Deutschland
Deutschland ist „unverändert ein christlich geprägtes Land“
Sind wirklich die Moslems daran schuld, daß in Deutschland „überkommene Wertvorstellungen“ unter Druck geraten?
Der evangelische Kirchengeschichtler Wolfram Kinzig auf der Webseite der Universität Bonn
Der evangelische Kirchengeschichtler Wolfram Kinzig auf der Webseite der Universität Bonn
(kreuz.net) „Muslime werden in Zukunft aufgrund des demographischen Wandels immer mehr Einfluß auf die deutsche Gesellschaft haben.“

Damit würden auch die „traditionellen Wertvorstellungen in Deutschland“ unter Druck geraten.

Zu dieser Erkenntnis kommt ein neues zwanzigseitiges Heft der deutschen ‘Bundeszentrale für politische Bildung’. Es trägt den Titel „Kirche in Deutschland“.

In der Broschüre kommt der evangelische Bonner Kirchengeschichtler Wolfram Kinzig (49) zur tiefschürfenden Erkenntnis, daß die Kirche „vor neuen Herausforderungen“ stehe.

Kinzig beginnt mit Optimismus: Die Kirchen seien in Deutschland die „maßgeblichen Träger karitativer Einrichtungen“. Christliche Standpunkte würden in ethischen Fragen „weithin Gehör finden“.

Von einem Ende der Bedeutung des Religiösen könne somit „keine Rede“ sein. Deutschland sei „unverändert ein christlich geprägtes Land“.

Der Kirchengeschichtler belegt seine Behauptungen mit Karteileichen: 74 Prozent der insgesamt 82,3 Millionen Deutschen gehörten einer Religionsgemeinschaft an oder würden sich als einer solchen zugehörig bezeichnen.

30,5 Prozent der Deutschen sind protestantisch, 31,2 Prozent katholisch. Im Land gibt es auch 3,2 Millionen Muslime.

Kinzig glaubt, daß die „gesellschaftliche Teilhabe“ von Muslimen in Deutschland zunehmen wird.

Das werde „weitreichende zivilreligiöse Veränderungen“ nach sich ziehen, „angefangen von der Einführung eines islamischen Religionsunterrichts an staatlichen Schulen bis hin zu staatlich geschützten islamischen Feiertagen“.

Dadurch würden der „traditionelle Bildungskanon“ und die „überkommenen Wertvorstellungen“ unter Druck geraten.

Der Kirchengeschichtler verschweigt, daß das schon lange – und nicht wegen der Moslems – geschehen ist.

Während der vergangenen Jahrzehnte hat Kinzig allerdings eine „deutliche Abnahme“ des öffentlichen Einflusses der „Institution Kirche“ beobachtet.

Gleichzeitig hätten die Kirchen ihren Einfluß angeblich in den elektronischen Medien Fernsehen, Radio und Internet „deutlich verstärkt“.

Die Übel der evangelischen Landeskirchen sieht der Kirchengeschichtler im Fehlen einer zentralen Repräsentationsinstanz, dem „Mitgliederschwund“ und der daraus resultierenden wachsenden Finanznot.

Das werde die Protestanten zwingen, zu einer Form von „bundesweiter föderaler Kirchenstruktur“ zu finden.

Das Christentum werde neue Formen der gesellschaftlichen Präsenz suchen, etwa als „Dienstleister für religiöse Fragen“, mit „unkonventionellen Webauftritten“, „öffentlichen Aktionen“ oder „griffigen Werbeslogans an Bussen und Bahnen“.

Diese Entwicklung sei jedoch nicht unproblematisch, „weil Kirche sich damit als ein Anbieter von religiöser Sinnstiftung neben anderen etabliert und ihr Anderssein nivelliert“.
      
