China
Nach dem Kommunismus das Konzil?
Die kommunistische ‘Patriotische Gemeinschaft’ in China hat die Alte Liturgie jahrzehntelang bewahrt. Doch jetzt brachte der liturgische Nationalismus das Zweiten Vatikanum über die Bühne.
Hw. Thomas Law Kwok in einem Bericht auf 'Ucan'.
Hw. Thomas Law Kwok in einem Bericht auf ‘Ucan’.
(kreuz.net) Am 30. September 1989 standen Priester in dem regionalen Priesterseminar Sheshan – außerhalb von Schanghai – zum ersten Mal der Neuen Messe in chinesischer Sprache vor.

Schanghai ist ein 20-Millionen-Küstenstadt im Osten Chinas.

Das berichtete der Leiter der liturgischen Kommission der Diözese Hong Kong, Hw. Thomas Law Kwok-fai, am 6. Juli vor der katholischen Nachrichtenagentur ‘Ucan’.

Hw. Law glaubt, daß die erste chinesische Eucharistiefeier ein „großer Meilenstein“ seiner Arbeit in Festland-China gewesen sei.

Nach diesem „sehr guten“ Beginn sei in dem Seminar eine chinesische Messe pro Woche zelebriert worden.

Schließlich habe man – entgegen den Bestimmungen des Zweiten Vatikanums – alle Messen in der Nationalsprache gehalten.

Nach und nach wurde die lateinische Sprache auch in den Pfarreien von Schanghai verdrängt.

Nach Angaben von Hw. Law gibt es jetzt in China nur noch wenige lateinische Messen – „früh am Morgen für ältere Gläubige“.

Hw. Law berichtet auch, daß einige Priester die Messe in den Provinzen Hebei und Shanxi – beide im Nordosten des Landes – schon vor dem Jahr 1989 auf Chinesisch zelebriert hätten.

Doch Hw. Law entdeckte, daß diese Geistlichen die „nachkonziliare Liturgie nicht studiert“ hätten:

„Darum publizierten wir Erklärungen mit Bildern, um ihnen zu helfen, den Geist und die Bedeutung zu verstehen“ – schwärmt der Geistliche.

Mit Hilfe der Katholischen Kirche in Taiwan produzierte Hw. Law auch Videokassetten mit der Neuen Messe in chinesischer Übersetzung.

Studenten von Hw. Law haben sich inzwischen akademische Grade in der Liturgiewissenschaft erworben und fördern die „liturgische Entwicklung“.

Seit die chinesische Zentralregierung im Jahr 2003 die Reisebeschränkungen nach Hong Kong gelockert hat, erhält das liturgische Amt in Hong Kong zahlreiche Besuche von Priester und Ordensschwestern aus China. Im letzten Jahr waren es über 200.

Diese werden mit der neuen Liturgietheorie indoktriniert. Nach Angaben des Priesters fühlen sich einige Besucher danach „in ihrer Berufung erneuert“.
      
