Finanzen
Sieg vor dem Verwaltungsgericht
Ein deutscher Kirchenrechtler versucht, gegen den Widerstand seiner Erzdiözese eine vatikanische Weisung gegen den deutschen Götzen „Kirchensteuer“ in die Tat umzusetzen. Jetzt verbuchte er einen zweiten Erfolg.
Steht das in Deutschland bestehende System der Kirchenfinanzierung vor dem Zusammenbruch?
Steht das in Deutschland bestehende System der Kirchenfinanzierung vor dem Zusammenbruch?
© NiinaC, CC
(kreuz.net, Freiburg) Am Donnerstag entschied das Verwaltungsgericht in Freiburg über die Wirksamkeit des Kirchenaustritts von Professor Hartmut Zapp (70).

Das gab der Generalvikar der Diözese Freiburg in einer Pressemeldung bekannt.

Der Laie Zapp war bis zum Jahr 2004 Vertreter des Lehrstuhlinhabers für Kirchenrecht und Kirchliche Rechtsgeschichte an der Theologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Vor Monaten erklärte er medienwirksam seinen Austritt aus der Kirche als Körperschaft des öffentlichen Rechts. Gleichzeitig beteuerte er, daß er der Kirche als Glaubensgemeinschaft weiterhin angehören wolle.

Das heißt: Zapp will keine Kirchensteuern bezahlen, aber Mitglied der Kirche bleiben.

Das Standesamt seiner Heimatgemeinde Staufen im Breisgau – südlich von Freiburg – anerkannte den von Zapp gewünschten Zusatz bei der Austrittserklärung.

Erzbistum Freiburg klagt

Das Erzbistum Freiburg reichte gegen diese Entscheidung eine Klage ein.

Man könne die Kirche nicht in eine öffentlich-rechtliche Körperschaft einerseits und eine Glaubensgemeinschaft andererseits aufspalten – lautete das Argument des Erzbistum.

Zapps Austrittserklärung sei unwirksam. Das deutsche Kirchensteuerrecht beinhalte in dieser Frage eine klare Regelung. Ein Kirchenmitglied könne nur aus der Kirche insgesamt austreten – erklärte das Erzbistum.

Klage abgewiesen

Das Verwaltungsgericht Freiburg wies die Klage des Erzbistums am 15. Juli ab.

Das Erzbistum will gegen das Urteil Berufung einlegen.

Die deutschen Bischöfe fürchten, daß Zapps Klage das in Deutschland bestehende System der Kirchenfinanzierung in seinen Grundfesten erschüttern könnte.

Sowieso gegen das Kirchenrecht

Die gültige Lehre der Katholischen Kirche besagt, daß man überhaupt nicht aus der Kirche austreten kann. Es gilt der Grundsatz: semel catholicus, semper catholicus – einmal katholisch, immer katholisch.

Der Päpstliche Rat für die Auslegung von Gesetzestexten hat erst im März 2006 in einem Schreiben an den Vorsitzenden der US-Bischofskonferenz erklärt, daß eine Kirchenaustrittserklärung, die nur vor einer staatlichen Behörde abgegeben wurde, kirchenrechtlich nicht wirksam ist.
      
