Papst Johannes Paul II. – Requiescat in Pace
Requiem aeternam dona ei, Domine, et lux perpetua luceat ei, requiescat in pace.
De profundis clamavi ad te Domine * Domine exaudi vocem meam.Fiant aures tuae intendentes * In vocem deprectationis meae.
Si iniquitates observabis Domine * Domine quis sustinebit.
Quia apud te propitiatio est * propter legem tuam.
Sustinui te Domine + sustinuit anima mea in verbum eius * speravit anima mea in Dominio.
A custodia matutina usque ad noctem * speret Israel in Domino.
Quia apud Dominum misericordia * et copiosa apud eum redemptio.
Et ipse redimet Israel * ex omnibus iniquitatibus eius.
(kreuz.net, Vatikan) Papst Johannes Paul II. starb um 21.37 Uhr in seiner Wohnung im Apostolischen Palast. Die Nachricht wurde den Gläubigen während des Rosenkranzes auf dem Petersplatz mitgeteilt.
Karol Joseph Wojtyla wurde am 18. Mai 1920 in Wadowice bei Krakau als drittes Kind einer polnischen Offiziersfamilie geboren. Seine Eltern Emilia und Karol Wojtyla waren fromme Katholiken und lebten in bescheidenem Wohlstand.
Von seiner
Mutter Emilia wurde Karol liebevoll Lolek genannt. Als sie ihn einmal im Kinderwagen durch Wadowice schob,
soll sie zu einer Nachbarin gesagt haben: „Lolek wird eines Tages ein großer Mann sein.“ Seine Mutter
starb als Lolek acht Jahre alt war. Ihr Sohn hat ihr ein lebenlang nachgetrauert.Karol war ein ausgezeichneter Schüler. Ab 1930 besuchte er das staatliche Jungengymnasium in Wadowice. Nach dem Unterricht sah man ihn zumeist gemeinsam mit seinen Schulkollegen am Fußballfeld. Karol soll ein talentierter Torhüter gewesen sein.
Mit 13 Jahren empfing der spätere Papst die erste Heilige Kommunion. Gemeinsam mit seinem
Vater besuchte er häufig die 7.00 Uhr Messe in Wadowice. Sein Vater habe ein Leben ständigen Gebetes
geführt, berichtete Karol später.Im Alter von 19 Jahren ging Karol gemeinsam mit seinem Vater nach Krakau – sein älterer Bruder war in der Zwischenzeit an Scharlach gestorben. Dort begann er sein Studium der Philosophie und polnischen Philologie. Zeit seines Lebens war er von der Literatur und dem Theater begeistert. Der Vater starb kurz darauf. Mit 21 Jahren war Karol alleine auf der Welt.
Der spätere Papst war nicht nur ein Künstler. Auch seine sportlichen Begabungen waren vielschichtig. Um in Form zu bleiben, soll er in einem Rucksack Steine auf die Berge getragen haben. In den Sommermonaten standen lange Rad- und Kajaktouren auf dem Programm. Den Winter verbrachte Karol in den polnischen Bergen. Der spätere Papst soll auch ein ausgezeichneter Skiläufer gewesen sein. Auf seine sportlichen Aktivitäten hat er auch als Kardinal und Papst nicht verzichtet: „Wujek war einer von uns“, sagten seine Freunde.
Während der
Kriegszeit arbeitete Karol Wojtyla in einem Kalksteinbruch bei Krakau und später in einer Sodafabrik.
Gleichzeitig setzte er im geheimen sein Studium fort. Er schloß sich einer polnischen kulturellen Widerstandsbewegung
an, schrieb Gedichte und spielte Theater.In den 40er Jahren verspürte er den immer größer werdenden Wunsch, Priester zu werden. Mit Hilfe des Erzbischofs von Krakau, Adam Stefan Kardinal Sapieha, trat er in das Untergrundseminar in Warschau ein.
Am 1. November 1946 empfing Karol Wojtyla in Warschau die Priesterweihe. Kurz darauf verließ er seine Heimat, um in Rom seine Studien fortzusetzen. 1951 beendete er das Theologiestudium mit der Promotion in Krakau. In der ewigen Stadt erlernte er Italienisch, Englisch, Französisch und Spanisch. Deutsch hatte er als Sohn eines ehemaligen österreichischen Offiziers schon in Polen gelernt. Nach Beendigung seiner Studien wirkte er als Priester in einer Landpfarrei, später kam er nach Krakau.
