09:43:20 | Freitag, 14. August 2009
Überholte liturgische Phantasien aus dem letzten Jahrhundert dienen immer noch dazu, verrückte Umbauten von Kirchen zu rechtfertigen.

Die Dreikönigskirche in Zürich
(kreuz.net) Das Schweizer Portal ‘lokalinfo.ch’ hat vor einigen Wochen eine eindrückliche Karikatur der
Konzilssekte publiziert, die in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts entstand und inzwischen in ihren
letzten Zügen liegt.
Anlaß für den Artikel ist die geplante zweite Etappe der Zerstörung der katholischen
Pfarrkirche Dreikönigen in Zürich. Die Kirche wurde im Juni 1951 eingeweiht und gehört zum Bistum Chur.
Diesen Sommer wird die Kirche weiteren Verwüstungen unterzogen. Die Devise lautet: „Neue Theologie –
neuer Kirchenraum“.
Altar, Ambo und Taufstein werden ersetzt. Der Tabernakel wird – entgegen den Anweisungen
des Katechismus der Katholischen Kirche – von einer Ecke in die nächste abgestellt.
„Zum Zeitpunkt des
Baus der Kirche Dreikönigen wurde die Liturgie in der katholischen Kirche anders gefeiert als heute“ –
erklärt der Bericht auf ‘lokalinfo.ch’.
Der sichtbare Ort der Präsenz Gottes „war“ der Tabernakel auf
dem Hochaltar: „Auf ihn waren während der Liturgie alle Blicke – auch die des Priesters – gerichtet.“
Die Taufkapelle mit dem Taufbecken sei in der Nähe des Eingangs gewesen: „Ein Mensch mußte in die Gemeinschaft
der Kirche aufgenommen werden, bevor er den Kirchenraum betreten durfte.“
Doch seit dem Zweiten Vatikanum
habe sich „diese Sichtweise“ geändert: „Gott sollte in die Mitte des Gläubigen Volkes gebracht werden“ –
wird da behauptet.
Deshalb seien in den katholischen Kirchen sogenannte Volksaltäre entstanden: „Der
Priester stand auf der einen Seite, das Volk auf der anderen“ – faßt der Bericht die entstandene Trennung
in Worte.
Der Hochaltar der Kirche Dreikönigen wurde schon während der nachkonziliaren Zerstörungswut
vernichtet und der Tabernakel in einer Ecke in die Wand eingebaut.
Die ursprüngliche Einheit von Altar,
Kreuz und Tabernakel wurde dadurch brutal zerschlagen.
Während dieses Zerstörungswerkes wurde auch –
völlig untheologisch und nach dem Vorbild der Reformierten – ein Taufstein in den Chorraum gepflanzt.
Den alten Taufstein in der Taufkapelle verwendete man fortan als Stele für eine Marienstatue.
Das Portal
‘lokalinfo.ch’ erklärt diese Änderung mit gastronomischem Vokabular:
„Damit wurde ausgedrückt, daß
das Zentrum der Gemeinschaft, in die der Täufling aufgenommen wird, das gemeinsame Mahl ist.“
Mit dem
Zweiten Vatikanum habe sich „eine neue Gewichtung innerhalb der liturgischen Feier“ durchgesetzt: „Wort
und Eucharistie sollten gleichgewichtig bei der sonntäglichen Feier sein“ – setzt der Bericht eine künstliche
Gegenüberstellung voraus.
Diese „theologische Absicht“ soll jetzt in Dreikönigen auch optisch sichtbar
sein: Darum sollen Lesepult und Mahltisch „aufeinander bezogen“ werden.
Den hinten rechts eingemauerten
Tabernakel will man immerhin „wieder in den sichtbaren Bereich der Kirche“ zurückbringen. Er bekommt
einen Platz auf der linken Seite bei der Madonnenkapelle.
Am 21. Juni wurde der gegenwärtig benützte
Mahltisch profaniert.
Die Bauarbeiten in der Kirche dauern vom 22. Juni bis 24. August.
Die Neuweihe
des Altars wird am 28. August von dem in Zürich stationierten altliberalen Churer Weihbischof, Mons.
Paul Vollmar, durchgeführt.
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#19
Lieblingsuli 15:27:43 | Mittwoch, 7. Oktober 2009
#18
Leo Miles 17:27:11 | Samstag, 15. August 2009
#17
Papst Petrus 17:10:26 | Samstag, 15. August 2009
#16
Leo Miles 00:11:24 | Samstag, 15. August 2009
#15
Papst Petrus 23:46:50 | Freitag, 14. August 2009
#14
Leo Miles 23:34:00 | Freitag, 14. August 2009
#13
Papst Petrus 23:29:17 | Freitag, 14. August 2009
#12
Leo Miles 23:15:10 | Freitag, 14. August 2009
#11
Papst Petrus 23:07:24 | Freitag, 14. August 2009
#10
pneumat 19:23:42 | Freitag, 14. August 2009
#9
Leo Miles 18:14:16 | Freitag, 14. August 2009
#8
homounzüchtiger † 15:13:37 | Freitag, 14. August 2009
#7
Gotthard 13:46:25 | Freitag, 14. August 2009
#6
Saulo 12:52:41 | Freitag, 14. August 2009
#5
Prälat Hinter † 12:38:15 | Freitag, 14. August 2009
#4
Auchkatholisch 10:32:18 | Freitag, 14. August 2009
#3
r.ruhrgebietler 10:16:39 | Freitag, 14. August 2009
#2
Gotthard 10:08:36 | Freitag, 14. August 2009
#1
Berti † 09:52:42 | Freitag, 14. August 2009