32 Lesermeinungen
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#33   moorhans   13:21:29 | Sonntag, 10. Januar 2010
den Zehnten??
ne ne St. Anton, Jesus unterstützte nie die heutige Kirchensteuer,also sowass?? Er lebte damals im jüdischen System und hieß die damaligen Gebote die sein Vater einführte für richtig. Man kann persönlich diesw Gebote noch als Richtlinie nehmen, musss aber nicht. Gleich gar nicht eine Zwangsabgabe wie in D.Niemals haben die Apostel oder die 1. Jünger so etwas eingeführt.Jeder gab von „Herzen“. Erst als später das Unkraut = (kath. + othodoxe Kirchen) die Wahrheit zuwucherte kam so etwas auf-
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#32   newtube   21:43:50 | Mittwoch, 12. August 2009
@ Kirchensteuer
Das Kirchensteuersystem existiert nur in Deutschland,
in Österreich und in der Schweiz. Wie finanziert sich
die kath. Kirche in anderen Ländern? In Italien läuft
es so: diejenige, die es tun wollen, kreuzen, bei der
Abgabe der Steuererklärung, ein Kästchen am oberen
rechten Rand des Steuerformulars. Damit willigen sie
ein, daß der Staat .008% ihrer Steuerschuld an eine
von ihnen designierte Institution fließt. Dies kann die
kath. Kirche sein, die evang. Kirche, die Valdenser,
die Juden, eine humanistische Stiftung, etc.
So finanziert sich die kath. Kirche in Italien, die für
das sog. acht pro Mill bei den Italienern werben muß.
Ergebnis: in Italien gibt es keine verfettete, verbürokratisierte Kirche, sondern eine volksnahe Kirche,
die von den dortigen Katholiken gemocht und gerne
unterstützt wird.
Die Behauptung des Erzbistum Freiburg, daß man die
Kirche nicht „in eine öffentlich-rechtliche Körperschaft
einerseits und eine Glaubensgemeinschaft andererseits
aufspalten“ könne, ist ungeheuerlich, da das Erzbistum
die Gläubige, welche die Kirchensteuer entweder nicht
bezahlen können oder es nicht wollen, zum Austritt
auch aus der Glaubensgemeinschaft zwingt, zur Apostasie also. Im März 2006 schrieb der „Päpstliche
Rat für die Auslegung von Gesetzestexten“ an den
Vorsitzenden der US Bischofskonferenz:„Eine Kirchenaustrittserklärung, die nur vor einer staatl. Behörde abgegeben wurde, ist kirchenrechtlich nicht
wirksam und bedeutet keinen Austritt aus der Katholischen Kirche.“ Amen…
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#30   St. Anton †   05:29:20 | Mittwoch, 22. Juli 2009
Steuerberater freuen sich
Hartmut Zapp macht Steuerberater glücklich!
Obwohl die Kirche jahrhundertelang vom Zehnten lebte und sogar Jesus die Kirchensteuer gutheißt (Matt. 23, 23), spart sich Zapp den Aufwand einfach. Prima!
Dabei muss man mal eines klarstellen: Dem Gericht ging es vermutlich nur um die Konfessionelle Zugehörigkeit. Ob Zapp – kirchenrechtlich gesehen – nun Mitglieder der Kirche ist oder nicht, wird ein weltliches Gericht wohl kaum interessieren.
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#29   wassers   13:18:42 | Dienstag, 21. Juli 2009
Nein, Ruhrgebietler, Ihren „Schweinehirten“
interessiert nur, ob Sie zahlen oder nicht. Sind Sie Pensionär und für den Konzilspastor springt kein Geld dabei heraus, interessieren Sie ihn null, null … Diese neue konziliare Sekte kennt nur eines, diese Welt und das Mammon, alles weitere, d. h. auch Sie sind denen völlig egal!
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#28   r.ruhrgebietler   08:44:55 | Dienstag, 21. Juli 2009
Eine gute Tat – Austritt
Juckt den Konzilspastor der Besuch überhaupt? Nach meinem Umzug vor 19 Monaten hat mein zuständiger Konzilpastor bislang keine Notiz von mir genommen oder sich gar um meine Seelenheil gekümmert. Ich bin für den bislang unbekannt!
