„Ich befinde mich in einem Bus, nicht auf römischem Boden. Ich bin nicht ungehorsam.“ Auf Anweisung des Gründers der Legionäre Christi wurden die Zeugen der Anklage mit Abführmitteln behandelt.
Webseite der Legionäre Christi
(kreuz.net) Bevor die römische Visitation bei den Legionären Christi im Jahr 1956 begann, wurde Legionäre,
von denen man befürchtete, daß sie mit den Visitatoren kooperieren könnten, aus Rom entfernt.
Pater
Luis Ferreira Correa, der Generalvikar des Ordens, und sein Assistent Bruder Federico Domínguez, welche
die kirchlichen Vorgesetzten über die Probleme des Ordensgründers informiert hatten, wurden an den Rand
geschoben.
Viele Mitglieder des Ordens weigerten sich, mit ihnen zu reden.
Seminarist Juan Vaca – und
späterer Ankläger von Pater Maciel – gestand, daß er auf Anweisung des Ordensgründers, den Morgenkaffee
von Pater Ferreira mit einem Abführmittel präparierte.
Der Pater entwickelte daraufhin einen unerklärlichen
heftigen Durchfall. Er war monatelang krank und kehrte schließlich im Dezember nach Mexiko zurück, wo
er das kleine Seminar des Ordens leitete.
Pater Maciel behielt auch nach seiner Suspendierung im September
1956 und nach seiner Exilierung nach Spanien die Kontrolle über die Legion.
Einmal im Monat traf er
sich außerhalb von Rom oder in einem Bus mit der neuen Ordensleitung: „Ich bin in einem Bus, nicht auf
römischem Boden. Ich bin nicht ungehorsam“ – meinte er dazu.
Die vom Vatikan eingesetzte Ordensleitung
war nur vordergründig im Amt. In Wahrheit war Pater Maciel der wahre Generalobere.
Die von Pater Ballestrero
durchgeführte Visitation dauert von Oktober 1956 bis Februar 1957. Der Geistliche wurde von dem Generalvikar
der unbeschuhten Karmeliten, Pater Benjamin Lachaert, unterstützt.
Der damals 19jährige mexikanische
Seminarist, José Antonio Pérez Olvera, erinnerte sich später daran, daß er von den Visitatoren mit
der Exkommunikation bedroht wurde, falls er nicht die Wahrheit sagen würde.
Doch er ließ sich nach
eigenen Angaben davon nicht beeindrucken: „Ich war stolz auf meine Treue zu Pater Maciel. Er stand über
dem Kirchenrecht, über der Kirche mit ihren Vorschriften und ihrem Lehramt. Er nahm jeden Morgen das
Frühstück zusammen mit dem Heiligsten Herzen Jesu ein.“
Unter diesen Umständen gelang es dem Visitator
nicht, genügend Beweise für die Medikamentenabhängigkeit und die sexuellen Mißbräuche des Ordensgründers
zu finden.
Dennoch kam der Visitator nach vier Monaten – im Februar 1957 – zu klaren Schlußfolgerungen.
In seinem Bericht stellte er fest, daß die Seminaristen zurückhaltend, gehemmt und manipuliert erschienen
und er nicht die volle Wahrheit hatte herausfinden können.
Das Institut sei ein kirchenrechtliches Chaos.
Es verletze die Bestimmungen des Kirchenrechtes und sei geistlich zerbrechlich.
Pater Ballestrero stellte
fest, daß die jungen Mitglieder von dem Gründer „fanatisiert“ worden waren. Sie müßten davon befreit
werden. Der Visitator fügte an: „Es ist allerdings zweifelhaft, ob das geschehen wird.“
Er sprach folgende
Empfehlungen aus: Rückführung des Generalhauses der Legionäre und der von ihnen verwalteten Schulen
nach Mexiko, Aufnahme neuer Mitglieder nur nach Maßgabe des Heiligen Stuhles, Überwachung des Institutes
durch die mexikanischen Bischöfe, Verbot neuer Aktivitäten, Ernennung eines von außen kommenden neuen
Oberen des Institutes, Revision der Konstitutionen und Abschaffung legionsinterner Gelübde.
