Wundersame Krankenheilungen werden von Exegeten – die ihre eigenen Glaubensprobleme in die Heilige Schrift hineinprojizieren – aus der Bibel herausinterpretiert. Trotzdem geschehen Wunder bis zum heutigen Tag. Von Hubert Hecker.
Mutter Immaculata war ab 1924 ans Bett gefesselt
(kreuz.net) Vor hundert Jahren lebte die junge Lehrerin Elisabeth Tombrock in der kleinen Pfarrei Mülheim-Sichtigvor
im Bistum Paderborn.
Von Kindheit an hatte sie eine schwächliche Konstitution. Bevor sie in das Lehrerinnenseminar
eintreten konnte, plagte sie ein Halsleiden mit Stimmbandentzündung.
Im zweiten Seminarjahr mußte sie
die Ausbildung aufgrund eines schweren Lungenleidens unterbrechen.
Als die Kirche im Jahre 1904 das fünfzigste
Jahr der Dogmenverkündigung von der unbefleckt empfangenen Gottesmutter feierte, trat Elisabeth Tombrock –
wie viele Laien damals – in der Dritten Orden des Heiligen Franziskus ein und nahm den Namen ‘Immaculata’
an.
Schon zwei Jahre nach ihrer Anstellung an der Volksschule Mülheim-Sichtigvor mußte sie den Unterricht
für länger Zeit aussetzen – aufgrund eines Hüftleidens, einer Stimmbänderentzündung und einer ‘Lungenspitzenaffektionen’.
Im Herbst 1908 bescheinigte ihr der Arzt Dr. Ulrich Herzschwäche und tuberkulöse Geschwüre am rechten
Zeigefinger.
Mehrere Spezialisten versuchten die fortschreitende Knochentuberkulose durch das schrittweise
Amputieren des Zeigefingers aufzuhalten.
Nach neun Handoperationen – wegen der Herzschwäche alle „ohne
Chloroform“ – mußte die innere Handfläche aufgeschnitten werden – ohne Erfolg.
Schließlich trafen
die Ärzte Vorbereitungen, um am 1. Mai 1909 die ganze rechte Hand zu amputieren.
Doch dann wurde festgestellt,
daß die Tuberkeln das Handgelenk schon überschritten hatten. Man wollte darum den ganzen Arm entfernen,
um die Ausbreitung der Krankheit aufzuhalten.
In dieser Situation menschlicher Hoffnungslosigkeit erinnerte
sich die junge Frau an die Erstkommunionwidmung ihrer Mutter:
„Zu Jesus kommt man durch Maria. Verehre
sie täglich, dann wird sie auch Deine Mutter sein und dir beistehen in allen Nöten.“
Letzte Hoffnung:
Lourdes
Mit den Worten: „In Marias Hand lege ich mein Leben und Sterben“, teilte Elisabeth ihrer Mutter
mit, daß sie keine Operation mehr wolle, sondern nach Lourdes zur Muttergottes fahre.
Inzwischen hatte
sich das Leiden verschlimmert. Die TBC zeigte sich auch an den Zehen.
Deshalb bekam die Schwerkranke
von ihrer Familie nur widerwillige Hilfe bei der Planung der Pilgerreise. Man glaubte, daß die Fahrt
nach Lourdes ihr Tod wäre oder diesen beschleunigen würde.
Am 9. August erreichte der in Straßburg
zusammengestellte Pilgerzug Lourdes.
Noch am Abend um 9 Uhr kniete Elisabeth Tombrock an der Grotte,
dem „Ziel ihrer Sehnsucht“, wie sie sich ausdrückte.
Am letzten Pilgertag, dem 15. August 1909, bat
sie die Pflegerinnen, sie noch einmal zur Grotte zu begleiten.
Keine Hoffnung mehr
Alle Hoffnung schien
geschwunden, als sie auf dem Weg dorthin bewußtlos wurde und zurück ins Bett gebracht werden mußte.
Krankenschwestern verbanden ihre von eitrigen Entzündungen überzogene Hand zum wiederholten Male.
Trotz ihres elenden Zustands drang Elisabeth Tombrock darauf, am Spätnachmittag an der Sakramentsprozession
teilnehmen zu können. Die pflegenden Damen erfüllten ihr diesen „letzten Wunsch“.
