Kirchenverkauf
Die von der Liturgiereform ermordeten Kathedralen
„Die eingedampften Texte der Messe werden vom Priester gesprochen, der hinter dem Volksaltar den Gläubigen das Mysterium der Wandlung gleichsam vorspielt, wie der Zauberer auf dem berühmten Bild von Hieronymus Bosch seinen Kugeltrick den leichtgläubigen Gaffern.“
Die Kathedrale Notre Dame in Paris
Die Kathedrale Notre Dame in Paris
© Kurt Muehmel, CC
(kreuz.net) Am 16. August 1904 veröffentlichte der französische Schriftsteller Marcel Proust († 1922) in der Pariser Tageszeitung ‘Figaro’ einen Artikel mit dem Titel „Der Tod der Kathedralen“.

Darin stellte er sich der Frage: Wie gehen wir im Zeitalter von Entchristlichung und Antiklerikalismus mit den Kirchen um? Proust bezog Partei für das religiöse Erbe.

Dazu veröffentlichte die deutsche Schriftstellerin und Illustratorin Anita Albus (66) Anfang April in der ‘Frankfurter Allgemeinen Zeitung’ einen Aufsatz.

Proust wandte sich im ‘Figaro’ gegen die Zweckentfremdung von Kirchen und Kathedralen, wie sie das französische Gesetz zur Trennung von Kirche und Staat vorsah.

Das wäre noch schlimmer als ihre Zerstörung – erklärte er.

Im Jahr 1899 hatte er begeistert das Buch „L’Art religieux du XIIIe siècle en France“ des Historikers Emile Mâle († 1954) gelesen.

Darin erscheint die gotische Kathedrale als visuelle Summa der Scholastik, als Heilige Schrift, Arithmetik und fixierte Musik und als Ganzes, das bis ins kleinste Detail von der gleichen Symbolik beseelt ist wie die Liturgie, die sich in ihr vollzieht.

Kathedrale von Chartres

Besser verwüsten als entfremden

Darum schrieb Proust in dem Artikel: „Wenn das Opfer von Christi Fleisch und Blut nicht mehr in den Kirchen zelebriert wird, werden diese ohne Leben sein“.

Und weiter: „Es gibt heute keinen Sozialisten von Geschmack, der die Verstümmelungen all der Statuen, die Zertrümmerung all der Glasfenster, welche die Revolution unseren Kathedralen zugefügt hat, nicht beklagte.“

Dennoch glaubt Proust, daß es immer noch besser ist, eine Kirche zu verwüsten, als sie ihrem Zweck zu entfremden:

„Solange man in ihr noch die Messe zelebriert, bewahrt sie, so verstümmelt sie auch sein mag, wenigstens noch ein bißchen Leben.“

Doch am Tag ihrer Zweckentfremdung sei sie tot – „selbst wenn man sie als ein historisches Denkmal vor anstößigen Zwecken schützt, ist sie nichts weiter als ein Museum.“

Frau Albus stimmt dem Schriftsteller zu: „Jedes Wort, jede Zahl, jede Haltung, jede Geste, jede Gestalt und jedes Ding von den fünf Weihrauchkörnern in der einen Osterkerze bis zu den Farben, Mustern und Teilen des Priesterornats hat im traditionellen Ritus eine symbolische Bedeutung, die sich auf den Erlöser bezieht.“

Eine Bayreuther Wagner-Aufführung gibt neben der Zelebrierung des Hochamts in der Kathedrale von Chartres recht wenig her – zitiert sie Proust.

Proust stellt die Schönheit der Messe der Vision einer künftigen Welt ohne Glauben gegenüber, in der „Karawanen von Snobs“ der Ästhetik huldigen, indem sie einer nach Jahrhunderten rekonstruierten Messe beiwohnen, die in den Kathedralen von Schauspielern aufgeführt wird.

Wie perfekt sie auch inszeniert wäre, vom Wesen ihrer Schönheit bliebe kein Hauch – weiß Proust.

Er betont, daß die Kathedralen „nicht nur die schönsten Denkmäler unserer Kunst sind, sondern zugleich die einzigen, die noch ein ganzheitliches Leben führen, die im Zusammenhang mit dem Zweck verblieben sind, zu dem sie geschaffen wurden“.