6 Lesermeinungen
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#6   JMX   15:16:35 | Sonntag, 6. September 2009
Realität in Sicht
„weil Kirche sich damit als ein Anbieter von [religiöser] Sinnstiftung neben anderen etabliert und ihr Anderssein nivelliert“.
Und damit wäre endlich so etwas wie Anerkennung der Realität in Sichtweite… :-)
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#5   Paulaner †   04:21:55 | Sonntag, 6. September 2009
Die politischen Gegner & Feinde haben sich längst des Staates bemächtigt.
Der Staat ist das Werkzeug der Sozialisten, die Sozialisten verstehen die Demokratie als wesengleich mit ihrer Ideologie (Sozialdemokratie) und die Kirche hat dem NICHTS entgegenzusetzen sondern strampelt hilflos im Treibsand.
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#4   DJM †   01:02:23 | Sonntag, 6. September 2009
Psychologie der Massen … Gustave Le Bon
Der Theorie nach ist Deutschland zwar christlich, aber der friedfertige Jesus der Bibel ist dort zu einer ebenso wilden Gottheit geworden wie der altertümliche Odin, der pausenlos von Eroberungen und Massakern träumt. (1916, S. 47)
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#3   Herward   15:52:08 | Samstag, 5. September 2009
„Dienstleister für religiöse Fragen“
Das Christentum werde neue Formen der gesellschaftlichen Präsenz suchen, etwa als „Dienstleister für religiöse Fragen“, mit „unkonventionellen Webauftritten“, „öffentlichen Aktionen“ oder „griffigen Werbeslogans an Bussen und Bahnen“.
Andere Zeiten erfordern andere Marketingstrategien. Wo ist das Problem. Trotz bester Werbung wird es nie gelingen alle Kontaktpersonen zu überzeugen. Heute nicht. Vor hundert Jahren nicht und vor tausend Jahren nicht. Wenn es gelingen würde, wär’s ja langweilig. :-$
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#2   Vineta   14:40:26 | Samstag, 5. September 2009
Tja, so ist das eben, wenn man mit Eifer darangeht, sich das eigene Grab zu schaufeln,
Während der vergangenen Jahrzehnte hat Kinzig allerdings eine „deutliche Abnahme“ des öffentlichen Einflusses der „Institution Kirche“ beobachtet.
indem man …
1) statt eines würdigen , ins Sakrale entrückenden sonntägl. Meßopfers nur mehr ein traditionsverachtendes Ad-Hoc-Kaperltheater veranstaltet, sich über herdentriebhaften Kommunionempfang ohne Beichte freut und nichtssagende und verzichtbare Predigten losläßt, die um alle Mißstände im Land einen großen Bogen machen und keinem auf die Zehen treten.
2) die erstaunlich zahlreichen Fälle von pädophilen Verfehlungen im Klerus als „ dumme Bubenstreiche“ ( Bischof Krenn) herabspielt, untherapierbar- pädophile Priester nicht feuert, sondern in bis zu 100 Gemeinden immer wieder einsetzt, mit Vertuschungsversuchen Schulden in Milliardenhöhe sich einhandelt – ohne daß je ein Bischof für sein Tun zur Rechenschaft gezogen wird.
3) nicht von Anfang an energisch und mit einer Stimme gegen die Homo- und Abtreibungshedonisten aufgetreten ist, so daß diese nun mit finanzieller, gesetz- u. strafbewehrter Unterstützung aller etablierten Parteien diktieren, wo’s lang geht.
4) schweigt zu eheverhindernden, familienunfähig machenden u. mausklickschnellen Gratisangeboten an die Jugend, sich in bizarren Pornowelten herumzutreiben zur Beschleunigung des demograph. Kollapses.
5) der Zuwanderung von Juden u. Moslems mit Wohlwollen begegnete, obwohl es den einen nur um Mrd.-Summen für Holotempel, den anderen um Landnahme+Islamisierung geht.
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#1   wassers   13:56:41 | Samstag, 5. September 2009
Nein, zwei Ursachen!
1. Versagen der römischen Kirche im Falle des Häretikers Luthers und Abfall von 1/3 des Abendlandes in die Häresie.
2. Versagen der ehemals katholischen Bischöfe auf der Räubersynode – auch Vaticanum II genannt – unter Öffnung gegenüber dem Modernismus, Relativismus, Atheismus etc. und Aufgabe des katholischen Glaubens der Kirche Roms unter Ersetzung dieser durch den Konziliarismus.
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