Die Liturgiereform wurde von trockenen Menschen gemacht
In den Zeiten der Alten Messe haben die Gläubigen aktiv am kirchlichen Leben teilgenommen. Doch seit der Liturgiereform ist es mit jeglicher Teilnahme vorbei.
Prälat Bartolucci bei Benedikt XVI.
(kreuz.net) Der weltbekannte Dirigent, Komponist und Meister der klassischen Polyphonie Prälat Domenico
Bartolucci (92) hat seit seiner Priesterweihe – ohne Unterbrechung – im Alten Ritus zelebriert.
Die Webseite ‘katholisches.org’ hat das Interview
auf deutsch nachpubliziert.
Prälat Bartolucci hätte Schwierigkeiten, die Messe im „modernen Ritus“
zu feiern, weil er es „nie“ getan hat.
Die Aussage, daß es in der Alten Messe keine „aktive Teilnahme“
der Gläubigen gibt, bezeichnet der Prälat als „Dummheit“.
Er habe die aktive Teilnahme auf der ganzen
Welt gesehen – im Petersdom genauso wie in der „einst so glaubensstarken“ Ortschaft Mugello nördlich
von Florenz.
„Am Sonntag bei der Vesper hätte sich der Priester darauf beschränken können, das ‘Deus
in adiutorium meum intende’ anzustimmen. Dann hätte er sich einstweilen schlafen legen können.
Die
Bauern hätten von alleine weitergemacht: Die Familienoberhäupter stimmten die Antiphonen an!“
Alberne
Sentimentalität statt ‘Dies irae’
Prälat Bartolucci kritisiert die liturgische Reform am Beispiel des
Beerdigungs-Ritus. Dort gäbe es heute Halleluja, Klatschen und lustige Sätze:
„Da fragt man sich schon,
ob diese Leute je das Evangelium gelesen haben. Selbst unser Herr weinte über den Tod des Lazarus.
Mit
dieser albernen Sentimentalität respektiert man nicht einmal mehr den Schmerz einer Mutter.
Gerne würde
ich Ihnen zeigen, wie das Volk einmal an einer Totenmesse teilnahm, mit welcher inneren Sammlung, Reue
und Hingabe jenes großartige wie erschütternde ‘Dies irae’ angestimmt wurde.“
Katholische Stimmen zum
Schweigen gebracht
Die Liturgiereform sei von trockenen Menschen gemacht worden: „Ich wiederhole trockenen.
Ich habe sie gekannt.“
Prälat Bartolucci erinnerte an ein Wort des Kurienkardinals Ferdinando Kardinal
Antonelli († 1993): „Was machen wir mit Liturgikern, welche die Theologie nicht kennen?“
Der liturgische
Umbruch sei „eine Mode“ gewesen: „Alle redeten, alle »erneuerten«, alle »päpstelten« im Zug einer
großen allgemeinen Sentimentalität und der Reformen.“
Die Stimmen, welche die zweitausendjährige Tradition
der Kirche verteidigten, seien geschickt zum Schweigen gebracht worden – bedauert der Prälat.
Heute
habe sich die „zickige Stimmung der Reformer“ verzogen.
Die jüngeren Priestergenerationen hätten „nicht
mehr jenen ideologischen Furor, der durch einen ikonoklastischen Modernismus angetrieben war.“
Das Nichts
statt jahrhundertealten Reichtümern
Doch den jüngeren Priestern fehle – trotz ihrer guten Absichten –
oft die nötigen Ausbildung: „Damit meine ich, daß die Seminare gefordert sind!“
Ein Priesterseminar
müsse „gelebte Liturgie“ sein. Es erziehe die Seminaristen, die Phasen des Jahres – Advent, Fastenzeit,
Ostern- mit den Mitbrüdern zu erleben:
„Eine verzerrende Rhetorik schuf das Bild vom Seminar, das den
Priester ruiniere, das die Seminaristen von der Welt isoliere, sie abschotte und auf Distanz zu den Menschen
halten würde.“
Das war nach Angaben von Prälat Bartolucci „alles Unsinn, um den in Jahrhunderten gesammelten
Reichtum der Priesterausbildung zu vergeuden und dann durch das Nichts zu ersetzen.“
Die Messe aller
Zeiten
„Den alten Ritus verteidigen bedeutet nicht ewiggestrig, sondern zeitlos sein“ – erklärt der
Prälat.