„Dieser Austritt ist nur auf die staatliche Eintreibung der Kirchensteuer bezogen, betrifft aber keine Loslösung vom katholischen Glauben!“
… ob den Konzilspastor das wirklich interessiert?????
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#27   wassers   07:28:58 | Dienstag, 21. Juli 2009
Eine gute Tat: Austritt
Wollen Sie eine gute Tat für den heutigen Tag vollbringen? Dann auf zum Einwohnmeldeamt, Formular „Kirchenaustritt“ ausgefüllt und Ihrem „Konzilspastor“ mitgeteilt: „Dieser Austritt ist nur auf die staatliche Eintreibung der Kirchensteuer bezogen, betrifft aber keine Loslösung vom katholischen Glauben!“
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#26   Leo Miles   14:14:59 | Samstag, 18. Juli 2009
@HarroMeyer
Kirchl. Institutionen werden vom Staat genauso gestützt wie alle anderen.
Solange sie wie du systemtreu sind und immer schön dem Zeitgeist huldigen.
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#25   HarroMeyer †   13:52:53 | Samstag, 18. Juli 2009
Da hat der Hitler mal wieder Recht gehabt
laut Picker in seinen Tischgesprächen: dass sich die Freiwilligkeit des Glaubens auf Dauer nicht mit einer staatlichen Zwangsabgabe verträgt und zum Untergang der abhängigen Kirche führen würde. Die evangel. Kirchen haben auch erstmal ihre Rendanteien beibehalten. Und das mit dem Gemeinwohl ist doch nur eine Schutzbehauptung. Kirchl. Institutionen werden vom Staat genauso gestützt wie alle anderen.
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#24   Prälat Hinter †   12:31:39 | Samstag, 18. Juli 2009
Dt. Kirchensteuersystem hat sich bewährt!
Nun also einerseits soll ich nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, andererseits werden hier Gründe für die Abschaffung der dt. Kirchensteuer genannt, die wohl genau das tun, denn ich habe ja keineswegs behauptet, dass die röm.-kath. Kirche in Dtld. alles so wahrlich kath. tut, wie es klug und recht wäre. Dennoch hängt an diesem System einfach zu viel an sozialer Verantwortung; allein den Menschen gegenüber, die seit langer Zeit davon „leben“: die Künstler und Restauratoren, die Lehrer und Organisten, die vielen Beschäftigten in den Ordinariaten und caritativen Einrichtungen; Krankenhäuser, Pflegeheime u.s.w. – Vieles davon wäre ohne Kirchensteuerzuschüsse seitens der Diözesen nicht möglich. Wollen wir noch höhere Arbeitslosenzahlen, hinter denen immer menschl. Schicksale stehen? – Hier geht es nich in erster Linie um Mahltisch oder Hochaltar. Es geht darum eine unsinnige weil höchst risikoreiche Abschaffung der Kirchensteuer zu verhindern. Gerade die Armen unter uns würden darunter sehr leiden. Was nutzt es aus reinem Protest zum Austritt aufzurufen, damit das Kirchensteuersystem kollabiert, wenn dadurch mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr viel an Nächstenliebe nicht mehr finanziert werden kann. Auf Ehrenamtliche allein kann man sich heute nicht mehr verlassen, da gehört ein von Kirchensteuermitteln bezuschusstes komplexes Verwaltungssystem dazu. Dies aufs Spiel zu stellen wäre geradezu verwerflich. Um „Denkzettel“ zu verteilen, ist so ein Boykottaufruf völlig inakzeptabel!
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#23   noch ein Landorganist   10:56:50 | Samstag, 18. Juli 2009
Bewahrung durch Mangel – Im Überfluss ist Zerstörung
Wie sähen die Kirchengebäude als reine Kulturdenkmäler aus, würde man diese aus Mangel an Kirchensteuermitteln sich selbst überlassen?
Sie wären noch echte Kulturdenkmäler und hätten nicht den Stempel des Niedergangs bekommen.
Es gäbe sicherlich weniger Wahnsinnseinbauten wie moderne Mahltischinseln und dafür mehr authentische Kirchenräumen.
