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Mittwoch, 26. August 2009 07:41
kreuzmeldungen
Papst weiht Bischöfe + Der Staat verführt Minderjährige + Jesuitenmörder verurteilt + Bischof niedergestochen + Der Heiligen-Kult hat aufgehört
Benedikt XVI. bei einer Audienz in Castel Gandolfo im Sommer 2008
Benedikt XVI. bei einer Audienz in Castel Gandolfo im Sommer 2008
Papst weiht Bischöfe

Vatikan. Am 12. September wird Papst Benedikt XVI. im Petersdom Bischöfe weihen. Unter ihnen sind der neue Apostolische Nuntius in Venezuela, Erzbischof Pietro Parolin, der neue Nuntius im Libanon, Erzbischof Gabriele Giordano Caccia, und der Nuntius in Burundi, Erzbischof Franco Coppola.

Der Staat verführt Minderjährige

Frankreich. Der Distriktobere der Piusbruderschaft in Frankreich, Pater Régis deCacqueray, hat gegen die Textauswahl für das französische Latein-Abitur für die Jahre 2010 und 2011 protestiert. Als einziger Text ist dabei die „Ars amandi“ des römischen Dichters Ovid († 18) vorgesehen. Es handelt sich dabei um einen hochobszönen Text, der dem Mann alle möglichen sexuellen Verführungstechniken vorstellt. Dabei wird die Frau auch als Beute des Mannes hingestellt. Die Bruderschaft führt in Frankreich zahlreiche Schulen.

Jesuitenmörder verurteilt

Rußland. Der 36jährige Mann, der vor zehn Monaten zwei Jesuiten ermordet hat, wurde zu 14 Jahren Gefängnis verurteilt. Die Geschworenen sprachen ihn bereits letzte Woche schuldig. Die Staatsanwaltschaft hatte 15 Jahre Haft gefordert.

Bischof niedergestochen

Rußland. Am Sonntag wurde der orthodoxe Bischof von Mogilew und Mstislawl in Ostweißrußland, Sofronij Juschtschuk, in seiner Kathedrale niedergestochen. Das schrieb die Nachrichtenagentur ‘Interfax’. Der Bischof wurde in ein Krankenhaus gebracht und ist außer Lebensgefahr. Der Angreifer wurde der Polizei übergeben. Die Hintergründe des Angriffs sind nicht bekannt.

Der Heiligen-Kult hat aufgehört

„Anfang 2009 kam es zum Super-GAU für die Legionäre Christi: Deren Gründer Pater Marcial Maciel habe eine Tochter, möglicherweise sogar mehrere leibliche Kinder, hieß es – und die Kongregation mußte diese Information zähneknirschend bestätigen. Seitdem haben die von den Legionären betriebenen Einrichtungen, in denen man den Gründer noch vor kurzem wie einen Heiligen verehrte, fast alle Hinweise auf Maciel aus ihren Webauftritten getilgt. Wie man in Chile hört, hängen auch keine Maciel-Porträts mehr in den exklusiven Schulen des Ordens, das Thema wird von Chiles katholischer Upper-Class totgeschwiegen.“

Aus einem Artikel der antikatholischen Berliner ‘Tageszeitung’.

© Bild: Servizio Informazione Focolari, CC
35 Lesermeinungen:
Mittwoch, 26. August 2009 22:28
smallplayer: Wenn Ovids
Ars amandi zu einer größerem Interesse an Latein führt, sollten sich die Traditionalisten freuen.
Mittwoch, 26. August 2009 19:24
pneumat: Bischof niedergestochen
Manche Details.
Ein Posting von einem Einheimischen:
24.08.09 12:45
Rif meine Bekannten in Mogilew an. Sie sagen, es sei für Bewohner der Stadt eine Tragödie. Der Angreifer war angeblich ein Katholik-Nationalist, ein Kämpfer für „unabhängiges“ Weißrussland.
Es kam fast zu einem Lynchgericht vom Volk.

Bischof Sofronij genießt dort eine große Anerkennung.
Mittwoch, 26. August 2009 16:24
Na, du großer Ovidspezialist, ich will dir auf die Sprünge helfen:
Ovid deutet in seinen Tristia einen Grund an: Er habe etwas gesehen, was er nicht habe sehen dürfen. Was genau das war, konnte bis heute aber niemand ergründen. Es wird in der Forschung zumeist vermutet, dass er Mitwisser in der Ehebruchsaffäre von Augustus’ Enkelin Iulia war.
Mittwoch, 26. August 2009 16:20
Phineas: @stimme der vernunft
So, und der „wirkliche“ Grund ist Ihnen leider entfallen?

