Legionäre Christi
Drei Vorwürfe
Pater Marcial Maciel zum ersten Mal suspendiert: „Man sagt, daß die Legion ein gutes Werk ist. Aber wie kann es sein, daß die Legion, das heißt, der Baum, die Äste und die Früchte gut sind, aber ich, der Stamm, schlecht?“
Die Webseite der Legionäre Christi
Die Webseite der Legionäre Christi
(kreuz.net) Im Sommer 1956 wußten vier mexikanische Bischöfe über die Probleme des Ordensgründers – die Oberhirten von Mexico City, Morelia, Yucatan und Cuernavaca.

Der Bischof von Cuernavaca schrieb im August 1956 einen vorsichtigen Brief an die römische Ordenskongregation. Er empfahl darin die Absetzung von Pater Maciel und die Untersuchung dreier Vorwürfe – scheinheiliges und lügnerisches Verhalten, Verwendung narkotisierender Medikamente und Sodomismus mit Burschen der Kongregation.

Ende August schrieb der damalige Erzbischof von Mexico City einen ähnlichen Brief nach Rom.

Pater Ferreira Correa – der damalige Generalvikar der Legionäre Christi, der die Probleme um Pater Maciel ernst nahm – schrieb am 23. August dem Generalvikar der Erzdiözese Mexico City einen langen Brief. Darin erwähnte er, daß Pater Maciel Schulbuben „unkeusch berührte“.

Pater Maciel verteidigte sich gegen diese Beschuldigungen mit dem Argument, daß er in der Zeit große Schmerzen gehabt und diese Dinge nicht bewußt getan habe.

Im Januar 1957 schrieb Pater Ferreira Correa auch nach Rom und berichtete, daß Pater Maciel von urologischen Problemen spreche, die den Ausstoß von Sperma notwendig machten.

Am 20. September 1956 erreichten diese Dokumente den späteren Kardinal Domenico Tardini († 1961), der damals Sekretär der Römischen Kurie war.

Am nächsten Tag suspendierte Kardinal Valeri den Ordensgründer.

In dem Procedere versuchte man den Sekretär des Heiligen Officiums, Giuseppe Kardinal Pizzardo († 1970) zu umgehen. Er galt nämlich als Freund von Pater Maciel.

Am 1. Oktober traf Pater Maciel in Rom ein. Er akzeptierte seine Suspendierung und erklärte sich bereit, in einer Klinik behandelt zu werden.

Gleichzeitig legte er ein Zeugnis des päpstlichen Hofarztes Ricardo Galeazzi Lisi vor, das ihm eine gute körperliche Verfassung bescheinigte.

Galeazzi Lisi wurden später entlassen, weil er Photos und Berichte über die letzten Tage von Papst Pius XII. an die Presse verkauft hatte.

Pater Maciel bezeichnete sich als ein Opfer von Verleumdungen. Er wurde schließlich nach Spanien ins Exil geschickt.

Die Leitung der Legionäre Christi übernahm Pater Lagoa als Rektor der römischen Kollegs des Ordens, Pater Arumí als römischer Novizenmeister und Pater Ferreira als Generalvikar, assistiert von Bruder Domínguez.

Kardinal Valeri bestimmte am 13. Oktober den damaligen Generaloberen der unbeschuhten Karmeliten und späteren Kardinal, Pater Anastasio Ballestrero (43) zum Visitator der Legionäre Christi.

Pater Maciel und führende Legionäre um ihn taten alles, um die Arbeit des Visitators zu sabotieren.

Bereits im August oder September hatte sich Pater Maciel ein privates Ordensgelübde einfallen lassen, das von jedem Legionär verlangte, nie und unter keinen Umständen einen Ordensoberen zu kritisieren und die Namen von Mitbrüder, die solches taten, den Oberen bekanntzugeben.

Dieses private Gelübde – im Orden wurde es „Gelübde der Liebe“ genannt – wurde von Papst Benedikt XVI. im Jahr 2007 abgeschafft.