Man begehe einen Fehler, wenn man den überlieferten Ritus als Messe des Heiligen Pius V. oder
als „Tridentinische Messe“ bezeichne – so als wäre es die Messe einer bestimmten Epoche:
„Es ist unsere
Messe, die römische, sie ist universal und weder an eine Zeit noch einen Ort gebunden, eine einzige Sprache
von Ozeanien bis zur Arktis.“
Prälat Bartolucci erzählte dazu eine Episode aus seinem Leben:
„Wir
waren einmal in Gesellschaft eines Bischofs, an dessen Namen ich mich nicht mehr erinnere, in einer kleinen
Kirche des Mugello versammelt.
Da erreichte uns die überraschende Nachricht vom Tod eines Mitbruders.
Wir schlugen umgehend vor, eine Heilige Messe zu feiern.
In der Kirche fanden wir aber nur alte Meßbücher.
Der Bischof weigerte sich daraufhin kategorisch zu zelebrieren.
Diesen Vorfall werde ich nie vergessen.
Die liturgische Kontinuität erfordert, daß man heute genau so mit dem alten, verstaubten Missale zelebrieren
kann wie vor 400 Jahren, als es einem meiner priesterlichen Vorgänger diente.“
Offensichtliche Mängel
Die Reform des neuen Ritus betrachtet Prälat Bartolucci als „sehr komplexe“ Angelegenheit:
„Daß der
neue Ritus Mängel aufweist, ist inzwischen für alle offensichtlich.“
Der Papst habe mehrfach gesagt
und geschrieben, daß die Liturgie ein einheitliches, organisches Ganzes durch die Zeit sein müsse.
Ausdrücklich warnt der Prälat „vor jeder Versuchung eines hybriden Durcheinanders“:
Die Alte Messe
nicht anrühren
Die Alte Messe dürfe nicht „durch Kompromisse »die Gott mißfallen und ihm ein Greuel
sind« verunreinigt“ werden.
Prälat Bartolucci kritisierte auch die Reform der Karwoche in den 50er
Jahren. Sie sei mit einer gewissen Eile unter einem erschöpften und müden Pius XII. († 1958) durchgeführt
worden.
Unter dem Pontifikat von Johannes XXIII. († 1963) erhielt Prälat Bartolucci einen Anruf vom
Päpstlichen Zeremonienmeister, er möge den eigentlich abgeschafften Hymnus ‘Vexilla Regis’ für die
Karfreitagsliturgie vorbereiten.
Prälat Bartolucci betrachtet Johannes XXIII. in Fragen der Liturgie
als „überzeugten und rührigen Traditionalisten“.
Der Prälat erwähnte diese Begebenheit, um zu zeigen,
„daß jeder Riß, der im liturgischen Gewebe verursacht wird, Leerräume schafft, die nur schwer zu füllen
sind“.
Die Kirche müsse die jahrhundertealte Liturgie mit Verehrung betrachten.
Jeder „Wahn, sie zu
»verbessern«“ drohe, Schaden anzurichten.
Gitarrengezupfe noch beim Offertorium
In der Kirchenmusik
sieht Prälat Bartolucci „einige Zeichen der Erholung“.
Heute seien „einige häßliche Beat-Liedchen,
die 1968 in der Kirche so in Mode waren, bereits archäologische Relikte“.
Wer auf die Zeitlosigkeit
der Tradition verzichte, müsse den jeweiligen Moden folgen:
Doch er sieht auch eine gewisse Blindheit,
„fast eine Art Freude über alles, was irgendwie von schlechtem Geschmack zeugt und oft auch was die Glaubenslehre
anbelangt bedenklich ist“:
„Ich hoffe, Sie bitten mich nicht auch noch um ein Urteil über das Gitarrengezupfe
und die Liedchen, die sogar noch während des Offertoriums gesungen werden.“
Die liturgische Frage sei
„sehr ernst“:
„Vor allem gilt es, nicht auf jene Stimmen zu hören, welche die Kirche nicht lieben und
die sich gegen den Papst auflehnen.“
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67 Lesermeinungen
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@ Sycamore Tja, Sycamore – Ihr Geschwafel bleibt einfach dumm, wie Sie es auch hindrehen. Die Orthographie
bleibt ebenfalls fehlerhaft. In Abwandlung von Lao Tse gestatte ich mir zu bemerken: „Der Weise hält
die Schnauze, wenn er merkt, daß er verloren hat. Der Idiot geifert weiter.“ Sie haben gezeigt, daß
Sie weder des Deutschen noch des Lateinischen mächtig sind – also würde ich an Ihrer Stelle einfach
mal die Klappe halten. Vielleicht bewahren Sie Sich so zumindest einen Rest an Würde. Ach ja, Ihr Kretinismus-Gesabbel
ist menschenverachtend und zeigt, daß Sie auch diesbezüglich keinerlei Ahnung haben wovon Sie sprechen.
