Bistum Eichstätt: Alles begann mit zwei, drei Gläubigen
Wenn man die Alte Messe zelebriert, ist es besonders wichtig, sich vom Feind abzugrenzen – die Priesterbruderschaft Sankt Pius X.
Die ‘Neumarkter Nachrichten’ zeigen den jungen Kaplan Stefan Wingen bei der Alten Messe.
(kreuz.net, Neumarkt) Seit einigen Monaten feiert Kaplan Stefan Wingen (32) in der Stadtpfarrkirche St.
Johannes in Neumarkt jeden Dienstag um 19.00 Uhr die Heilige Messe im Alten Ritus.
Das berichtete Franz
Xaver Meyer in der Tageszeitung ‘Neumarkter Nachrichten’ am 27. Juli.
Neumarkt in der Oberpfalz ist eine
Stadt mit 40.000 Einwohnern. Sie gehört kirchlich zum Bistum Eichstätt.
An einem heißen Juli-Dienstag
traf der Korrespondent der Zeitung in den Kirche mehr als siebzig Gläubige. Als der Kaplan mit der Alten
Messe begann, waren es zwei, drei.
Die Gläubigen können die Meßgebete auf lateinisch-deutschen Faltblättern
nachlesen, die in der Kirche ausgelegt werden.
Etwas krampfhaft versucht der Artikel die Bedeutung der
Alten Messe ins Nostalgische abzudrängen: „Erinnerungen werden bei den Gläubigen wach, die zum größten
Teil über 50 sind, als es nur diese Meßform gab.“
Hw. Wingen erklärt vor der Zeitung „das Heil der
Seelen und die geistige Vielfalt fördern“ zu wollen.
Er behauptet auch, daß die Alte Messe seit 1570
existiere. In Wahrheit geht sie auf Papst Gregor den Großen († 604) und in weiten Teilen auf noch frühere
Jahrhunderte zurück.
Der Kaplan weist pflichtschuldig die journalistische Suggestiv-Behauptung von sich,
daß der Alte Ritus „rückwärtsgewandt“ oder eine Rücknahme der angeblichen „Reformen des Zweiten Vatikanischen
Konzils“ sei.
Als „Ewiggestrigen“ möchte er sich auch nicht bezeichnen lassen.
Dem Artikelschreiber
fällt auf, daß „keiner der Gläubigen die Handkommunion empfängt.“
Er behauptet, daß die Liturgiereform
in den 1960er und 1970er Jahren die Kommunionbänke aus den Kirchen entfernt habe. In Wahrheit handelte
es sich dabei um Privatinitiativen neomodernistischer, glaubensfeindlicher Geistlicher.
Von der Piusbruderschaft
distanziert sich Hw. Wingen nach Angaben der Zeitung „deutlich“: Sie dürfe „kein Monopol für die tridentinische
Messe haben“.
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45 Lesermeinungen
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„In Wahrheit“ Der kreuz.net-Stil nimmt immer wieder in Anspruch, allein ganz für die wirkliche Wahrheit
zu stehen. Im Ton schwingt mit „Ich aber sage euch …“ auf der Grundlage eines für sich behaupteten
Unfehlbarkeitsdogmas mit Bischof Williamson als Papst. Die Beweise für die mit „In Wahrheit“ eingeleiteten
Aussagen und deren Berechtigung bleiben die Artikel schuldig. Wieviele Keile sollen damit noch in den
Kirchenstamm getrieben werden?
joberens: Also irgendwie hat das Latein schon etwas Besonderes im Gottesdienst; ich zähle mich nun wirklich
nicht zu Traditionalisten, aber ich fand es bei einem Pontifikalamt auf dem Petersplatz doch irgendwie
verbindend, wie alle dort z. B. das Vaterunser auf Latein sangen: Menschen aus wohl allen Erdteilen sprechen
für eine gewisse Zeit dieselbe Sprache! War schon beeindruckend!
Hocus pocus Gottesdienst? Ein Priester, der noch wirklich an die die Wandlungsworte glaubt, hat auch den
Mut, sie für Jedermann verständlich zu sprechen. Priester, die sich da hinter einer Art Zauberformel
verstecken, beweisen mir, daß Sie vielleicht mehr so recht glauben, was sie da tun. Wazu sonst dieser
Hocus pocus. Josef Berens (als einfacher, denkender Katholik)
@r.ruhrgebietler: Völlig missverstanden haben Sie mich – oder ich habe die Texte, auf die ich mich bezog,
absolut missverstanden. Ich hatte den Eindruck, mit „Hokuspokus-Messe“ macht hier jemand die „alte“ (tridentinische)
Messe nieder und dieser jemand wollte mit der Formulierung „Hokuspocus“ auf das Latein in jener Messe
anspielen! Ich hatte mich doch für d i e Menschen ausgesprochen, die in der alten Messe sich geborgen
fühlen und aus dieem Grund auch meine (positiven) Erinnerungen an den Besuch der „alten“ Heiligen Messen
in meiner Kindheit erinnert. Pardon!
