Kirchenumbau
Eine andere Theologie – oder vielleicht gar keine?
Überholte liturgische Phantasien aus dem letzten Jahrhundert dienen immer noch dazu, verrückte Umbauten von Kirchen zu rechtfertigen.
Die Dreikönigskirche in Zürich
Die Dreikönigskirche in Zürich
(kreuz.net) Das Schweizer Portal ‘lokalinfo.ch’ hat vor einigen Wochen eine eindrückliche Karikatur der Konzilssekte publiziert, die in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts entstand und inzwischen in ihren letzten Zügen liegt.

Anlaß für den Artikel ist die geplante zweite Etappe der Zerstörung der katholischen Pfarrkirche Dreikönigen in Zürich. Die Kirche wurde im Juni 1951 eingeweiht und gehört zum Bistum Chur.

Diesen Sommer wird die Kirche weiteren Verwüstungen unterzogen. Die Devise lautet: „Neue Theologie – neuer Kirchenraum“.

Altar, Ambo und Taufstein werden ersetzt. Der Tabernakel wird – entgegen den Anweisungen des Katechismus der Katholischen Kirche – von einer Ecke in die nächste abgestellt.

„Zum Zeitpunkt des Baus der Kirche Dreikönigen wurde die Liturgie in der katholischen Kirche anders gefeiert als heute“ – erklärt der Bericht auf ‘lokalinfo.ch’.

Der sichtbare Ort der Präsenz Gottes „war“ der Tabernakel auf dem Hochaltar: „Auf ihn waren während der Liturgie alle Blicke – auch die des Priesters – gerichtet.“

Die Taufkapelle mit dem Taufbecken sei in der Nähe des Eingangs gewesen: „Ein Mensch mußte in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen werden, bevor er den Kirchenraum betreten durfte.“

Doch seit dem Zweiten Vatikanum habe sich „diese Sichtweise“ geändert: „Gott sollte in die Mitte des Gläubigen Volkes gebracht werden“ – wird da behauptet.

Deshalb seien in den katholischen Kirchen sogenannte Volksaltäre entstanden: „Der Priester stand auf der einen Seite, das Volk auf der anderen“ – faßt der Bericht die entstandene Trennung in Worte.

Der Hochaltar der Kirche Dreikönigen wurde schon während der nachkonziliaren Zerstörungswut vernichtet und der Tabernakel in einer Ecke in die Wand eingebaut.

Die ursprüngliche Einheit von Altar, Kreuz und Tabernakel wurde dadurch brutal zerschlagen.

Während dieses Zerstörungswerkes wurde auch – völlig untheologisch und nach dem Vorbild der Reformierten – ein Taufstein in den Chorraum gepflanzt.

Den alten Taufstein in der Taufkapelle verwendete man fortan als Stele für eine Marienstatue.

Das Portal ‘lokalinfo.ch’ erklärt diese Änderung mit gastronomischem Vokabular:

„Damit wurde ausgedrückt, daß das Zentrum der Gemeinschaft, in die der Täufling aufgenommen wird, das gemeinsame Mahl ist.“

Mit dem Zweiten Vatikanum habe sich „eine neue Gewichtung innerhalb der liturgischen Feier“ durchgesetzt: „Wort und Eucharistie sollten gleichgewichtig bei der sonntäglichen Feier sein“ – setzt der Bericht eine künstliche Gegenüberstellung voraus.

Diese „theologische Absicht“ soll jetzt in Dreikönigen auch optisch sichtbar sein: Darum sollen Lesepult und Mahltisch „aufeinander bezogen“ werden.

Den hinten rechts eingemauerten Tabernakel will man immerhin „wieder in den sichtbaren Bereich der Kirche“ zurückbringen. Er bekommt einen Platz auf der linken Seite bei der Madonnenkapelle.

Am 21. Juni wurde der gegenwärtig benützte Mahltisch profaniert.

Die Bauarbeiten in der Kirche dauern vom 22. Juni bis 24. August.