Seine akademische Laufbahn begann 1953. Er lehrte an der theologischen Universität in Krakau Moraltheologie. Bei seinen Studenten soll er sehr beliebt gewesen sein. Eine Mehrheit der Studenten sei allerdings nicht in der Lage gewesen, seinen nicht selten dunklen Ausführungen zu folgen.
Im Alter von erst 38 Jahren wurde Karol Wojtyla zum Bischof geweiht. Fünf Jahre später ernannte ihn Papst Paul VI. zum Erzbischof von Krakau.
Am 16. Oktober – nach acht Wahlgängen – wird Karol Wojtyla als erster Pole der Kirchengeschichte unerwartet zum Papst gewählt. Der in der westlichen Öffentlichkeit kaum, jedoch unter den Kardinälen sehr bekannte Erzbischof von Krakau, erobert durch sein Charisma, seinen zurückhaltenden Humor und seine gütige Ausstrahlung die Herzen der Öffentlichkeit.

Johannes Paul II. wird als „Papst zum Anfassen“ in die Welt- und Kirchengeschichte eingehen. Besonders Kinder und Jugendliche haben es ihm angetan – und umgekehrt: Im heiligen Jahr 2000 versammelten sich zwei Millionen Jugendlich mit ihrem „Pope-Star“ in Rom, um gemeinsam mit dem Papst den Weltjugendtag zu feiern. „Wenn du mit der Jugend lebst“, so ein polnisches Sprichwort, „wirst du selber jung“.
In seinem über 26-jährigen Pontifikat besuchte der Heilige Vater in mehr als 100 Auslandsreisen
rund 130 Länder auf allen Kontinenten. Mit seinem Humor, seinem immensen Sprachentalent und unter Einsatz
aller modernen Medien begeisterte er über 100 Millionen Gläubige. „Der Papst“, sagte Johannes Paul II.
einmal, „reist als Botschafter des Evangeliums zu Millionen von Brüdern und Schwestern. Er will ihnen
sagen, daß Gott sie liebt und daß der Papst sie liebt.“Seinen größten Triumph feierte der Papst in seiner Heimat Osteuropa durch die Überwindung des Kommunismus. „Ohne ihn wäre die Umwälzung nicht möglich gewesen“, räumte der letzte Parteichef der UdSSR, Michail Gorbatschow, einmal ein. Der Zusammenbruch des Sowjetblocks wurde durch die polnische Gewerkschaft „Solidarität“ eingeleitet, die im Gefolge der Papstwahl von der katholischen Kirche aufgebaut wurde.
Ein besonderes Anliegen waren dem verstorbenen Papst die politische Verständigung, die Ökumene und der interreligiöse Dialog. Aufsehen erregten seine Vergebungsbitten für Verfehlungen in der Kirchengeschichte. Er betete an der Klagemauer in Jerusalem und in der Omajaden-Moschee in Damaskus. Nach dem Terror des 11. September 2001 warnte er als erster, den Islam pauschal zu verurteilen.
Besonderen Einsatz zeigte der Papst im Lebensschutz. Immer wieder
und unermüdlich verurteilte er Kinderabtreibungen und Euthanasie, sprach sich vehement gegen Verhütungsmittel
aus, und zeigte die Sündhaftigkeit homosexueller Praktiken auf.Ein schwarzer Tag in der Geschichte seines Pontifikats war der 13. März 1981: Genau 64 Jahre nach der ersten Marienerscheinung im portugiesischen Wallfahrtsort Fatima treffen Schüsse den Papst im offenen Wagen während der Mittwochsaudienz auf dem Petersplatz. „Ein weißer Bischof wird unter den Schüssen aus einer Feuerwaffe zu Boden fallen, als ob er tot wäre“, hat die Muttergottes den drei Hirtenkindern am 13. Mai 1917 mitgeteilt. Papst Johannes Paul II. deutet diese himmlische Offenbarung auf seinen Anschlag.
Ein Jahr später macht er eine Dankeswallfahrt nach Fatima. Als Zeichen seiner Verbindung zum portugiesischen Marienheiligtum schmückt die Pistolenkugel, die ihn traf, noch heute die Krone der Muttergottes-Statue.
Zeitlebens war Papst Johannes Paul II. ein großer Marienverehrer. Sein Wahlspruch „Totus Tuus“ – „ganz dein, oh Maria“ möge in seinem Tod in Erfüllung gehen.

Samstag, 12. August 2006 11:14
Dr. Christoph Heger: @Dr. Otterbeck: Können Sie mir einmal …
… erklären was die Forderung nach Wiederherstellung der Freiheit der Forschung und der Freiheit der
Meinungsäußerung mit einer „Fehlinterpretation des Syllabus von 1864“ zu tun hat.