Leon – die sich dort geborgen fühlen im Tingeltangel? in dem Kokuspokus-event? Sorry, aber wenn ich Jahrmarkt
suche, gehe ich da hin. Wenn ich aber die ewig gültige trid. Liturgie suche und darüber hinaus mit dem
Herrn im Zwiegespräch sein möchte, Anbetung, Rosenkranzgebet pflegen möchte, dann ist eine Hokuspokus-Event
á la V-II doch total daneben. Wem also an der Seelenrettung der armen Sünder und an dem ewigen Leben
gelegen ist (in der Anschauung Gottes! im Himmel!), der wird sich dort nicht aufhalten. Aber jede(r)(m)
wie er/sie möchte. Mir bleibt dieses Hokuspokus-Tingeltangel-Event auf ewig ein Rätsel. Vielleicht als
Pfadfinder-Event brauchbar, aber als Hgl. Messe völlig unbrauchbar! Ehre wem Ehre gebührt! Insbesondere
Dem, dem alle Ehre gebührt – Jesus Christus!
ach ja, der gute alte Joberens… Entschuldigung, ist es nicht…an Einfaltslosigkeit kaum noch zu überbieten?
Da hat der gute alte Josef unfreiwilligerweise mal die Wahrheit gesagt. Er meinte zwar Einfalls-losigkeit.
Aber geschrieben hat er Einfalts-losigkeit. Und da muss man ihm Recht geben: Die alte Messe ist frei von
jeder Einfalt, Einfältigkeit, was man von irgendwelchen Eventmessen nicht immer unbedingt sagen kann…
@joberens: Hokuspokus-Messe: ein böses Wort, finde ich. Vielleicht hat derjenige, der es gebraucht hat,
an den Ursprung des Wortes Hokuspokus gedacht, und der liegt ja tatächlich in den lateinischen Worten
„hoc est corpus meus“, die, zur Wandlung gesprochen, von Gläubigen nicht richtig verstanden wurden und
dann zu „Hokuspokus“ zusammengezogen wurden. So ist es überliefert. Aber eine Messe als Hokuspokus zu
bezeichnen, das schmerzt doch diejenigen Menschen, die sich dort geborgen fühlen. Ich bin wirklich nicht
konservativ, aber ich kann mich dunkel daran erinnern, dass früher, wenn ich mit meinem Vater in der
Heiligen Messe war – noch auf Latein und im alten Ritus, irgendwie war das „ganz feierlich“; vielleicht
habe ich das aber nur als Kind so beeindruckend empfunden. rein gefühlsmäßig muss ich sagen: Diese
Feierlichkeit hat die Messe für mich heute nicht mehr, ich finde, es wird zuviel geredet, man hat zu
wenig Zeit zu Mediation oder so. Doch finde ich es gut, dass die Texte heute auf Deutsch von allen zu
verstehen sind.
#33 Papst Petrus 18:13:44 | Donnerstag, 30. Juli 2009
Es lebe die lateinische Messe! Denn die hat auch Jesus schon so gefeiert. Es ist nicht nachweisbar, dass
Jesus auch nur ein einziges Mal eine Messe in deutscher Sprache zelebriert hat. Deswegen ist es grober
Unfug, ständig wieder mit der Forderung zu kommen, im hochheiligsten Gottesdienst so eine Unsprache wie
Deutsch zu sprechen!
#31 karljosef 15:14:52 | Donnerstag, 30. Juli 2009
Dummjens Wenn jede Woche das Gleiche wiederholt wird, und man ein Buch mit der Übersetzung hat, kann
alles verstanden werden- sogar vom Dümmsten. Nur Lesen und hören muß man können.
HwstVaterAbt zu joberens: Es geht ja hier um vielmehr als nur die alte Joberens geht es ohnehin nur um
Stänkerei! Würde die alte Messe in Deutsch zelebriert, fände er andere Vorwände, um gegen sie zu stänkern!