Bevor Sie dahergelaufenes Großmaul es wagen, mich zurechtzuweisen, beschäftigen Sie sich gefälligst zuvor mit der Materie, Sie Dummschwätzer!
Mittwoch, 26. August 2009 16:16
Dass Ovid für den Text verbannt wurde, ist ein Ammenmärchen verklemmter Betschwestern. Die Verbannung erfolgte 8 Jahre nach der Veröffentlichung.
Mittwoch, 26. August 2009 15:52
erotisch ist nicht gleich pervers. aber wer erotik als pervers bezeichnet, kann sich genauso auch als sexuell verklemmt outen.
you just did it. congratz!
Mittwoch, 26. August 2009 15:46
Phineas: „Ars amandi“
Ich habe in der Oberstufe bei der Übersetzung des perversen Textes nicht mitgemacht. Der Verantwortliche wurde seinerzeit für die Schaffung dieses verbrecherischen Unwerkes verbannt, doch heute ist es umso gefragter.
Es passt aber zum Gesamtsystem der antichristlichen Parasitenregierungen, den Jugendlichen derartige Literatur im Unterricht aufzuzwingen.
Mittwoch, 26. August 2009 15:24
Leon †: Etwas außergewöhnlich ist dieser Text
als Übersetzungs-Aufgabe schon, dennoch: Ist er wirklich „hochobszön“? Ich vermute, die jungen Menschen, die mit ihm in der Schule nun umgehen, haben in ihrem Alter schon obszönere Sachen gelesen und gesehen. Irgendein „Verderbnis“ wir der Ovid daher wohl kaum anrichten. „Erotische“ Texte mussten meine Klassenkameraden und ich seinerzeit weder im Latein-, noch im Griechisch-Unterricht übersetzen, aber ich erinnere mich, dass es sehr oft um „Krieg und Kriegsgeschrei“, Eroberungen, Gemetzel und Ähnliches ging – und auch jene Texte waren von einer gewissen Drastik durchzogen, allerdings nicht auf dem Gebiet des Sexus, sondern der Gewalt und Unterdrückung.
Mittwoch, 26. August 2009 14:46
stimme der vernunft: In eine frommen katholischen Schule
sollte man gar nichts von verderbten Heiden übersetzen.
Im katholibanischen Staat besteht das Abitur daraus, das Avemaria zu übersetzen, oder ersatzweise herunterzuleiern.
Mehr muss der fromme Katholik nicht wissen. Dann darf er (natürlich nur er, Frauen ja nicht) studieren.
Im Studium lernt er dann die heilige Schrift auf lateinisch auswendig zu rezitieren. Oder zumindest ein paar Sätze daraus.In Mathematik werden die Sakramente gezählt, und im Deutschunterricht die Predigten von Pater Schmidtberger gelesen.
Mittwoch, 26. August 2009 14:28
Paulaner †: Die Sintflut vom Ovid ist interessanter als die Liebeskunst
Mittwoch, 26. August 2009 13:40
Arkanum/kreuts.net †: „Ars amatoria“
gibt es dort zum Nachlesen.

Disclaimer: Für überhöhte Erwartungen an den Text aufgrund dessen reißerischer Zusammenfassung wird keine Haftung übernommen.
Mittwoch, 26. August 2009 12:32
r.ruhrgebietler: bieger – dummes geschaetz!
sie unterstellen allen anderen menschen ausser ihnen nicht an koeperhygiene und – pflege beteiligt zu sein.
ihr verhalten ist inakzeptabel!
Mittwoch, 26. August 2009 12:22
MartinBieger: @stimme
Dann hoffen wir mal das die Piusbrüder das auch beherzigen was in ars amatoria steht.
Ich meine wenn man wie die immer in dicken Teppichen verhüllt durch die Gegent läuft muss man doch schwitzen wie ein Tier.Erst Recht im Sommer.
Und entsprechend riechen.
Mittwoch, 26. August 2009 11:23
Lycos: Fanatiktak
Achja, kommt das nicht mehr so zugeknöpft sein eigentlich von der Klimaerwärmung?
Mittwoch, 26. August 2009 11:17
Paulaner †: DAS („alles“) ist eine typische, verlegene Fanatikerreaktion.
Lycos: Natürlich Paulaner, alles …
Mittwoch, 26. August 2009 11:14
Lycos: Natürlich Paulaner
Alles ist heutzutage gut und besser als damals!
Die Natur, die Familie und das Fernsehprogramm!
Mittwoch, 26. August 2009 11:09
In der ars amatoria stehen so gute Ratschläge wie dass man sich täglich überall waschen soll, damit man nicht stinkt, dass man es nicht mit der Parfümierung übertreiben soll und ähnliches, was doch hoffentlich auch in den Katholibanzuchtanstalten der Piusbrüder Beherzigung findet.
Mittwoch, 26. August 2009 11:00
Paulaner †: Gottseidank wissen heutige Kinder über die „Knöpfe“ längst Bescheid, sine ira et studio.
Lycos: Hat Ovid nicht bestimmte Knöpfe