Der Priester ging
mit dem Allerheiligsten in der Monstranz segnend an den Kranken vorbei. Er blieb vor Elisabeth Tombrock
stehen.
„In diesem Augenblick versagte mir das Bewußtsein“, schrieb sie später. „Es war wohl keine
Ohnmacht, sondern eher die Fülle des Glücks, die mich zwanzig Minuten entrückten.
Als ich wieder zur
Wirklichkeit zurückkam, durchzuckte mich ein Schauer. Meine Finger streckten sich. Ich konnte sie bewegen.
Ich konnte die Hände falten.“
„Die Wunden waren ganz geschlossen und mit Fleisch und mit Haut bekleidet.“
Noch am selben Abend schrieb Elisabeth sechs Postkarten an ihre Familie, Freunde und Bekannte – alle
mit der kurzen Nachricht: „Bin geheilt! Gruß Lisbeth“.
Nichts konnte das Wunder ihrer Heilung besser
demonstrieren als die Schreibschrift mit der von den Ärzten aufgegebenen Hand.
Der Weg ins Klarissinnenkloster
Noch ein Jahr unterrichtete die gesundete Lehrerin an der Volksschule. Dann klopfte sie bei dem Klarissinnenkloster
in Münster an. Elisabeth hieß jetzt Mutter Immaculata.
Schon bald nahm sie den Ruf des aus Deutschland
stammenden und in Brasilien wirkenden Franziskanerbischofs Amandus Bahlmann († 1939) an, als Missionsklarissin
am Amazonas Kinder- und Jugenderziehung zu betreiben.
Mutter Immaculata wurde Gründerin einer kleinen
Klostergemeinschaft in der Stadt Santarem in Nordbrasilien. Die Klosterfrauen nannten sich „Missionsschwestern
von der Unbefleckten Empfängnis der Mutter Gottes“.
Um den Nachwuchs schon in Deutschland zu schulen,
gründete Mutter Immaculata im Jahr 1915 die erste deutsche Niederlassung – das „Lourdeskloster“ in Münster.
Ab dem Jahr 1924 fesselte eine Knochenentzündung die Schwester erneut ans Bett. Vom Krankenbett leitete
Mutter Immaculata ihren Orden bis 1936. Bis zu jenem Jahr entstanden siebzehn Neugründungen in aller
Welt.
Im Jahre 2010 feiern die Missionsschwestern von der Unbefleckten Empfängnis der Mutter Gottes
das hundertjährige Bestehen ihres Ordens, dessen Wurzeln im Wunder der Elisabeth Tombrock liegen.
Der
Autor stammt aus der Pfarrei Mülheim-Sichtigvor, in der Frl. Tombrock mehrere Jahre als Lehrerin tätig
war.
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61 Lesermeinungen
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#61 AlexandraM 10:04:57 | Freitag, 10. September 2010
Wunder von Lourdes Ist das nicht einmal etwas schöne? Wunder sind Zeichen Gottes. Und in Lourdes www.wallfahrt-lourdes.de/
wirkt Gott noch heute. Ich finde es immer wieder schön, wenn Beispiele der obigen Art der Öffentlichkeit
zugänglich gemacht werden.
Wunderbarer Bericht, der uns sehr viel Hoffnung geben sollte! Gerade die Ungläubigen, von Dämonen besessenen
Menschen sollten begreifen, wie wundersam Gottes Wege sind.
@ caritatem Die Zeit erlaubt uns nicht zu halten. Sie will uns entfalten und umgestalten. In ihrem Schein
die Erdenwürmer, verliebte Seelen und Weltenstürmer. In allem vereint so diese Weise Zeit und Ewigkeit
im Kreise. Bestimmt ist, wer sich tätig hält, wie ein Bogen sich spannt, zum himmlischen Zelt.
#53 Josef_G 10:37:38 | Mittwoch, 23. September 2009
Ein sehr persönlicher Beitrag zu Mülheim-Sichtigvor Nach einer Fehlgeburt war meine Frau wieder schwanger.