Hocus pocus contra Niedergang der religiösen Kultur Der Begriff hocus pocus wurde aus dem verballhornten
„Hoc est enim corpus meum“… aus den Wandlungsworten erdichtet. Schon damals also gab es ungebildete
Gläubige, die des Lateinischen nicht mächtig waren. Es ist also eine Frage der humanistischen Bildung,
auf deren Grundlage nun mal unsere ganzen Errungenschaften basieren, ob jemand den relativ einfachen Texten
auf lat. folgen kann oder nicht. Nur weil heute alle vieles auf englisch nachplappern und nachträllern –
freilich ohne es oft zu verstehen – sollte man das altehrwürdige Latein und eine sehr würdige alte Liturgie
nicht einfach zum alten Eisen schmeißen. Es geht ja hier um vielmehr als nur die alte Liturgie in ihrer
lat. Sprache, es geht um die Einfühlsamkeit in das Heilige, das sich nun mal unsrem rein rational wertenden
Zeitgeist geradezu entziehen muss, um das zu bleiben was es sein muss und ist:ein Mysterium – Geheimnis
des Glaubens. Das vermag zu erkennen, wer vor allem in der Hl. Tradition unserer röm.-kath. Kirche bewandert
ist. Es ist freilich auch ein gutes Stück Arbeit und wer sich vor dieser Arbeit in Glaubens- und Herzensbildung
drückt, der findet sich nicht mehr zurecht in dem was Halt und Geborgenheit gibt: Heimat am Herzen der
Hl. Mutter Kirche. Sehr traurig, wenn solche Gedanken heutzutage kaum mehr nachvollziebar sind. So weit
ist die Verfrostung schon gekommen, dass wenige nur noch wissen, was ich hier vermitteln möchte. Traurig.
Joberens Glaubt man … denn wirklich…,… für die Menschen interessanter machen zu können? Überlassen
Sie das gefälligst den Leuten selber! Die Messen werden schließlich aufgrund entsprechender Nachfrage
angeboten!
Hocus pocus Gottesdienst Glaubt man amtskirchlich denn wirklich allen Ernstes, die Liturgie dadurch, daß
man wichtige Teile der Messe für die Gottesdienstbesucher unverständlich macht, für die Menschen interessanter
machen zu können? Ob das nicht eher Wunschtraum und Träumerei sein und bleiben könnte Was soll der
ganz Unsinn überhaupt? Die Gottesdienstbesucher möchten doch die Gottesdienste voll und ganz mit feiern
und miterleben können. Wozu will man das nun aber mehr oder weniger verhindern? Wird so nicht der wichtigste
Teil des Gottesdienstes für die Mitfeiernden, die kein Latein versehen können, mutwillig und sinnlos
unverständlich gemacht? Hat man da etwas zu verbergen? Traut man sich vielleicht selbst nicht mehr die
Wandlungsworte verständlich zu sprechen? Könnte das Ganze mit Glaubensmangel der Zelebranten zu tun
haben, die vielleicht selbst nicht mehr glauben, was sie da tun und es so vorziehen, für die Wandlungsworte
eine Art Zauberformel zu verwenden? Kann es sein, dass die Echaristie vielleicht insgesamt an Wert verliert
Was verspricht man sich davon? Wird die Messe so nicht, wie Jemand es, sogar treffend formuliert hat,
zum „Hokus pokus Gottesdienst“. Entschuldigung, ist es nicht einfach reine Spinnerei und nicht mehr und
nicht weniger und an Einfaltslosigkeit kaum noch zu überbieten? Ob man amtskirchlich auch schon darüber
nachgedacht hat, was Gott wohl von dem Ganzen halten könnte und Fragt man im Vatican überhaupt noch
genug nach ihm? Josef Berens als einfacher, denkend. Katholi…
Orantenhaltung Man muss die Priester eben in Gymnastikkurse schicken. dann wird die Vorstellung schon
gut laufen und die tridentinische Show klappt perfekt. Auf dass die heiligen Oblaten choreografisch korrekt
gesegnet werden.
#24 sankt niketas 13:15:27 | Donnerstag, 30. Juli 2009
@ Tridentinus Wenn man etwas kritisieren wollte, so höchstens das, daß Hw. Stefan Wingen, soweit auf
dem Bild ersichtlich, die Arme in der Orantenstellung für den trid. Ritus zu weit ausbreitet und die
Hände außerdem nicht hoch genug hält. Die Hände müssen schulterbreit ausgebreitet und so hoch erhoben
sein, daß sie gerade nicht über die Schultern hinausragen, Stefan! Sehr richtig! Wer bei der Orantenhaltung
einfach so untermenschenartig die Arme ausbreitet (Pfui Teufel!), der gehört geteert und gefedert und
mit dem Stock verprügelt! Und Ps 140,2 gehört aus der Bibel gestrichen! So weit kommt’s noch, dass hier
einer einfach die Arme ausbreitet! Eine Schande ist das! Alles jenseits des 90-Grad-Winkels ist des Teufels!