Die sind nicht so zugeknöpft wie „wir“ damals noch waren. Und da ist nichts „Sündiges“ dahinter.
Mittwoch, 26. August 2009 10:54
Lycos: Hat Ovid nicht bestimmte Knöpfe
an der holden Weiblichkeit beschrieben die man drücken muss damit diese
nun, für eine genauere Ausführung über die Wirkung dieser Knöpfe ist es noch zu früh am Tage, weil ja noch junge, unschuldige Schüler hier mitlesen könnten.
Mittwoch, 26. August 2009 10:39
stimme der vernunft: Von der Redaktion entfernt
Mittwoch, 26. August 2009 10:38
Czibo: Grundproblem im Leserforum!
Immer zu viel Meinung für die vorhandene Ahnung

Genauso ist es! Das gilt aber nicht nur für die Hardcoretradis, sondern genauso für die „Alt-68er“, die hier auf Kreuz net so schreiben. So viele dümmliche Meinungsäußerungen von rechts wie von links wie hier bei den Lesermeinungen findet man nicht alle Tage. Es gibt hier kaum noch ernstzunehmende Schreiber, wie zB. Guttenberg oder auch Sie, liebe Clarissa Colonia. Die meisten sind doch schon lange abgewandert!!
Mittwoch, 26. August 2009 10:30
clarissa colonia: Tja, das ist wohl das chronische Problem …
… der ganzen „konservativen Szene“ und ihrer alerten Koterie: Immer zu viel Meinung für die vorhandene Ahnung.
Mittwoch, 26. August 2009 10:23
Navon: Es liegt schlicht daran,
dass die Pius-Wichtigtuer keine Ahnung vom Inhalt der drei Bücher von Ovid haben. Sie haben nur mal gehört, dass es was mit Liebe zu tun hat, mehr offensichtlich nicht. Schon so Sätze wie:

Es handelt sich dabei um einen hochobszönen Text, der dem Mann und alle möglichen sexuellen Verführungstechniken vorstellt. Dabei wird die Frau auch als Beute des Mannes hingestellt.

die jeglicher Grundlage entbehren, zeigen doch nur, dass weder die Piusse noch die sogenannte „Redaktion“ (sofern da ein Unterschied besteht), jemals die betreffenden drei Bücher von Ovid gelesen hat.
Mittwoch, 26. August 2009 10:18
clarissa colonia: Ging es Ovid
nicht darum, wo und wie man in Rom Mädchen kennenlernen kann, wie man ihre Liebe gewinnt und dieser Liebe Dauer und Bestand verleiht? – Wo verstießen diese Absichten gegen die kirchliche Morallehre?

Und müßten nicht gerade Ovid und seine Ars amatoria sich der Wertschätzung der Bruderschaft sicher sein können, da der Autor darin so freimütig bekennt:

„Odi concubitus, qui non utrumque resolvunt.
Hoc est, cur pueri tangar amore minus.“