Im kritischen 3. Monat kam sie vom Frauenarzt, daß sich auch dieses Kind nicht bewegt. Ich ging dann
3 Tage lang zu dieser Lourdesgrotte in Mühleim-Sichtigvor www.derdom.de/index.php?eID=tx_cms_sho…,
wo ich sehr viele Rosenkränze gebetet habe. Am vierten Tag kam die Nachricht, daß die vorherige wohl
eine Fehldiagnose war. Und dieses Kind ist heute schon fast erwachsen. Clarissa Der Tempel war ein sehr
großes Gebäudenkomplex. Kann es nicht sein, daß es mehrere Bereiche mit unterschiedlichen Zugangsberechtigungen
hatte? Dafür spricht: „ …nun war sie (Prophetin Hanna) eine Witwe von vierundachtzig Jahren. Sie hielt
sich ständig im Tempel auf und diente Gott Tag und Nacht mit Fasten und Beten.“ (Luk. 2,37)
Was Seherinnen so alles sehen … Nur leider wissen wir, daß Frauen zum jerusalemer Tempel nur Zutritt
bis zur Schranke im Vorhof der Heiden hatten (vgl. Maier, Art. Tempel – III. Biblisch-theologisch, in:
LThK 3. Aufl., Bd. 9, coll.1321-1329, hier: 1323). Contra facta valent neque argumenta neque visiones!
#44 Josef_G 09:42:53 | Mittwoch, 23. September 2009
Woher wissen wir, daß Maria im Tempel diente? Seherin Maria Agreda beschriebt sehr ausführlich das Leben
der Heiligen Jungfrau in ihrem Buch, „Die geheimnisvolle Stadt Gottes“. In diesem ist auch diese Periode
des Lebens der Hl. Jungfau sehr ausführlich beschrieben. Die Visionen von Maria Agreda gehörden in die
Kategorie der Privatoffenbarungen, siehe die entsprechende katholische Lehre.
clarissa colonia – haben Sie die bibel endlich begradigt? clarissa colonia: Nur, leider, leider …gab
es vom Regierungsantritt Herodes d. Gr. (ca. 37 v. Chr.) bis zur Zerstörung des Tempels (70 n. Chr.)
keinen einzigen namens „Zacharias“. Und, die fromme Legende, in welcher die Eltern die allerseligsten
Jungfrau auf die unterste Stufe des Tempels gestellt hätten, scheitert darüber hinaus schon daran, daß
Frauen, zu denen wohl auch die allerseligste Jungfrau und ihre Mutter zu rechnen wären, nur Zutritt zum
äußeren Vorhof des Tempels hatten. Auch ein Art Geschichte zu bewältigen – nicht gerade brilliant aber
beachtlich! Bitte teilen Sie mir Ihre Quellenlage mit. Bin sehr daran interessiert mich fortzubilden!
Ggfls. einscannen und mir zumailen! Herzlichen Dank!
@wolfgang e. Ich kann dir sagen was das aussagte. Es sachte das aus, was alle Äüßerungen Bährens aussagen:
Ich bin jescheit und alle anderen sind dumm. Wennste dir da mal nicht irrst, Bährens!
@jobärens Nicht alles sind Wunder, wo Wunder drauf steht. Josef Berens (als einfacher, denkender Katholik
Ja z.B. das Wunder von der Marne, gewirkt vom „heiligen“ Oberstleutnant Hentsch. Auf anderen Dingen steht
das Wunder nicht drauf, wird vom neo=modernistischen Klerus auch aufs heftigste bestritten: Die Wandlung
in der heiligen Messe. Und ist doch ein Wunder bei jeder heiligen Messe.
#36 Jubärens 22:38:29 | Dienstag, 22. September 2009
Ein einfach denkender Wunderkritiker aus der Eifel Jetzt mal konkret auf den Tisch, Herr Berens, was Sie
an dem beschriebenen Lourdes-Wunder von Frl. Tombrock rumzumäkeln haben. Sicherlich haben Sie auch Vorbehalte
zu den Wundern Jesu Christi in der Bibel – z. B.?