Die Neuweihe des Altars wird am 28. August von dem in Zürich stationierten altliberalen Churer Weihbischof, Mons. Paul Vollmar, durchgeführt.
      
19 Lesermeinungen
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#19   Lieblingsuli   15:27:43 | Mittwoch, 7. Oktober 2009
Sonntagskatechese
Ein wertvolles Gut für die rechte Glaubensverkündigung scheint mir nach kurzer Einsicht der Fernkatechismus der Schwestern der FSSPX zu sein.
Kinder werden hier in den Glauben geführt, ohne von einem falschen Gottesbild geblendet zu werden.
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#18   Leo Miles   17:27:11 | Samstag, 15. August 2009
@Clownspapst
1. Ihr Protestanten trinkt doch gar nicht daraus. Denn ihr wandelt überhaupt nicht. Ihr habt nicht das Blut Christi. Ihr feiert Brot und Wein. Wir feiern den Leib und das Blut Christi.
2. Warum juckt dich die kath. Lehre über den Kelch Christi, wenn ihr Protestanten sowieso nicht daran glaubt, daß es wahrhaftig Sein Blut ist?
3. Du jammerst über angeblich verlorene sakramentale Tradition, dabei habt ihr doch überhaupt keine sakramentale Tradition. Wenn du bei uns jammerst, müßtest du dich bei euch ja zu Tode heulen.
4. Jesus fordert alle Priester auf, aus dem Kelch zu trinken. Jesus fordert alle Priester auf, die Wandlung an seiner statt zu vollziehen. Jesus fordert nicht alle Gläubigen auf, die Wandlung zu vollziehen. Sonst hätte Er es allen Gläubigen bei der Bergpredigt oder so anvertraut. Er hat es aber nur Seinen berufenen Priestern beim Letzten Abendmahl anvertraut.
5. In der Hostie empfängt man sowohl Leib als auch Blut Christi. Da braucht sich der Gläubige keinerlei Sorgen zu machen.
6. Die Opferung an sich, die der Priester vollzieht, unterscheidet sich von der Kommunion der Gläubigen. Die Gläubigen wirken nicht das Sakrament. Dieses wirkt der Priester.
7. Da ihr Protestanten alles durcheinandergebracht oder vermischt habt und kein sakramentales Priestertum kennt, begreift ihr auch nicht einmal die grundsätzlichsten theologischen Fundamente und Unterschiede.
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#17   Papst Petrus   17:10:26 | Samstag, 15. August 2009
Hallo @Clown Leo Miles
Ein wunderschöner 6-Punkte-Plan, der beweist, wie aus einer einst lebendigen Tradition eine mittelalterliche menschliche Konstruktion geworden ist!
:'(
Wenn nur der Priester angeblich aus dem Kelch trinken muss, warum muss nicht auch nur ausschließlich der Priester die Hostie essen? – Das ist nicht nur unlogisch, sondern auch untheologisch – eben menschlich konstruiert.
Jesus sagte: „Trinkt alle daraus …“. Alle. Alle. Alle. Alle. Alle. Alle. Alle. Alle. Alle!!!
:-)
.
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#16   Leo Miles   00:11:24 | Samstag, 15. August 2009
@Clown
1. Ihr habt überhaupt keine Wandlung. Also kehre erstmal vor der eigenen Tür.
2. Jesus ist in der Hostie voll und ganz gegenwärtig, ja in jedem kleinsten Partikel.
3. Nur der Priester wirkt die Wandlung, die Opfermesse. Nur er muß auch aus dem Kelch trinken, damit das Opfer gültig ist.
4. Der auferstandene Jesus ist auch wieder mit Leib und Blut vereint.
5. Die Gläubigen brauchen nicht aus dem Kelch zu trinken. Sie führen nicht die Wandlung durch.
6. Mit dem Empfang der Hostie empfängt man den ganzen Christus, ungeteilt.
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#15   Papst Petrus   23:46:50 | Freitag, 14. August 2009
Armer @Leo Miles!
„Da kann dann auch nichts mehr sterben. Es ist ja schon lange tot.“
Diese Diagnose erheitert mich am späten Abend! Und ich denke mir: Woher er es denn zu wissen „glaubt“!!