(Ich hasse den Liebessakt, der nicht beide befriedigt. Deshalb werde ich kaum je von der Liebe zu Knaben ergriffen.)
Mittwoch, 26. August 2009 09:33
Gunsenum: Obszönes Abitur!
Leute – Pater Regis scheint eine kleine Sache vergessen zu haben: In Deutschland wie auch im Französischen Abi (bac lit. in diesem Fall) hat man sich mit dem Text auseinanderzusetzen. Da geht es, im Fall des Sprachfaches um Analyse, theoretische Analyse, um Übersetzung und um eine dialektische Diskussion der Textaussagen. UNd da ist ein solche Text doch prima geeignet; bietet er doch die Möglichkeit, die Rolle „der“ Frau im HInblick auf ihre Betrachtung als „Objekt“, ihre Genderrolle, zu diskutieren und Alternativen, seiense sie nun christlich und katholisch, laizistisch oder piusbrüderlich angehaucht zu präsentieren! Nieland ist verpflichtet di Aussagen der ars amandi ¨für gut zu befinden! Gerade darauf zielt ein solcher Text doch ab: Kritische Diskussion, Einordnung und Alternativpräsentation!
Mittwoch, 26. August 2009 08:59
Lycos: kreuz.net
steht ja auf dem Gutmenschenidex, aber der unartige Großwildjäger und Konsorten halten sich nicht daran und lesen hier ja schon zwanghaft mit!
Phöse, phöse!
Mittwoch, 26. August 2009 08:55
Großwildjäger: Die Pius-Brüder…
…würden wohl auch gerne wieder den „Index der verbotenen Bücher“ einführen…
Mittwoch, 26. August 2009 08:54
Paulaner †: Der Piusbruder regt sich (zurecht) drüber auf, dass ars amandi als einziger Text zur Wahl steht.
Navon: Die Piusse mal wieder…
Als einziger Text ist dabei die „Ars amandi“ des römischen Dichters Ovid († 18) vorgesehen.
In diesem Alter ist das AUFDRINGLICH.

Du würdest dich aufregen, wenn als einziger Text ein Augustinus zur Wahl stände: „RELIGIÖSE INDOKTRINATION“ … und nach Luft schnappen.
Mittwoch, 26. August 2009 08:30
Lycos: Es geht ja nicht generell um Texte von Ovid
sondern um seine erotischen Ratgeber, quasi der Dr. Sommer der Antike.
Mittwoch, 26. August 2009 08:26
Navon: Die Piusse mal wieder…
Protestieren, weil die Kinder einen nahezu 2000 Jahre altes, mehrbändiges Werk über die Liebe im antiken Rom behandeln, in dem Sexualität zwar vorkommt, jedoch keineswegs die Hauptrolle spielt.
Der geneigte Leser kann sich ja gern ein Bild davon machen, das „Ars amatoria“ (auch „Ars amandi“ genannt) ist im Netz frei verfügbar.
Aber die Franzosen werden schon wissen, was ihren Kindern guttut – Kultur & Liebe oder Sexualfeindlichkeit der Pius-Hansel, die wegen ihres Zölibats davon naturgemäß keine Ahnung haben können!
Mittwoch, 26. August 2009 08:25
Ernst von Zwiefalten: Ovid im Abitur
Gibt es einen geeigneteren Text für Schüler dieses Alters, um sich mit der eigenen Sexualität auseinanderzusetzen?
Pater Régis deCacqueray hat sich damit als Pädagoge selbst disqualifiziert. Wer solchen Blödsinn verzapft, ist ungeeignet, Schüler zum Abitur zu führen.
Im Übrigen stimme ich FioreGraz hier 100% zu.
Mittwoch, 26. August 2009 08:19
wassers: Ist doch egal!
Ob er sich da oder dort aufhält, das ändert an der Situation der konziliaren Gemeinschaft nichts, geschweige denn, dass es eine Bedeutung für eine Rekatholisierung hätte.
Mittwoch, 26. August 2009 08:16
Lycos: Piusbrüder Notgeil?
Schließen sie da nicht von sich selbst auf andere?
Junge Menschen, die sich eigentlich mit dem Gedanken der Ehe beschäftigen sollten, werden mit solchen Texten zugemüllt und darin bestärkt das jeder mit jedem darf wann und wo er will. Das hat nur etwas mit Sittenverfall zu tun, kehren sie in sich und dann um.
Mittwoch, 26. August 2009 08:13
Fabianus: …Wann
kehr seine Heiligkeit eigentlich mal wieder aus Castel Gandolfo zurück? Er ist kaum im Vatikan.
Mittwoch, 26. August 2009 07:57
FioreGraz: Der Staat verführt Minderjährige
Ich denke mal Abiturienten kann man auch in Frankreich nicht mehr als Minderjährige bezeichnen.

Es handelt sich dabei um einen hochobszönen Text, der dem Mann und alle möglichen sexuellen Verführungstechniken vorstellt.

Na wenigsten mal nicht langweillig, auserdem sollten das zukünftige Erwachsene schon aushalten können, ansonsten muss man vor Piusbruderschülern ja Angst haben wenn die bei jeder Gelegenheit notgeil über einem herfallen.

LG
Fiore
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