18:56:11 | Sonntag, 23. August 2009
Im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg wird in Deutschland zu Recht viel von Gerechtigkeit gesprochen. Doch leider gilt sie nicht für alle – und die Kirche spielt mit. Von Magda Lisowska.
(kreuz.net) Am 14. August wurden die sterblichen Überreste von 2.116 Menschen beigesetzt, die von Oktober
2008 bis April 2009 in einem Massengrab in der Stadt Marienburg in der ehemaligen Provinz Ostpreußen
gefunden wurden.
Die Beisetzung fand im Beisein des emeritierten Limburger Weihbischofs Gerhard Pieschl
(75) statt. Der deutsche Kardinalspurpur ließ sich erwartungsgemäß aus taktischen und politischen Gründen
bei den Toten nicht blicken.
Ein Gutachten über die Marienburger Opfer kam zu dem Schluß, daß diese
Menschen nicht durch direkte Kriegshandlungen, sondern „höchstwahrscheinlich“ an Krankheiten, Hunger
und Kälte starben.
Zugleich erklärte das Gutachten, daß die Toten zwischen Januar und März 1945 –
also während der Eroberung Marienburgs durch die Rote Armee – ums Leben kamen.
Hans Joachim Borchert
vom Heimatkreis Marienburg erklärte vor der Berliner Wochenzeitung ‘Junge Freiheit’ zu dem Gutachten:
„Erforderliche Untersuchungen werden offenbar bewußt unterlassen, damit die Wahrheit im dunkeln bleibt“.
„Die Toten können genausogut auch Verbrechensopfer aus der Zeit nach Mai 1945 sein.“
Borchert gab zu
bedenken, daß die Toten vollständig nackt, ohne Eheringe und ohne irgendwelche Gegenstände, zum Teil
in den verschütteten Kellergewölben des seinerzeitigen Hotels „Drei Kronen“ lagen: „Einzig und allein
eine Brille hat man gefunden.“
Damit legt sich der Verdacht nahe, daß diese Marienburger – vorwiegend
Frauen und Kinder – von polnischen Milizen abgeschlachtet wurden.
Die letzte Demütigung tat man ihnen
an, indem man sie nicht in ihrer Heimat beerdigte, sondern im Tod nach Neumark bei Stettin in Pommern
verschleppte.
Die Kirche Deutschlands schwieg erwartungsgemäß zu diesem Unrecht.
Denn auch die deutschen
Bischöfe lassen sich durch den deutschen Schuldkult lähmen und politisch erpressen.
Entsprechend wurde
auch von einer Teilnahme bundesdeutscher Regierungsvertreter nichts bekannt.
Die Präsidentin des ‘Bundes
der Vertriebenen’, Erika Steinbach, hatte gefordert, daß der deutsche Außenminister, Genosse Frank-Walter
Steinmeier, persönlich teilnehmen sollte.
Sonst stelle sich die Frage: Sind deutsche Opfer unwichtige
Opfer?
Das Gespenst von Marienburg wird freilich nicht so schnell exorziert werden können.
Denn am
14. August wurden im Dorf Steinbach bei Züllichau im ehemaligen Ostbrandenburg – fünfzig Kilometer östlich
der deutschen Grenze – bereits die nächsten Gräber mit Leichen deutscher Menschen gefunden.
Wieder
fand man Menschenknochen, darunter Kinder und alte Personen, die um 1945 ohne Kleidung auf den Grundstücken
der Ortschaft verscharrt wurden. Erneut fällt der Verdacht auf polnische Milizen. Erneut weisen zahlreiche
Schädel Einschußlöcher auf.
Tadeusz Mierkiewicz, der heute in Steinbach lebt, kam nach fünf Jahren
Zwangsarbeit für Deutschland im August 1945 in das Dorf: „Mir ging es gut bei den Deutschen, deshalb
spürte ich in mir kaum Haß“- erklärte er vor der Webseite ‘polskaweb.eu’:
„Was sich hier ereignete,
können menschliche Worte nicht beschreiben. Die polnische Miliz habe kaum weniger grausam ermordet als
die Russen es taten.“
„Leichen mit Schußwunden im Körper oder Kopf wurde auch mit Lastwagen herangefahren
und hier und in der Nähe vergraben“.
Bevor die ersten Ansiedler aus Ostpolen herangeschafft wurden,
grassierten hier Banden:
„Sie schnitten den Deutschen die Hälse durch. Die Russen hatten damals sogar
eine spezielle Division geschaffen, die den Kampf mit diesen Verbrechern aufnehmen sollte.“
Sie haben eine Meinung zu diesem Artikel? Dann verfassen Sie einen Beitrag. Bleiben Sie in Ihrem Kommentar sachlich und bemühen Sie sich um eine erträgliche Diskussionsatmosphäre. Bedenken Sie, daß Ihr Beitrag noch über Jahre hinweg abrufbar und durch Suchmaschinen im Internet auffindbar ist.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Leserbeiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen oder Leser aus der Debatte auszuschließen.
#31
biomilch 15:40:28 | Dienstag, 25. August 2009
#29
Franzi 11:46:58 | Montag, 24. August 2009
#28
Gotthard 00:30:15 | Montag, 24. August 2009
#26
Gotthard 23:49:26 | Sonntag, 23. August 2009
#24
Stephanus 22:46:30 | Sonntag, 23. August 2009
#21
Gotthard 22:22:27 | Sonntag, 23. August 2009
#18
Gotthard 22:17:26 | Sonntag, 23. August 2009
#10
Gotthard 21:44:45 | Sonntag, 23. August 2009
#7
pneumat 20:33:25 | Sonntag, 23. August 2009
#2
Kraut 19:13:48 | Sonntag, 23. August 2009