Tausend mal lieber eine etwas marode katholische Kirche als einen Hochglanz-Mahltischtempel. :-!
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#22   kreuzverhör †   09:50:24 | Samstag, 18. Juli 2009
Wenn es jemals ein legitimes Terrorziel auf dieser Welt gegeben hat
…dann sinds mit Sicherheit gewisse Groß-und Privatbanken,die schon soviel Unglück über die Mesnchheit gebracht haben,schon zu Hitlers Zeiten saßen die Banker in der Schweiz und haben sich genüsslich die Kriegsgewinne eingestrichen, ohne jegliche moralische Bedenken,die Schweiz ein ruhiger Hafen für Finanz-Schwerstkriminelle und maffiaartige Bankkartelle.Die Herrschaften halten sich auch heute noch für sakrosankt und sind genauso zynisch und gewissenlos wie damals-der Abschaum im Nadelstreifen.Diese Leute haben schon damals Hitler und Stalin gleichzeitig finanziert,an ihren Händen klebt das Blut von Millionen Menschen.
BANKSTER-ABSCHAUM DER MENSCHHEIT !
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#21   Leo Miles   09:34:13 | Samstag, 18. Juli 2009
@VaterAbt
Für mich ist klar: hinter dem Schreien nach Abschaffung der Kirchensteuer steht ein egoistisch-a-soziales Denken!
Was für dich nicht alles so klar ist…
Wenn das Episkopat und die Gemeindepfarrer den katholischen Glauben leugnen und verfälschen und auch die Sakramente nicht mehr richtig spenden, dann ist es nicht einzusehen, warum man denen noch das Geld in den Rachen schmeißen sollte.
Die Kirche hat den Auftrag, die Sakramente zu spenden und die Menschen zum Seelenheil zu führen. Diesem Auftrag kommt sie durch den verdorbenen (Welt-)Geist, der momentan in ihr herrscht, nicht mehr vernünftig nach. Und dagegen muß man etwas unternehmen können.
Diesen abgefallenen Kirchenfürsten gehört ein Denkzettel verpaßt. Sie sollen direkt spüren, was es heißt, die Gläubigen zu verjagen und ihnen den Glauben auszutreiben. Bis jetzt spüren sie noch nicht viel, eben weil sie ja Milliarden an Kirchensteuer bekommen.
Das Episkopat ist leider sehr verweltlicht. Auf geistliche Kritik hören sie nicht mehr. Aber sie werden ganz sicher unruhig, wenn die Kasse nicht mehr so klingelt. Sind halt richtige „Weltbürger“ geworden.
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#20   wassers   07:24:45 | Samstag, 18. Juli 2009
Nein, Äbtchen,
Sie vergleichen Äpfel mit Birnen. Der Staat ist eine Gemeinschaft, die vielfältigste Aufgaben zu erfüllen hat. Sie kommt zustande durch einen „Vertrag“, man kann diese auch als Verfassung bezeichnen. Ein Staat hat die Aufgabe, das Zusammenleben der Bürger in der Staatsgemeinschaft zu regeln.
Die Mitgliedschaft in einer in Deutschland kirchensteuerpflichtigen Gemeinschaft/Kirche beruht auf Besonderheiten im deutschen Sprachgebiet, verursacht primär durch die Säkularisierung. In den USA z. B. werden religiöse Gemeinschaften als das betrachtet, was sie tatsächlich sind: Zusammenschlüsse von Menschen, die sich einer Ideologie/Weltanschauung/Glauben verpflichtet wissen. Die Höhe der jeweiligen „Beiträge“ wird entweder festgesetzt durch die Gemeinschaft oder es gilt das Prinzip der Freiwilligkeit. Sie haben diese Situation z. B. auch bei den orthodoxen Kirchen, die von freiwilligen Spenden respektive Mitgliedbeiträgen sich finanzieren müssen.
Der Glaube – hier widersprechen Sie im übrigen Ihrer Zentrale in Rom – hat mit der Zahlung eines staatlichen Zwangsbeitrages nichts zu tun. Es geht hier keineswegs um Egoismus, sondern um die Möglichkeit Organisationen finanziell zu unterstützen, die den Glauben integral bewahren und weiter ausbreiten und nicht ihn zerstören, wie es von Seiten der sog. offiziellen „kath. Kirche“ vollzogen wird.
