Politik
Der katholischste Protestant
Wenn es heute in der deutschen Politik noch einen religiösen Einfluß gibt, dann aus der evangelischen Ecke. Seit dem Konzil reden die Katholiken zwar ständig von Politik – und haben sich zugleich davon verabschiedet.
Der Fraktionsvorsitzende der Homo- und Abtreibungspartei CDU/CSU im deutschen Bundestag, Volker Kauder.
Der Fraktionsvorsitzende der Homo- und Abtreibungspartei CDU/CSU im deutschen Bundestag, Volker Kauder.
© gemeinfrei
(kreuz.net) Am 11. August veröffentlichte die iranisch-deutsche Journalistin Mariam Lau in der Tageszeitung ‘Welt’ einen Artikel über Evangelikale als angebliche „Macht in der deutschen Politik“.

Dieser Richtung gehört Volker Kauder an. Er ist Fraktionsvorsitzender der Homo- und Abtreibungspartei CDU/CSU im deutschen Bundestag.

Er läßt sich nach Angaben von Frau Lau nicht gerne als „evangelikal“ bezeichnen: „Es klingt zu sehr nach gefährlichem Irrsinn, nach Fernsehpredigern, die im Keller eingelegte Gurken für das Jüngste Gericht deponieren.“

Für seinen Freund und Fraktionskollege Georg Brunnhuber ist Kauder „der katholischste Protestant, den ich kenne.“

Hinter Kauders Schreibtisch hängt ein großes Photo von seiner Pfingst-Privataudienz mit Benedikt XVI.

Der Politiker stammt aus einer Vertriebenenfamilie aus dem ehemaligen Jugoslawien, die vom baden-württembergischen Pietismus geprägt ist.

Kauder möchte die Abtreibungsgewalt nur bei Vergewaltigungen zu lassen: „Aber er spricht es nur selten aus“ – kommentiert Frau Lau.

Der Ministerpräsident von Niedersachsen, Christian Wulff, und der Vorsitzende der CDU-Fraktion im sächsischen Landtag, Steffen Flath, gehören zum Kuratorium des Evangelisten-Netzwerks „Pro Christ“.

Auch der evangelische Ratsvorsitzende Wolfgang Huber ist dort Mitglied.

Im Sommer 2007 demonstrierte der CDU-Abgeordnete Hans-Joachim Fuchtel mit einer kompletten Schwarzwälder Trachtenkapelle und zahlreichen evangelikalen Organisationen auf der Berliner Prachtmeile Unter den Linden für die Besserstellung der Familie.

Die Vorsitzende der Frauen-Union, Maria Böhmer, und der Vorsitzende der Senioren-Union, Otto Wulff, schickten Grußworte, als christliche Lebensschützer mit tausend weißen Holzkreuzen in der Berliner Innenstadt gegen die Abtreibungsgewalt protestierten.

Frau Lau erwähnt auch den FDP-Haushaltsexperten Otto Fricke: „Wenn es eine aufsteigende Linie gibt von »gläubig« bis »evangelikal«, dann bin ich da irgendwo am oberen Ende.“

Amtskirche in ‘grün’-extremistischer Hand

Daneben gibt es die amtskirchlichen Protestanten.

Die ‘Grün’-Extremistin und Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt wurde kürzlich zum Präses der Synode der ‘Evangelischen Kirche Deutschlands’ gewählt.

Sie hält von den „Evangelikalen“ erwartungsgemäß nichts – bezeichnet sich aber selber aber als „fromm“.

Hermann Gröhe – CDU-Staatsminister im Bundeskanzleramt und Mitglied im Rat und in der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland – kommt aus einer evangelischen Kirchengemeinde in Neuss.

Er fühlt sich in seiner Glaubensgemeinschaft sehr wohl – „auch weil in ihr Frauen und Männer, ordinierte Theologen und Nicht-Theologen gemeinsam Leitungsverantwortung tragen.“

Gröhe glaubt, daß man es sich in Deutschland mit den US-Evangelikalen zu leicht macht: „Zuerst wurden sie ignoriert, nun werden sie dämonisiert.“

Zu lange habe man bei uns „Gottvergessenheit für Aufgeklärtheit“ gehalten.
      
