Vatikan
Bedenkliche Anbiederung des Vatikan
Die Glaubenskongregation hat altliberalen Kirchenfeinden mehr als positiv geantwortet. Doch diese haben das zum Glück nicht gemerkt.
Petersdom
Petersdom
© StrudelMonkey, CC
(kreuz.net) Die vatikanische Glaubenskongregation hat es abgelehnt, den altliberalen Forderungskatalog „Petition Vaticanum 2“ mit etwa 55.000 nichtbeglaubigten Unterschriften entgegenzunehmen.

So stellte Hw. Norbert Scholl (78) am 22. Juli die Sachlage in einer Aussendung dar.

Hw. Scholl unterrichtete bis zum Jahr 1996 katholische Theologie und Religionspädagogik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.

Seine Unterschriftensammlung verbreitete unter dem Deckmantel einer angeblich „uneingeschränkten Anerkennung der Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils“ die üblichen kirchenfeindlichen Thesen.

Ende März 2009 baten die altliberalen Initiatoren der Petition den altliberalen Apostolischen Nuntius in Berlin, Erzbischof Jean-Claude Périsset, einen Termin für eine persönliche Übergabe ihrer Forderungen an die Glaubenskongregation zu vermitteln.

Ende Mai 2009 ließ die Kongregation über den Berliner Nuntius ausrichten, daß sie es nicht für nötig halte, „die Initiatoren der Petition zu empfangen, deren Inhalt ihr wohl bekannt“ sei.

In einer bedenklichen Formulierung erklärte die Kongregation auch, daß sie die kirchenfeindlichen Petition „in ihrem Inhalt in Zukunft berücksichtigen“ werde.

Dennoch ist das Heulen der Altliberalen groß. Hw. Scholl holt dazu sein gesamtes ideologisches Vokabular aus dem altliberalen Giftschrank.

Er beschimpft die Glaubenskongregation als „Dialogverweigerung“ und diffamiert das als Anzeichen zunehmender „fundamentalistischer“ Tendenzen.

Im gleichen Atemzug polemisiert er gegen den Dialog und die Barmherzigkeit des Papstes gegenüber der altgläubigen Piusbruderschaft.

Diese lehne angeblich „zentrale Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils“ ab. Hw. Scholl ist allerdings nicht in der Lage, einen einzigen „zentralen Beschluß“ des Pastoralkonzils zu nennen.

Dafür lästert er gegen den Papst: Ein Zugehen auf die „weltweit aktiven katholischen Reformkräfte“ seien für ihn „offensichtlich undenkbar“.

Unter „Reformkräften“ versteht Hw. Scholl die altliberale Nomenklatura, welche die Kirche seit dem Zweiten Vatikanum im Würgegriff hält und mit dem Segen Roms und der Bischöfe faktisch die kirchliche Macht übernommen hat.

Doch statt dafür dankbar zu sein, ergeht sich Hw. Scholl in weiteres Geschimpfe.

Das Verhalten der Glaubenskongregation sei eine Mißachtung des kirchlichen Engagements von weltweit mehr als 50.000 Katholiken.

In Wahrheit wurde Hw. Scholls Petition in erster Linie von kirchen- und glaubensfeindlichen Extremisten unterschrieben.

Sogar mehrere Frauenklöster hätten „nahezu geschlossen“ ihre Unterschriften geleistet – berichtet Hw. Scholl. Er verschweigt, daß das Gemeinschaften sind, die wegen ihrer altliberalen Dekadenz am Aussterben sind.

Hw. Scholl rühmt sich, daß seine – von den kirchenfeindlichen Medienkonzernen stark beworbene – Aktion nahezu doppelt so viele Unterschriften erhalten habe wie die zeitgleich gestartete Aktion „Ja zu Benedikt“.

Das zeige die Hoffnung für eine auf die „Fragen der Gegenwart aufgeschlossene“ Kirche – verkauft der pensionierte Theologe seinen altliberalen Moder aus dem letzten Jahrhundert als modern.

Dann schwärmt er von seiner Jugend: „Ein großer Erfolg der Konzilspetition ist ihr Beitrag dazu, das Zweite Vatikanische Konzil, seine Beschlüsse und vor allem seinen Reformgeist wieder ins Bewußtsein zu rufen“.
      
