Am gestrigen Samstag wurde Terri Schiavo gegen den ausdrücklichen Wunsch ihrer Eltern in einem Krematorium verbrannt. Der entfremdete Gatte will ihre Asche am anderen Ende der USA – weit weg von ihrer Familie – begraben. Auch die Obduktion von Terris Leichnam durch unabhängige Experten blieb der Familie Schindler verwehrt.
(kreuz.net, Florida) Terri, die am letzten Donnerstag elend verhungerte, ist am gestrigen Samstag eingeäschert
worden. Der zuständige Bezirksrichter entschied schon am vergangenen Dienstag, daß Terris entfremdeter
Ehemann, Michael Schiavo, das Recht habe, den Leichnam seiner Frau zu verbrennen. Terris Eltern, Bob und
Mary Schindler, hielten dagegen, daß eine Kremation die Rechte ihrer katholischen Tochter verletzte.
Sie baten um eine Beerdigung des Leichnams.
Am kommenden Dienstag werden die Eltern der ermordeten Terri
in der katholischen Kirche von Gulfport im US-Bundesstaat Florida ein Requiem abhalten.
Die Asche von
Terri wird höchstwahrscheinlich im US-Bundesstaat Pennsylvania beigesetzt. Pennsylvania befindet sich
im Nordosten der Vereinigten Staaten. Terri erlebte dort ihre glückliche Kindheit. Der Euthansie-Anwalt
von Schiavo, George Felos, erklärte, daß die genauen Pläne für die Beerdigung von Terri noch nicht
definitiv vorlägen.
Terris Familie lebt heute im Bundesstaat Florida im Südosten der USA. Die Eltern
von Terri wünschten sich, daß ihre Tochter eine Ruhestätte in Florida finde. Dann würde die Familie
am Grab ihrer Tochter beten können.
Der Leichnam der Ermordeten wurde auf Anordnung ihres entfremdeten
Ehemannes, Michael Schiavo, zuvor noch obduziert. Die Ergebnisse werden erst in einigen Wochen vorliegen.
Michael Schiavo erhofft sich von der Autopsie eine Rechtfertigung für den von ihm begangenen Justizmord
an seiner behinderten Frau. Die Ärzte sollen Erkenntnisse über das genaue Ausmaß des Hirnschadens seiner
ermordeten Ehegattin gewinnen. Bisher waren sich die Mediziner uneins, ob die Autopsie in dieser Frage
zusätzliche Klarheit bringen werde. Zu Lebzeiten Terris sei es nicht möglich gewesen, ihren Zustand
eindeutig einzuschätzen. Es ist zu befürchten, daß das Ergebnis der von Michael Schiavo beauftragten
Autopsie genauso einseitig sein werde, wie es die von ihm zu Terris Lebzeiten angeordneten Untersuchungen
waren.
Ein Sprecher der Eltern gab an, daß Schiavo der Familie von Terri verboten habe, die Obduktion
ihrer Tochter von unabhängigen Fachleuten überwachen zu lassen.
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