Darum treten Sie aus diesem Laden aus, denn er ist nicht mehr katholisch und geben das Doppelte Ihrer bisherigen Steuerzahlungen an katholische…
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#19   Prälat Hinter †   06:36:08 | Samstag, 18. Juli 2009
Wenn Kirchen- dann auch Staatssteuern abschaffen!
Diese Idee ist nicht klug; letztlich geht es ja darum eine über viele, viele Jahrhunderte (bei allen Fehlern) zum grossen Wohl der Gesellschaft wirkende Institution lahmzulegen. Dahinter steckt Egoismus: ich selbst bestimme, was, wie und wann „Kirche ist“. Das ist absolut schädlich für jede Gemeinschaft; analog könnte man ja auch einklagen alle Staatssteuern abzuschaffen und der jeweilige Staatsbürger gibt dann halt nur eine freiwillige Spende (was er halt so erübrigen möchte). Auch der Staat (aktuelle Beispiele gibt es ja in Milliardenhöhe) gibt oft Geld aus, wo sich die Steuerzahler fragen, ob das noch zu vertreten ist. Man sollte also bitte nicht immer die Kirche mit zu hohen moralischen Hürden überhäufen, wenn die mal zu viel Geld für dies oder das ausgeben, das nicht so in aller Anerkennung steht. Was würde aus all den viele Betrieben und Firmen, die besonders durch die Vergabe von kirchl. Aufträgen existieren? – Wie sähen die Kirchengebäude als reine Kulturdenkmäler aus, würde man diese aus Mangel an Kirchensteuermitteln sich selbst überlassen? – Wovon sollen die Hauptamtlichen in den Diözesen leben – nicht nur die Kleriker? – Zu welchen Abhängigkeiten führt das ständig auf Geldsuche sein? (In Amerika gibt es ja schon „Coca-Cola-Kirchen“ und andere nach Ihren „Sponsoren“ werbewirksam betitelte Kirchen . – Für mich ist klar: hinter dem Schreien nach Abschaffung der Kirchensteuer steht ein egoistisch-a-soziales Denken! Deutsche röm.-kath.Kirche WEHRE DICH mit Krallen!
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#18   Kreuznetter   03:10:33 | Samstag, 18. Juli 2009
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#17   kreuzverhör †   01:09:38 | Samstag, 18. Juli 2009
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#16   Sefirot   23:43:40 | Freitag, 17. Juli 2009
Heggi: Ob jetzt der Peterspfennig nach Rom
transferiert wird oder ob die binnenländische Kirchensteuer geleistet wird, macht keinen großen Unterschied.
Ich meinte, dass dieses Zwangssystem, wie man es in
Deutschland kennt, reformieren sollte. Die Zeit ist überreif dazu. Wie bisher kann die Finanzierung nicht
mehr weiter sichergestellt werden…
Das ist doch wohl klar…darum ging es mir!
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#15   wassers   23:34:38 | Freitag, 17. Juli 2009
Das ist Mut!
Feigheit zeichnet ja häufig Katholiken aus, dieser Katholik hat gut und richtig gehandelt und seinen Austritt aus der Kirchensteuergemeinschaft erklärt. Seinem Beispiel sollten denkende Katholiken folgen. Der Verfasser möchte hier nicht verhehlen, dass er der Konzilskirche schon 1977 den Geldhahn abgedreht hat und so nicht mit schuldig an der allgemeinen Zerstörung durch besoldete Funktionäre der Krake Konzilskirche ist. Handeln auch Sie als mutige Katholiken und treten Sie aus der Zwangssteuergemeinschaft aus!
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#14   Heggi   23:33:07 | Freitag, 17. Juli 2009
Sefirot