Es war für Pater Maciel nicht schwer, sich als Opfer hinzustellen. Schon im August erklärte er dem Seminaristen Juan Vaca (19), der später zu einem bekannten Ankläger von Pater Maciel wurde:

„Es gibt Feinde. Dem Teufel ist es gelungen, sich im Vatikan festzukrallen, um die Legion zu zerstören.“

Vor seiner Verbannung nach Spanien hielt Pater Maciel eine emotionale Abschiedsrede:

„Man sagt, daß die Legion ein gutes Werk ist. Aber wie kann es sein, daß die Legion, das heißt, der Baum, die Äste und die Früchte gut sind, aber ich, der Stamm, schlecht?“
      
21 Lesermeinungen
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#21   Jörg Guttenberger, Köln   21:03:51 | Dienstag, 7. Juli 2009
Kiki: Opus Dei und Legionäre
Was hat das Opus Dei mit den Legionäre Christi zu tun? Spinnen Sie?
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#20   Kiki de Montparnasse †   15:10:09 | Dienstag, 7. Juli 2009
Ich protestiere!!!
Man darf die Legionäre Christi nicht auflösen!!! Unter gar keinen Umständen!!! Und zwar ganz speziell wegen Pater Thomas Williams… der hat sowas einfach nicht verdient! :'(
Löst lieber Opus Dei auf, aber doch nicht die guten Legionäre!
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#19   Prälat Hinter †   15:02:46 | Dienstag, 7. Juli 2009
So seh ich das auch:
„Die Legionäre Christi wurden von einem Betrüger gegründet und sollten vom Papst aufgelöst werden –
und die betrogenen Mitglieder einem seriösen Orden überstellt werden“.
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#18   St. Anton †   14:11:33 | Dienstag, 7. Juli 2009
@ Lieblingsuli
Wie… Paulus hat Probleme mit der Prostata?
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#17   Lieblingsuli   11:43:37 | Dienstag, 7. Juli 2009
@Paulaner
Das wusste bereits der Hl. Paulus ;-)
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#16   Paulaner †   09:57:32 | Dienstag, 7. Juli 2009
Tyyyypisch Frau!
St. Anton: Marcels Problem
Prostatatatatatatatata … Stottern beim Harnablassen, das kennen sie nicht.
:-D Aber immer kluge Sprüche ablassen! :-D
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#15   St. Anton †   09:47:19 | Dienstag, 7. Juli 2009
Marcels Problem
Naja, manche Kirchenmänner sind den biologischen Realitäten wohl schon so weit entrückt, daß sie das umgangssprachliche Vokabular nicht mehr beherrschen.
Vielleicht hätte ihm mal jemand sagen müssen, daß das urologische Problem auch „Sexualtrieb“ genannt wird und viele Männer (und Frauen) im Griff hält.
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#14   Paulaner †   09:18:17 | Dienstag, 7. Juli 2009
Das urologische Argument ist charakteristisch für einen Theologen,
der gelernt hat, Argumente zu erfinden, um das Lügengebäude retro aufrecht zu erhalten.
Die Qualität, die Unverschämtheit, die Dreistigkeit mag überraschen. Sie ist erklärbar mit der „Entfernung zu Rom“.
Vergleichbar ist die Dreistigkeit mit dem Verhalten der Geldmanager in den letzten Jahren, die skrupellos die Regeln der Marktwirtschaft ausgehebelt haben und damit die Weltwirtschaft an den Rand manövriert.
Bloß – auch Maciel ist nur eine Etappe, heute sind seine Nachfolger in der Kurie noch viel unverschämter. Sie belächeln ihn, dass er sich die Mühe gemacht hat, ein argumentum zu formulieren.
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#13   St. Anton †   08:23:25 | Dienstag, 7. Juli 2009
„Urologische Probleme“… soso.
Armer Pater Maciel – wird durch „urologische Probleme“, die „den Ausstoß von Sperma notwendig machten“, zur Unzucht und/oder Pädophilie gezwungen.
(Wer glaubt denn eigentlich so einen Schwachsinn…?)
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#12   pius.inquisitor   23:44:36 | Montag, 6. Juli 2009
marcelus,
meinst du, die fsspx sollte ungeprüft alle LCler übernehmen oder nur die, die B. Fellay besonders sympatisch findet?
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#11   Marcelus   21:57:25 | Montag, 6. Juli 2009