20 Lesermeinungen
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#20   Franz Kappes   08:34:23 | Montag, 31. August 2009
Technischer K.O.
Habt ihr auch Probleme mit dem Rechner?
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#19   EvaHermanFan akaFreimaurerin   23:19:31 | Freitag, 28. August 2009
Woran
erkennt man die eigentlich?
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#18   smallplayer   23:17:05 | Freitag, 28. August 2009
Ein Protestant
ist ein Protestant und kein Katholik.
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#17   Gotthard   19:54:55 | Freitag, 28. August 2009
ich hatte immer gedacht …
… ein Protestant kämer per se in die Hölle laut +.net-Lehre.
Und dann solch eine jubilierende Überschrift?
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#16   Confiteor   15:50:49 | Freitag, 28. August 2009
katholisch-katholischer-am katholischsten
eine herrliche Steigerung.
Fast schon wie:
Müll- Müller- am Müllsten… :-D :-D :-D
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#15   joberens   14:51:57 | Freitag, 28. August 2009
Realistischer werden und damit Respekt und Glaubwürdigkeit gewinnen
Als Katholik muß man leider neidlos zugeben, daß die evangelische Kirche in vielen Dingen Jesus und dem Evangelium wesentlich näher steht, realistischer ist, mit beiden Füßen auf dem Boden steht und nicht auf irgend einer Wokle sieben schwebt, sich nicht in irgendwelchen Fantasien bewegt, wie es beim Vatikan doch leider nicht selten der Fall zu sein scheint.
Mit Träumereinen und Spinnerein kann man doch heute keinen Blumentopf mehr gewinnen, um es salopp zu formulieren. Orientierung an Jesus und am Evangelium muß da wieder in den Vordergund und mehr praktiziert werden.
Josef Berens
(als einfacher, denkender Katholik)
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#14   Dr. Schlämmer   14:31:08 | Freitag, 28. August 2009
„Amtskirche in ‘grün’-extremistischer Hand“
Das mag bei den Evangelen zutreffen, ist sogar ziemlich sicher ein Fakt, bei den Katholiken aber nicht, auch wenn „Kirche-von-unten“ und entsprechende GesinnungsgenossInnen entsprechend Druck machen.
Ich sag’denen immer wieder, dass sie doch offen und publikumswirksam die Seiten wechseln sollen, aber offenbar nicht laut und deutlich genug.
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#13   Franz Kappes   13:43:35 | Freitag, 28. August 2009
Ich sehe klarer
Wenn es heute in der deutschen Politik noch einen religiösen Einfluß gibt, dann aus der evangelischen Ecke.
Ach – deshalb. Geahnt haben wir es ja immer schon. Meinen weiteren Statements von heute ist eigentlich nichts hinzuzufügen.
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#12   Gunsenum   13:43:14 | Freitag, 28. August 2009
@leon Wozu Argumente auf dieser Seite?
Schauensemal – das ist kreuz.net! Da reicht es aus, sich im Wahn zu befinden, die Wahrheit allein gepachtet zu habne. Besser noch: Die Wahrheit alleine zu sein!
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#11   Confiteor   13:32:22 | Freitag, 28. August 2009
Lieber ein liberaler Evangelikaler
als ein zubetonierter Piussektierer…
dann ist nämlich „Schluss mit lustig… :-D :-D :-D
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#10   stimme der vernunft †   13:28:45 | Freitag, 28. August 2009
@Leon
Allerdings fehlt mir bislang Ihrerseits eine ausführliche theologisch fundierte Begründung
Das ist ganz einfach, lieber Leon. Man muss sich nur die Begründungen der Theologen für alles mögliche andere zum Vorbild nehmen.
So ist in der Bibel sehr oft von „Pflanzen“ die Rede. Hiermit sind natürlich Alpenveilchen gemeint. Das Alpenveilchen entspricht nämlich der göttlichen Schöpfungsordnung, daher kann nur es gemeint sein.
Dann ist da auch manchmal von ganz speziellen Pflanzen die Rede, etwa den Zedern des Libanon. Dieses Wort ist eine blumige Umschreibung für „Alpenveilchen“, ähnlich wie „Brüder Jesu“ ja auch „entfernte Verwandte Jesu“ bedeutet, denn als theologisch geschulter Mensch weisst du sicher, dass man in der Bibel nur das wörtlich nehmen darf, was einem ins Konzept passt.
Die wichtigste Belegstelle ist natürlich Matthäus 17: „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Erntet man etwa von Dornen Trauben oder von Disteln Feigen?“
Keine Trauben und keine Feigen, denn natürlich ist nur das Alpenveilchen gottgefällig.
Du siehst, die theologische Begründung für das Alpenveilchen ist sogar noch einen Deut schlüssiger und logischer als die Verdammung der homosexuallen Preversion!
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#9   FioreGraz   13:14:03 | Freitag, 28. August 2009
@joberens
Haben sie außer
– Allgeimblabla „Rom ist an allem Schuld und nicht nahe genug am Evangelium“
– Zölibatblabla „Rom ist an allem Schuld und nicht nahe genug am Evangelium“
Noch was „konkretes“ auf Lager? z.B. wo hat Rom den Weg Christi und des Evangeliums verlassen?
