10:27:02 | Dienstag, 15. September 2009
Ein deutscher Amtstheologe hat eine weitere Gelegenheit bekommen, seine reaktionären und konzilsnostalgischen Thesen zu verbreiten. Ein Kommentar.

Freiluftmesse beim Sonnenuntergang
(kreuz.net) Am 28. August berichtete die ‘Aachener Zeitung’ über einen Vortrag des Bonner Liturgiker,
Hw. Albert Gerhards, im Gemeindezentrum Sankt Michael in Eschweiler – eine Stadt im Kreis Aachen in Westdeutschland.
Der Vortrag stand unter dem nostalgischen Titel: „Das Konzil kommt zurück“.
Die Zeitung erklärt, daß
Hw. Gerhards 14 Jahre alt war, als das Zweite Vatikanum zu Ende ging. Dann zitiert das Blatt billige Dämonisierungen
des Liturgikers: „Kirchliche Riten, so erinnert er sich, waren damals auch etwas, das Angst machte.“
Die damals blühende Kirche habe „erstarrt und weltfern“ angemutet, diffamiert Hw. Gerhards.
Darum seien
die Beschlüsse des Konzils von Katholiken „überall in der Welt“ als ein „Aufbruch“ und „etwas Befreiendes“
empfunden worden – verkauft der Schwarz-Weiß-Professor sein Publikum für dumm.
Nach Hw. Gerhards sind
angeblich noch viele Aufgaben des Konzils „unerledigt“. Die Umsetzung des Konzils bezeichnet er melodramatisch
als „dornenreiche Geschichte“.
Nach anfänglicher Hochstimmung sei eine Phase der Ernüchterung, gar
des Rückschritts eingetreten – jammert er.
Daß der Papst der inzwischen international gewordenen Kirche
mit dem Motu Proprio ‘Summorum Pontificum’ eine internationale Liturgie mit einer internationalen Sprache
zurückgegeben hat, hält der in seiner kleinen deutschen Welt gefangene Professor für einen „Rückschritt“.
Hw. Gerhards lebt von den Konzilsmärchen. Im Zweiten Vatikanum habe die Kirche ein „neues Selbstverständnis“
gefunden, behauptet er: „Die Kirche soll bei den Menschen sein, das war eine Sensation“.
In Wahrheit
verlor die Kirche in den Jahren nach dem Konzil den Kontakt zu ihren Gläubigen. Denn just in den von
Hw. Gerhards verherrlichten 1960er Jahren liefen die Scharen von dieser volkslüsternen Kirche davon.
Der Liturgiker hält den liturgiesprachlichen Nationalismus von damals immer noch für eine Errungenschaft:
Daß die Messe seither in der „jeweiligen Volkssprache“ gelesen wird, ist für ihn ein Symbol für ein
neues „Verständnis von Kirche als Gemeinschaft aller Gläubigen“.
Im Zeitalter der Globalisierung ist
das eine gewagte These.
Den Papst will Hw. Gerhards „differenziert“ beurteilen. Als Konzilsberater sei
er auf der Seite der angeblichen „Erneuerer“ gestanden. Diese grundsätzliche Einstellung habe er nicht
geändert.
Allerdings falle es ihm schwer, das „Nebeneinander von Gegensätzlichkeiten“ zu ertragen:
„Er denkt nicht in Spannungen“.
Hw. Gerhards reden von „Ambivalenzen, die bleiben“ und behauptet, darin
„etwas Positives“ zu sehen: „Menschen mit unterschiedlichen Einstellungen zu etwas Gemeinsamem zu bringen,
ist ja kirchliches Ziel.“
In Wahrheit braucht die Kirche heute keine Professoren, die ihre katastrophale
Zerrüttung schönreden, sondern Gläubige, welche die Probleme mutig beim Namen nennen und Lösungsvorschläge
machen.
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#19
noch ein Landorganist 22:20:21 | Dienstag, 15. September 2009
#18
fides et ratio 18:13:43 | Dienstag, 15. September 2009
#17
Sefirot 16:55:23 | Dienstag, 15. September 2009
#16
smallplayer 16:31:10 | Dienstag, 15. September 2009
#15
lateiniheini 15:19:49 | Dienstag, 15. September 2009
#14
Ansgar 15:14:28 | Dienstag, 15. September 2009
#13
Domenico Tuttisanti 15:09:26 | Dienstag, 15. September 2009
#12
lateiniheini 14:28:47 | Dienstag, 15. September 2009
#11
noch ein Landorganist 14:14:10 | Dienstag, 15. September 2009
#10
Kunstmaler † 12:48:44 | Dienstag, 15. September 2009
#9
lateiniheini 12:45:44 | Dienstag, 15. September 2009
#8
Kunstmaler † 11:58:40 | Dienstag, 15. September 2009
#7
Gunsenum 11:51:12 | Dienstag, 15. September 2009
#6
lateiniheini 11:42:59 | Dienstag, 15. September 2009
#5
Kunstmaler † 11:39:38 | Dienstag, 15. September 2009
#4
lateiniheini 11:31:19 | Dienstag, 15. September 2009
#3
Domenico Tuttisanti 11:12:45 | Dienstag, 15. September 2009
#2
lateiniheini 10:47:43 | Dienstag, 15. September 2009
#1
Kunstmaler † 10:46:42 | Dienstag, 15. September 2009