Berufung
Was ist das Gegenteil von Aufbruch – Umbruch?
Ungewöhnliche Worte eines ungewöhnlichen Bischofs in einer ungewöhnlich blühenden Kirche Westeuropas: „Heiligkeit ist die attraktivste Eigenschaft der Kirche“.
Der Bischof von Oslo, Mons. Bernt Eidsvig
Der Bischof von Oslo, Mons. Bernt Eidsvig
(kreuz.net) „Katholizismus in Norwegen ist nichts für Pessimisten“ – zitierte die Webseite des ‘Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken’ am 29 Juni den Bischof von Oslo, Mons. Bernt Eidsvig (55).

Das ‘Bonifatiuswerk’ ist eine Organisation, die Katholiken in der Diaspora unterstützt.

Die katholischen Gotteshäuser in Norwegen sind zu klein, weil die Anzahl der Gläubigen im Land stark wächst.

In der Osloer Kathedrale Sankt Olav gibt es dreizehn Sonntagsmessen. Die Kirche bietet Platz für dreihundert Personen. Dennoch drängen sich die Gläubigen während der Messen auch auf dem Vorplatz.

Die Webseite zitiert den Generalsekretär des ‘Bonifatiuswerkes’, Monsignore Georg Austen: „Ganz im Gegensatz zu Deutschland, wo wir eine Kirche im Umbruch erleben, treffen wir in Norwegen auf eine Kirche im Aufbruch“.

Die Diaspora-Kirche Norwegens biete „Liturgie als Beheimatung und ihr diakonischer Dienst ist die Integration tausender Einwanderer.“

Gläubige aus Polen, Vietnam, Kroatien und den Philippinen bilden in der Kirche die Mehrheit.

Neben 50.000 registrierten gibt es weitere 200.000 unregistrierte Katholiken.

Vom Staat bekommt die Kirche nur etwas Geld für die 50.000 registrierten Gläubigen. Darum braucht sie auch Hilfe vom ‘Bonifatiuswerk’.

Die norwegischen Priestergehälter sind unter dem Existenzminimum. Doch ohne die Unterstützung des ‘Boniatiuswerkes’ wären auch diese Löhne nicht finanzierbar.

Auch die Kirchengebäude sind eine schwere Last. In der 170.000-Seelen-Stadt Trondheim – 500 Kilometer nördlich von Oslo – gibt es zum Beispiel den 1972 gebauten häßlichen Sankt Olav-Dom.

Er ist zum Glück so verrostet, daß man das Gebäude abreißen muß.

Außerhalb der Städte bestehen in Norwegen riesige Flächengemeinden, in denen ein Pfarrer 70.000 Autokilometer und mehr im Jahr zurücklegen muß.

Dem Pfarrer der Telemark, Hw. Reidar Voith (38), finanzierte das ‘Bonifatiuswerk’ einen neuen Wagen. Die Gemeinde des Geistlichen umfaßt eine Fläche von 13.500 Quadratkilometern.

Mit dem alten Auto blieb der Geistliche im schneereichen norwegischen Winter häufig stecken und mußte in seinem Gefährt sogar bei Eiseskälte übernachten.

Ein „neuer Leuchtturm des Glaubens“ entsteht in Norwegen zur Zeit in den katholischen Schulen. Bisher sind es vier. Doch es fehlt ein Gymnasium.

Dieses soll in naher Zukunft in Bergen – der zweitgrößten Stadt des Landes im Südwesten des Landes – entstehen.

Die Kirche in Norwegen wird auch durch die Anwesenheit vieler Ordensgemeinschaften geprägt.

Es gibt kontemplative Gemeinschaften der Dominikanerinnen, Trappisten und Trappistinnen, Zisterzienser und Zisterzienserinnen.

Gegenwärtig befindet sich ein Trappistenkloster in Munkerby in der territorialen Prälatur von Trondheim und das Birgittinnenkloster in Trondheim Tiller im Bau.

„Heiligkeit ist die attraktivste Eigenschaft der Kirche. Und wo Heiligkeit zu spüren ist, da kommen die Leute“ – wird Bischof Eidsvig zitiert.
      