Und da mir meine Zeit zu schade ist, mich mit Vollidioten abzugeben, werde ich Sie fortan ignorieren.
Lassen Sie Sich doch von Ihrer Mami ein Glas Milch aufwärmen, vielleicht erfahren Sie dabei noch weitere
praktische Lebensweisheiten… viel Glück weiterhin!
@ paulaner Meine Mami pflegte stets zu sagen:„Bären sind dumm!“ Wenn Sie nun doch fragen, od das kuschelige
Tier, die mich eben so brutal angegriffen hat, Latein als Muttersprache habe, so neige ich dazu, dies
zu verneinen, denn ein „native speaker“ sich nie über eine Personalendung geirrt hätte, und anstatt
das Richtige zu sagen – si tacuisssem – über die Endung der 2. Per. s. gestolpert ist, und sie gebraucht
hat, indem er sprach, wie Zarathustra, „Si tacuisses…“, das übrigens ein überaus gelehrtes Zitat ist.
Besser kann ich Ihre Frag nicht beantworten, tut mir Leid!
@ Ursus: zurück in die Höhle! Ich sehe, daß, trotz allem, mein „Message“ Sie im Wald laut und klar
erreicht hat, Rechtschreibfehler hin oder her. Lao Tse:„Der Weise zeigt auf den Mond. Der Idiot schaut
auf den Finger.“ Ich bestätige meine Cretinismusvermutung, Ursus, leider! Bei Ihrem nächsten Witz geben
Sie sich doch mehr Mühe oder begeben Sie sich einfach in den Winterschlaf. Das wäre wohl das Beste für
Sie und für das Tierreich!
@ Sycamore Si tacuisses… welches Hormon da bei Ihnen gefehlt hat, weiß ich nicht, Sie frustrierter
Legastheniker – aber lernen Sie doch erstmal die Grundregeln der deutschen Rechtschreibung, bevor Sie
hier Ihre geistreichen und überaus witzigen Bemerkungen zum Besten geben… Schon peinlich, andere blöd
anzumachen und in drei Sätzen vier Rechtschreibfehler zu haben. Behalten Sie doch künftig Ihre Meinung
für Sich, wenn Sie hier nichts sinnvolles beizutragen haben! Schönen Sonntag!
@Ursus Kriechen Se doch in Ihrer Höhle wieder zurück. So einen blöden Witz habe ich seit lange nicht
gelesen! Dürfen Sie stolz darauf sein: es ist mir eine Ehre, diesen Witz für den jährlich von der Rehabilitation
Stiftung zu vergebenden Kretinismus-Preis vorzuschlagen.
Das Lied der Waschfrauen… „Ich will Dich lieben, meine Stärke…“ und dann war da noch das klassische
Hochzeitslied… „Sag ja zu mir, wenn alles nein sagt…“
Ich nutze gerne folgenden Vergleich: Das ist wie mit der Sprache und dem Dialekt. Die Sprache heißt „christlich“,
der spezifische Dialekt aber „katholisch“.
@ smallplayer Natürlich, es gibt sogar Menschen die behaupten katholisch zu sein, aber nur noch sowenig
katholisch sind, sodass sie nicht mehr katholisch sind. Caritatem Wir müssen alle Jesus noch besser kennenlernen,
wir müssen alle unser Christusbild noch an vielen Stellen revidieren und verbessern, besonders da wo
wir uns das Christusbild nach eigenem Gutdünken gemacht haben. Die Tradition ist natürlich kein Blödsinn
und dient nicht dem Menschen sondern der Wahrheit die Christus selber ist. Auch nicht wie jeder will,
sondern Christus allein.
#57 smallplayer 08:32:40 | Freitag, 21. August 2009
Lycos Es gibt auch Katholiken, die weder deine Bibelauslegung noch deine Einschätzung, der katholische
Glauben stehe über allen anderen Glaubensrichtungen, teilen.
