Buchbesprechung
Zwei tabuisierte Werke
Er war einer, den man nicht lesen und nicht zitieren durfte. Doch auf Dauer war es nicht möglich, die Wahrheit unter einem Deckel zu bewahren.
Der Schweizer Philosoph und Theologe Romano Amerio
Der Schweizer Philosoph und Theologe Romano Amerio
(kreuz.net) Romano Amerio erklärt, daß die großen Übel im zeitgenössischen Denken des Westens – das katholische Denken eingeschlossen – darin bestehen, daß man die „Caritas“ vor der „Veritas“ stellt.

Das erklärte der italienische Priester, Schriftsteller und Ordensgründer, Hw. Divo Barsotti († 2006), über den Schweizer Schriftsteller, Philosophen und Theologen Romano Amerio († 1997).

Amerio hat die epochalen Werke „Iota unum“ und „Stat veritas“ hinterlassen.

Das Werk „Iota unum“ schrieb Amerio zwischen 1935 und 1985. In dem Buch beschreibt er die „Caritas sine veritate“ – die Liebe ohne Wahrheit – als Ursprung vieler „Abarten der Katholischen Kirche im 20. Jahrhundert“.

Die von Amerio analysierten Abarten der Kirche scheinen den Leser zu dem Ergebnis zu führen, daß es sogar eine Änderung in der Natur der Kirche gegeben hat.

Doch Amerio selber analysiert nur. Er urteilt nicht.

Nach Angaben des italienischen Vatikanisten Sandro Magister gibt es eine enge Beziehung zwischen den in „Iota unum“ gestellten Fragen und der Rede von Papst Benedikt XVI. an die Römische Kurie im Dezember 2005.

In dieser Rede ging der Papst auf die Interpretation des Zweiten Vatikanums und auf die Beziehung des Pastoralkonzils mit der Tradition ein.

Johannes Paul II. als Abart?

Im Jahr 1985 publizierte Amerio das Buch „Stat veritas“. Darin vergleicht er die Lehre der katholischen Tradition mit den „Varianten“, die der Autor in zwei Texten von Papst Johannes Paul II. († 2005) erkennt – dem Apostolischen Schreiben „Tertio millennio adveniente“ vom November 1994 und der Ansprache des verstorbenen Papstes vor dem Paderborner Collegium Leoninum im Juni 1996.

Lange Jahre wurden die beiden Meisterwerke von Amerio im kirchlichen Umfeld totgeschwiegen.

Dennoch mußte die erste italienische Auflage des Werk dreimal nachgedruckt werden und erreichte 7.000 Exemplaren, obwohl die 700 Seiten keine leichte Lektüre sind.

Es gab Ausgaben des Werkes in französischer, englischer, spanischer, portugiesischer, deutscher und holländischer Sprache.

Aber für die offiziellen katholischen Organe oder für die Amtskirche war das Buch ein Tabu.

Erst in jüngster Zeit gibt es Tagungen, Kommentare und Berichte zu Werk und Denken Amerios.

Auch die vatikanische Tageszeitung ‘L’Osservatore Romano’ oder die vatikanische Zeitschrift ‘La Civiltà Cattolica’ sind inzwischen aufgewacht und haben die Existenz von Amerios Analysen zur Kenntnis genommen.
      