14 Lesermeinungen
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#14   Vineta   00:18:30 | Donnerstag, 9. Juli 2009
Es sprach Bischof Eidsvig
ein wahres Wort gelassen aus, das unabhängig von der Situation in Norwegen gilt:
„Wo Heiligkeit zu spüren ist, da kommen die Leute“
Wenn Kirchen sich leeren, liegt es daran, daß keine Heiligkeit zu spüren ist:
Seichtes Gebetstexte und Lieder, würdeloses Verhalten, Predigten, die Ist- statt Sollzustände zum Inhalt haben und sich um Konkretes drücken usw. reißen niemand aus dem Bett.
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#13   Prälat Hinter †   18:42:26 | Mittwoch, 8. Juli 2009
Diözesanbischof Markus Bernt Eidsvig
Augustiner-Chorherr im altehrwürdigen und weltberühmten Kapitular-Stift zu Klosterneuburg ist nicht nur bei den Katholiken Norwegens äußerst beliebt, er hat auch als Novizenmeister des Stiftes dieses (zuvor sehr austria-egozentrischen) internationalisiert und sich sehr für ein gutes traditionsbewusstes Neu-Verständnis dieses grossen Stiftes verdient gemacht. Denn das durch Pius Parsch und Propst Gebhard Koberger ultraliberal vernebelte Stift ist auch wegen Bischof Markus Eidsvig von altliberalen Vorurteilen gereinig worden. Das Stift hat auch einen wunderbaren und klugen Propst Generalabt Prof. Berndhard Backovsky. Aus dem jüngeren Konventualenteil könnten noch mehrere traditionsliebende Bischöfe hervorgehen. Der Hl. Leopold segne die aufrichtigen Konservative in Klosterneuburg reichlich !!!
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#12   Der gute Hirte †   15:27:06 | Mittwoch, 8. Juli 2009
Neusprech
Katholizismus in Norwegen ist nichts für Pessimisten
Warum nicht?
So erspart man sich wenigstens Enttäuschungen.
Ganz im Gegensatz zu Deutschland, wo wir eine Kirche im Umbruch erleben, treffen wir in Norwegen auf eine Kirche im Aufbruch
Er meint : im Abbruch.
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#11   pius.inquisitor   15:07:27 | Mittwoch, 8. Juli 2009
mamma immaculata
da wissen sie mehr als ich …
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#10   Materimmaculata   15:05:01 | Mittwoch, 8. Juli 2009
Dieter Pius-Inquisitor
…unterhält sich mit seinen eigenen nicks.
Wie sagt ihr immer noch so schön:Zeit für die „Zwangsjacke“, bei Wasser und Brot möchte ich ergänzen.
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#9   pius.inquisitor   15:00:13 | Mittwoch, 8. Juli 2009
st. anton
„Katholizismus in Norwegen ist nichts für Pessimisten“ – so ist zu lesen. Es liegt also nicht (nur) an der Messe, sondern auch und vielleicht überwiegend am optimistisch u. erlöst dreinblickenden Bischof. o^/
hier der link zu den indio-frauenclarissa u. gretchen:
www.lothar-schlosser.de/…seite-4,index,0.html
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#8   St. Anton †   14:50:04 | Mittwoch, 8. Juli 2009
Schöne Nachricht
Es freut mich, daß kreuz.net auch mal etwas Positives vermelden kann.
Wie ist der Erfolg in Norwegen denn zu Erklären – wird dort die Alte Messe gefeiert?
:-)
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#7   noch ein Landorganist   13:38:09 | Mittwoch, 8. Juli 2009
BJx.0ßß
Redakteure von +net mit keinem Wort erwähnen, dass viele Messfeiern in Gemeindezentren und sogar in Wohnung stattfinden
Und wenn’s so wäre, (ich weiß es nicht), was hast du dagegen. Bist ziemlich intolerant.
Dass der Ort alleine erstmal nix über die tatsächliche Liturgie aussagt, da hapert’s wohl in den engen Modernistenhirnen.
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#6   Bernd-Jupp   13:31:36 | Mittwoch, 8. Juli 2009
Interessant…
…ist für mich, dass die ansonsten so auf die Alte Messe fixierten Redakteure von +net mit keinem Wort erwähnen, dass viele Messfeiern in Gemeindezentren und sogar in Wohnung stattfinden, wo alles andere als die Liturgie der Piusler praktiziert wird. Es geht doch hier immer nur um das Eine – nämlich den Deutschsprachigen und einen offenen Katholizismus praktizierenden Bischöfen und Laien eins „reinzuwürgen“. Und im übrigen muss ich Pascal 123 recht geben. Auch ich kann nicht erkennen, dass Norweger auf einmal in Scharen röm.-katholisch werden, sondern dass es schlicht und ergreifend Menschen sind, die in ihren erzkatholischen Heimatländern als Zählmasse fehlen.
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#5   Paulaner †   13:06:39 | Mittwoch, 8. Juli 2009
Die Ausländer verstehen das aufgeblasene Geschwätz der deutschen Priester nicht so gut,
deswegen laufen sie nicht reihenweise davon.
Pascal123: Schwindel
Gläubige aus Polen, Vietnam, Kroatien und den Philippinen bilden in der Kirche die Mehrheit.
Mit Latein war der „Schwund“ auch noch viel geringer.
:-(
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#4   Brandenburgis   13:05:05 | Mittwoch, 8. Juli 2009
Fängt jetzt x-net auch
an, die Porträts oben und unten häßlich abzuschnippeln???
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#3   Pascal123   13:00:47 | Mittwoch, 8. Juli 2009
Schwindel
Gläubige aus Polen, Vietnam, Kroatien und den Philippinen bilden in der Kirche die Mehrheit.
Na dann ist ja die Kirche in Norwegen auch nicht im Aufbruch. Die oben aufgezählten Gläubigen sind nun halt sehr katholisch geprägt und gehen indem Land indem Sie gerade leben halt zur Kirche.
Ein Aufbruch wäre es wenn die im Land geborenen Norweger häufiger zur Katholischen Kirche konvertieren würden und daraus ein Aufbruch entsteht.
So sind es ja nur zugezogene die die Kirchen füllen und die würden in Ihrem Heimatländer wahrscheinlich sowieso auch zur Kirche gehen. Also nur eine Umverteilung.
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#2   stimme der vernunft †   12:50:17 | Mittwoch, 8. Juli 2009
Abreißen!
Wenn die Kirchengebäude so eine Last sind, und es ein Glück ist, wenn man eines davon abreißt, dann soll man halt einfach ein paar mehr abreißen.
Problem gelöst.
Aber dann flennt hetz.net ja auch wieder wie es ja über den Abriß eines jeden überflüssigen Bethauses flennt.
Naja, die Schizos in der Redaktion wissen halt auch nicht was sie wollen.
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#1   noch ein Landorganist   12:49:17 | Mittwoch, 8. Juli 2009
Domkirchen
Diese Kirche sieht schon so aus, als sei sie nur als Provisorium errichtet worden.
Olav Kirke Trondheim upload.wikimedia.org/…_kirke_Trondheim.jpg
Weiterhin der Dom in Oslo ist ja klitzeklitzeklitzeklein www.katolsk.no/…orikk/eksterior1.jpg
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