12:31:35 | Mittwoch, 8. Juli 2009
Ungewöhnliche Worte eines ungewöhnlichen Bischofs in einer ungewöhnlich blühenden Kirche Westeuropas: „Heiligkeit ist die attraktivste Eigenschaft der Kirche“.

Der Bischof von Oslo, Mons. Bernt Eidsvig
(kreuz.net) „Katholizismus in Norwegen ist nichts für Pessimisten“ – zitierte die Webseite des ‘Bonifatiuswerk
der deutschen Katholiken’ am 29 Juni den Bischof von Oslo, Mons. Bernt Eidsvig (55).
Das ‘Bonifatiuswerk’
ist eine Organisation, die Katholiken in der Diaspora unterstützt.
Die katholischen Gotteshäuser in
Norwegen sind zu klein, weil die Anzahl der Gläubigen im Land stark wächst.
In der Osloer Kathedrale
Sankt Olav gibt es dreizehn Sonntagsmessen. Die Kirche bietet Platz für dreihundert Personen. Dennoch
drängen sich die Gläubigen während der Messen auch auf dem Vorplatz.
Die Webseite zitiert den Generalsekretär
des ‘Bonifatiuswerkes’, Monsignore Georg Austen: „Ganz im Gegensatz zu Deutschland, wo wir eine Kirche
im Umbruch erleben, treffen wir in Norwegen auf eine Kirche im Aufbruch“.
Die Diaspora-Kirche Norwegens
biete „Liturgie als Beheimatung und ihr diakonischer Dienst ist die Integration tausender Einwanderer.“
Gläubige aus Polen, Vietnam, Kroatien und den Philippinen bilden in der Kirche die Mehrheit.
Neben
50.000 registrierten gibt es weitere 200.000 unregistrierte Katholiken.
Vom Staat bekommt die Kirche
nur etwas Geld für die 50.000 registrierten Gläubigen. Darum braucht sie auch Hilfe vom ‘Bonifatiuswerk’.
Die norwegischen Priestergehälter sind unter dem Existenzminimum. Doch ohne die Unterstützung des ‘Boniatiuswerkes’
wären auch diese Löhne nicht finanzierbar.
Auch die Kirchengebäude sind eine schwere Last. In der
170.000-Seelen-Stadt Trondheim – 500 Kilometer nördlich von Oslo – gibt es zum Beispiel den 1972 gebauten
häßlichen Sankt Olav-Dom.
Er ist zum Glück so verrostet, daß man das Gebäude abreißen muß.
Außerhalb
der Städte bestehen in Norwegen riesige Flächengemeinden, in denen ein Pfarrer 70.000 Autokilometer
und mehr im Jahr zurücklegen muß.
Dem Pfarrer der Telemark, Hw. Reidar Voith (38), finanzierte das
‘Bonifatiuswerk’ einen neuen Wagen. Die Gemeinde des Geistlichen umfaßt eine Fläche von 13.500 Quadratkilometern.
Mit dem alten Auto blieb der Geistliche im schneereichen norwegischen Winter häufig stecken und mußte
in seinem Gefährt sogar bei Eiseskälte übernachten.
Ein „neuer Leuchtturm des Glaubens“ entsteht in
Norwegen zur Zeit in den katholischen Schulen. Bisher sind es vier. Doch es fehlt ein Gymnasium.
Dieses
soll in naher Zukunft in Bergen – der zweitgrößten Stadt des Landes im Südwesten des Landes – entstehen.
Die Kirche in Norwegen wird auch durch die Anwesenheit vieler Ordensgemeinschaften geprägt.
Es gibt
kontemplative Gemeinschaften der Dominikanerinnen, Trappisten und Trappistinnen, Zisterzienser und Zisterzienserinnen.
Gegenwärtig befindet sich ein Trappistenkloster in Munkerby in der territorialen Prälatur von Trondheim
und das Birgittinnenkloster in Trondheim Tiller im Bau.
„Heiligkeit ist die attraktivste Eigenschaft
der Kirche. Und wo Heiligkeit zu spüren ist, da kommen die Leute“ – wird Bischof Eidsvig zitiert.
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#14
Vineta 00:18:30 | Donnerstag, 9. Juli 2009
#13
Prälat Hinter † 18:42:26 | Mittwoch, 8. Juli 2009
#12
Der gute Hirte † 15:27:06 | Mittwoch, 8. Juli 2009
#11
pius.inquisitor 15:07:27 | Mittwoch, 8. Juli 2009
#10
Materimmaculata 15:05:01 | Mittwoch, 8. Juli 2009
#9
pius.inquisitor 15:00:13 | Mittwoch, 8. Juli 2009
#8
St. Anton † 14:50:04 | Mittwoch, 8. Juli 2009
#6
Bernd-Jupp 13:31:36 | Mittwoch, 8. Juli 2009
#5
Paulaner † 13:06:39 | Mittwoch, 8. Juli 2009
#4
Brandenburgis 13:05:05 | Mittwoch, 8. Juli 2009
#3
Pascal123 13:00:47 | Mittwoch, 8. Juli 2009