16:11:36 | Mittwoch, 9. September 2009
Geben wir uns nicht der Täuschung jener hin, die glauben, Christus nachfolgen zu können, ohne in Treue dem Nachfolger Petri anzuhängen. Von Bischof Pascal N’Koué von Natitingou, Benin.
(kreuz.net) Das Wort „Papst“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Papa“. Der Papst ist der Papa der
katholischen Familie, der Vater der Väter („pater patrum“) und darum der Vater aller. Einen Vater liebt,
respektiert und hört man.
Im übrigen ist er der einzige Vater, den man „Heiliger Vater“ nennt, weil
er mehr als alle anderen zur Heiligkeit verpflichtet ist. Er ist der sichtbare Lenker, der den Marsch
der einzigen Kirche leitet, die auf Christus gegründet ist.
Er ist es, der die Schlüssel zum Himmelreich
und die ewigen Vollmachten in Händen hält. Er ist der Garant der gesunden Lehre, auch im Sturm widerstrebender
Winde: „Du bist Petrus und auf diesem Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Hölle werden
sie nicht überwinden“ (Mt 16,18). Was für ein Versprechen!
In anderen Worten: Der Papst ist eine unerschütterliche
geistliche Autorität. Er ist Kephas, der solide Felsen, weil der Herr für ihn „Zuflucht und Kraft ist,
Hilfe, die ihm immer in der Not angeboten ist.“
Nur die Kirche, die er leitet, ist ewig. Die menschliche
Weisheit macht aus ihm den einzigen, der in seinen Ämtern nicht durch eine Altersbeschränkung noch durch
eine Begrenzung der Amtszeit betroffen ist.
Schande über jene, die seinen Rücktritt fordern. Durch
Meinungsumfragen kann man nicht entscheiden, wer Papst werden oder aufhören soll, es zu sein. Sein Primat
ist kein Primat des Prestiges, sondern der Einheit und Gemeinschaft – ein Liebesdienst in der Wahrheit.
Er ist der einzige Religionsvertreter der auch Staatsoberhaupt ist, der Botschafter zu den zivilen Staaten
und zur politischen Gemeinschaft entsendet und solche Botschafter empfängt. Das Ziel dieses Austausches
besteht darin, die Staaten durch das Licht des Evangeliums zu erleuchten.
„Cum Petro“ und „sub Petro“,
„mit Petrus und unter Petrus“: Das muß unsere Devise und unsere innere und äußere Haltung dem Papst
gegenüber sein.
Geben wir uns nicht der Täuschung jener hin, die glauben, Christus nachfolgen zu können,
ohne in Treue dem Nachfolger Petri anzuhängen. Sogar das Kollegium der Bischöfe kann nicht ohne ihn
existieren (CIC 336).
Ein Körper ohne Kopf ist ein Monster. Die Kirche ruht auf Christus und auf dem
Apostel Petrus.
Insofern wir vom römischen Papst abhängen, sind wir Römer. Auch wenn wir von französischen
Missionaren evangelisiert wurden, auch wenn unsere Diözese geographisch in Afrika liegt, sind wir auf
geistliche Weise Römer von Geburt. Rom ist unsere Mutter.
Obwohl die Kirche von Natitingou von gleicher
Substanz ist, ist sie verpflichtet, sich der römischen Kirche zu unterwerfen, wie Jesus, gleichen Wesens
mit dem Vater, aber ihm völlig unterworfen war: „Vater, nicht mein Wille sondern der Deine“ (Mt 26,39).
Die Treue zu Rom ist Kraft und Sicherheit und kein Sklaventum. Die Kirche Roms ist nicht Despot, sondern
Befreierin. Sie ist eine Garantie der Stabilität im Glauben und in den Sitten.
Nächstes Mal: Atmen
wir mit voller Lunge die römische Luft
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