Ansonsten wenn ihnen die Protestanten so gut gefallen, dem formellen Abfall steht nichts entgegen, den praktischen haben sie ja eh schon hinter sich gebracht.
Also wenn sie einigermasen ehrlich sind beenden sie ihren Weg und nerven nicht.
LG
Fiore
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#8   Leon †   13:10:11 | Freitag, 28. August 2009
@gunsenum: Sie propagieren Alpenveilchen
als liturgische Pflanze. Ich nehme dieses erstmal so zur Kenntnis. Allerdings fehlt mir bislang Ihrerseits eine ausführliche theologisch fundierte Begründung, welche das Alleinstellungsmerkmal des Cyclamen Persicum für das Geeignet-Sein im Bereich der römisch-katholischen Liturgie nachweist. Denken Sie ruhig mal darüber nach, ob sich Ihre nun zu erstellende Arbeit über die vorgenannte Angelegenheit in ausführlicherer Form womöglich für eine Dissertation oder den Erwerb des Lic. theol. eignet. Da die Materie stark in den botanischen Bereich hineinragt, empfehle ich dringend die Inanspruchnahme einer wissenschaftliche Beratung in dieser Hinsicht. Einen geeigneten Ansprechpartner finden Sie unter
www.hiv-und-aids.de/…21/Tom_neu_1_ger.jpg
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#7   Paulaner †   13:07:37 | Freitag, 28. August 2009
Jede Menge! Die Kirche ist doch kein homogenes Gebilde sondern von allem etwas.
MartinBieger: Was hat die Kirche noch mit dem Urchristentum gemeinsam
Die einzelnen Mitglieder streiten besonders intensiv darum, die genauesten und „richtigsten“ Nachfolger der Lehre zu sein. Daraus entsteht diese breite Streuung, die leider in den Abspaltungen und leider auch in Sekten gemündet ist, weil es an Demut gefehlt hat.
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#6   MartinBieger   12:57:37 | Freitag, 28. August 2009
Was hat die Kirche noch mit dem Urchristentum gemeinsam
Eigentlich nichts mehr.
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#5   joberens   12:53:14 | Freitag, 28. August 2009
zu viele Dinge, die einfach nicht mehr glaubhaft zu vermitteln sind
Als ehrlich denkender Katholik kommt man nicht umhin, daß die evangelische Kirche Jesus und dem Evangelium in vielerlei Hinsicht näher zu sein scheint als die eigene kath. Kirche.
Das ist nun mal so und wird nicht nur von den Politiker so gesehen. Es kann sogar angenommen werdne, daß sehr viele Katholiken glaubensmäßig der evangelischen Kirche näher sind als der irigen.
Der Vatikan hat sich sehr weit von Jesus und dem Evangelium entfernt und manövriet sich so selbst selbstherlich immer mehr ins Abseits.
So verspielt man selbst auch immer mehr Glaubwürdigkeit und damit auch Bedeutung in der Politik.
Die allermeisten Politiker sind zwar gläubig, denken aber selbst und halten sich so selbt auch in der Lage zu entscheiden, was Sinn macht und einfach mit nichts zu begründender Unsinn ist.
Amtskirchlich wird man, wenn man wieder an Glaubwürdigkeit und Bedeutung, auch in der Politik gewinnen will, in manchen Dingen umdenken müssen.
Man sollte in Rom möglichst schnell zu erknennen versuche, daß die Menschen sich einfach nicht mehr einlullen lassen, wie es doch früher vielfach der Fall geswesen ist.
Josef Berens
(als einfacher, denkender Katholik
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#4   Gunsenum   11:39:47 | Freitag, 28. August 2009
Ein Cyclamne Persicum…
könnte ich dort als stillen Protest aufstellen! Ich fühle mich ein wenig, wie die Piusbrudergemeinden und ihre Mitstreiter, jahahaaaa! Da hat man ein sichtlich begründetes Anliegen, nämlich die Vebreitung und Institutionalisierung der cyclamen persicum und die Gesamtheit der Kirche so auf meinen Kurs zu bringen, meinen Minderheitenkurs – und man wird doch von der Amtskirche ums Verplatzen nicht so gelassen, wie man gerne würde! Also ich finde das schrecklich ungerecht! Wir sollten einen Gebetskreuzzug für die Konneszens der cyclamen persicum beginnen!
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#3   wassers   11:23:09 | Freitag, 28. August 2009
Hilfe, oh Herr, er weiß nicht mehr,
was er tut. Außer dem Ruf zu Gott kann man Ihnen nur raten, fahren Sie nach Mosel-Weiß, dort ist Gott im Altarsakrament und in der Person eines geweihten Priesters anwesend. Begeben Sie sich dorthin und erfahren Sie Heilung. Heilige Mutter Gottes, leite den Weg des Verirrten!
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#2   Gunsenum   10:39:23 | Freitag, 28. August 2009
CYCLAMEN PERSICUM
Die Alpenveilchen müssen liturgische Pflanze werden!!!!!
Unterstützen sie diese Bewegung. achen sie sich stark, stürmen sie die Ordinariate und Kirchen und lassen sie uns die Bedeutung der Alpenveilchen als heilsnotwendige Pflanze herausstreichen!
Wir werden eine nervige Minderheit sein und beanspruchen, dass nur ALPENVEILCHEN als ordentliche Liturgische Pfflanze geeignet sind!
CYCLAMEN PERSICUM!!!!
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#1   Franz Kappes   10:27:45 | Freitag, 28. August 2009
Köstlich
Allein die Überschrift …
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