Das Erlöschen des Glaubens spiegelt sich in der Gestalt der Messe

Frau Albus erinnert daran, daß seit der Trennung von Kirche und Staat in Frankreich mehr als hundert Jahre vergangen sind:

„In den seither vom Staat als historische Denkmäler erhaltenen großen Kathedralen erklingen die sieben gregorianischen Töne nur noch aus den Audioguides am Ohr der »Museumsbesucher«.“

Das Erlöschen des Glaubens sieht Frau Albus nicht nur in den von vom Staat verwalteten, verwahrlosten kleinen Kirchen auf dem Land, wo manche Pfarrer bis zu sechzig Gemeinden zu betreuen haben und wo, außer bei Beerdigungen, nur noch Greise am Gottesdienst teilnehmen: „Es spiegelt sich auch in der Gestalt der Messe.“

An die Stelle des gregorianischen Wechselgesangs von Priester, Schola und Kirchenvolk ist – so Frau Albus – „ein eher an ältliche Schlager als an Sakralmusik erinnernder Singsang der Gemeinde getreten, der von einem ihrer Mitglieder armeschwenkend vom Pult aus dirigiert wird.“

„Die eingedampften Texte der Messe werden vom Priester gesprochen, der hinter dem Volksaltar den Gläubigen das Mysterium der Wandlung gleichsam vorspielt, wie der Zauberer auf dem berühmten Bild von Hieronymus Bosch seinen Kugeltrick den leichtgläubigen Gaffern.“

Verarmtes Ritual

Frau Albus zitiert den gottlosen französischen Anthropologen Claude Lévi-Strauss (100). Im Jahr 1979 erwähnte er in einem Interview mit der Tageszeitung ‘La Croix’ ihn beunruhigende Vorgänge in der Kirche seit dem Konzil:

„Von außen gesehen scheint es mir, daß man den religiösen Glauben – oder seine Ausübung – eines großen Teils jener Werte beraubt, die das Gefühl ansprechen, das nicht weniger wichtig ist als die Vernunft.“

Ihm fiel eine Verarmung des Rituals auf: „Ein Ethnologe hat vor dem Ritual stets den größten Respekt.“

Dieser Respekt sei um so größer, als die Wurzeln des Rituals in ferner Vergangenheit liegen:

„Der Ethnologe sieht darin ein Mittel, bestimmte Werte unmittelbar sichtbar zu machen; sie würden die Seele weniger unmittelbar berühren, wenn man versuchte, sie mit rein rationalen Mitteln durchzusetzen.“

Keine Gesellschaft könne auf streng rationalen Grundlagen ruhen: „Um zusammenleben zu können, brauchen die Menschen etwas mehr, ein Wertesystem, das für sie unanfechtbar ist und ein lebendiges Band zwischen ihnen bildet.“

Jahrzehnte später wurde er von der von Jean-Paul Sartre gegründeten Zeitschrift „Les Temps modernes“ auf die Beziehung zwischen der Welt der Toten und jener der Lebenden in unserer Gesellschaft angesprochen.

Lévi-Strauss zitiert in seiner Antwort einen Burgunder Landpfarrer, der ihm sagte, „daß den Franzosen als einzige Religion der Totenkult geblieben ist“.

Dieser gelte aber nur den jüngst Verstorbenen.
      
23 Lesermeinungen
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#23   Franz Kappes   10:18:54 | Freitag, 11. Dezember 2009
Sartre und die Kirche
Ein Widerspruch?
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#22   Pontifex   15:12:01 | Dienstag, 25. August 2009

