10:00:33 | Montag, 15. Juni 2009
Wenn sich die Bischöfe bei den Altliberalen einschmeicheln, gibt das anschließend schmeichelnde Medienberichte. Am Zustand der Kirche ändert sich nichts.

Der Erzbischof von Wien, Christoph Kardinal Schönborn
© Pressefoto Erzdiözese Wien(kreuz.net) Der altliberale Erzbischof von Wien, Christoph Kardinal Schönborn, hat „dieser Tage“ Vertreter
der altliberalen
‘Laien-Initiative’ empfangen.
Das berichtete kürzlich die amtskatholische österreichische
Nachrichtenagentur ‘kathpress’.
Die Vertreter der ‘Laien-Initiative’ übergaben dem Kardinal ein im Januar
veröffentlichtes altliberales „Memorandum“.
Kardinal Schönborn sicherte der altliberalen Riege zu,
ihr Memorandum und daran angeschlossene Erlebnisberichte aus Pfarrgemeinden nach Rom weiterzuleiten.
Es ist unklar, was die vatikanische Kurie mit der – in deutscher Sprache abgefaßten – Sendung machen
wird.
Die ‘Laieninitiative’ ist ein Verein pensionierter B-Prominenz aus der Homo- und Abtreibungsgruppierung
‘Österreichische Volkspartei’.
Der Kardinal betonte, „Verständnis“ für die angeblichen Sorgen der
altliberalen ‘Laien-Initiative’ zu haben.
Die Aufrechterhaltung der – zusammenbrechenden – Pfarrseelsorge
sei auch ihm ein Herzensanliegen.
Denn diese würden in Krisenzeiten auch als „soziales Basisnetzwerke“
immer wichtiger.
Aber die Ursachen für den Priestermangel müßten noch „viel gründlicher“ analysiert
werden.
Zweifellos hänge der Priestermangel auch damit zusammen, daß die Zahl der Menschen zunimmt,
die der Kirche und dem Glauben sehr fernstünden.
Daß jene Bischöfe, die öffentlich zum katholischen
Glauben stehen, in ihren Priesterseminarien auch Alumnen vorweisen können, ließ der wankelmütige Erzbischof –
angesichts des gähnend leeren Wiener Priesterseminars – vorsichtshalber unerwähnt.
Zum Zölibat erklärte
er, daß dieser in der katholischen Kirche des lateinischen Ritus eine große Tradition habe.
Als Beispiele
nannte der Kardinal „großartige Gestalten“ wie den Heiligen Pfarrer von Ars, den seligen Papst Johannes
XXIII. und den altliberalen Wiener Kardinal Franz König, die den Typus des zölibatären Priesters repräsentiert
hätten.
Die Amtszeit des vom Wiener Erzbischof als „großartige Gestalt“ bezeichneten Kardinals König
ging mit einer
unbeschreiblichen Welle der Zerstörung in der Erzdiözese Wien einher.
Die Verteidigung
des Zölibates federte der Kardinal dialektisch durch die Aussage ab, daß er als Ordinarius für die
griechisch-katholischen Gläubigen in Österreich, deren Klerus zumeist verheiratet sei, „keinerlei Ängstlichkeit“
im Hinblick auf verheiratete Priester habe.
Der Kardinal ließ unerwähnt, daß der Einsatz verheirateter
griechisch-katholischer Priester in Österreich nicht erlaubt ist und dadurch umgangen wird, daß diese
Priester formell in einer Diözese des Ostens inkardiniert werden.
Wie ein richtiger Politiker bat der
Kardinal die pensionierten Politikern der ‘Laien-Initiative’ schließlich, „nicht nur langfristig unter
Umständen Wünschbares, sondern auch konkret Mögliches“ anzustreben.
Die ‘Laien-Initiative’ solle daher
ihr Memorandum durch einen Aufruf ergänzen, der junge Männer ermutigt, sich „unter den geltenden Bedingungen“
für den Priesterberuf zu entscheiden.
Die Vertreter der ‘Laien-Initiative’ betonten ihre „Loyalität“
gegenüber den Bischöfen und erklärten, diese Bitte erfüllen zu wollen.
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Denkender 22:36:12 | Montag, 15. Juni 2009
#13
wassers 22:33:27 | Montag, 15. Juni 2009
#11
wickerl 14:35:40 | Montag, 15. Juni 2009
#10
sankt niketas 14:12:32 | Montag, 15. Juni 2009
#8
wickerl 13:41:29 | Montag, 15. Juni 2009
#5
Puchil2 † 12:45:14 | Montag, 15. Juni 2009
#4
diakonus 11:51:06 | Montag, 15. Juni 2009
#2
pamino 10:38:41 | Montag, 15. Juni 2009