Wir machen uns Bilder von Jesus wie er gar nicht ist. Wie lebten denn die Urchristen ? Dieser ganze Quatsch
mit Tradition dient nur den Menschen,Christus selbst will diesen ganzen Blödsinn nicht. Aber jeder wie
er will und wie es ihm gut tut.
es gibt christliche Menschen für die ist jesus nur ein kumpel, Gott kann man duzen und am Ende kommt
sowieso jeder in den Himmel. Von der Tradition her gesehen ist solch ein Christsein unkatholisch.
Kennt ihr das AIDS-Lied? „Einer hat mich angesteckt…“ Das Platsch-Lied haben wir bei Schülermessen
meistens so gesungen: „Ins Wasser fällt ein Schwein…“, da ging ein Gekicher durch die Reihen und die
Andacht, die es eh nicht gab, war futsch!
@ ewig gestrige ich bin erstaunt, wie rege die Beteiligung der Gläubigen im alten Ritus ist, im Vergleich
zum Neuen Ritus. Dort ergeht sozusagen ein Ritus über eine Masse Leute, die zwischendurch Lieder absingen.
Warum? z.B. wegen der Vielfalt der Dinge – Gregorianik, Antworten, Mitbeten des Sündenbekenntnisses usw.
#46 Sycamore 19:24:59 | Donnerstag, 20. August 2009
@smallplayer:HBR Altersstarsinn kann man nur a posteriori feststellen und soll man niemandem unterstellen.
Gadamer lehrt! Ich habe mir die Mühe gemacht, die von Bartolucci im abgedrückten Gespräch geäusserten
„Gedanken“ aufzulisten. Hier sind sie: (1) B. bestreitet, daß es in der alten Messe keine aktive Teilnahme
der Gläubigen gegeben hätte am Beispiel seiner Heimatgemeinde. (2) Durch sachliche Beobachtung und Vergleiche
übt B. Kritik am gegenw. Beerdigungsritus. (3) B. spricht, mit Kard. Antonelli, den Autoren der Liturgiereform
theologische Sachkompetenz ab. (3) B. weist auf die politischen Machenschaften im Laufe der Reform, als
sämtliche Kritiker derselben zum Schweigen gebracht wurden. (4) B. beobachtet, daß heutige junge priester
nicht mehr vom theologischen furor und ikonoklastischen Modernismus ihrer Vorgängergeneration angetrieben
sind. (5) B. bemängelt die gegenw. Priesterausbildung, wünscht sich eine Seminarreform und verteidigt
das Seminarkonzept gegen Mißdeutungen desselben. (6) B. deutet die tridentinische Messe und verteidigt
sie gegen Mißverständnisse. (7) B. weist auf die allgemein anerkannten Mängel, die der neue Ritus aufweist
hin, und warnt vor dem Versuch eines hybriden Durcheinander bei der Reform desselben. etc., etc. Von Gefühlswallungen
sehe ich keine Spur, bewundere eher die geistige frische des alten Mannes. Lao Tse: „Der Weise zeigt mit
dem Finger auf den Mond. Der Idiot schaut auf den Finger.“ Ein Mensch argumentiert, der Idiot schaut auf
den Menschen.
#45 smallplayer 18:43:59 | Donnerstag, 20. August 2009
sycamore So unrecht hat HBR. Mit 92 ist ein ausgeprägter Altersstarsinn (Früher war alles besser). Die
Argumentation in dem Artikel beschränkt sich, faßt man sie zusammen, auch auf diese Aussage
#44 Sycamore 18:35:34 | Donnerstag, 20. August 2009
@ HBR: Gefühlswallungen… Da Sie so jung sind, werden Sie gewiß zwischen Gedanken und Gefühlen unterscheiden
können. Ein Grundkurs in Logik ist dabei nicht notwendig, der Duden reicht dafür völlig aus. Dann listen
Sie schön auf auf der einen Seite eines Blattes die Gedanken, auf der anderen Seite die Gefühlen von
Herrn Batolucci. Dann reden wir über die Gedanken des alten Herren miteinander wieder. Die ungute Manier,
Gedanken, die uns nicht gefallen, durch ein plumpes ad hominem Argument so aus der Welt schaffen zu wollen,
soll als das, was sie ist, auch klar etikettiert werden: dumme, plumpe Sophistik. Ich nenne das auch „ignorantes
Argumentieren“. Einen besonderen Beigeschmack gewinnt sie dadurch, daß ein Mensch wegen seines Alters
niedergemacht wird, als ob das Alter Grund genug wäre, ihm die normale Ausübung seiner geistigen Fähigkeiten
a priori abzusprechen. Hans-Georg Gadamer hat im Alter von 100 Jahren mehr geistige Kraft und gedankliche
Schärfe gehabt, als Sie für sich nur träumen können. Lümmel!