@Wassers
Ihre Aussagen und Argumente sind nicht so klar, sondern so dünn wie Wasser. Da besteht doch ein kleiner Unterschied.
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#21   wassers   07:55:33 | Dienstag, 25. August 2009
Fragender – Meinen Sie sich?
Sie müssen eine Identitätskrise haben, denn mich können Sie wohl kaum meinen, da meine Aussagen und mein Standpunkt so klar sind, dass ein Konziliärer das überhaupt nicht versteht. Wer hat die Kathedralen entleert, habe ich am Beispiel des Kölner Domes hinreichend deutlich gemacht.
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#20   Fragender   07:42:55 | Dienstag, 25. August 2009
@ Wassers
Sie können doch nicht vor der Realität die Augen verschließen und sagen: Es soll nicht sein, was nicht sein darf.
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#19   wassers   21:04:16 | Montag, 24. August 2009
Fragender – Ihr Beitrag
Haben Sie sich beim Posten eigentlich gefragt, was Sie da machen, im Prinzip genau das, was Sie kreuz.net unterstellen: Hetze übelster Mache!
Wenn Sie selbst in einem Glashaus sitzen…
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#18   Fragender   20:31:51 | Montag, 24. August 2009
@ wassers
Kreuz. net steht für die heilige Messe und den Glauben!
Jaja… und der Papst steht für den Hinduismus…
Kreuz.net steht für Hetze gegen Juden, Schwule, Liberale, Linke, Protestanten und überhaupt alle, die nicht fundamentalistische Kathliban sind.
das hat weder mit Kirche noch mit Glauben zu tun, das ist praktizierter fanatischer, sataniascher Haß.
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#17   wassers   20:24:59 | Montag, 24. August 2009
Fragender – Sind Fakten erschütternd?
Sie können doch nicht vor der Realität die Augen verschließen und sagen:
Es soll nicht sein, was nicht sein darf. Dann hören Sie doch endlich auf mit Ihrem Geld die Zerstörung durch die Konzilsvereinigung mit zu ermöglichen. Kreuz. net steht für die heilige Messe und den Glauben!
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#16   Fragender   20:20:50 | Montag, 24. August 2009
erschütternd…
… und traurig, wie sehr die kreuz.netter die hl. Messe und die Kirche hassen…
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#15   wassers   20:11:10 | Montag, 24. August 2009
@smallplayer
Danke Ihnen.
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#14   smallplayer   20:09:16 | Montag, 24. August 2009
@wassers:
ich weiß es leider auch nicht mehr genau. Ich habe nur mal im Kölner Haus am Dom gehört, dass das Erzbistum Köln vegerblich versucht hat, den Link zu entfernen; aber gescheitert ist, weil kein Verantwortlicher für kreuznet zu ermitteln war. Ähznliches soll auch beim Link für Radio Vatikan passiert sein. Möglicherweise weiß ein anderer User mehr?
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#13   wassers   20:02:40 | Montag, 24. August 2009
@Smallplayer – Das
Leben ist voller Fragen. Manchmal gibt’s auch Antworten, hier wäre ich neugierig, weil mich dieser Link zu Dumm Radio stört.
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#12   smallplayer   19:05:42 | Montag, 24. August 2009
Sehr gute Frage, wassers,
was soll die Verlinkung mit domradio. Das hat sich domradio auch gefragt und versucht, den Link zu unterbinden. Ohne Erfolg. kn scheint auf den link angewiesen zu sein.
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#11   wassers   18:59:07 | Montag, 24. August 2009
Schaut her, schaut her,
ich hoffte, Sie täten Ihre Pflicht!
Das Leerstehen der Kathedralen ist eindeutig zurückzuführen auf die konziliare Zerstörung. In den siebziger Jahren, als Kardinal Höffner noch lebte, gelang es, die konziliare Zerstörung in der Erzdiözese in Grenzen zu halten, zumindest das Hochamt um 10.00 wurde in lateinischer Sprache gehalten und der Dom war in diesem Fall gut besucht.
Heute ist „Dumm Radio“ Zeuge für den Niedergang unter seinem unfähig konziliaren Nachfolger. Die Bänke aus den Seitenschiffen sind bewusst heraus genommen, so dass die Besucher nicht direkt bemerken sollen, dass eine Reduktion der Bänke auf das Hauptschiff und die Querschiffe einfach den kolossal zurückgegangenen Besuch dieses Kleinodes deutscher Kathdralkunst kaschieren sollen. Hinzu kommt, die völlige Preisgabe jeden Anfluges an die katholische Liturgie! Die konziliar – protestantische Zerstörung ist in diesem katholischen Heiligtum jetzt zu Hause. Im übrigen, was soll die Verlinkung mit „Dumm Radio“?
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#10   Confiteor   16:46:41 | Montag, 24. August 2009
Soviel Wasser können Sie doch
gar nicht durch Ihren Schlauch pichern wie Sie brauchten, Herr Wassers…?
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#9   wassers   16:42:50 | Montag, 24. August 2009
Nein, die Feuerwehr kann nicht
überall sein, das diese im Moment in Griechenland mehr benörigt wird.
Von Schweinfurt ist es doch gar nicht so weit, wie wäre es mit einem kleinen konziliaren Hilfskreuzzug aus Schweinfurt?
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#8   Confiteor   16:32:19 | Montag, 24. August 2009
Wohlfeileres Thema = HS