#33 Brandenburgis 20:44:03 | Dienstag, 22. September 2009
Ernst ist der Herbst Ernst ist der Herbst, und wenn die Blätter fallen sinkt auch das Herz zu trübem
Weh herab. Still ist die Flur und nach dem Süden wallen die Sänger stumm wie nach dem Grab. Bleich ist
der Tag, und blasse Nebel schleiern die Sonne wie die Herzen ein. Früh kommt die Nacht: denn alle Kräfte
feiern, und tief verschlossen ruht das Sein. Sanft wird der Mensch. er sieht die Sonne sinken, er ahnt
des Lebens wie des Jahres Schluß. Feucht wird das Aug’, doch in der Träne Blinken erströmt des Herzens
seligster Erguß. Klaus Groth
#32 Stephanus 20:41:37 | Dienstag, 22. September 2009
zum Herbstanfang um 23Uhr18: + * ~ Es flammet das herrlichste Sonnengold Es flammet das herrlichste Sonnengold
Im Westen – die Sonne geht unter – Der grünende Teppich ist aufgerollt, Er strotzet voll Blumen, voll
bunter. Ein Mensch in Gedanken im Schatten steht Und fühlet im Herzen ein froh Gebet. Er kehrte zurück
aus dem Menschen-Gewühl Der Städte – das Herz entzweit und zerrissen, Verletzt und verwundet sein innigst
Gefühl, Gerettet allein sein Gewissen. – Und kaum, daß er einsam drei Tage weilt – Sein Herz, sein Gefühl
sind plötzlich geheilt. Friederike Kempner, 1903
@Freinsberg, wie Lycos schon andeutete: es steht auch nicht in der Bibel, dass die Christenheit Weihnachten
am 25. Dezember feiern soll, und vieles andere auch nicht. Zu Ihrer Kenntnisnahme: Das Konzil von Trient
über Schrift und Tradition www.theology.de/…riftundtradition.doc Nicht einmal die Protestanten mit
ihrem unbiblischen „Allein-die-Schrift“-Prinzip können auf Anleihen bei der Tradition verzichten.
Navon Korrektur! Nicht 69 anerkannte Wunder durch die Kath. Kirche, es sind 65 Heilungen. Es werden durch
das Bureau Medical und das Comite’ Me’dical International geprüft. Bislang sind 65 Heilungen als mit
naturwissenschaftlichen Erkenntnissen nicht erklärbar bez. Durch eine kirchl. Kommission als Wunder anerkannt
worden. Wenn sie Arzt sind, können sie in den gen. Kommissionen mitarbeiten! Feine Sache.
#29 Damenschuh 18:07:46 | Dienstag, 22. September 2009
Falsche Erwartung Was kann man auch von einer Einrichtung, die an Schwachsinnigkeiten wie „Wunder“ und
„Blutverflüssigung“ glaubt, in puncto Humanität und Toleranz schon erwarten.
Nur, leider, leider … gab es vom Regierungsantritt Herodes d. Gr. (ca. 37 v. Chr.) bis zur Zerstörung
des Tempels (70 n. Chr.) keinen einzigen namens „Zacharias“. Und, die fromme Legende, in welcher die Eltern
die allerseligsten Jungfrau auf die unterste Stufe des Tempels gestellt hätten, scheitert darüber hinaus
schon daran, daß Frauen, zu denen wohl auch die allerseligste Jungfrau und ihre Mutter zu rechnen wären,
nur Zutritt zum äußeren Vorhof des Tempels hatten.
Navon Das sogenannte „Blutwunder“ mag ja für den ungebildeten Katholiken ein unerklärliches Wunder sein,
für jeden anderen ist es die simple Ausnutzung einer thixotropen Flüssigkeit (de.wikipedia.org/wiki/Thixotropie),
welche bei mechanischer Beanspruchung wie Rühren oder Schütteln vom festen in den flüssigen Zustand
übergehen und anschließend wieder fest werden. (…) Nein, …das ist ja Unglaublich und das seit 1389,
naja, da gab’s Wiki noch nicht, aber alles klar.
Es gibt nunmal unendlich viel mehr als das was in der hl. Schrift steht! Es sind eigentlich sehr zu bemitleidende
Christen die sich nur auf die hl. Schrift berufen.