Sie führten nämlich diese Forderung in dem von Ihnen humoristisch unterstellten „12. Punkteprogramm“ der SSPX auf:
12. Straffreiheit der Volksverhetzung,
aber abgesehen von der Verbreitung dieser Zeitirrtümer, die allesamt auf einer Fehlinterpretation des Syllabus von 1864 beruhen,
Es ist ja wohl im Gegenteil so, daß diese illiberale Sondergesetzgebung im § 130 StGB ein so krasser Verstoß gegen das GG ist, daß das BVG (meiner Kenntnis nach) bisher mit einer Entscheidung gekniffen hat – weil diese für die am Nasenring des Zentralrats der Juden in Deutschland geführte politische Kaste nur vernichtend ausfallen könnte.
MfG
Christoph Heger
Sie führten nämlich diese Forderung in dem von Ihnen humoristisch unterstellten „12. Punkteprogramm“ der SSPX auf:
12. Straffreiheit der Volksverhetzung,
aber abgesehen von der Verbreitung dieser Zeitirrtümer, die allesamt auf einer Fehlinterpretation des Syllabus von 1864 beruhen,
Es ist ja wohl im Gegenteil so, daß diese illiberale Sondergesetzgebung im § 130 StGB ein so krasser Verstoß gegen das GG ist, daß das BVG (meiner Kenntnis nach) bisher mit einer Entscheidung gekniffen hat – weil diese für die am Nasenring des Zentralrats der Juden in Deutschland geführte politische Kaste nur vernichtend ausfallen könnte.
MfG
Christoph Heger
Donnerstag, 10. August 2006 13:17
legeslegmegszentségtelenithetetlenségeskedéseitekért †: Otterbecksches Zwölfpunkteprogramm zur Rückkehr ins Mittelalter
Sie sollten nicht so viele SciFi-Filme über Zeitreisen anschauen!
Montag, 29. Mai 2006 12:31
stat crux: P.S.:
Natürlich sind das unten nur „redaktionelle“ Forderungen, keine eigentlich politischen.
Samstag, 27. Mai 2006 11:44
Dr. Otterbeck: Erstmals
muss ich, nach heutiger Durchsicht der Alt-Artikel, der kreuz.net Redaktion doch einmal Dank sagen für
die viele, viele Arbeit. Es sind doch reichlich Informationen zusammengetragen! Die Selektion ist zwar
konzentriert auf ein skurriles Zwölf-Punkte-Programm zur Rettung des Abendlandes,
1. Papst Marcellus III.
2. Allgemeine Freigabe des Missale von 1570
3. Strafbarkeit der Abtreibung
4. Strafbarkeit der Sodomie
5. Strafbarkeit der Ehescheidung
6. Strafbarkeit der Geburtenkontrolle
7. Strafbarkeit des freien Kondomhandels
8. Strafbarkeit des freien Handels mit Kontrazeptiva
9. Strafbarkeit des Handels mit häretischer Literatur
10. Strafbarkeit der Lektüre häretischer Literatur
11. Zensur des Kinos und der Medien
12. Straffreiheit der Volksverhetzung,
aber abgesehen von der Verbreitung dieser Zeitirrtümer, die allesamt auf einer Fehlinterpretation des Syllabus von 1864 beruhen, hat die Redaktion doch sehr, sehr viel Arbeit geleistet.
Das muss man auch mal anerkennen.
1. Papst Marcellus III.
2. Allgemeine Freigabe des Missale von 1570
3. Strafbarkeit der Abtreibung
4. Strafbarkeit der Sodomie
5. Strafbarkeit der Ehescheidung
6. Strafbarkeit der Geburtenkontrolle
7. Strafbarkeit des freien Kondomhandels
8. Strafbarkeit des freien Handels mit Kontrazeptiva
9. Strafbarkeit des Handels mit häretischer Literatur
10. Strafbarkeit der Lektüre häretischer Literatur
11. Zensur des Kinos und der Medien
12. Straffreiheit der Volksverhetzung,
aber abgesehen von der Verbreitung dieser Zeitirrtümer, die allesamt auf einer Fehlinterpretation des Syllabus von 1864 beruhen, hat die Redaktion doch sehr, sehr viel Arbeit geleistet.
Das muss man auch mal anerkennen.
Mittwoch, 6. April 2005 01:17
Bernhard: Von der Redaktion entfernt
Dienstag, 5. April 2005 09:06
spectator †: Von der Redaktion entfernt
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