgenommenw wurde, feiert mit, um nicht als Verlierer dazustehen, das ist in der Kirche häufig so. So als ob Glaube und Kirche ein Reiten auf den Wellen wäre. Egal wohin das Surfbrett fährt, die Hauptsache ist man macht eine gute Figur.
Redaktion benachrichtigen
#7   Prof Rempremmerding   13:31:42 | Montag, 15. Juni 2009
B-Prominenz…
…ist noch ein Kompliment für die ganzen abgehalfterten Polit-Apparatschiks wie Busek mit seinen bunten Vögeln, die nicht nur die ehedem staatstragende christlich-soziale ÖVP ruiniert haben, sondern jetzt auch noch dem Rest der katholischen Kirche in unserem Land den Todesstoß versetzen wollen. Apropos: Was die zölibatäre Lebensweise der Kultikone des österr. Liberalkatholizismus Kard. König anlangt, möge man doch einmal Prim. Prof. Dr. HUBER vom Wiener AKH befragen, zu wem er aller „Papa“ sagen durfte bzw. in der Öffentlichkeit nicht sagen durfte! :-D
Redaktion benachrichtigen
#6   sankt niketas   13:25:17 | Montag, 15. Juni 2009
@ Puchil
Da geht es um ganz konkrete Menschen, die Respekt verdienen, auch wenn man nicht ihrer Meinung ist.
Da haben Sie das Prinzip von kreuz.net nicht verstanden: Wer nicht der Meinung von kreuz.net ist, verdient Hass, Verachtung, wahlweise auch den Strang, das Konzentrationslager, auf jeden Fall aber die ewige Hölle.
Redaktion benachrichtigen
#5   Puchil2 †   12:45:14 | Montag, 15. Juni 2009
Ein unverschämter Artikel!
„Die ‘Laieninitiative’ ist ein Verein pensionierter B-Prominenz aus der Homo- und Abtreibungsgruppierung ‘Österreichische Volkspartei’“.
Wenn Sie noch einen Rest von Respekt vor der Würde von Menschen haben, dann löschen Sie diesen unverschämten Beitrag über die Laieninitiative.
Eine angesehene, staatstragende Partei pauschal als eine „Homo – und Abtreibungsgruppierung zu beschimpfen, ist schon ein starkes Stück!
Meine liebe Redaktion: Da geht es um ganz konkrete Menschen, die Respekt verdienen, auch wenn man nicht ihrer Meinung ist.
Redaktion benachrichtigen
#4   diakonus   11:51:06 | Montag, 15. Juni 2009
Danke!
Danke für den obkjektiven Artikel!
Die von Ihnen getroffene Wortwahl wie „Sandkastenspiele“ unterstreicht die Seriosität Ihres Mediums.
Außerdem verzichten sie über jede Art von Polemik! Sie hätten ja auch offen lügen können und berichten, dass Schönborn
* die Bertreter der Laieninitiative einfach hinausgehaut hätte
* selbst für die Abschaffung des Pflichtzölibats eingetreten wäre
* sich gar nicht um die Geschehnisse in seiner Diözese gekümmert hätte.
Haben Sie nicht. Danke!
Die Gehäßigkeit des Artikels stellt schließlich in eindrucksvoller Weise vor Augen, dass die Seite zwar regelmäßig über Ereignisser der Kirche berichtet, sich aber schon in Lehre und Praxis schon lange davon distanziert hat.
Redaktion benachrichtigen
#3   lux in tenebris   11:03:36 | Montag, 15. Juni 2009
oh, werter pamino,
sie untertreiben! :-@ es gibt deren drei, nein, vier, wenn man pensionäre einrechnet! ;-)
Redaktion benachrichtigen
#2   pamino   10:38:41 | Montag, 15. Juni 2009
Hinweis
Es ist unklar, was die vatikanische Kurie mit der – in deutscher Sprache abgefaßten – Sendung machen wird.
Es gibt eine Person im Vatikan, der Deutsch versteht.
Redaktion benachrichtigen
#1   clarissa colonia   10:23:20 | Montag, 15. Juni 2009
Korrigierende Hinweise:
Selbstverständlich mag es konservativ Gesinnten, die ihre Eingaben an den Apostolischen Stuhl ausschließlich in campagnerhaft perlenden Satzperioden sallustischen Ausmaßes und ciceronianischen Stils verfassen, unvorstellbar sein, daß man dies auch in der vulgären Sprache des gemeinen Volkes tun kann. Aber, an diesem Punkt hat die römische Kurie durch die Initiative des verewigten Pontifex wohl doch ein neues Pfingstwunder erlebt: Man kann dem Apostolischen Stuhl mittlerweile in (nahezu) jeder Sprache seine Anliegen kundtun – und: sie werden dort verstanden!
Außerdem ist es unumgänglich, daß orientalische Priester in ihren orientalischen Heimatdiözesen inkardiniert sind, weil (m.W.) in der Republik Österreich keine orientalische Diözese errichtet worden ist – selbst wenn der wiener Kardinal Ordinarius für die orientalischen Gläubigen in Österreich ist. Die Existenz eines Verbots des seelsorglichen Einsatzes orientalischer Priester in Österreich (und die „Notwendigkeit“ deshalb zu „tricksen“) entspringt ausschließlich der Phantasie des Autors resp. der Redaktion …
Redaktion benachrichtigen
Weiterlesen:
WienSo etwas darf in der Tat nie wieder geschehen WienVon den Nazis entehrt – und jetzt vom Wiener Kardinal WienDer altliberale Brunnenvergifter dementiert WienDer nächste wurde in den Untergrund getrieben WienFreie Hand den Häretikern WienMenschlich sehr eigenartig
RSS Feed  •  News Ticker  •  Werbebanner  •  Visitenkarte  •  Kontakt  •  Impressum
© CC-BY-NC-SA 2012 kreuz.net