Pater Ballestrero
erkannte auch, daß Pater Maciel das Hauptproblem des Institutes war und forderte seine Entfernung.
Der
Visitator glaubte, seine Arbeit erfüllt zu haben. Doch dann folgten zwei weitere Untersuchungen, die
seine Empfehlungen zunichte zu machen.
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41 Lesermeinungen
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GroWi Wenn Sie Zeit und Lust haben, können Sie sich ja mal anschauen, was „lux in tenebris“ mir heute
für „Nettigkeiten“ gepostet hat. Mit der arroganten Socke bin ich jedenfalls fertig … Auf der anderen
Seite scheint er ein „klerikaler speichellecker“ zu sein – so wie er Stellung bezieht für Groer und Krenn.
Wurde Rizinusöl verabreicht? Während des italienischen Faschismus wurden Regimegegner des öfteren mit
Rizinusöl „behandelt“. Stand dieses Procedere hier Pate?
Der gute Hirte Danke für die Verlinkung zu dem interessanten Video. Sehen Sie wie undankbar manche Damen
sind – da setzt sich jahrelang Frau Schwarzer für die Rechte der Frauenwelt ein und was erntet sie? Komisch –
bei diesem Video hat keine der Damen sich gegen die Abtreibung ausgesprochen? Darüber hätten sich die
Frauen aufregen sollen – doch da herrscht Stillschweigen. Denn damit sind diese „Damen“ ja einverstanden.
Doch um was geht es den Damen wirkich bei ihrer Kritik gegen Frau Schwarzer? Es ist einfach Neid. Man
prangert sie an, weil sie angeblich sich selbst in den Mittelpunkt stellen möchte – also ich sehe das
nicht so. Sie kämpfte eben für die Frauenwelt (auf ihre Weise) – und was ist der Dank? Die Emanzipationsbewegung
der Frau, welche ja schon vor Frau Schwarzer stattfand, war eigentlich darauf ausgerichtet, sich nicht
dem Mann unterwerfen zu müssen, wie in einigen Ländern es heute noch der Fall ist. Es ging hier um Menschenrechte,
wie das Wahlrecht, Unizugang, usw. Vorsicht – wer eine Frau zum Feind hat, muss mit hinterhältigsten
Angriffen rechnen und das merkt jetzt wohl auch Frau Schwarzer.
Ist es etwa nicht in Ordnung, wenn ein Mensch mit dem Heiligsten Herzen Jesu beim Frühstück als Gesellschaft
vorlieb nimmt. Das ist wahre Gesinnung… Lieber einem Herzen als einem Menschen beim Frühstück gegenübersitzen
und dem man auch noch auf dämliche fragen antworten… Da ist ein Herz doch wesentlich schweigsamer…oder
Traurig allenfall! Es ist doch miserabel und traurig, was für ein Schmierentheater sich die LC-Brüderbande
einfallen lässt. Zuerst den Visitator zu vergiften, dass er sich Herz, Leber und Nieren scheißt und
dann noch hier diese Albernheiten die sich Marciel ausgedacht hat. Wie kann ich das verstehen, ein Orden
der auf einer Lüge aufgebaut ist! Wie diese Legionäre Christi immer mit ihrer Religionstreue und Papstverehrung
protzen und frömmeln. Das ist ja pure Fassade, was diesen Leuten einfällt. Hintergangen wird man da
als Katholik. Ehrlich gesagt, da lob ich mir die Pius- und Petrusbruderschaft als ehrliche Leute die Fromm
den Dienst Gottes verrichten! Aber niemals so schäbig wie diese Menschen da die im Talar herumscharwenzeln.
