USA
Zum zweiten Mal rausgeflogen
Er ist der bekannteste Jesuit der USA. Als ehemaliger Ratzinger-Schüler vertritt er die liturgischen Anliegen seines Meisters. Jetzt haben ihm Neokonservativen zum zweiten Mal den Garaus gemacht.
Pater Fessio auf der Seite der 'Ave Maria University'
Pater Fessio auf der Seite der ‘Ave Maria University’
(kreuz.net) Pater Joseph Fessio SJ wurde am vergangenen Montag ein zweites Mal von der neokonservativen ‘Ave Maria University’ in Naples im US-Bundesstaat Florida entlassen.

Das berichtete die US-Webseite ‘naplesnews.com’ am 20 Juli.

Pater Fessio promovierte im Jahr 1975 bei dem damaligen Regensburger Professor Hw. Joseph Ratzinger.

Im Jahr 1978 gründete er den bekannten Verlag ‘Ignatius Press’, in dem die meisten Werke von Papst Benedikt XVI. auf Englisch erschienen sind.

‘Ave Maria University’ wurde vor einigen Jahren von dem neokonservativen Pizza-Millionär Tom Monaghan (70) aus dem Boden gestampft. Monaghan ist für seine brutale Personalpolitik bekannt.

Das erste Mal wurde Pater Fessio (68) im Oktober 2007 als Kanzler der Theologischen Fakultät von ‘Ave Maria’ entlassen.

Grund waren die von ihm ad orientem zelebrierten Messen. Diese zogen eine große Schar von Studenten an, störten aber die neoprotestantische Liturgie-Politik der Universitäts-Manager.

Doch aufgrund eines internationalen Proteststurmes wurde die Entlassung des Geistlichen rückgängig gemacht. Er wurde als „residierender Theologe“ wieder eingestellt.

Jetzt kam es erneut zum Eklat. Die Universitäts-Gewaltigen benützten die Sommerpause für die Entlassung, um Studentenprotesten zuvorzukommen.

Am Montag erklärte Pater Fessio in einem Email, daß er entlassen worden sei, weil er privat vor dem Stiftungsrat-Präsidenten von ‘Ave Maria’ das Finanzgebaren der Universität kritisiert habe.

Doch Insider gehen davon aus, daß der Pater das Opfer der neokonservativen Ideologie der Universitäts-Leitung wurde.

Die Universität gab bekannt, daß die Entlassung des Paters von der Universitätsleitung getroffen und vom Stiftungsrat bestätigt worden sei.

Daraufhin fragte die Webseite ‘avewatch.com’ den verantwortlichen Ortsbischof, Mons. Frank Dewane von Venice, ob er die Entlassung befürworte. Der Bischof ist Mitglied des Stiftungsrates.

Die Antwort einer Sprecherin: „Bischof Frank J. Dewane war nicht in eine Abstimmung bezüglich des Status von Pater Fessio involviert. Ich möchte auch hinzufügen, daß Bischof Dewane in dieser Sache nicht konsultiert wurde.“
      
