14:32:47 | Dienstag, 25. August 2009
Sie betreiben eine bekannte liturgische Webseite. Doch nach dem Erscheinen des Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ ist nichts mehr wie früher.
(kreuz.net) Die Zwillingsbrüder Paolo und Giovanni Gandolfo Lambruschini wohnen in der Provinz Genua
und sind aktive Mitglieder des Dritten Ordens der Franziskaner.
Während der 90er Jahre beschlossen sie,
sich ganz der Pflege ihrer schwerkranken Eltern zu widmen.
Seither sind sie gezwungen, zuhause zu bleiben.
Doch über das Internet fanden sie eine Möglichkeit, ihren missionarischen Elan zu entfalten.
Im Jahr
1999 starteten sie die Webseite
‘maranatha.it’. Durch sie stellen sie der Öffentlichkeit die Schätze
der Liturgie der Kirche zur Verfügung.
Inzwischen gibt es auf der Seite auch die Möglichkeit, die liturgischen
Texte herunterzuladen.
Monatlich werden inzwischen 2.000 bis 3.000 Texte von der Webseite bezogen. 10.000
Besucher finden sich monatlich auf ‘maranatha.it’ ein.
Nach Angaben ihrer Macher ist die Seite die Homepage,
welche im Vatikan am meisten geklickt wird.
Allerdings sind zahlreiche italienische Hierarchen über
die Seite nicht glücklich.
Das Verbrechen der Zwillinge besteht vor allem darin, daß sie seit dem Erscheinen
des Motu Proprios ‘Summorum Pontificum’ auch Texte der Alten Liturgie anbieten – zum Beispiel das Missale
von Johannes XXIII.
Seither werden die Gebrüder Gandolfo Lambruschini von kirchenamtlicher Seite immer
wieder unter Druck gesetzt: Keine Werbung für den Alten Ritus – heißt es.
Doch die Zwillinge lassen
sich in ihrem Dienst an der von Papst Benedikt XVI. gewünschten Reform der Liturgiereform nicht einschüchtern.
In ihrer Heimatpfarrei in der 18.000-Seelen-Stadt Sestri Levante in der Provinz Genua an der ligurischen
Küste haben sie sich in der Vergangenheit um eine Alte Messe bemüht.
Die Schwierigkeiten, auf die sie
bei diesem Unternehmen bei den Priestern und beim zuständigen Bischof von Chiavari stießen, waren gewaltig.
Zunächst lehnte der Pfarrer kategorisch ab. Die Zwillinge wandten sich darauf an den Diözesanbischof
von Chiavari, Mons. Alberto Tanasini (64). Sie pochten auf den Text des Motu Proprio. Schließlich gewährte
man ihnen jeden zweiten Samstag eine Messe.
Die erste Messe versammelte sechzig Gläubige und war ein
Erfolg.
Doch dann begannen die Zwischenfälle. Man änderte bald den Ort der Meßfeier, bald den Zeitpunkt.
Der Priester erschien verspätet.
Schließlich wandten sich die beiden Brüder wieder an Mons. Tanasini
und baten ihn um eine wöchentliche Messe.
Zuerst erklärte der Bischof, keine Priester zur Verfügung
zu haben. Dann gewährte er die Bitte.
Seit Anfang 2009 kommt darum jeden Samstag ein Priester aus Chiavari
nach Sestri Levante für die Zelebration der Alten Messe.
Obwohl dieser Gottesdienst an einem ungünstigen
Zeitpunkt stattfindet – um 16.30 Uhr – nehmen etwa vierzig Personen daran teil.
Die Zwillinge sind mit
dem gegenwärtigen halben Erfolg nicht zufrieden. Sie wünschen sich eine Sonntagsmesse im Alten Ritus
und die Möglichkeit, auch die anderen Sakramente im alten Rituale zelebriert zu haben.
Sie würden es
auch vorziehen, wenn die Messe in der Pfarrkirche und nicht in einer Außenkapelle zelebriert würde.
Anfang Juli haben sie auf ihrer Webseite einen Offenen Brief an den Papst publiziert.
Darin beklagen
sie sich beim Heiligen Vater, daß die Alte Messe zu häufig irgendwo in eine Außenstation verbannt und
nicht in der Pfarrkirche gefeiert wird.
Außerdem berichten sie dem Papst über die zahllosen Demütigungen
und Schmähungen, die sie von Priestern ertragen mußten, seitdem sie auf ihrer Webseite die Texte der
Alten Messe zur Verfügung stellen.
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Paulaner † 01:24:37 | Mittwoch, 26. August 2009
#15
Bridal 01:19:24 | Mittwoch, 26. August 2009
#13
Frasim 23:37:36 | Dienstag, 25. August 2009
#12
wassers 20:48:56 | Dienstag, 25. August 2009
#11
Paulaner † 20:36:09 | Dienstag, 25. August 2009
#10
wassers 19:54:35 | Dienstag, 25. August 2009
#6
Gotthard 15:52:31 | Dienstag, 25. August 2009
#3
Pontifex 15:12:42 | Dienstag, 25. August 2009
#2
MaxYasgur 15:11:28 | Dienstag, 25. August 2009
#1
Pontifex 14:53:01 | Dienstag, 25. August 2009