09:54:11 | Montag, 24. August 2009
Nachdem kirchliche Verantwortliche – bis hin zu Papst Johannes Paul II. – warnende Stimmen jahrzehntelang in den Wind geschlagen haben, sucht ein Kardinal jetzt nach Ausreden.
(kreuz.net) Am 19. August macht der Erzbischof von Santiago de Chile, Francisco Javier Kardinal Errázuriz
(75), vor dem Chilenischen Fernsehen die folgende Aussage über
Pater Marcial Maciel († 2008), den Gründer
der Legionäre Christi:
„Ärzte, die Pater Maciel nahestanden, haben erklärt, daß er zwei unterschiedliche
Persönlichkeiten besaß. Es handelt sich hier nicht einfach um ein Doppelleben. Auf der einen Seite war
er ein Gründer und auf der anderen ein armer Mensch.“
Das berichtete die chilenische Tageszeitung ‘La
Tercera’ am 19. August.
Für die Reportage wurde auch der aus Chile stammende emeritierte Präfekt der
Liturgiekongregation Jorge Kardinal Medina (82) befragt.
Kardinal Medina erhielt im Jahr 2004 aus der
Hand des chilenischen Ex-Priesters Patricio Cerda Informationen über angebliche Mißbräuche im Zusammenhang
mit Pater Maciel.
Der Kardinal leitete diese Informationen an den damaligen Präfekten der Glaubenskongregation,
Joseph Kardinal Ratzinger, weiter.
Während der Sendung wurden auch ehemalige Seminaristen der Legionäre
Christi interviewt, die erklärten, Opfer von Pater Maciel gewesen zu sein.
Einer von ihnen ist der Priester,
Hw. Felix Alarcon. Er war in der Vergangenheit Sekretär von Pater Maciel.
Hw. Alarcon erklärte, wiederholt
Opfer von Übergriffen des Gründers geworden zu sein. Er berichtete auch, daß sich Pater Maciel in regelmäßigen
Abständen Morphin-Derivate spritzte, um angebliche Schmerzen in seinem Körper zu lindern.
Das Mittel
beschaffte sich Pater Marciel über Seminaristen. Es handelte sich dabei um Pethidin – das älteste vollsynthetische
Opioid, das in vielen Ländern heute noch als starkes Schmerzmittel verwendet wird.
José Barba, ein
anderer Ex-Seminaristen der Legionäre Christi erzählte, daß Pater Maciel Seminaristen zwang, ihn im
Intimbereich zu berühren. Der Pater erklärte dabei, daß er krank sei.
Pater Maciel befahl den Seminaristen,
diese Praktiken geheimzuhalten und sie nicht einmal in der Beichte zu erwähnen.
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wassers 14:09:59 | Samstag, 29. August 2009
#10
sacerdos helveticus 11:30:19 | Dienstag, 25. August 2009
#9
Herward 07:21:30 | Dienstag, 25. August 2009
#8
kardinalsiri 18:40:30 | Montag, 24. August 2009
#7
Vineta 17:32:42 | Montag, 24. August 2009
#6
kardinalsiri 11:26:27 | Montag, 24. August 2009
#5
Paulaner † 11:10:56 | Montag, 24. August 2009
#4
smallplayer 11:06:06 | Montag, 24. August 2009
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Lycos 11:02:44 | Montag, 24. August 2009
#2
Paulaner † 10:34:45 | Montag, 24. August 2009
#1
smallplayer 10:28:03 | Montag, 24. August 2009