26 Lesermeinungen
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#26   bartelshamburg   12:36:51 | Freitag, 14. August 2009
Danke für die Info
Danke für ihre Info, aber Papst Johannes Paul II war aber nicht Mitglied im Opus Dei, das wüste ich von meiner Frau aber sonst lese ich ihre info sehr gern
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#25   Antipacelli †   12:30:53 | Freitag, 14. August 2009
@bartelshamburg: Gute Hintergrundinformationen bietet vor allem das Buch „Die Verfinsterung der
Kirche“, erhältlich beim Verlag Anton Schmid …ww.verlag-anton-schmid.de/…iles/verfi_%20ki.htm! :-)
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#24   bartelshamburg   12:25:11 | Freitag, 14. August 2009
Na da werde ich mich mal schlau machen
Na das höre ich zum ersten mal.
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#23   Antipacelli †   12:22:25 | Freitag, 14. August 2009
@bartels: Die Mutter Wojtylas war eine Jüdin,
also war er nach „jüdischem“ Verständnis auch einer! :-S
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#22   bartelshamburg   12:19:23 | Freitag, 14. August 2009
Papst Johannes Paul II , Jude ?
Das Karol Wojtyla Jude gewesen sein soll? Na da ist wohl eure / Ihre Phantasie etwas über das Ziel hinaus gegangen ;-)
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#21   Antipacelli †   12:14:57 | Freitag, 14. August 2009
Die zahlreichen lehrmäßigen Widersprüche und Häresien des jüdischen Schauspielers Karol Wojtyla,
genannte „Papst Johannes Paul II.“ (Ufologe Michael Hesemann: „der Große“) wurden auch von dem Münsteraner Missionswissen-schaftler schon vor Jahren in einem mehrbändigen, im Verlag Anton Schmid erhältlichen Werk …ww.verlag-anton-schmid.de/…_glaubenskrise_4.htm nachgewiesen! o^/
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#20   sensus catholicus   15:03:52 | Dienstag, 11. August 2009
„Iota Unum“
„Iota Unum“ ist beim Sarto-Verlag neu für 22 Euro erhältlich:
shop.sarto-verlag.de/product_info.php?info=p265_Roma…
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#19   solagratia †   14:57:57 | Dienstag, 11. August 2009
7000!!!
Uiuiui, das ist ja mal echt „epochal“
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#18   Maledica   13:43:03 | Dienstag, 11. August 2009
Romano Amerio
@Ketelhohn
Da ist booklooker.de aber weitaus billiger und dort sind diese Bücher auch verfügbar und zwar für lediglich 20,-€
www.booklooker.de/app/result.php?zid=613cce559c…
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#17   Robert Ketelhohn   13:28:37 | Dienstag, 11. August 2009
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#16   Prälat Hinter †   12:58:17 | Dienstag, 11. August 2009
Gibt es diese „Meisterwerke“ auch auf deutsch?
und wenn ja wo kann man da mal Probelesen oder/und ein Exemplar erwerben.
Kann mir keinen Reim draufmachen, dass die Kunde von so vorgeblich als mehr oder weniger epochale Werke gelobten Bücher noch nie an mein Ohr gedrungen ist.
Wenn also jemand einen weiterführenden Link posten könnte, wäre das sehr hilfreich…
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#15   rums   11:06:05 | Dienstag, 11. August 2009
@lateiniheini
Wieso! Sie widersprechen sich doch! Hier erzählen Sie uns irgendwas von westlichen Menschenrechtler usw., deren angebliches Markenzeichen verbotene Bücher und Gedanken sein sollen!…
Nö, nicht erkennbar, bei aller Liebe!
In ihrem Text fehlen zwei Begriffe: …moderner, liberaler …, die @Vieira geschrieben hatte!
Oder sollte der Kontext zerrissen werden?
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#14   Vieira   10:59:04 | Dienstag, 11. August 2009
@lateinheini
Der (ein) Index ist (wäre) notwendig, weil er denjenigen, die auf dem Weg in den Himmel sind, den Weg weist, den zu finden mit zunehmendem Kalender nicht leichter wird. Wer anderen Wegen folgen will, der mag ihn getrost ignorieren.
@„stimme der vernunft“
Sie streben wohl geradewegs auf die Hölle zu. Und Sie sind dumm. Sie glauben, „die Leute“ hätten „damals“ geglaubt, in der Hölle zu landen, wenn sie indizierte Bücher lesen. Wo haben sie solche Ideen her? Jeder katholische Philosophiestudent hat Kant gelesen, schon alleine aus akademischem Interesse und auch ohne dadurch von der Hölle bedroht zu sein.
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#13   lateiniheini   10:50:32 | Dienstag, 11. August 2009