Papst, Kirche und Volk betrügen und sich noch dabei auf die Schulter kloppen. Bravo werte LC-er Bande
Ihr habt ja eure Vernichtung ja toll higekriegt. Von Pater Marciel ganz zu schweigen
Wie war es denn nun? „Er nahm jeden Morgen das Frühstück zusammen mit dem Heiligsten Herzen Jesu ein.“
Rein grammatikalisch ist natürlich auch möglich, dass das heiligste Herz Jesu mit am Frühstückstisch
saß …
Heiligstes Herz Jesu? Die Sache mit dem Heiligsten Herzen Jesu beim Frühstück hätte ich allerdings
auch ganz gerne erklärt. Was bedeutet das? Betete er während des Frühstücks? Empfing er währenddessen
etwa die Kommunion?
service@kreuz.net gesperrt? Warum ein derartiger Nutzername nicht zugelassen wird, erschließt sich doch
auf den ersten Blick: da werden falsche Tatsachen vorgegauckelt. In jedem Forum würde so ein Name gesperrt
werden, vollkommen unabhängig vom Inhalt der Kommentare.
Herzfrühstück „Er nahm jeden Morgen das Frühstück zusammen mit dem Heiligsten Herzen Jesu ein.“ Was
hat es denn gegessen, das Heiligste Herz Jesu? Müsli und Knäckebrot oder doch Ham & Eggs?
marcelus „Die Legionäre Christi stammen von einem Betrüger, der den Papst täuschte, und sollten deshalb
aufgelöst werden“ stört sie die papsttreue der legionäre? da kann sich die fsspx aber eine scheibe
von abschneiden, bester! übrigens kann gott aus steinen kinder abrahams erwecken! warum nicht einen vorbildlichen
priesterorden durch einen treulosen priester?
Heiligsprechungen sind verbindlich Heiligsprechungen sind verbindlicher Teil der Unfehlbarkeit. Wer die
Heiligkeit eines Heiligen anzweifelt stellt die ganze Kirche in Frage. Wenn die Kirche einen Wallfahrtsort
anerkennt macht sie damit keine verbindliche, sondern disziplinarische Aussage. Die katholische Kirche
könnte sich aber durchaus verbindlich zu einem Wallfahrtsort aussprechen, wenn die übernatürlichen
Erkenntnisquellen der Kirche dies hergeben. Nur hat sie es bisher nicht getan.
eigerhar: Eine Heiligsprechung ist eben keine Sittenfrage, sondern eine Glaubensfrage, und normalerweise
nicht Teil der apostolischen Offenbarung, und kann als Nichtteil dieser Offenbarung nicht unfehlbar sein.
Genausowenig die Anerkennung einer Privatoffenbarung – das ist auch keine Sittenfrage. Nachoffenbarungsheiligsprechungen
sind Auszeichnungen der Kirche in der Welt – aber garantieren kann der Papst nichts, sondern nur nach
menschlichem Ermessen urteilen, wie bei einer Privatoffenbarung.
Die Legionäre Christi stammen von einem Betrüger, der den Papst täuschte, und sollten deshalb aufgelöst
werden – und die Mitglieder in andere römisch-katholische Orden (wenn noch vorhanden) transferiert werden.
Sittenfragen und Punkt Die Heiligsprechung ist Unfehlbarkeit in Sittenfragen und nicht Glaubensfragen.