Daß die heutige Kirchensteuer „ein Produkt der so oft beschimpften Säkularisation [ist], um einen Ausgleich für verlorengangene Kirchengüter zu schaffen“, ist so nicht richtig. Dies trifft im Prinzip nur auf die Dotierung von Bischöfen und Domkapiteln zu mit einigen weiteren regionalen Sonderdotierungen. Die deutsche Kirchensteuer finanziert sich ausschließlich aus Mitteln der konfessionell gebundenen Steuerzahler. Wer keine Steuern zahlt, zahlt auch keine Kirchensteuer. Dieses System ist marode. Denn inzwischen wird der ganze Apparat der Bischöfe zu 90 Prozent von den 90 Prozent der Getauften unterhalten, die die Kirche praktisch nicht mehr in Anspruch nehmen, jedenfalls nicht ihre „Dienstleistungen“. Und die Bischöfe schämen sich nicht, dieses Geld auch anzunehmen. Pecunia non olet! Jedem traditionsgebundenen Katholiken kann ich zudem nur empfehlen, seinen Obulus als „Peterspfennig“ direkt nach Rom zu überweisen als ihn den Bischjöfen in Deutschland in Form der Kirchensteuer zu überlassen.
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#13   bwv232   20:54:06 | Freitag, 17. Juli 2009
@noch ein Landorganist
was soll daran blasphemisch sein?
‘Blasphemisch’ sind solche Ideen natürlich nur für die deutsche Bischofskonferenz, weil ihnen der finanzielle Unterbau für ihren gewaltigen ‘Laien’-Verkündigungsapparat verloren zu gehen droht. Für den Rest von uns, denen die katholische Kirche noch am Herzen liegt, sind das natürlich höchst vernünftige Überlegungen. Möglicherweise haben sie meine in ironischer Absicht geäußerte Bemerkung missverstanden.
Und was die fetten Töpfe betrifft, selbige haben vielleicht weniger direkt zerstört, als die Kirche zu so einer Art mittelständischen Arbeitgeber gemacht, bei dem die Angestellten ein möglichst bequemes und ruhiges Leben suchen. Kirche sollte alles sein, nur das nicht. Ich glaube, es gibt nichts schlimmeres als quasi verbeamtete Verkünder des Wort Gottes, die aus der Bräsigkeit ihres Wohllebens heraus ihren Mittelstandsgemeinden ein weichgespültes Evangelium zur Beruhigung ihrer Mittelstandsprobleme verkünden. Dazu ist die Kirche aber als Folge ihres gewaltigen Geldflusses verkommen.
viele Grüße
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#12   Sefirot   20:53:26 | Freitag, 17. Juli 2009
Schließlich ist die Kirchensteuer
ja nicht vom Himmel herab gefallen. Sondern sie ist ein Produkt der so oft beschimpften Säkularisation, um einen Ausgleich für verlorengangene Kirchengüter zu schaffen.
Die Säkularisation war zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Mittlerweile ist das 21. Jahrhundert angebrochen.
Es ist also schon an der Zeit, das Kirchensteuersystem zu überdenken, zu reformieren, etwas neues anstatt zu
installieren, einen anderen Modus zu finden oder eben die Sache der Errosion preiszugeben…!
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#11   Nachtlaterne   20:35:48 | Freitag, 17. Juli 2009
Wir Menschen…
…treten ja sogar aus uns sel.ber aus
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#10   noch ein Landorganist   19:49:57 | Freitag, 17. Juli 2009
bwv232
hat in seinem Interview mit Peter Seewald zum Thema Kirchensteuer übrings allerlei blasphemisches gesagt,
was soll daran blasphemisch sein? Ist wohl eher vernünftig. Die fetten Töpfe haben vor allem eines ermöglicht: Zerstörung
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#9   bwv232   18:39:26 | Freitag, 17. Juli 2009
Kardinal Ratzinger …
… hat in seinem Interview www.kirchensteuern.de/…RatzingerSeewald.htm mit Peter Seewald zum Thema Kirchensteuer übrings allerlei blasphemisches gesagt, unter anderem, dass er sich vorstellen könnte, die Zwangskirchensteuer in eine freiwillige Abgabe umzuwandeln, analog dem italienischen System.
Auch der Hinweis des damaligen Kardinals, die Kirche klammere sich zu sehr an ihre weltlichen Güter, zeigt, dass der Widerstand gegen eine materiell ‘verfette’ Kirche keineswegs gegen das Lehramt gerichtet ist. Die Zukunft der Kirche liegt nicht in ihrem Material oder sozialem Engangment, sondern, wie sie es schafft, das Heiligen in dieser Welt zu bewahren. Dazu ist a bisserl Kohle durchaus sinnvoll, zuviel davon aber kontraproduktiv.