:-D
Sowohl die römischen Katholiken als auch die Pius-Freunde haben Pech: Sie feiern keine vollgültige Eucharistie! Wenn Jesus sagt (so wird es in jeder Liturgie – gleich in welcher Sprache – wiederholt!!) „Trinkt alle daraus!“ und die Kirche hält sich nicht dran – dann ist die Eucharistie nicht gültig.
:'(
.
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#14   Leo Miles   23:34:00 | Freitag, 14. August 2009
@Clown
Jesus hat uns Sein Leib und Sein Blut zur Speise gereicht. Daran hat sich in der kath. Kirche nichts geändert (außer in der Konzilssekte). Die kath. Kirche war und ist also immer treu geblieben.
Die Protestanten haben nicht Christi Leib und Blut. Somit sind sie abgefallen. Tut mir ja leid für dich.
Ja, in der Konzilssekte stirbt der Glaube. Aber bei euch gibt es schon längst keinen mehr. Da kann dann auch nichts mehr sterben. Es ist ja schon lange tot.
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#13   Papst Petrus   23:29:17 | Freitag, 14. August 2009
Es lebe die Tradition !
Tja, armer @Leo Miles, wenn die Tradition der Ursprung ist
– dann darf es nur noch lateinische Messen geben. Denn auch Jesus hat nur lateinische Messen gehalten. Es ist nicht nachweisbar, dass er auch nur eine einzige in deutscher Sprache gehalten hat!
– Wir brauchen auch keine Bibel! Ein reduzierter, willkürlicher Gebrauch der kirchlichen Dokumente (natürlich ohne Vat.II) genügt. Warum erklären wir nicht diese subjektiv ausgewählte Sammlung zur Bibel?
Deswegen:
Es lebe die Tradition, – auch wenn der Glaube stirbt!
o^/
.
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#12   Leo Miles   23:15:10 | Freitag, 14. August 2009
@Clown der sich Petrus nennt
Die Tradition ist der Ursprung. Denn Tradition heißt Weitergabe bzw vererben. Ohne Tradition wüßten wir gar nicht, was der Ursprung ist.
Luther und die anderen sind dämonisch Bedrängte gewesen. Die haben nichts freigelegt, außer ihre geistige Verwirrung.
Wenn die Kirche Christi 1500 Jahre lang verschwunden gewesen wäre, dann hätte unser Herr Jesus Christus ja unrecht gehabt, als Er sagte: „Sie wird bis zum Ende aller Tage bestehen.“
Arme Protestanten! Sie sind so fern von Christus und Seinem Heiligen und wahrhaftigen Leib!
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#11   Papst Petrus   23:07:24 | Freitag, 14. August 2009
Protestantische Konzilskirche? Arme Pius-Sekte!
@aufrechterkatholik: Keine Sorge! Die römisch-katholische Kirche hängt in Vielem noch gut im Mittelalter fest und ist noch lange nicht protestantisch. Die Protestanten haben wieder den Ursprung des Evangeliums freigelegt.
:-)
Doch wem die Tradition wichtiger ist als der Ursprung, wird dafür kaum Verständnis haben …
:'(
Arme Pius-Brüder!
.
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#10   pneumat   19:23:42 | Freitag, 14. August 2009
„Eine andere Theologie“
Diesen Sommer wird die Kirche weiteren Verwüstungen unterzogen. Die Devise lautet: „Neue Theologie – neuer Kirchenraum“.
Altar, Ambo und Taufstein werden ersetzt. Der Tabernakel wird – entgegen den Anweisungen des Katechismus der Katholischen Kirche – von einer Ecke in die nächste abgestellt.
Da ist wahrscheinlich Kunstmaler am Werk.
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#9   Leo Miles   18:14:16 | Freitag, 14. August 2009
Die Konzilssekte
ist offensichtlich protestantisch; sie ist Luther sogar noch um Längen voraus. Da ist es klar, daß der Antikatholik Gotthard die Konzilssekte so verbissen verteidigt :-]
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#8   homounzüchtiger †   15:13:37 | Freitag, 14. August 2009
