11:13:27 | Mittwoch, 29. Juli 2009
Beim Prozeß gegen den Mörder der zwei Moskauer Jesuiten dürfte es schwer sein, die ganze Wahrheit ans Licht zu bringen.

Bilder der in Moskau ermordeten Jesuiten auf der Webseite des britischen Rundfunk
(kreuz.net) Der Mann, der im Oktober 2008 in Moskau
zwei Jesuiten ermordete, wird vor ein zwölfköpfiges
Geschworenen-Gericht gestellt.
Das berichtete die in Moskau erscheinende Tageszeitung ‘Rossijskaja Gaseta’ –
am 28. Juli. Die Zeitung ist auch das Amtsblatt der Russischen Föderation.
Am vergangenen Montag, dem
ersten Verhandlungstag, hat der geständige Mörder, Michail Orechow (36), um eine Jury gebeten. Das russische
Gesetz gewährt ihm dieses Recht.
Die Beweislast gegen Orechow ist erdrückend: Er wurde von Überwachungskameras
aufgenommen. Es gibt Telephon-Aufzeichnungen. Am Tatort wurden seine Fingerabdrücke gefunden.
Die Jesuiten
wohnen in Moskau an der berühmten Adresse Petrowka. In unmittelbarer Nähe befinden sich das Hauptquartier
der Moskauer Polizei.
Mörder Orechow stammt aus der Oblast Twer im Nordwesten der Region Zentralrußland.
In der Vergangenheit wurde er wegen Behinderung von Journalisten, Vergewaltigung und sexueller Gewalt
sowie wegen Diebstahl verurteilt. Für seine Sexualdelikte erhielt er eine Gefängnisstrafe von sieben
Jahren.
Zuletzt war der Verbrecher in einem Nachtclub tätig. Dort lernte er den aus Ekuador stammenden
Jesuiten, Pater Victor Betancourt, kennen.
Nach Angaben des Angeklagten soll Pater Betancourt in seiner
Wohnung öfters Partys veranstaltet haben, bei denen viel Alkohol konsumiert wurde.
Die russische Tageszeitung
‘Komsomolskaja Prawda’ berichtet mit Bezug auf den Angeklagten, daß in der Mordnacht ebenfalls ein solcher
Umtrunk stattfand. Die Zeitung zitiert Orechow:
„Als wir uns am Abend zur Ruhe legen wollten, begann
[Pater] Betancour mich anzumachen. Ich habe verstanden, daß er eine nicht-traditionelle sexuelle Orientierung
besitzt“.
„Sein Verhalten provozierte in mir Aggressionen. Ich ergriff eine auf dem Boden liegende Metall-Hantel
und traf ihn damit am Kopf.“
Nach Angaben der Polizei schlug Orechow insgesamt elfmal auf den Jesuiten
ein und traf ihn vor allem am Kopf.
Gerichtsmediziner stellten fest, daß der Geistliche bereits nach
dem ersten Schlag tot war.
Als der Hausobere, Pater Otto Messmer, zwei Tage später von einer Reise aus
Deutschland zurückkehrte, befand sich Orechow immer noch in der Wohnung.
Er lauerte dem ahnungslosen
Geistlichen auf und erschlug ihn ebenfalls mit der Hantel.
Danach trank er alle alkoholischen Getränke,
die er im Haus fand und kehrte in seine Heimatregion zurück.
Nach Angaben von ‘Komsomolskaja Prawda’
glauben die Verwandten und Bekannten von Pater Betancourt nicht, daß dieser homosexuell war.
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#20
Paulaner † 10:53:10 | Donnerstag, 30. Juli 2009
#19
St. Anton † 10:22:07 | Donnerstag, 30. Juli 2009
#18
kreuzverhör † 00:04:18 | Donnerstag, 30. Juli 2009
#17
Biene Maja 22:39:52 | Mittwoch, 29. Juli 2009
#16
wassers 22:30:41 | Mittwoch, 29. Juli 2009
#15
r.ruhrgebietler 21:36:08 | Mittwoch, 29. Juli 2009
#14
kreuzverhör † 17:43:49 | Mittwoch, 29. Juli 2009
#13
pneumat 17:24:46 | Mittwoch, 29. Juli 2009
#12
IZAAC 17:05:38 | Mittwoch, 29. Juli 2009
#11
pneumat 16:47:52 | Mittwoch, 29. Juli 2009
#10
kreuzverhör † 13:19:18 | Mittwoch, 29. Juli 2009
#9
Franz Kappes 12:51:50 | Mittwoch, 29. Juli 2009
#8
Confiteor 12:50:44 | Mittwoch, 29. Juli 2009
#7
kreuzverhör † 12:48:03 | Mittwoch, 29. Juli 2009
#6
Confiteor 12:45:19 | Mittwoch, 29. Juli 2009
#5
kreuzverhör † 12:12:03 | Mittwoch, 29. Juli 2009
#4
Gunsenum 12:03:55 | Mittwoch, 29. Juli 2009
#1
F.U. 11:28:16 | Mittwoch, 29. Juli 2009