14 Lesermeinungen
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#15   Thomasius   18:37:59 | Dienstag, 21. Juli 2009
@Paulaner Die Hl. Messe ist ein Fußtritt für den Satan.
Die Messe sollte mehr in Bezug auf Jesus Christus gesehen werden, den als Juden Mensch gewordenen und durch ein römisches Gericht zum menschlichen Tode verurteilten, und nach der Vollstreckung der Kreuzigung auferstandenen.
Mit dem Pfingstwunder ist die Sprachvielfalt verbunden. Jeder soll in seiner eigenen Sprache angeredet und verstanden werden. Dem wiederspricht die Festlegung der Messe auf die Sprache der Richter des Herrn.
Übrigens. Der Satan kann auch im Kleid eines Priesters erscheinen.
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#14   Paulaner †   09:22:43 | Dienstag, 21. Juli 2009
Die Hl. Messe ist ein Fußtritt für den Satan.
Thomasius:
Weshalb streitet man denn so darum? Ist ohnehin eine „Erfindung“ Hunderte von Jahren nach Christi Auferstehung.
DU streitest.
Wenn es nach mir geht (ich bin alt genug, die Spirenzchen der Landessprachen-Messen als Unding zu missachten), dann ist die Hl. Messe weltweit lateinisch. Das muß nicht unbedingt stur „tridentinisch“ sein aber der Priester soll die Messe tunlichst allein VOR uns Gläubigen FEIERN!
Die Messe ist kein gesellschaftliches Ereignis sondern ein hoheitliches, das unterscheidet uns Katholiken von den biblischen Abgespaltenen: wir sind in der historischen Sukzession der Druiden und Schamanen mit Rauchopfer durch den Kamin, auch wenn das die Priester auf die Decke treibt (Häresiiiie, Dämonenkult!!!).
Die alten satanischen Riten werden jetzt gegen ihn verwendet.
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#13   Thomasius   08:35:18 | Dienstag, 21. Juli 2009
@Paulaner
„Meinst du, dass die Leute aus dem liturgischen Text erkennen, „worum es geht“?“
Weshalb streitet man denn so darum? Ist ohnehin eine „Erfindung“ Hunderte von Jahren nach Christi Auferstehung.
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#12   Jurij Below   03:31:08 | Dienstag, 21. Juli 2009
Katholische Kirche in China
Liebe Leute,
ich wiederhole noch einmal: das ist natürlich peinlich, aber es wäre viel besser wenn die Redaktionsfehler mit der Redaktion selbst besprochen wird.
Übrigens: nach offiziellen chinesischen Angaben www.china-zentrum.de/…tistik-09.252.0.html?&L=0 (2008) etwa 5,3 Chinesen sind katholisch. Mit 138 Diözesen, 6.000 Kirchen und Kapellen, 13 Priesterseminare. Vier größte katholische Gemeinden sind: Hong Kong mit 350.000, Liao Ning, Shanghai und Tianjing mit je ca. 100.000 Gläubigen.
Diese Information betrifft nur sog. „VR“ China.
In Nationalen China (Taiwan) unter 23 Mio. Einwohner sind etwa 4,5 Mio. Daoisten, 300.000 Katholiken und 250.000 Moslems. Die Behauptung: in Taiwan sei 90% Ureinwohner sei Christen ist nicht nachweisbar. Das kommt darauf an, wer gehört dort zu „Ureinwohner“. Seit Mao Eroberung von China zwar über 50 Mio. Chinesen sind nach Formosa gefluchtet, aber nur etwa 15 Mio. da geblieben sind und weiter in den USA, Australien und Europa emigriert. Also 1949 schätzungsweise dort lebten nur etwa 4 Mio. Chinesen, die „ursprünglich“ (durch portugiesischen Missionäre) christlianisiert wurden.
Liebe Grüße aus Frankfurt, JB
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#11   Prälat Hinter †   01:36:53 | Dienstag, 21. Juli 2009
Niedergang der Liturgie hat China erreicht
Wie bedauernswert, dass nun auch die Chinesischen Christen fast nur noch Messen in ihrer eigenen Sprache „verordnet“ bekommen. Der Niedergang der christlichen Kultur ist jetzt auch dort angekommen.
Abschaffen ist leicht – neu aufbauen oft unmöglich – siehe die regelmässige Feier einer Hl. Messe im ausserordentlichen Ritus als regelmässiges Angebot in einer Pfarreiengemeinschaft.
Sehr traurig ist das alles…
Mögen die Piusbrüder (liturgisch) hier wieder Ordnung schaffen…
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#10   wassers   20:45:32 | Montag, 20. Juli 2009
Nein, für einen ehrbaren Anhänger
der Piusbruderschaft werden Sie bei Gott nicht gehalten, dafür riecht alles, was Sie zum besten geben, nach konziliarer Bierverwirrung!
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#9   Paulaner †   19:10:10 | Montag, 20. Juli 2009
Meinst du, dass die Leute aus dem liturgischen Text erkennen, „worum es geht“?
Thomasius: „Lehrt die Völker …“ Die Chinesen sollen mit einem Male verstehen, worum es beim Christentum geht.
