16:27:26 | Mittwoch, 22. Juli 2009
Bischof Kurt Koch von Basel regte sich in der Sendung „Club“ des Schweizer Fernsehens im Februar fürchterlich über „dieses kreuz.net“ auf. Von Lukas Brühwiler-Frésey.

Die beiden Webseiten ‘kreuz.net’ und ‘kath.net’.
(kreuz.net) Private katholische Internetseiten sind trügerisch – sagte der
Vizepräsident des internationalen
katholischen Mediendachverbandes ‘Signis’ Ende Juni.
Sie bringen Stellungnahmen, bedienen in der Regel
eine Gruppe mit einer spezifischen soziologischen Struktur und betreiben Kampagnen für ihre Klientel.
Das Nachrichtenportal ‘kath.net’ publiziert verdienstvollerweise viele Originaltexte von Bischöfen und
Institutionen, die dem Netzwerk genehm sind.
Außerdem dient es einem Papstkult, der in der Fan-Gemeinde
„Generation Benedikt“ hohe Identifikation und scharfe Abgrenzungen verlangt.
Ähnlich – wenngleich mit
schärferen Vorzeichen – geht es bei ‘kreuz.net’ zu und her.
Das Nachrichtenportal verfolgt – bisweilen
durchaus erfrischend und global ausgerichtet – einen prononciert kirchenkritischen Standpunkt.
Bischof
Kurt Koch von Basel regte sich in der Sendung „Club“ des Schweizer Fernsehens vom 17. Februar 2009 fürchterlich
auf über „dieses kreuz.net“:
„Es ist eine Katastrophe“ – meinte er. Eine Begründung lieferte er nicht.
Man muß vergleichenFür eine umfassende Information braucht man alle Medienstimmen. Versuche – etwa
von Radio Vatikan oder von der deutschen Bischofskonferenz – vorzuschreiben, wo man sich informieren soll,
sind in einem medialen Zeitalter illusorisch.
Ein Beispiel ist die Berichterstattung vom 4. Juni 2009
über die
Stellungnahme von Bischof Heinz Josef Algermissen von Fulda mit der Breitseite gegen die Priesterbruderschaft
Sankt Pius X. auf ‘kath.net’ und ‘kreuz.net’.
‘Kath.net’ dokumentierte die Stellungnahme im Wortlaut –
‘kreuz.net’ gewichtete die Predigt und zeigte nachvollziehbare Widersprüche in der Haltung des rotarierfreundlichen
Bischofs auf.
Ein weiteres Beispiel: die Berichte zum Engagement des ökumenischen Arbeitskreises ‘Bündnis
Christliche Schweiz’ anläßlich der ‘Europride’ in Zürich.
Beide Nachrichtenportale berichteten darüber
positiv – ‘kreuz.net’ ausführlicher als ‘kath.net’. Schließlich ging es um ein Reizthema oberster Klasse.
‘Kath.net’ transportierte – ohne Nennung des verantwortlichen Redaktors – fragwürdige Begriffe wie „die
traditionelle Familie als Gottes geniale Idee“, „christliches Familienmodell“, „Gebet gegen Europride“.
Es wurden offenbar einfach die Inputs der Organisatoren übernommen.
Zweifel an der KultpersonDrittes
Beispiel. Zurzeit verzweifelt Nathanael Liminski, Mitglied der Abtreibungspartei CDU und führendes Mitglied
der „Generation Benedikt“, an seiner Kultperson Benedikt XVI.
Er behauptete am 25. Juni 2009 auf ‘kath.net’,
daß die neuerlichen Pius-Priesterweihen das Verhältnis zwischen der Bruderschaft und Rom auf eine „Zerreißprobe“
stellen würden. Rom sei mit seinem Latein am Ende.
Mehr entgegenkommen dürfe auch der Papst nicht.
Der Aufstand der Anständigen in der Priesterbruderschaft sei ausgeblieben – was unterstellt, daß es
dort auch Unanständige gebe.
„Und Rom schaut zu?“, fragte Liminski offensichtlich verzweifelt. Ja, Rom
schaut zu.
Behauptete Liminskis in seinem ‘kath.net’-Beitrag vom 25. Juni 2009 noch, zwischen den Priesterweihen
vom 27. Juni 2009 und den Bischofsweihen vom 30. Juni 1988 bestünden keine wesentlichen Unterschiede,
so mußte er in seinem Artikel vom 27. Juni 2009 die Richtigstellung von Bischof Gerhard Ludwig Müller
von Regensburg zitieren, wonach es sich nicht um dasselbe handelte.
Die medialen Ausritte Liminskis schließen
sich der Kampagne mancher deutscher Bischöfe an, die Gespräche mit der Priesterbruderschaft zum Scheitern
zu bringen und in diesem Sinne Druck auf Papst Benedikt XVI. zu machen.
Denn wäre die Priesterbruderschaft
voll in die Kirche integriert, bekämen gewisse Fan-Gemeinden ernsthafte Konkurrenz.
Wirkliche Freunde
des Papstes übernehmen seine Prioritätenliste, seine Orientierung an der Wahrheit und seinen Stil.
Liminski und die ihnen verbundenen Nachrichtenportale haben diesbezüglich noch erhebliches Optimierungspotenzial.
Auszug aus einer Medienaussendung des Verfassers vom 13. Juli.
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Conrad 18:10:31 | Freitag, 24. Juli 2009
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Ökonom † 11:57:33 | Freitag, 24. Juli 2009
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Belisar 21:14:31 | Mittwoch, 22. Juli 2009
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Belisar 21:08:55 | Mittwoch, 22. Juli 2009
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LM. 18:50:58 | Mittwoch, 22. Juli 2009
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wassers 17:57:42 | Mittwoch, 22. Juli 2009