Tridentinus – dann fassen Sie sich doch mal zuerst asn die eigene Nase! Aber ganz flott!! Urteilen Sie
nicht über das, was andere Leute wollen oder nicht! oder habe ich da was falsches gelesen! Gehen Sie
mit gutem Beispiel voran!
Der Kaplan hat ja nix falsch gesagt schön, dass er die Alte Hl. Liturgie anbietet und fördert. Was er
über die Piusbruderschaft wegen des Monopols sagte ist nicht anstößig. Weiter so Hw. Hr. Kaplan.
#20 Tridentinus 12:25:39 | Donnerstag, 30. Juli 2009
Das Messbuch von 1570 stellt die Kodifikation des Röm. Ritus dar, die Pius V. im Auftrag des tridentinischen
Konzils geleistet hat. Diese Kodifikation bleibt maßgeblich für alle Editiones Typicae bis 1962 und
strenggenommen wohl auch noch bis 1965. Das ist auch der eigentliche Grund, weshalb in allen diesen Editiones
typicae die Bulle Pro primum tempore vom 14. Juli 1570 abgedruckt ist. Und darauf bezog sich Wingen, ohne
den vorausgehenden Entwicklungsgang zu leugnen!
@Janosch Tatsächlich irrt die Redaktion, wenn sie Hw. Wingen unterstellt, dass es DIESE Messe angeblich
länger gebe. Natürlich wird sie in einer ähnlichen Form seit den frühesten Jahrhunderten zelebriert,
aber aufgrund der verschiedenen Eigenriten in Ortskirchen, wurde der gesamte Ritus 1570 festgeschrieben.
Nee da irrst du dir! Im Wesentlichen handelt es sich bei dem von Papst Pius V. veröffentlichten Missale
Romanum um eine redaktionell verbesserte Neufassung des Missale curiae; dieses war das um 1220 zusammengestellte
Messbuch der päpstlichen Palastkapelle, dessen Erstdruck aus dem Jahr 1474 datiert. In ihm fehlten lediglich
noch die Rubricae generales und der Ritus servandus. Gestrichen wurde eine ganze Reihe von Texten – darunter
einige Präfationen –, an denen berechtigte Kritik Anstoß genommen werden konnte.
@Tridentinus so höchstens das, daß Hw. Stefan Wingen, soweit auf dem Bild ersichtlich, die Arme in der
Orantenstellung für den trid. Ritus zu weit ausbreitet und die Hände außerdem nicht hoch genug hält.
Extrem gefährlich die Hände www.sueddeutsche.de/…chen/822/479315/text/ nicht hoch genug zu halten.
#14 Tridentinus 11:38:32 | Donnerstag, 30. Juli 2009
@Kunstmaler Das war ja nur ein freundlicher Hinweis, keineswegs eine gestrenge Ermahnung! @Rhurgebietler
Urteilen Sie nicht über das, was andere Leute wollen oder nicht!
Tridentinus – Danke! Wenn wir uns zu Lebzeiten züchtigen wird die Züchtigung des Herrn uns erquicken.
Es ist gut und richtig. Wichtig ist, daß die ewig gültige trid. Liturgie immer mehr Freunde und Wohltäter
findet – zum Heile der Seelen und Gott zur Ehre beten ja nicht ohne Grund Volk und Priester zum Altare
hin, ja ad orientem! Gelobt sei Jesus Christus in der ewig gültigen trid. Liturgie! dummschwätzer wie
kunstsatan (aka kunstmaler) wollen erst gar nicht dienen! Wollen das Sühne- und Kreuzesleiden Jesu Christi
erst gar nicht bekennen!
#12 Kunstmaler † 11:23:43 | Donnerstag, 30. Juli 2009
Tridentinus Sind Sie doch nicht so streng! Das ist (vielleicht) ja nur eine Momentaufnahme und somit wandern
im nächsten Moment die Hände in die richtige Stgellung .