13 Lesermeinungen
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#13   Ökonom †   11:58:13 | Freitag, 24. Juli 2009
Originalartikel Pater Hadrian Koch OFM! Lesen!!!!!!!!!
www.franziskaner.de/…a/wmf1_09_glosse.pdf
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#12   Gotthard   21:21:15 | Mittwoch, 22. Juli 2009
Vorschlag
warum kauft sich der Pius-Verein nicht in diesen Ave Maria Club ein?
Der zuständige Bischof will doch nichts von diesem Laden wissen – wäre doch das gefundene Ziel für Pius!
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#11   noch ein Landorganist   19:55:24 | Mittwoch, 22. Juli 2009
Stanton
Vieles in deinem verlinkten Artikel erinnert mich an die V2-Sekte, die hier die Freikirchen kopiert.
„Wir müssen mit Unterhaltungsangeboten von MTV bis zu Broadway-Shows konkurrieren“
[…]
Die Verschwendung greift immer weiter um sich, wie der Fall der Without Walls International Church zeigt. Die Kommerz-Kirche in Tampa macht Schlagzeilen, weil Bischof Randy White und Pastorin Paula White angeblich Kirchenmittel missbrauchen. Firmenjet, Strandvilla und ein Multi-Millionen-Dollar-Apartment in Manhattan gehören zum Lebensstil des stets braungebrannten, blonden Seelsorgerteams, das inzwischen in Scheidung lebt.
[…]
Den meisten Gläubigen, die sonntagmorgens in die umgebaute Supermarkthalle von Without Walls International strömen, machen die Vorwürfe ohnehin nichts aus. Sie erwarten – und bekommen – eine perfekt inszenierte Wohlfühl-Show. Schon optisch gleicht ihre Kirche eher einer Mischung aus TV-Studio und Lufthansa-Lounge.
Es gibt weder Kruzifixe noch Beichtstühle; stattdessen Ledersessel und ein perfektes
Soundsystem sowie Café und Multimedia-Geschäft mit den DVDs und Büchern
[…]
Sündenbekenntnis, monotone Litanei, düstere Orgelmusik, harte Bänke – sind verbannt. Dafür bringen professionelle Einklatscher das Publikum in Fahrt.
[…]
Bischof Randy tänzelt wie ein Boxer über die Bühne. Mal wirft er sich zerknirscht zu Boden, mal springt er entrückt gen Himmel.
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#10   St. Anton †   18:16:33 | Mittwoch, 22. Juli 2009
Private Uni
Wer an einer privaten Uni arbeitet, muß damit rechnen, entlassen zu werden, wenn er es sich mit den Gründern verscherzt.
Über Ave Maria University:
Artikel bei Spiegel Online wissen.spiegel.de/…kument/dokument.html?id=55034237&to…
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#9   hieronymus333   16:20:16 | Mittwoch, 22. Juli 2009
Der Pater ist dämlich,
hat er denn nichts von seinem Lehrer gelernt. Er hätte den Stiftungsrat um Millionenbeträge bitten sollen und diese dann nach Rom schicken, dann bräuchte er sich nicht in Amerika mit Pizzahersteller begnügen, sondern könnte im Heimatland der Pizza Kardinal sein.
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#8   Paulaner †   14:23:33 | Mittwoch, 22. Juli 2009
Dazu empfehle ich einen Gedanken zu wagen auch VOR die NT-Riten
und noch weiter zurück in die Prähistorie.
Zur Zeit Jesu dürfte es auch eine Gechiechde gegeben haben, oder?
Nur keine Angst! Gott ist „unendlich alt“. :-]
B.Theophilus89:
Letztlich muss man die Tradition bewahren und pflegen, damit man sich noch daran erinnert!
Sonst würden wir uns durch Modernismus selbst verraten und unsere Wurzeln vergessen.
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#7   Beatus Theophilus_89   13:59:43 | Mittwoch, 22. Juli 2009
Laus in ore proprio foetescit. @ Domenico Tuttisanti
„Eigenlob stinkt“. Möchte ich da mal einwenden! :-D
Aber Sie haben ja so recht, dass Papst Benedikt in seiner Privatkapelle die „richtige“ Messe feiert. Das Video habe ich mir gerne angeschaut. Vielen Dank!
Diese Messe war mindestens 1.000 Jahre Bestandteil der katholischen Tradition und wurde erst in diesem Jahr „verboten“
Nicht vom Konzil, nein! Das ist nicht wahr. Erst danach kam diese Messe auf den Prüfstand und wurde verboten!
Letztendlich haben wir jetzt nun den Stand erreicht, an dem man zugeben muss, dass viele Dokumente des II. Vatikanuums zwar rechtens waren, aber die Auswirkungen die diese mitbrachten viele falsche Annahmen und Tatsachen hervorgebracht haben.
Letztlich muss man die Tradition bewahren und pflegen, damit man sich noch daran erinnert!
Sonst würden wir uns durch Modernismus selbst verraten und unsere Wurzeln vergessen.
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#6   Domenico Tuttisanti   13:43:48 | Mittwoch, 22. Juli 2009
s.d.v.
…all die Volksmassen…
Nein, Massen sind es nicht, aber einige Besucher sind es immer!
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#5   stimme der vernunft †   13:37:41 | Mittwoch, 22. Juli 2009
@Tuttifrutti
Außerdem praktiziert er die Gleichrichtung fast täglich in seiner Privatkapelle
Interessant, und all die Volksmassen in seiner Privatkapelle schauen in die gleiche Richtung wie er?
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#4   Domenico Tuttisanti   13:16:55 | Mittwoch, 22. Juli 2009
Richtig, ruhrgebietler,
Kard. Ratzinger begrüßte sogar, dass „sich das Gefühl für die Problematik einer Lösung verstärkt“ habe, „in der die Öffnung der Liturgie nach vorn und nach oben kaum in Erscheinung tritt“ (Vorw. zu Lang, Uwe M: Conversi ad Dominum. Zu Geschichte und Theologie d. christl. Gebetsrichtung. – Einsiedeln: Johannes Verl. ³2005. S. 10). Damit war die heute übliche Fernsehkoch-Konstellation des Zelebranten am Volksaltar gemeint und die überstrapazierte „Gemeinschaft“sideologie der altliberalen Liturgiker und Geistlichen.
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#3   r.ruhrgebietler   12:44:15 | Mittwoch, 22. Juli 2009
ja, eine klare Feststellung vom Ratzinger
„kann man nicht von einer ‘Abwendung vom Volk’, sondern nur von einer ‘Gleichrichtung’ mit dem Volk sprechen.“ (J. Ratzinger: Das neue Volk Gottes …, Düsseldorf 21970 [11969], 311, Anmerkung 3). Nach weiteren zwölf Jahren, 1981, legt der Erzbischof von München und Freising von diesem gesammelte Beiträge zur christlichen Liturgie vor. Wiederum betont er: „Beim Gebet ist es nicht notwendig, ja nicht einmal angemessen, sich gegenseitig anzusehen; ebenso wenig beim Empfang der heiligen Kommunion. „ (J. Ratzinger: Das Fest des Glaubens, Einsiedeln 31993 [11981], 125).
Danke Hlg. Vater! Das ist absolut unmissverständlich! Hoffentlich liest auch das dt. Episkopat diese Beiträge!
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#2   Beweihräucherer †   12:19:48 | Mittwoch, 22. Juli 2009
Kommse rin!
Da kennse rauskieken!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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#1   Domenico Tuttisanti   11:56:26 | Mittwoch, 22. Juli 2009
Was sagt der Papst
zur Zelebrationsrichtung?
Er gibt ganz klar der gemeinsamen Ausrichtung von Volk und Priester den Vorzug! siehe: hier www.kreuz.net/bookentry.980.html!
Außerdem praktiziert er die Gleichrichtung fast täglich in seiner Privatkapelle, siehe hier www.youtube.com/watch?v=Fn4wljFNhpc&…! (beim Stande von 3:00 min.!)
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