Konzilskirche? wassers, es gibt nur eine Kirche. Wenn Sie diese als Konzilskirche beschimpfen, ziehen
Sie sich offenbar aus der Kirche herraus und sind nur noch ein Schismatiker. Das sollten Sie bedenken
#41 wassers 15:03:35 | Donnerstag, 20. August 2009
Es gibt keine Liturgiereform! Die konziliare Sekte kreeirt ständig neue Happenings, die nicht den Terminus
„Liturgie“ verdienen, denn diese dient der Ehre und Verherrlichung Gottes. Die Konzilskirche dagegen tritt
in Konkurrenz zu weltlichen Events, darum ist sie auch so erfolglos.
Gefühlswallungen eines alten Mannes Prälat Domenico Bartolucci (92) Naja, da kann man verstehen, dass
der Prlälat romantische und nostalgische Gefühle für die tridentinische Messe entwickelt. Er ist halt,
wie soviele Fans der alten Messe, in einem sehr weit vorgerrücktem Alter.
#39 Burgorus 14:33:08 | Donnerstag, 20. August 2009
@Sycamore: Den Kindern würde vielleicht die Augsburger Puppenkiste besser gefallen, den Fußballfans
vielleicht, wenn man ein Fußballspiel austrüge, wobei geöffnete Beichstühle als Tore walten könnten,
den Basketballfans vielleicht ein Basketballspiel mit dem geöffneten Tabernakel als Korb, den Fans klassischer
Musik vielleicht die Aufführung eines klassischen Konzerts mit viel Klatschen, versteht sich; das hebt
die Stimmung. Vielleicht zur Abwechslung mal die Live-Übertragung von „Verstehen Sie Spaß“ mit Frank
Elstner. Unzweideutig: Eine Messe zum Zweck der Unterhaltung, wo man sich also nur berieseln lassen muss
wie im Novus Ordo Missae, kann mit professionellen Unterhaltungsprogrammen nicht mithalten. Also lieber
von Afrikanern unterhalten werden als vom NOM ohne Tanz. Aber wie wär’s denn, wenn man die Kirche zu
was anderem als Unterhaltung verwendete, dann müsste man mit diesen Profis gar nicht erst konkurrieren.
Schon mal auf die Idee gekommen, dass sich die Erbauer der barocken Kirchen gedacht haben könnten, diese
seien zum Beten da? Auch eine Messe müsste da ein Gebet sein, bei dem man innerlich gesammelt ist, sich
etwa in sein Messandachts-Büchlein vertieft, aber auch auf die Handlungen des betenden Priesters achtet.
Zugegeben, anstrengend, sowas.
#38 hass class † 14:26:34 | Donnerstag, 20. August 2009
smallplayer da sieht mans mal wieder, dass die redaktionsnazis auch hiervon keinerlei ahnung haben, und
sich hinter dem verharmlosenden begriff „tradionalist“ gerne verstecken, und auch wenn dies mein nächster
gesperrter account ist: IHR SEID NAZI, SONST NIX – TOTALVERSAGER
#37 smallplayer 14:20:30 | Donnerstag, 20. August 2009
Die Behauptung, zur Zeit der alten Messe hätten die Gläubigen noch aktiv am Gottesdienst teilgenommen,
stimmt schon deshalb nicht, weil die alte Messe Passivität der Gläubigen voraussetzt. Auch hier hat
das zwete Vatikanische Konzil für eine erfreuliche Aktivierung gesorgt.
#33 Sycamore 12:48:29 | Donnerstag, 20. August 2009
@ leiteinheini@smallplayer „Das wissen wir beide und viele andere intelligente und offene Menschen.“ Meine
Herren, es ist meine Ehre, Ihnen die Einladung zur Mitgliedschaft in der berühmten „Self-admiration Society“
heranzutragen! „Bei uns in der Kirche singt z.B. häufiger der kongolesische Chor […] afrikanische Lieder
[…] so mit Klatschen usw. Ich weiß auch nicht, warum die Kirche immer rappelvoll ist…“ Vermutlich
weil es den Leuten die afrikanischen Lieder gefallen. Ob sie wegen Jesus Christus, auch ohne afrikanische
Lieder, in die Kirche gehen würden, ist fraglich. Dann wäre die Kirche wahrscheinlich halb-leer. Man
stellt dann die Frage über den Wert solcher Anwesenheiten beim Sonntagsgottesdienst. Wenn eine Bach-Messe
in unserer Kirche aufgeführt wird, ist die Kirche auch bei uns rappelvoll. Man besucht halt gerne Konzerte,
besonders wenn sie kostenlos sind. Ob das der Sinn der Hl. Messe ist, wage ich zu bezweifeln.