#11 Tridentinus 11:16:47 | Donnerstag, 30. Juli 2009
Wenn man etwas kritisieren wollte, so höchstens das, daß Hw. Stefan Wingen, soweit auf dem Bild ersichtlich,
die Arme in der Orantenstellung für den trid. Ritus zu weit ausbreitet und die Hände außerdem nicht
hoch genug hält. Die Hände müssen schulterbreit ausgebreitet und so hoch erhoben sein, daß sie gerade
nicht über die Schultern hinausragen, Stefan!
Piusbrüder versus Zwietrachtsäer, das ist doch die eigentliche frohe Botschaft; denn der Vatikan hat
doch seine einmalige Chance zur Aussöhnung der europäischen Katholiken nach dem zweiten Weltkrieg in
den Dreck getreten. In Polen, der Tschechei und Frankreich stand nach dem 08.05.45 der Deutschenhaß ganz
oben auf der katholischen Tagesordnung. Und in der BRDDR wurde der Klassenkampf sogar innerkirchlich ausgetragen.
Aber einer Kirche, welche meinen (und vieler anderer) Großvater und Vater ablehnt, weil diese für Gott,
Volk, Kaiser und Führer ihr Leben hingaben, der kann ich nun mal gar nichts abgewinnen. Wenn ich die
Kirche betrete, dann will ich, daß alles Weltliche draußen bleibt, und dann interessiert mich der Lebensgang
meines Kirchenbanknachbar überhaupt nicht. „Byzantinisches Symphonie-Modell“ nannte man das früher,
und das findet man heute leider nur bei den Piusbrüdern. Es kann doch nicht sein, daß ein deutscher
Katholik zur Unperson für Taten erklärt wird, welche in Polen der Tschechei, Frankreich und Jugoslawien
nicht einmal Eingang in das dortige Lexikon finden! Fatalerweise hat die katholische Kirche das System
des immerwährenden Klassenkampfes nach 1945 in den Mittelpunkt ihrer Handelsweise gestellt. Gut, das
System ist uralt und wurde von den Jesuiten und Freimaueren wiederbelebt, aber dennoch wird es von den
meisten abgelehnt. Insofern ist allzuverständlich, daß man im Geltungsbereich der russisch orthodoxen
Kirche absolut keine Jesuiten mehr haben will. Dort gilt der Spruch: Nur ein Jesuit im Himmel, ist ein
guter Jesuit. Man schaue neugierig nach Osten
Tridentinus hat vollkommen Recht. Tatsächlich irrt die Redaktion, wenn sie Hw. Wingen unterstellt, dass
es DIESE Messe angeblich länger gebe. Natürlich wird sie in einer ähnlichen Form seit den frühesten
Jahrhunderten zelebriert, aber aufgrund der verschiedenen Eigenriten in Ortskirchen, wurde der gesamte
Ritus 1570 festgeschrieben. Nach der Form wird zelebriert.
#8 Paulaner † 11:05:16 | Donnerstag, 30. Juli 2009
„der wahre Christ“ –> der Pharisäer und der Zöllner Brandenburgis: Gott segne Kaplan Wingen! Er ist
ein wahrer Christusträger! Vielleicht kommt der arme Kaplan Wingen zu unrecht zu der Ehre, von dir zum
„wahren Christusträger“ ernannt worden zu sein. Es ist unnötig, mir zu antworten.
#6 Tridentinus 10:58:39 | Donnerstag, 30. Juli 2009
Hw. Wingen wurde von Erzbischof Lefebvre gefirmt. Wenn er sich auf das Meßbuch von 1570 bezieht, stimmt
das im Sinne einer Kodifikation des Römischen Ritus auch, was das Nachynodale Apostolische Schreiben
Sacramentum Caritatis in Nr. 3 ausdrücklich bestätigt. Ebenso ist es korrekt, dass die Priesterbruderschaft
St. Pius X. kein Monopol auf die tridentinische Messe hat. Diese „gehört“ der ganzen (Lateinischen) Kirche.
zum ruhrgebiet … … bleibt wirklich nur zu sagen, dass wir uns wohl noch gedulden müssen. Es sei denn,
man unterstützt das Apostolat der Petrusbruderschaft und besucht die Messe in Gelsenkirchen oder Recklinghausen.
Wirklich angenehmes Klima dort!
nur im Ruhrgebiet ist mal wieder kein Schuss gefallen nämlich der Startschuss, nur noch die ewig gültige
trid. Liturgie zu zelebrieren! Wie lange müssen die Seelen des Ruhrgebiets noch warten???
Ist doch super! Wir grenzen uns jetzt alle von den Piusbrüdern ab und feieren die alte Messe! Frei nach
dem Motto: „Sie gehört Euch nicht allein!“ – :)3