„Die eingedampften Texte der Messe werden vom Priester gesprochen, der hinter dem Volksaltar den Gläubigen das Mysterium der Wandlung gleichsam vorspielt, wie der Zauberer auf dem berühmten Bild von Hieronymus Bosch seinen Kugeltrick den leichtgläubigen Gaffern.“
Scheint ein zähes Thema zu sein, das keine große Gegenliebe findet. Da ist HS doch wesentlich wohlfeiler… :-D :-D :-D
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#7   Bridal   14:40:08 | Montag, 24. August 2009
Unsere Pfarrkirche zum Hl.Aloisius
ist auch eine Kirche, was für eine, weiß ich jetzt gar nicht so genau. vielleicht Gotisch oder so Barock, möglich aber auch romanisch oder klassifistisch oder so. Nur würde man so heute nicht mehr bauen. die hat ja nicht einmal eine richtige Heizung. Im Winter ist das Weihwasserbecken zugefroren, dass die Englein Schlittschuhlaufen können. Von daheim habe ich deswegen einen Tauchsieder mitgenommen, dass man wenigstens Weihwasser hat. Da war aber kein Strom.
Aber in der Sakristei muss es schon wärmer sein, weil der Pater am Anfang der Messe nicht mit Eiswürfel um sich wirft, sondern schon mit richtigem Weihwasser. Leider immer so viel, dass die Leute am liebsten den Schirm aufspannen möchten. Machen sie aber nicht, weil sie ja in der Kirche sind.
Die Messe ist egal, ob lateinisch oder deutsch. Weil so oder so der liebe Gott Probleme haben dürft, denn unser Religionslehrer hat gesagt, dass der Herr Jesus aramäisch oder so gesprochen hat. Vielleicht hat er aber auch ein wenig Latein reden können, weil sonst hätte er die römischen Soldaten gar nicht verstehen können, wie sie ihn verhaftet haben. Da hätte er sich vielleicht gedacht, oh, nette Soldaten, die laden mich auf einen Kaffee ein. Mir ist deutsch lieber, weil ich rede ja auch mit der Himmelsmutter deutsch. Weil die muss das können, denn die war ja in Marpingen und Heroldsbach! Französich kann sie auch, Portugiesisch auch und auch italienisch, sonst hätte sie in San Damiano nichts zu reden gewusst.
Ihr Detlev
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#6   Beatus Theophilus_89   13:07:25 | Montag, 24. August 2009
@ Domenico Tuttisanti
Sie haben recht! Welch Worte von einem Philosophen!
O:) Übrigens in meiner Heimatgemeinde haben wir auch eine wunderschöne Gotik-Hallenkirche mit barockisiertem Hochaltar. Unten der Volksaltar stehend und überhalb der wunderschöne Hochaltar. Da fehlen nur noch die Kanontafeln!
Wir haben in den Kirchen Schönheiten soweit das Auge reicht, diese müssten nur noch umgesetzt werden!
Somit könnte auch in meiner Heimatgemeinde eine Messe im außerordentlichen Ritus gefeiert werden. Die Kanontafeln dazu müssten nur noch aufgestellt werden.
@ noch ein Landorganist: Stimmt zwar! _ ABER:
Ich würde nur diese Betonklötze, bzw. den Nachkonziliaren Wirrwar wegsprengen. Aber die Schönheiten sollten erhalten bleiben. Diese Perlen könnten von den inkultivierten Bischöfen an die Pius-/Petrusbruderschaft verkauft werden.
Damit schlägt man drei Fliegen mit einer Klappe. 1. Man zeigt dass man ein kulturloses Episkopatenschwein ist, 2. Man kommt von den spärlich eingehenden Kirchensteuern einen wahren Geldsegen und 3. Die Kirchen sind nun endlich vor dem Verfall geschützt!
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#5   r.ruhrgebietler   12:56:26 | Montag, 24. August 2009
noch ein Landorganist – stimmt!
:(3 :(3 :(3 Danke :)3 :)3 :)3
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#4   Pontifex   12:50:09 | Montag, 24. August 2009
@NocheinLO
Ihre Hirnstrukturen sind ja noch einfach, als ich es bisher mutete. Sie Ärmster. Ich bete für Sie!
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#3   Domenico Tuttisanti   12:24:29 | Montag, 24. August 2009
Für die Gotik ist die Vertikale bestimmend, und der dazu passende Ritus ist nun einmal der
römische Ritus in der ausserordentlichen Form salusinfirmorum.com/…al_012.307100816.jpg!
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#2   noch ein Landorganist   12:17:45 | Montag, 24. August 2009
Zweck verloren –> Einreißen!
„Zweckentfremdung von Kirchen und Kathedralen“
z.B. für die neuheidnischen Mahlfeiern der V2-Sekte
„Besser verwüsten als entfremden“
es sollte lieber jede katholische Kirche weggebombt werden, als dass die V2-Sektierer sich am katholischen Erbe der Jahrtausende vergreifen
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#1   Confiteor   11:53:18 | Montag, 24. August 2009
Dachlatte des Modernismus
Darin erscheint die gotische Kathedrale als visuelle Summa der Scholastik, als Heilige Schrift, Arithmetik und fixierte Musik und als Ganzes, das bis ins kleinste Detail von der gleichen Symbolik beseelt ist wie die Liturgie, die sich in ihr vollzieht.
Gut, dass Marcel Proust noch zu Zeiten der ewig gültigen tridentinischen Liturgie diese Worte geschrieben
hat. Würde er sie ähnlich auch in der Gegenwart so schreiben, wenn er die Vorzüge von NOM hätte
erfahren können… Das weird man ja wohl noch fragen dürfen hier in diesem Forum, ohne gleich mit der
Dachlatte des Modernismus niedergeprügelt zu werden…
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