Weil ihnen nach dem Wandlungsgemurmel wer auf chinesisch sagt, dass das Wandlungsgemurmel ein Geheimnis des Glaubens ist. DARUM also geht es?
:-@
Wenn ich noch mehr schreibe, dann hältst du mich für einen Piusbruder.
^-^ :-D
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#8   Thomasius   18:32:48 | Montag, 20. Juli 2009
„Lehrt die Völker …“
Habe ich es richtig verstanden? Die Chinesen sollen mit einem Male verstehen, worum es beim Christentum geht. Es soll auch in China erfolgen, was der Herr seinen Jüngern aufgetragen hat. Wie schön!!
Und was hat kreuz.net daran auszusetzen?
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#7   kreuzverhör †   17:28:41 | Montag, 20. Juli 2009
St. Anton
Für geistig-moralische Analphabeten (Fötus ist kein Mensch) wie dich ist diese Sprache die beste :
www.youtube.com/watch?v=GMEK7CxVG5U
Frag Kiki,die klärt dich auf.
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#6   St. Anton †   17:26:52 | Montag, 20. Juli 2009
@ Jurij
Meine Mahnung, daß es auf Sprache ankommt, darf man ruhig auch im Lichte der Erkenntnis sehen, daß die Missionstätigkeit in China auf Chinesisch womöglich sinnvoller ist als alte Messen auf Latein, die in China angeblich gepflegt werden.
Ich finde es unangebracht, wenn Leser sich gegenüber anderen Lesern zum Oberlehrer aufspielen (passiert sehr oft). Aber wenn die Redaktion Mist abliefert, muss man das kritisieren dürfen. Schließlich kann die Redaktion auch Artikel ändern – ein Leser kann Kommentare nach dem Absenden nicht mehr ändern.
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#5   Zweifler †   15:47:35 | Montag, 20. Juli 2009
@Jurij Below
Grundsätzlich stimme ich Ihnen zu.
Wenn ein Machwerk wie dieses, das sich anmaßt, sich als europaweit größtes katholisches Nachrichtenportal zu bezeichnen (daß die Leserzahlen oben links gefaked sind, wurde bereits nachgewiesen), einerseits nicht einmal in der Lage ist, die Grundregeln der deutschen Sprache zu befolgen (von den Grundregeln des seriösen Journalismus ganz zu schweigen), andererseits Andersdenkenden unterstellt sie würden brüllen, geifern und lügen, dann darf man auf die peinlichen Mängel in der Rechtschreibung und Grammatik durchaus hinweisen.
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#4   Jurij Below   15:41:27 | Montag, 20. Juli 2009
Sprache zwar ist wichtig, aber…
Lieber @St. Anton,
die Kunst eines Gesprächs besteht darin, dass man nicht primär auf Grammatik achtet, sondern auf Inhalt. Sie schießen damit mit einer Kanone auf die Spatzen. Die sog. „VR China“ genauso wie Russland viele Jahrzehnte unter kollateralen Schaden des Sozialismus leiden musste. Ein Mensch, der die Meldung genau versteht, muss froh sein, dass trotz des Terrors auch Chinesen von Christus Lehre was noch pflegen. Sie haben zwar vollkommen Recht, dass wir haben sich nicht mit einer Übersetzung zu tun, sondern mit einem Kommentar, der angeblich von einem Deutschen geschrieben ist, aber in dem solche grammatische Peinlichkeiten sind wirklich sekundär.
Wie ich merke in diesem Forum bemühen sich zu oft nicht um den Inhalt, sondern um die Nebensachen und meist anstatt zu diskutieren, treiben das, was mit den Inhalt gar nicht zu tun hat. Ein „beste“ aber für mich das entsetzlichste Beispiel dafür ist fast 8.000 „Reaktionen“ auf „Zweierlei Maß“ www.kreuz.net/article.8355.html Das ist wirklich ein Debakel, eine Profanation dieses Forums.
Seien Sie nicht böse, aber eine Lesermeinung soll mit dem Inhalt konfrontieren. Wenn ich nichts zu sagen habe, dann klicke ich weiter. Schließlich niemand ist gezwungen hier einen Lehrer zu spielen. Das wäre gut, wenn etwas unverständlich Ausgedrücktes bei der Redaktion gemeldet würde.
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#2   Jena-boy †   14:49:45 | Montag, 20. Juli 2009
@kreuz.net:
Du voll konkret deutsch können. Ich haben deutsch schon gesprochen mit seit ich Rede!
:-D :-D :-D
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#1   St. Anton †   14:34:11 | Montag, 20. Juli 2009
Sprache!
Sprache ist wichtig, ohne Sprache versteht man nix.
Ein Beispiel:
Doch jetzt brachte der liturgische Nationalismus des Zweiten Vatikanums über die Bühne.
Subjekt, Prädikat, Objekt?
Wen oder was brachte der Nationalismus über die Bühne?
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Es wurde eine Lesermeinung von der Redaktion entfernt
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