14:23:06 | Montag, 20. Juli 2009
Die kommunistische ‘Patriotische Gemeinschaft’ in China hat die Alte Liturgie jahrzehntelang bewahrt. Doch jetzt brachte der liturgische Nationalismus das Zweiten Vatikanum über die Bühne.

Hw. Thomas Law Kwok in einem Bericht auf ‘Ucan’.
(kreuz.net) Am 30. September 1989 standen Priester in dem regionalen Priesterseminar Sheshan – außerhalb
von Schanghai – zum ersten Mal der Neuen Messe in chinesischer Sprache vor.
Schanghai ist ein 20-Millionen-Küstenstadt
im Osten Chinas.
Das berichtete der Leiter der liturgischen Kommission der Diözese Hong Kong, Hw. Thomas
Law Kwok-fai, am 6. Juli vor der katholischen Nachrichtenagentur ‘Ucan’.
Hw. Law glaubt, daß die erste
chinesische Eucharistiefeier ein „großer Meilenstein“ seiner Arbeit in Festland-China gewesen sei.
Nach
diesem „sehr guten“ Beginn sei in dem Seminar eine chinesische Messe pro Woche zelebriert worden.
Schließlich
habe man – entgegen den Bestimmungen des Zweiten Vatikanums – alle Messen in der Nationalsprache gehalten.
Nach und nach wurde die lateinische Sprache auch in den Pfarreien von Schanghai verdrängt.
Nach Angaben
von Hw. Law gibt es jetzt in China nur noch wenige lateinische Messen – „früh am Morgen für ältere
Gläubige“.
Hw. Law berichtet auch, daß einige Priester die Messe in den Provinzen Hebei und Shanxi –
beide im Nordosten des Landes – schon vor dem Jahr 1989 auf Chinesisch zelebriert hätten.
Doch Hw. Law
entdeckte, daß diese Geistlichen die „nachkonziliare Liturgie nicht studiert“ hätten:
„Darum publizierten
wir Erklärungen mit Bildern, um ihnen zu helfen, den Geist und die Bedeutung zu verstehen“ – schwärmt
der Geistliche.
Mit Hilfe der Katholischen Kirche in Taiwan produzierte Hw. Law auch Videokassetten mit
der Neuen Messe in chinesischer Übersetzung.
Studenten von Hw. Law haben sich inzwischen akademische
Grade in der Liturgiewissenschaft erworben und fördern die „liturgische Entwicklung“.
Seit die chinesische
Zentralregierung im Jahr 2003 die Reisebeschränkungen nach Hong Kong gelockert hat, erhält das liturgische
Amt in Hong Kong zahlreiche Besuche von Priester und Ordensschwestern aus China. Im letzten Jahr waren
es über 200.
Diese werden mit der neuen Liturgietheorie indoktriniert. Nach Angaben des Priesters fühlen
sich einige Besucher danach „in ihrer Berufung erneuert“.
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#15
Thomasius 18:37:59 | Dienstag, 21. Juli 2009
#14
Paulaner † 09:22:43 | Dienstag, 21. Juli 2009
#13
Thomasius 08:35:18 | Dienstag, 21. Juli 2009
#12
Jurij Below 03:31:08 | Dienstag, 21. Juli 2009
#11
Prälat Hinter † 01:36:53 | Dienstag, 21. Juli 2009
#10
wassers 20:45:32 | Montag, 20. Juli 2009
#9
Paulaner † 19:10:10 | Montag, 20. Juli 2009
#8
Thomasius 18:32:48 | Montag, 20. Juli 2009
#7
kreuzverhör † 17:28:41 | Montag, 20. Juli 2009
#6
St. Anton † 17:26:52 | Montag, 20. Juli 2009
#5
Zweifler † 15:47:35 | Montag, 20. Juli 2009
#4
Jurij Below 15:41:27 | Montag, 20. Juli 2009
#2
Jena-boy † 14:49:45 | Montag, 20. Juli 2009
#1
St. Anton † 14:34:11 | Montag, 20. Juli 2009