Euthanasie
Hilflosenmord
Frau Terri Schiavo verhungerte heute Nachmittag nach knapp zwei Wochen ohne Essen und Trinken. Ihre Eltern mußten zum Zeitpunkt des Todes die sterbende Tochter verlassen. Ein Rückblick auf ihr zu kurzes Leben.
(kreuz.net, Florida) Frau Terri Schiavo starb am heutigen Donnerstag nach 13 Tagen ohne Wasser und Nahrung einen jämmerlichen Tod. Der Anwalt ihres entfremdeten Ehemannes Michael Schiavo, der sich stark für ihren Tod eingesetzt hat, gab die Meldung der Öffentlichkeit bekannt.

Michael Schiavo hatte den Hungertod seiner betrogenen Ehefrau nach einem mehr als zehn Jahre dauernden Rechtsstreit gegen Terris Eltern durchgesetzt. Bob und Mary Schindler, die Eltern von Terri Schiavo, kämpften bis zuletzt mit Eilanträgen um das Leben ihrer hilflosen 41-jährigen Tochter. Die letzte Niederlage erlitten sie am Mittwoch abend vor dem Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten.

Ein Sprecher von Bob und Mary Schindler klagte Michael Schiavo an, den besorgten Eltern zum Zeitpunkt von Terris Tod sogar den Zugang zu der Sterbenden verweigert zu haben. 15 Minuten vor Terris Tod seien ihre Eltern noch bei ihr gewesen. Wenige Minuten bevor ihre Seele den Körper verlassen habe, seien die Eltern von Michael Schiavo brutal des Raumes verwiesen worden. Erst nach Terris Tod gestattete er ihnen zurückzukehren.

Der Kurienkardinal Renato Martino bezeichnete die Verweigerung der Nahrung im Gespräch mit Radio Vatikan noch am Donnerstag vormittag als „Mord“. Jeder, der nicht dagegen einschreite, mache sich mitschuldig. „Die Unterbrechung der Ernährung kommt einem ungerechten Todesurteil für einen Unschuldigen gleich. Und dies auf eine der grausamsten Arten: durch Durst und Hunger.“

Ein Blick auf ihr Leben

Theresa Marie Schindler wurde am 3. Dezember 1963 in Pennsylvania als Tochter von Robert und Mary Schindler geboren. Ihre Eltern berichten, daß Terri ein aufgewecktes Kind war und eine große Liebe zu Haustieren besaß. Terri war auch ein großer Musikfan. Besonders das Klavier begeisterte sie zeitlebens. Die begabte Künstlerin schrieb in ihrer Jugendzeit Theaterstücke.

Im Jahre 1982 lernte Terri den Lutheraner Michael Schiavo auf einem College in Florida kennen. Zwei Jahre später, am 10. November 1984, heiratete das junge Paar. Die Braut war zu diesem Zeitpunkt erst 20 Jahre alt, ihr Ehemann Schiavo ein Jahr älter.

Terri arbeitete als Versicherungsvertreterin und träumte von einer Karriere als Tierärztin. Ihr entfremdeter Ehemann Schiavo erlernte den Beruf des Krankenpflegers und war in der Notaufnahme eines Krankenhauses beschäftigt. Im Jahr 1990 brach Theresa Schindler wegen einer Brechsucht in der gemeinsamen Wohnung zusammen. Dabei erlitt sie einen schweren Hirnschaden.

Michael Schiavo kämpfte zwölf Jahre lang kaltblütig um den Tod seiner Ehefrau. Zweimal wurde Terris Ernährung eingestellt und zweimal mußte die Maßnahme wieder rückgangig gemacht werden. Am 18. März wurde Terri zum dritten Mal der Ernährungsschlauch entzogen.

Eckdaten der letzten 15 Jahre.

Heute morgen Ortszeit, am 14. Tag ohne Nahrung und Flüssigkeit, verhungerte Terri vor den Augen ihres Pflegepersonals und der ganzen Welt. Sie war kurz zuvor mit den Sterbesakramenten versehen worden. R.I.P.
      
4 Lesermeinungen
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#4   GerdEric   07:03:06 | Freitag, 1. April 2005
HERR Gott
ich bitte DICH,
dass all die Menschen,
die in diesem Falle sich
zutiefst DIR verpflichtet sehen,
sich in gleicher Intensität
um all die Verungernden der Welt
kümmern,
und deren Elend
bekämpfen.
Amen
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#3   1+1=7   06:03:31 | Freitag, 1. April 2005
Welch grausige Tatsache!
jemanden in einer Überflussgesellschaft verhungern zu lassen ist äusserst satanisch.
Bitt für uns heilige Mutter Gottes, dass wir aufwachen und würdig werden der Verheissungen deines Sohnes.
Herr, nimm deine Tochter auf in dein Reich. Ich weiss du bist der wahre Trank und die wahre Speise.
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#2   Marcel   22:15:08 | Donnerstag, 31. März 2005
Traurig
Sehr traurig und überaus grausam.
Barmherziger Jesus Christus, wir vertrauen auf Dich!
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#1   marcellus   19:57:22 | Donnerstag, 31. März 2005
Ruhe in Frieden
Gib ihr o Herr, die ewge Ruh und führ sie Deinem Frieden zu. Laß schauen sie in selgem Licht auf ewig Herr, Dein Angesicht!
Erlös o Herr von Schuld und Pein, die Seele dieser Gläubgen Dein. Und führ sie vom Gericht befreit, zur ewigen Glückseligkeit.
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