@vieira
Verbotene Bücher und vor allem verbotene Gedanken sind das Markenzeichen moderner, liberaler, westlicher Menschenrechtler. Sie sind sozusagen das Markenzeichen der aktuellen westlichen Kultur, die allen Inter- und Nationalsozialismus übertifft
Wieso! Sie widersprechen sich doch! Hier erzählen Sie uns irgendwas von westlichen Menschenrechtler usw., deren angebliches Markenzeichen verbotene Bücher und Gedanken sein sollen!
Dann halten Sie plötzlich den Index der RKK für notwendig!
Und dann schelten Sie mich, weil ich eben halt als moderner und westlicher Mensch nichts von solchen Verboten halte!
Da blicke noch einer durch… :-| :-S
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#12   Vieira   10:46:09 | Dienstag, 11. August 2009
@lateinheini
Sie schließen von sich auf andere. Das ist eine sehr schlechte Angewohnheit, die Ihnen schadet.
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#11   lateiniheini   10:44:48 | Dienstag, 11. August 2009
@vieira
Den Index könnten wir heute besser gebrauchen denn je.
Wozu? Es interressiert doch keinen Menschen, welche Bücher irgendein Papst oder sonstwer für lesensunwert hält! Ein solcher Index hat etwa den gleichen Wert, wie eine Statistik über in Hanoi gestohlene Fahrräder aus Februar 1985!
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#10   stimme der vernunft †   10:43:04 | Dienstag, 11. August 2009
@Vieira
nein, nur in die Hölle.
Was die Leute damals ja leider noch geglaubt haben.
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#9   rums   10:40:59 | Dienstag, 11. August 2009
Stimme
ja und? Vieira behauptet ja, er habe nie existiert.
Steht wo?
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#8   Vieira   10:38:09 | Dienstag, 11. August 2009
@„stimme der vernunft“
Den Index könnten wir heute besser gebrauchen denn je.
Niemand wanderte in den Knast, weil sein Buch auf dem Index stand oder weil er ein indiziertes Buch gelesen oder verbreitet hatte.
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#7   stimme der vernunft †   10:36:38 | Dienstag, 11. August 2009
@rums
ja und? Vieira behauptet ja, er habe nie existiert.
Die Piusbrüder halten die Abschaffung übrigens für schlecht und unrechtmäßig.
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#6   rums   10:35:04 | Dienstag, 11. August 2009
Stimme: Der Index Librorum Prohibitorum
wurde von Papst Paul VI.: am 7. Dezember 1965 abgeschafft!
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#5   stimme der vernunft †   10:29:32 | Dienstag, 11. August 2009
@Vieira
Papperlapapp. Willst du ernsthaft die Existenz des Index Librorum Prohibitorum bestreiten?
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#4   Vieira   10:26:50 | Dienstag, 11. August 2009
@„stimme der vernunft“
Verbotene Bücher und vor allem verbotene Gedanken sind das Markenzeichen moderner, liberaler, westlicher Menschenrechtler. Sie sind sozusagen das Markenzeichen der aktuellen westlichen Kultur, die allen Inter- und Nationalsozialismus übertifft
Wir „Katholiban“ haben keine Denkverbote. Dass unsere Vorbilder sie angeblich hatten, ist eine Lüge, die von sich aufgeklärt und andere aufklärend dünkenden ewig am Moment klebenden Zeitgeistadepten seit Jahrz… nein seit Jahrhunderten verbreitet wird.
Die Geschichte und die Gegenwart sehen anders aus, als Sie offenbar glauben.
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#3   stimme der vernunft †   10:22:01 | Dienstag, 11. August 2009
@Heini
Nur die Katholiban alter Schule lassen sich sowas verbieten.
Und weil die immer von sich auf andere schließen, unterstellen sie den anderen nicht nur alle Schlechtigkeit der Welt, sondern auch, dass sie sich das Lesen verbieten lassen.
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#2   lateiniheini   10:12:25 | Dienstag, 11. August 2009
Nicht lesen durfte…???
Er war einer, den man nicht lesen und nicht zitieren durfte.
Wer lässt sich sowas denn verbieten…? :-D :-D :-D
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#1   stimme der vernunft †   10:06:48 | Dienstag, 11. August 2009
Wieso nicht lesen durfte?
Ausser bei den Katholiban gibt es doch schon lange keine verbotenen Bücher mehr.
Wahrscheinlich interessiert sich schlicht niemand für die, nu ja, „Werke“.
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