7 Lesermeinungen
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#7   Gotthard   13:20:40 | Montag, 27. Juli 2009
@defendor
Und nun – angesichts der unmissverständlichen Zeichen des HEILIGEN GEISTES
Du hälst doch wohl Deine kruden Gedanken nicht für Zeichen des Hl. Geistes?
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#6   defendor   13:11:34 | Montag, 27. Juli 2009
Welch ein…
…ein künstliches „Aufbegehren“ jener Kreise, die massgeblich mit daran beteiligt sind, dass eine jahrzehntelange Spur der Scherbenhaufen-Verwüstung durch die Heilige Mutter Kirche gezogen ist.
Und nun – angesichts der unmissverständlichen Zeichen des
HEILIGEN GEISTES – sehen sie ihre „Errungenschaften“ gefährdet, deren Wurzeln ohnehin im Ungehorsam nach dem Vaticanum II. liegen.
Dass sie dieses unentwegt im Munde führen ohne dabei dieses auch für sich selbst als verbindlich anzusehen, verdeutlicht eben jene modernistischen Scheuklappen, die denn auch nur von „dem“ Konzil sprechen, ohne die zahlreichen vorgängigen – dogmatischen – Konzilien auch nur andeutungsweise zu befolgen.
Dies aber zu tun, hat denn auch das Vaticanum II. noch einmal bestätigt, wobei gerade einige ihrer Erlasse aufgrund unausgereifter Formulierungen von „Zeitgeist-Kreisen“ aufgegriffen wurden, um sie nach ihren „Wünschen“ völlig krumm zu biegen !
Erwähnt seien nur…
– Hand- und Stehkommunion mit „Kummunion-Spender“ Sturm
– das heilige Messopfer auf „Altar-Tischen versus populo“
– „Abwürgen“ der lateinischen Sprache
– liturgischer Wildwuchs mit unfassbaren Verunehrungen des ALLERHEILIGSTEN
– Laien-Diktatur durch deren „Gemeinde-Leitungen“
– Herunterdeklinierung der Würde des – alleine den Männern vorbehaltene ! – heiligen Priesteramtes zu einem „profanen Mitarbeiter“
etc.etc…
Der HEILIGE GEIST hat längst Zeichen gesetzt…
verstaubte „Modernisten-Papiere“ sind letzte Auslaufmodelle !
www.gloriapo…
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#5   Prälat Hinter †   12:23:12 | Montag, 27. Juli 2009
Kirche ist keine Demokratie
Das hat Hw. Scholl wohl bis in seine Pensionierung hinein immer noch nicht kapiert. Was hat er sich denn von so einer Unterschriftenaktion erwartet, dass er demokratisch die Glaubenskongregation bezwingen kann??? – Auch die Piusbruderschaft wird sich dem Urteil Roms unterwerfen müssen – oder selbst einen Papst wählen.Anerkennen muss man die Hierarchie der röm.-kath. Kirche eben – egal ob man mehr rechts oder ganz links steht. Das sollte sich der Hw. Scholl mal durch seinen sonst offenbar so gebildeten Schädel gehen lassen.
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#4   kreuzverhör †   11:56:44 | Montag, 27. Juli 2009
freddie schenk
Wer nicht mit mir ist, der ist gegen mich; und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut.
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#3   Tridentinus   11:25:32 | Montag, 27. Juli 2009
Man kann ettwas auch berücksichtigen,
indem man das Gegenteil davon tut. Also ist das keine bedenkliche Aussage!
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#2   stimme der vernunft †   10:58:53 | Montag, 27. Juli 2009
@Freddie
Ich vermute mal, dass die Redaktion aus irgendwelchen Alt-Kommunisten besteht. Die Sprache erinnert jedenfalls sehr an den real existierenden Sozialismus.
Und die Verbiesterung auch.
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#1   freddie schenk   10:41:04 | Montag, 27. Juli 2009
Komisch
das Andersdenkende – auch innerhalb der Kirche – immer gleich Kirchenfeinde sind. Das Kampfvokabular von kreuz.net ist verräterisch.
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