#32 Alois Bischof 12:27:35 | Donnerstag, 20. August 2009
Von Pius XII. 1956 ernannt Mons. Domenico Bartolucci wurde 1956 als vatikanischer Kirchenmusiker von Pius
XII., dem Diener Gottes, einberufen. Ich wußte fürwahr nicht, daß er tatsächlich immer dem Heiligen
Meßopfer Jesu Christi in der römischen apostolischen Kirche treu geblieben ist. Mons. Bartolucci bewahrt
in unserem Herzen noch die Wahrheit der ‘Romanitas’, die Erzbischof Lefebvre immer als das wichtigste
eines Seminaristen bezeichnete. Allerdings einer gesunden Liebe zum Papst und zur Apostelstadt Rom, ehemals
ein Babylon. Nicht zur Hurerei im Ökumenismus, sondern zu den Apostelfürsten und den Päpsten der Heiligen
Römischen Kirche. Vivat Roma aeterna! Es lebe Christkönig!
NOM – teilnahmslose und tote Liturgie Auch christliche Popmusik ist eine Kulturleistung. Tatsächlich
weder Kultur noch Leistung! ___________________ Auweiha, da gibt’s immer noch Terrormodernisten, die nichtmal
wissen, was das Platschlied ist
#27 lateiniheini 10:56:06 | Donnerstag, 20. August 2009
@gunsenum Mir fällt da noch das alte Seefahrerlied ein – Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt- und Piratenlied:Es
kommt ein Schiff geladen Oder auch die bekannt Gangbang-Hymne „Kommet Ihr Hirten, ihr Männer und Fraun“
Es gibt-glaub ich- noch so ein ähnliches Lied für Päderasten…
#24 Gunsenum 10:46:50 | Donnerstag, 20. August 2009
Voilà! les chansons! Schwindsuchtskantate: Christ lag in Todes Banden Postkastenchoral: Le(e)hr mich,
Jesu Lied der Kontaktlinsenträger: Die mit Tränen s(a)ehen Kutscherchoral: Brrrich an, du schönes Morgenlicht
Das Lied der Nassrasur: O Haupt voll Blut und Wunden Das Lied der Kosmetik: Warum sollt ich mich grämen?
Schaflied: Herr Deine Scharfe fressen Gras am Ufer und zum Finale: Metzgerchoral: „O das ich tausend Zungen
hätte“
#22 Gunsenum 10:43:52 | Donnerstag, 20. August 2009
Gut, ne! Nochn NAchschlag: Kennt man die: Schwindsuchtskantate? Den Postkastenchoral? Das Lied der Kontaktlinsenträger?
Das Lied der Nassrasur ?Das Lied der Kosmetik? Das Schaflied?
#20 Gunsenum 10:34:30 | Donnerstag, 20. August 2009
PLATSCHLIED für de Lateinheini Version 1: Ins Wasser fällt ein Stein, ganz heimlich, still und leise,
und ist er noch so klein, er zieht doch weite Kreise. Wo Gottes große Liebe in einem Menschen fällt,
da wirkt sie fort in Tat und Wort hinaus in uns’re Welt. Version 2, kürzer: Ins Wasser fällt ein Stein,
PLATSCH
#18 timpressum † 10:22:16 | Donnerstag, 20. August 2009
Gegen den Papst auflehnen „Vor allem gilt es, nicht auf jene Stimmen zu hören, welche die Kirche nicht
lieben und die sich gegen den Papst auflehnen.“ Ob er damit (auch) die Piusbrüder meint?
Die angebliche Erbärmlichkeit der Capella Sistina geht doch wohl kaum auf das Konto des jetzt 92-jährigen,
wenn Papst Johannes Paul II. ihn im Jahre 1997 seines Amtes enthoben hat zugunsten eines moderne Liederchen
bevorzugenden Nachfolgers! Dieser ist hauptverantwortlich für den Zustand dieses Chores, auch wenn der
verdiente Greis Bartolucci inzwischen rehabilitiert wurde.