Die Legionäre Christi wurden von einem Betrüger gegründet und sollten vom Papst aufgelöst werden –
und die betrogenen Mitglieder einem seriösen Orden überstellt werden – leider gibt es zur Zeit an seriösen Orden nur wenige, wie SJM und die PBSPX-Orden.
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#10   Belisar   21:21:01 | Montag, 6. Juli 2009
Wieviele Lügen hat die Redaktion…
… hier wieder versteckt.
Man könnte hier so zwei Bilder aufstellen, in diesem Bild 10 Fehler versteckt finde sie sie?
Ählich funkt es auch mit den „Artikeln“ (das sind Haßtiraden und meist frei erfundene Märchen), das dumme ist nur man weis nie viele Lügen die Redaktion hier untergebracht hat.
Aber das macht nix, denn diese Seite dient ja nicht dazu Nachrichten weiterzugeben, sondern skurille Ideologien die in Wirklichkeit keinen interessieren.
Man schaut einfach weil einem langweilig ist und Kommentare schreibt man um die paar Schnösel hier aufzuregen die sich wegen jedem schwulen Scheiss aufregen ^^
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#9   Alexander von Eich   20:12:46 | Montag, 6. Juli 2009
Marcelo
es un chico muy creente! o^/
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#8   Arkanum/kreuts.net †   20:04:34 | Montag, 6. Juli 2009
die spanische Version von „Marcellus“
ist „Marcelo“.
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#7   Beatus Theophilus_89   20:00:02 | Montag, 6. Juli 2009
Suspekt diese Geschichte!
Vor allem dass der Ausstoß von „zeugungsfähigem Material“ aufgrund eines urologischen Problem herrührt.
Dass die Visitation noch zur rechten Zeit kam ist ja ganz recht so!
Vor allem wenn man bedenkt, dass die LC’er dann für immer mit einer Lüge herumgelaufen wären.
Um Pater Marcial Maciel LC, dem Gründer, tut es mir Leid, dass er sich mit dieser Kebse eingelassen hat und nun somit sein Lebenswerk zerstört. Das er mühsam aufgebaut hat.
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#6   LM.   19:43:34 | Montag, 6. Juli 2009
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#5   Marcelus   15:54:29 | Montag, 6. Juli 2009
clarissa colonia: Namensgleichheit?
Marcial Maciel
Namensgleichheit gibt es höchstens in der lateinischen Version, wenn „Marcial“ die spanische Version von „Marcellus“ ist – aber ist sie das?
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#4   clarissa colonia   15:41:38 | Montag, 6. Juli 2009
Spannend, spannend …
Wenn Marcial Maciel sagt:
„Es gibt Feinde. Dem Teufel ist es gelungen, sich im Vatikan festzukrallen, um die Legion zu zerstören“,
dann hat er ntürlich unrecht.
(Wenn Marcel Lefebvre – ob die Namensgleichheit nur Zufall ist? – desgleichen sagt, hat er natürlich recht … Ob man wohl etwas hinsichtlich der gleichen Sache bejahen und verneinen kann?)
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#3   Schüttel   15:25:28 | Montag, 6. Juli 2009
wenn die Verlogenheiten des Priesterordens
LC ein Ende haben, kann endlich das pädo-homophil-perverse Zölibatsgesetz ein Ende nehmen. Die feige Flucht unter die Fittiche des hl. Pfarrers von Ars, die derzeit noch vom Papst betrieben wird, wird dann auch auffliegen.
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#2   Begeisterter   15:09:07 | Montag, 6. Juli 2009
ein verderbter perverser
Im Januar 1957 schrieb Pater Ferreira Correa auch nach Rom und berichtete, daß Pater Maciel von urologischen Problemen spreche, die den Ausstoß von Sperma notwendig machten.
schämen sollte sich dieser mensch! so eine dreiste begründung für sein homo-unzüchtiges handeln in rom abzugeben.
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#1   Gotthard   15:05:31 | Montag, 6. Juli 2009
Suspendierung
wäre dieser feine Herr mal suspendiert geblieben!
Die Feier der Liturgie nach altem Ritus hat auch vor Schandtaten nicht geschützt…
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