Schweizerische Neutralität: Religionsunterricht ohne Religion
Der Kanton Zürich wird den vor einigen Jahren von den zwei Landeskirchen eingeführte umstrittene ökumenische Religionsunterricht abschaffen und durch das Schulfach „Religion und Kultur“ ersetzen. Die katholische Kirchenverwaltung und die reformierte Landeskirche stehen grundsätzlich hinter dem Modell.
(kreuz.net, Zürich) Ende August diesen Jahres gab der Schweizer Kanton Zürich (Nordostschweiz) bekannt,
daß ab 2007 der Religionsunterricht in der Zürcher Oberstufe „wertfrei“ und „neutral“ gestaltet werden
soll. Für reformierte oder katholische Religionslehrer wird es in der Oberstufe keine Anstellung mehr
geben.Das neue Fach wird „Religion und Kultur“ heißen. Es soll wie die übrigen Fächer an der Oberstufe obligatorisch und benotet sein. „Religion und Kultur“ werde Inhalte, Formen, Zeremonien und Rituale verschiedener Religionen thematisieren, ohne diese zu werten. Damit sollen die Jugendlichen die multikulturelle Welt, in der sie leben, besser verstehen.
Das Fach „Religion und Kultur“ bereitet dem schon bei seiner Einführung sehr umstrittene „konfessionell-kooperative Religionsunterricht“ (KokoRu) ein jähes Ende. Durch diesen Unterricht setzte der damalige Weihbischof der Diözese Chur, Peter Henrici, dem katholischen Religionsunterricht an der Oberstufe im Kanton Zürich ein Ende.
Verantwortlich für die neuen staatlichen Richtlinien ist der Zürcher Bildungsrat. Der Präsident der Kommission für Religion des Bildungsrates, betonte: „Die Gleichwertigkeit der Religionen ist für die Konstruktion dieses Schulfaches zwingend.“ Die Unterrichtsreform sieht vor, für sämtliche Weltreligionen gleich viele Stunden zu verwenden.
Eine Umsetzung des ‘Neutralitätsgebotes’ an jeder Züricher Schule ist bis 2011 vorgesehen.
Allen kirchlichen Religionslehrern soll nach der neuen Regelung die Lehrerlaubnis entzogen werden. Den Unterricht für das neue Fach sollen staatliche Oberstufenlehrer übernehmen. Jeder Religionslehrer, der sich an ein bestimmtes Bekenntnis bindet, gilt in Zukunft nicht mehr als ‘neutraler Wissensvermittler’ und steht im Gegensatz zu den Vorgaben der Züricher Bildungsdirektion.
Die reformierte Kirche des Kantons Zürich und die katholische Landeskirche (Verwaltungsorganisation) hat grundsätzlich keine Bedenken gegen das neue Modell. Kritisiert werden nur zwei Punkte: daß die bisherigen Religionslehrer ihre Arbeit verlieren und daß die bisherigen „konfessionellen Projekthalbtage“, die noch Teil des Religionsunterrichtes sind, abgeschafft werden.
Wenn die juristischen Vorgabe für den neuen Religionenunterricht umgesetzt sind, wird das Christentum in der Zürcher Oberstufe nur noch als Spurenelement aufscheinen. Regine Fretz vom kantonalen Volksschulamt meinte gegenüber der „Neuen Züricher Zeitung“, daß bereits die Schilderung des Lebens Jesu in die Glaubensfreiheit eingreife und somit nicht mehr Bestandteil des obligatorischen Volksschulstoffes sein dürfe.
Weiterlesen:
Montag, 11. Juni 2007 00:38
J’sus †: Von der Redaktion entfernt
Sonntag, 4. September 2005 11:53
Marlene †: Donnerwetter!!!
Na das nenne ich doch mal eine gelungene Reform! So lernen die Kinder endlich mal Selbstbestimmung statt Vorkauen und Wiederkäuen starrer Regeln kennen. Und die Ethik so mancher östlicher Religionen ist der des Christentums bei weitem überlegen.
Montag, 8. November 2004 15:43
Elisabeth: Die Schilderung des Lebens ein Eingriff in das Glaubensleben
Also es verschlägt einem doch die Sprache, wenn man solches liest, das die Schilderung des Lebens Jesu
ein Eingriff in das Glaubensleben sei.Und das Religionslehrer als Lehrer für dieses Fach net mehr eingesetzt
werden können,weil sie nicht objektiv seien.
Und so was lässt die Kath.Kirche derSchweiz sich gefallen,schon sehr verwunderlich.Andererseits sollte solches in Deutschland anstehen, wie wären dann die Reaktionen der Deutschen.Der Versuch seitens Frau Kohlmeier den Reli-Unterricht an bayr,Grundschulen um 1Stunde zu verkürzen, ist Dank einer massiven Postkartenaktion vor nicht allzu langer Zeit gestoppt worden.
Das einzig gute an den vorgesehenen Veränderungen im System des Reliunterrichts,ist das zukünftig auch über andere Religionen, Glaubensrichtungen unterrichtet wird.Denn das wir alle zu wenig über die Religionen unserer Nachbarn,Mitschüler,Arbeitskollegen,Sport-Freizeit- und Hobbykameraden wissen,das stimmt schon.Und daran muß auch von Seiten der Kath.Kirche feste dran gearbeitet werden,als Beitrag zum Frieden in unserer unmittelbaren Umgebung und Frieden für alle Völker der Erde.
Gruß, schönen Tag,Dank an den Autor dieses Artikels,
Elisabeth
Und so was lässt die Kath.Kirche derSchweiz sich gefallen,schon sehr verwunderlich.Andererseits sollte solches in Deutschland anstehen, wie wären dann die Reaktionen der Deutschen.Der Versuch seitens Frau Kohlmeier den Reli-Unterricht an bayr,Grundschulen um 1Stunde zu verkürzen, ist Dank einer massiven Postkartenaktion vor nicht allzu langer Zeit gestoppt worden.
Das einzig gute an den vorgesehenen Veränderungen im System des Reliunterrichts,ist das zukünftig auch über andere Religionen, Glaubensrichtungen unterrichtet wird.Denn das wir alle zu wenig über die Religionen unserer Nachbarn,Mitschüler,Arbeitskollegen,Sport-Freizeit- und Hobbykameraden wissen,das stimmt schon.Und daran muß auch von Seiten der Kath.Kirche feste dran gearbeitet werden,als Beitrag zum Frieden in unserer unmittelbaren Umgebung und Frieden für alle Völker der Erde.
Gruß, schönen Tag,Dank an den Autor dieses Artikels,
Elisabeth
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