#14 Pontifex 10:05:46 | Donnerstag, 20. August 2009
Weltberühmter Komponist??? Da kann man ja nur lachen! Das wird doch nur hier kolportiert, weil er immer
im alten Ritus zelebriert. Täte er es im ordentlichen Ritus, dann ständen seine Werke hier auf dem Index.
Im Übrigen ist dem Geschriebenen über die Erbärmlichkeit der Capella Sistina nur zuzustimmen.
#13 lateiniheini 10:04:18 | Donnerstag, 20. August 2009
@smallplayer Auch christliche Popmusik ist eine Kulturleistung. Das wissen wir beide und noch viele andere
intelligente und offene Menschen!Einem röm.-kath. Traditionalisten wird man dies aber nicht beibringen
können! Selbst tradionelle Kirchenmusik wie die schönen Lieder von Paul Gerhardt oder die Werke Bachs
würden hier wohl aufgrund der Tatsache, dass die beiden Protestanten waren, vergrätzt! Bei uns in der
Kirche singt z.B. häufiger der kongolesische Chor „Les Messageurs du Christ“ afrikanische Lieder (übrigends
traditionelle afrikanische Lieder)- so mit Klatschen usw.! Ich weiß auch nicht, warum die Kirche da immer
so rappelvoll ist (müssen wohl alles kirchenfeindliche, homoperverse Altgläubige sein… )
smallplayer: wo sind die Neubekehrten? der V 2 Frevel Roncallis steht am Anfang des grossen Glaubensabfall.
Ich kenne kaum namhafte Bekehrte aber viele Abgefallenen. Der Frevler Roncalli besass nicht die erforderlichen
Eigenschaften um das Schiff Petri zu lenken und daher hat das Konklave von 1958 jämmerlich versagt. Hätte
die im Konklave versammelten Kardinäle mehr Klarsicht gezeigt, wären uns die Frevler Montini und Woytila
erspart geblieben
#11 smallplayer 09:53:40 | Donnerstag, 20. August 2009
Kirchenmusik umfaßt eine weiteren und in weiten Teilen anspruchsvolleren Bereich als die musikalisch
primitiven gregorianischen Gesänge. Auch christliche Popmusik ist eine Kulturleistung.
#10 lateiniheini 09:46:24 | Donnerstag, 20. August 2009
@gunsenum Düsseldorf…grässliche stadt! :)3 :(3 :)3 :(3 :)3 :(3 :)3 :(3 :)3 :(3 :)3 :(3 :)3 :(3 Du
bist ja wohl noch viel,viel intelligenter als ich ohnehin gedacht habe! Allein diese Feststellung! Allein
deshalb würde ich dich- bezogen auf diese einzigartige,wahre Lehrmeinung- für unfehlbar erklären lassen…
Und als Bussübung für alle Pius-Brüder: Alle Mann bekleidet mit einem Trikot von Borussia Mönchengladbach
in Früh oder Gaffel schicken und „Alt“ bestellen lassen! Und jetzt darfst du mir zur Belohnung das
PLATSCHLIED vorsingen!
#9 Sycamore 09:44:52 | Donnerstag, 20. August 2009
@ smallplayer: liturgische Musik „Was sprich im Übrigen gegen Beatmusik im Gottesdienst?“ Der gute Geschmack.
Ich Empfehle Jimmy Hendrix bei Konsekrationen und Beerdigungen., praesertim bei der Beerdigung von smallplayer/smallbrains.
Jedem das Seine. Barbaren werden immer Barbaren bleiben!