Man kann nur glauben, was ist. Aber als die Heiligen noch gar nicht gelebt hatten, konnte man nicht an
ihre Heiligkeit glauben. Das ist Unsinn. Deshalb kann die Heiligsprechung nicht Gegenstand der Unfehlbarkeit
in Glaubensfragen sein oder im Depositum Fidei enthalten. Auch die Apostel waren keine Wahrsager. Im Übrigen
konnten sie das gar nicht wahrsagen, weil die Entscheidung des Menschen frei ist. Die Heiligsprechung
ist teil der Unfehlbarkeit in Sittenfragen und Punkt. Es geht um die Anwendung katholischer Lehre auf
einen konkreten Einzelfall.
service@kreuz.net Warum so ein Nutzername nicht zugelassen wird, erschließt sich doch auf den ersten
Blick. Da werden falsche Tatsachen vorgegauckelt. In jedem Forum würde so ein Name gesperrt werden, vollkommen
unabhängig vom Inhalt der Kommentare.
eigerhar: Das ist auch Lehre der Kirche, weil diese Sittenfälle theoretisch auch zur Zeit Christi möglich
waren, und implizit zur Lehre Christi gehörten.
Sittenfragen Das Lehramt betont ausdrücklich, dass die Anwendung von Sittenregeln auf HEUTIGE konkrete
Einzelfälle GEGENSTAND der Unfehlbarkeit in Sittenfragen ist. Die Heiligsprechung ist nach klassischer
Lehre unfehlbar.
eigerhar: Der Papst ist unfehlbar in Glaubens- und Sittenfragen, die Teil der Offenbarung Christi sind –
ausschließlich Teil der Offenbarung Christi sind. Nach dem Ende der apostolischen Offenbarung gibt es
keine neuen Offenbarungen. Nicht einmal der Papst kann allen Katholiken eine neue Offenbarung zum verpflichtenden
Glauben vorlegen: Also keine einzige Marienerscheinung. Was der Papst und dessen Hierarchie machen kann,
ist, festzustellen, ob solche Erscheinungen und Privatoffenbarungen menschliche Glaubwürdigkeit besitzen –
und das gilt für alles, was nicht Teil der Offenbarung Christi ist: Und die meisten Seligen und Heiligen
gehören nicht dazu.
Unfehlbarkeit @Marcellus eigerhar: Unfehlbarer Glaubensbestandteil war und ist immer nur das, was zur
apostolischen Offenbarung gehört Das ist nicht richttig. Das gilt nur für die Unfehlbarkeit in Glaubensfragen.
Der Papst ist aber unfehlbar in Glaubens und Moralfragen. Dazu gehört die Heiligsprechung.
eigerhar: Unfehlbarer Glaubensbestandteil war und ist immer nur das, was zur apostolischen Offenbarung
gehört. Personen, die nicht zu dieser Offenbarung gehören, konnten nie unfehlbar kanonisiert werden –
das war eine Behauptung von Papalisten.
Heiligsprechungen waren unfehlbar Leider sind Selig- und Heiligsprechungen von Personen nach der apostolischen
Offenbarung nicht mehr unfehlbar … Früher waren Heiligsprechungen Teil des unfehlbaren Lehramtes. Hat
sich da etwas geändert?
r.r.: Und was ist mit der Ernennung von liberalen Katholiken und Häresieverdächtigen zu Kardinälen
bzw. Pseudokardinälen und zu Amtsbischöfen bzw. Pseudoamtsbischöfen? Und die Duldung von Häretikern
an den Fakultäten weltweit? Die Verfolgung des katholischen Ritusses zugunsten eines defekten Neuritusses?
Wie will man solche Päpste – konkret Montini und Wojtyla – seligsprechen? Leider sind Selig- und Heiligsprechungen
von Personen nach der apostolischen Offenbarung nicht mehr unfehlbar …
Papst Johannes Paul II. hat noch viel Schlimmeres begangen, wie wir am weltweiten Niedergang des Klerusses
sehen. Wie soll so jemand seliggesprochen werden?
Ein Papst, der solche Heuchler, Betrüger und Verbrecher nicht nur gewähren liess, sondern aktiv unterstützte
und sogar eine römische Hochschule zur Verfügung stellte (auf der esoterische Exorzismus-Kurse abgehalten
werden), kann doch wohl unmöglich einer Seligsprechung entgegengehen?