Das ist natürlich unglaublich,
denn wie wir alle wissen müssen Kirchen stets mittelalterliche, dunkle Räucherhöhlen sein, in denen die bösen Sünder stundenlang vor irgendwelchen ausgestopften Leichen von ultrakrassen Heiligen vor sich hin dämmern. Nur so kann das Seelenheil erlangt werden!
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#7   Gotthard   13:46:25 | Freitag, 14. August 2009
@armer r.ruhrgebietler
armer Jesus, was wirst Du doch so schmerzlich entehrt und geschlagen.
leidest Du Höllenqualen?
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#6   Saulo   12:52:41 | Freitag, 14. August 2009
Marienstatue?
„Du sollst keinen Götzendienst betreiben!“
Mich wundert es ebenfalls nicht warum die Kirchen so langsam aber sicher leer ausgehen. Denn ohne den Segen Gottes (und das bitte kann man in der Bibel nachlesen wie es den Israelitäten damals ergangen ist wenn sie Götzendienst tolerierten) kann die Kirche nicht fortbestehen.
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#5   Prälat Hinter †   12:38:15 | Freitag, 14. August 2009
Die Schweizer „kath. Kirche“ ist sowieso am absterben:
da wundert mich so eine ins Leere laufende Überaktivität gar nicht. Unter Erzbischof Haas wäre das wohl kaum erlaubt worden. Aber die Schweizer machen ja sowieso was SIE wollen und nicht was Rom oder sonst wirklich noch kath. Gläubigen was wert ist. Die Schweiz ist „kath. gesehen“ ein wirklich sterbendes Kirchenvolk, denn dort herrscht vor allem: GELD, MACHT und PROFILIERUNGS-SUCHT bis zum abwinken. Die Schweiz ist eine hohle kath. Nuss. Harter Kern aber dafür NIX drin; alles verfault und profanisiert. Die Schweizer kath. Kirche hängt ihre Nationalfähnchen ständig nach dem günstigsten Wind aus den Tiefen der Laiensaboteure und ist eine Beleidigung für jeden echten Katholiken !!!
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#4   Auchkatholisch   10:32:18 | Freitag, 14. August 2009
Ja dann Mahlzeit…
viel Spaß beim Essen! :-] Ob einer kommt? :-O
Wohl eher nicht!!!! :-D :-D :-D
Aber vieleicht kommt der hier? medias.cafebabel.com/…s-weiten-herzens.jpg
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#3   r.ruhrgebietler   10:16:39 | Freitag, 14. August 2009
Armer Jesus
was wirst Du doch so schmerzlich entehrt und geschlagen. Wie lange wirst Du Deinen Zornesarm noch halten und diese Seelen vor der verdienten Züchtigung verschonen? Sieh, schon wieder wird ein Kirchlein profanisiert. Man will Dich dort nicht anbeten und mal will Dich nicht in der ewig gültigen trid. Liturgie verehren, ja, die Seelen wollen Dich nicht empfangen. Dich, der Du unserer Seele doch Arzt und Helfer sein willst.
Gelobt und gepriesen sei Jesus Christus im Hlg. Sakrament des Altares und der ewig gültigen trid. Liturgie!
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#2   Gotthard   10:08:36 | Freitag, 14. August 2009
Vokabular
das verwendete Vokabular ist mal wieder herrlich…
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#1   Berti †   09:52:42 | Freitag, 14. August 2009
Für wieviele wird umgebaut?
Aus dem Bericht geht leider nicht hervor, wie sich die Mitgliederzahlen entwickelt haben seit den Umbauten. Also, wieviele Gläubige kamen „damals“ zum Gottesdienst – und wieviele Hanseln verlieren sich heute in der Kirche? Oder geht heute so gut wie keiner mehr hin und bald wird in der Kirche Bier ausgeschenkt?
Lohnen sich die Umbauten überhaupt noch oder wäre es nicht besser die Kirche gleich ganz wegzureißen?
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