Ansonsten hatte heute die +.net Redaktion wohl einen Hitzetechnischen Blackout, einen sachlich geschriebenen Artikel zu einem interessanten Thema gibt’s hier doch seltener als Lobgesänge über die Freuden gleichgeschlechtlicher Unkeuschheit.
viele Grüße
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#8   Romulus   17:55:12 | Freitag, 17. Juli 2009
Weiterdenken!
Die Kirchensteuer in Deutschland verschleiert die reale Situation des Glaubensverlustes der Katholiken. Will man wirklich sehen, wie es in Deutschlands Kirchen aussähe, muss man nur nach Frankreich oder in die ehemalige DDR fahren. Die Dorfkirchen bieten ein trauriges Bild. Aber es ist das realistische im realen Atheismus der EUdSSR.
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#7   noch ein Landorganist   17:30:04 | Freitag, 17. Juli 2009
Die Kirchensteuer
hat vielen Unfug der V2-Sekte erst ermöglicht.
Das Geld kommt automatisch reingeflossen und die Krallenhände schmeißen es dann für allerlei kirchenfernen und kirchenfeindlichen Zwecke hinaus. Im Überfluss ist die meiste Misswirtschaft.
Dass die wahre Kirche auch ohne dieses Abhängigkeitsinstrument funktioniert, zeigen sowohl FSSPX als auch z.B. das Institut Philipp Neri in Berlin, das eine Kirche nur durch die direkte Hilfe seiner Gläubigen gekauft hat.
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#6   Väterchen Nurgle   17:13:27 | Freitag, 17. Juli 2009
Ein Wunder!
Die Kreut.net Redaktion hat es tatsächlich einmal geschafft einen Artikel zu verfassen der sowohl interessant als auch fair ist. Wie war sie nur in der Lage etwas derartig revolutionäres zu versuchen? Eine Position, die von der ihren abweicht, halbwegs gerecht im konjunktiv darzustellen ohne sie anschließend sofort beleidigend, grenzenlos arrogant und hoffnungslos selbstzentriert abzuurteilen. Das schreit doch nahezu nach einer Abspaltung – Entschuldigung einer „Beibehaltung des rechten Weges“ der wahrhaft Gläubigen, nun da selbst diese Hochburg dem postmodernen Wahnsinn des Relativismus und des Differenzierens zum Opfer gefallen ist…
Gruss
Väterchen Nurgle
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#5   Gotthard   17:06:47 | Freitag, 17. Juli 2009
@jena-boy
Der Staat hat das nicht zu organisieren. Diese Uralt Steuer gehört abgeschaft!
Die Kirche finanziert sich durch Beiträge aller Mitglieder. Ein Teil wird durch eine beim Staat eingekaufte Dienstleistung erhoben.
Redaktion benachrichtigen
#4   Jena-boy †   17:02:55 | Freitag, 17. Juli 2009
Kirchensteuer? Abschaffen!
Bei einer Trennung von Kirche und Staat, müssten Religionsgemenschaften wie Vereine angesehen werden. Diese müssen dann Gebüren erheben und sich selbst finanzieren. Und zwar alle Religionen.
Der Staat hat das nicht zu organisieren. Diese Uralt Steuer gehört abgeschaft!
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#3   pius.inquisitor   16:57:38 | Freitag, 17. Juli 2009
Verwaltungsgericht
Wie kommt es eigentlich zu der Behauptung, dass ausgerechnet in Freiburg soviele Theologen aus der Kirche austreten wollen?
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#2   hieronymus333   16:01:43 | Freitag, 17. Juli 2009
Oh, arme Amtskirche,
wie kommt es eigentlich dazu, dass ausgerechnet in Freiburg soviele „Theologen“ aus der Kirche austreten wollen.
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#1   pius.inquisitor   15:50:34 | Freitag, 17. Juli 2009
Bravo, Redaktion!
Auch wenn es vielleicht niemand glaubt:
Diesen Artikel halte ich ausnahmsweise für richtig und wichtig!
Details ggfs. später.
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