09:39:33 | Dienstag, 11. August 2009
Er war einer, den man nicht lesen und nicht zitieren durfte. Doch auf Dauer war es nicht möglich, die Wahrheit unter einem Deckel zu bewahren.

Der Schweizer Philosoph und Theologe Romano Amerio
(kreuz.net) Romano Amerio erklärt, daß die großen Übel im zeitgenössischen Denken des Westens – das
katholische Denken eingeschlossen – darin bestehen, daß man die „Caritas“ vor der „Veritas“ stellt.
Das erklärte der italienische Priester, Schriftsteller und Ordensgründer, Hw. Divo Barsotti († 2006),
über den Schweizer Schriftsteller, Philosophen und Theologen Romano Amerio († 1997).
Amerio hat die
epochalen Werke „Iota unum“ und „Stat veritas“ hinterlassen.
Das Werk „Iota unum“ schrieb Amerio zwischen
1935 und 1985. In dem Buch beschreibt er die „Caritas sine veritate“ – die Liebe ohne Wahrheit – als Ursprung
vieler „Abarten der Katholischen Kirche im 20. Jahrhundert“.
Die von Amerio analysierten Abarten der
Kirche scheinen den Leser zu dem Ergebnis zu führen, daß es sogar eine Änderung in der Natur der Kirche
gegeben hat.
Doch Amerio selber analysiert nur. Er urteilt nicht.
Nach Angaben des italienischen Vatikanisten
Sandro Magister gibt es eine enge Beziehung zwischen den in „Iota unum“ gestellten Fragen und der
Rede
von Papst Benedikt XVI. an die Römische Kurie im Dezember 2005.
In dieser Rede ging der Papst auf die
Interpretation des Zweiten Vatikanums und auf die Beziehung des Pastoralkonzils mit der Tradition ein.
Johannes Paul II. als Abart?Im Jahr 1985 publizierte Amerio das Buch „Stat veritas“. Darin vergleicht
er die Lehre der katholischen Tradition mit den „Varianten“, die der Autor in zwei Texten von Papst Johannes
Paul II. († 2005) erkennt – dem Apostolischen Schreiben „Tertio millennio adveniente“ vom November 1994
und der Ansprache des verstorbenen Papstes vor dem Paderborner Collegium Leoninum im Juni 1996.
Lange
Jahre wurden die beiden Meisterwerke von Amerio im kirchlichen Umfeld totgeschwiegen.
Dennoch mußte
die erste italienische Auflage des Werk dreimal nachgedruckt werden und erreichte 7.000 Exemplaren, obwohl
die 700 Seiten keine leichte Lektüre sind.
Es gab Ausgaben des Werkes in französischer, englischer,
spanischer, portugiesischer, deutscher und holländischer Sprache.
Aber für die offiziellen katholischen
Organe oder für die Amtskirche war das Buch ein Tabu.
Erst in jüngster Zeit gibt es Tagungen, Kommentare
und Berichte zu Werk und Denken Amerios.
Auch die vatikanische Tageszeitung ‘L’Osservatore Romano’ oder
die vatikanische Zeitschrift ‘La Civiltà Cattolica’ sind inzwischen aufgewacht und haben die Existenz
von Amerios Analysen zur Kenntnis genommen.
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bartelshamburg 12:36:51 | Freitag, 14. August 2009
#25
Antipacelli † 12:30:53 | Freitag, 14. August 2009
#24
bartelshamburg 12:25:11 | Freitag, 14. August 2009
#23
Antipacelli † 12:22:25 | Freitag, 14. August 2009
#22
bartelshamburg 12:19:23 | Freitag, 14. August 2009
#21
Antipacelli † 12:14:57 | Freitag, 14. August 2009
#20
sensus catholicus 15:03:52 | Dienstag, 11. August 2009
#19
solagratia † 14:57:57 | Dienstag, 11. August 2009
#18
Maledica 13:43:03 | Dienstag, 11. August 2009
#17
Robert Ketelhohn 13:28:37 | Dienstag, 11. August 2009
#16
Prälat Hinter † 12:58:17 | Dienstag, 11. August 2009
#15
rums 11:06:05 | Dienstag, 11. August 2009
#14
Vieira 10:59:04 | Dienstag, 11. August 2009
#13
lateiniheini 10:50:32 | Dienstag, 11. August 2009
#12
Vieira 10:46:09 | Dienstag, 11. August 2009
#11
lateiniheini 10:44:48 | Dienstag, 11. August 2009
#10
stimme der vernunft † 10:43:04 | Dienstag, 11. August 2009
#9
rums 10:40:59 | Dienstag, 11. August 2009
#8
Vieira 10:38:09 | Dienstag, 11. August 2009
#7
stimme der vernunft † 10:36:38 | Dienstag, 11. August 2009
#6
rums 10:35:04 | Dienstag, 11. August 2009
#5
stimme der vernunft † 10:29:32 | Dienstag, 11. August 2009
#4
Vieira 10:26:50 | Dienstag, 11. August 2009
#3
stimme der vernunft † 10:22:01 | Dienstag, 11. August 2009
#2
lateiniheini 10:12:25 | Dienstag, 11. August 2009
#1
stimme der vernunft † 10:06:48 | Dienstag, 11. August 2009