#7 Gunsenum 09:36:32 | Donnerstag, 20. August 2009
Der Monsignore… gefällt mir mit seiner schnoddrigen Art…hat was von ulkig-kauzigem, leicht nörgeligem-altem
Landpfarrer, der aber stets bei der Sache ist und weiss wovon er redet. Auch wenn durchaus mal ein „Klatschen“
im Gottesdienst nett sein kann oder auch ein „Beatliedchen“ – das kirchenmusikalische Erbe zu bewahren
ist eine Frage unserer christlichen Kultur…Man muss es ja nicht ins extrem treiben, aber dieses Erbe
zu bewahren ist eine gute und dringende Aufgabe. Mein aktuelles nuegeistliches LIbelingslied ist übringes
das PLATSCHLIED…kennen sie das? ;)
Über Msgr. Bartolucci, der unter Papst Johannes Paul II. weg-modernisiert wurde: …im Jahr 1997 wurde
Mons. Bartolucci verjagt und durch einen neuen Chormeister ersetzt, der sich musikalisch für die Massenzelebrationen
mit leichter Musik – die Papst Johannes Paul II. so sehr am Herzen lagen – besser eignete. In Vatikan
hatte Mons. Bartolucci zu diesem Zeitpunkt nicht mehr viele Freunde. Einer von ihnen war Kardinal Joseph
Ratzinger. „Halten sie durch, Maestro, halten sie durch!“ – soll Kardinal Ratzinger dem Kapellmeister
des Petersdoms noch nach der Messe der Heiligen Cäcilia am 22. November 1996 zugerufen haben. Es half
nichts. Nur einige Monate später wurde der Musiker entlassen. Die Polyphonie war im Petersdom schon lange
von der Ideologie der aktiven Teilnahme der Gläubigen an der Liturgie in die Enge getrieben worden. Raum
für kurze Motetten oder für den Gregorianischen Choral gab es nur noch in wenigen toten Augenblicken
der Liturgie. Um die Meisterwerke der Polyphonie aufzuführen, musste die Cappella Sistina auf Konzerttour
gehen – zum Beispiel in die Sowjetunion oder nach Japan. Dort erreichte Mons. Bartolucci die Nachricht,
dass er abgesetzt worden war. Der Präsident der Accademia nazionale di Santa Cecilia, Bruno Cagli – ein
Jude –, protestierte gegen die Absetzung und zeigte sich bei Staatssekretär Angelo Kardinal Sodano besorgt,
dass „das unschätzbare religiöse und künstlerische Erbe der römischen Polyphonie verlorengehen könnte“
(Quelle www.haefely.info/…_geistlicheMusik.htm)
#5 colonius 09:16:21 | Donnerstag, 20. August 2009
Msgr. Bartolucci Ich hoffe, der Monsignore sieht die zupfenden Gitarren nicht weniger kritisch, als seine
eigene Amtszeit unter mehreren Päpsten. Er hat es in Jahrzehnten nicht geschafft, aus der Capella Sistina
einen halbwegs erträglichen Chor zu formen. Seine Interpretationen glichen oft eher Karikaturen und der
Gregorianische Choral war unerträglich. Geblöke anstelle von Gesang. Noch heute leidet die römische
Kirchenmusik unter diesem Problem. Es wäre schön, wenn Msgr. Bartolucci über liturgische Fragen nachdenkt,
aber die Beurteilung von Kunst und Musik jenen überlässt, die dafür offenbar qualifizierter sind.
#4 lateiniheini 09:05:33 | Donnerstag, 20. August 2009
Das ist es ja…! Diese Selbstgefälligkeit und Selbstüberschätzung derer, die die tridentinische Messe
vertreten, schreit doch zum Himmel! Sie sollen doch ihre Messe feiern dürfen-kein Problem!Aber sie sollen
endlich damit aufhören, alle anderen wie unmündige kleine Kinder zu behandeln, bloß deshalb, weil sie
andere Liturgie- und auch Lebensformen bevorzugen! Denne wird das Christsein abgesprochen, sie werden
als dumm verkauft!Was soll das? Es ist richtig, das das VII die RKK geöffnet hat für die Welt und auch
für die Ökumene! Wenn ihr also wollt, dann macht doch eure Fenster wieder zu und schmort im eigenen
Mief! Nur versucht anderen nicht zu verbieten, selbst die Fenster zu öffnen und frische Luft an Körper
und Geist zu lassen!
#3 smallplayer 09:00:52 | Donnerstag, 20. August 2009
Wer die Kirche liebt Gerade der, der die Kirche liebt, ist bestrebt, bestimmte Teile der Kirche mit der
heutigen Wirklichkeit zu vereinen. Bloßes Festhalten an überkommenen Traditionen verbunden mit dem Verbot
jeglicher Reformversuche führt letztlich zum Untergang der RKK. Und das kann kein Katholik wollen.
gegen den Papst „Vor allem gilt es, nicht auf jene Stimmen zu hören, welche die Kirche nicht lieben und
die sich gegen den Papst auflehnen.“ Wer lehnt sich denn gegen den Papst auf? Doch nur die von der Pius-Sekte.
#1 smallplayer 08:48:30 | Donnerstag, 20. August 2009
Viel Positives Das zweite vatikanische Konzil hat die Öffnung der RKK zur Welt bewirkt und viele neue
Gläubige angezogen. Das sollte nicht aufs Spiel gesetzt werden. Was spricht im Übrigen gegen Beatmusik
im Gottesdienst?