@ rums: Das sogenannte „Blutwunder“ mag ja für den ungebildeten Katholiken ein unerklärliches Wunder
sein, für jeden anderen ist es die simple Ausnutzung einer thixotropen Flüssigkeit (de.wikipedia.org/wiki/Thixotropie),
welche bei mechanischer Beanspruchung wie Rühren oder Schütteln vom festen in den flüssigen Zustand
übergehen und anschließend wieder fest werden. Das ist keine Neuheit und es gibt im Netz massenweise
Beispiele, wie man aus einfachsten Substanzen, die es auch schon vor hunderten Jahren gab, diesen Effekt
selbst herstellen kann. (www.quarks.de/illusion2/04.htm)
Wer schon mal in Lourdes war und gesehen hat wieviele kranke Menschen dort Kraft zum tragen ihrer Kreuze
bekommen schätzt diesen Wallfahrtsort nicht nur wegen der Wunderheilungen.
Navon In Anbetracht der großen Zahl von Pilgern (ich habe die Zahl von 6 Millionen jährlich gefunden),
scheint mir 67 Heilungen eine eher tiefe Rate. Das dürfte auf jeden Fall unter dem zu erwartenden Placeboeffekt
liegen. Das ist Unsinn! Es sind ca. 2000 Heilungen dokumentiert, die medizinisch nicht zu erklären sind.
69 Heilungen sind von der Kirche dokumentiert und als Wunder eingestuft. Hier spiegelt sich die Sorgfalt
der Kath. Kirche wieder. Dabei ist aber auch die Verbindung der zeichenhaften Wunder mit den sog. Glaubenswundern
zu achten, die nur vom Glauben aufgenommen werden können. Wer die zeichenhaften Wunder nicht annimmt,
weil Gott angeblich nicht über die Natur hinausgehend wirken kann, der muss auch all die genannten Glaubenswunder
leugnen und im Rationalismus landen.
#18 Fridericius † 17:49:15 | Dienstag, 22. September 2009
ja, Navon… Manche Leute brauch das, glauben zu können, dass es irgendwelche Plätze auf der Welt gibt,
an denen Gott wirkt – mehr als an anderen Orten. Ich halte das alles eher für eine großartige Geschäftsidee –
nicht, dass ich nicht an Wunder glauben würde, das kann schon sein, dass es sowas gibt. Aber das Wunder
geht dann auch Zuhause, falls Gott aus irgendeinem Grund meint, der oder diejenige solle noch etwas länger
leben.
@Freinsberg, das wissen wir aus der katholischen Überlieferung, welche die Glaubensquelle neben der Heiligen
Schrift ist. Bis zur Liturgiereform gab es das Fest Einführung Mariens in den Tempel, oder Mariä Tempelgang.
In der Liturgiereform hat man dieses Fest umbenannt in Gedenktag Unserer Lieben Frau in Jerusalem: www.erzabtei-beuron.de/…prium/November21.htm
Da die orthodoxe Kirche sich von rationalistischen Zweifeln an der Tradition weniger beeinflussen lässt
als die römische Kirche, können Sie den Inhalt dieses Festes besser in diesem orthodoxen Artikel finden: www.orthpedia.de/…php/Mariä_Einführung @smallplayer: Eine Übersicht über die sexuellen Sünden gemäß
katholischer Moralllehre finden Sie hier: karmelblume.wordpress.com/…den-der-unkeuschheit/
smallplayer (…)Gibt es keine Wunder aus neurerer Zeit? Genügendst! Letzten Samstag in Neapel: Januarius
(Gennaro) war Bischof von Neapel (oder von Benevent), als die Verfolgung des Kaisers Diokletian ausbrach.
Er soll mit mehreren anderen um 300 in Puteoli (Pozzuoli) enthauptet worden sein: Seine Reliquien befinden
sich seit 1497 in Neapel. Über das berühmte „Blutwunder“ des Januarius gibt es Nachrichten seit dem
Jahr 1389. Es kann heute noch beobachtet werden und besteht darin, dass das Blut des Heiligen wieder flüssig
wird, wenn das Gefäß mit dem trockenen Blut in die Nähe des Kopfes gebracht wird. Über den Sinn dieses
Vorgangs gibt es keine Klarheit. Nur ein Beispiel von X^…
Wunderheilingen in Lourdes Die 67 ‘Wunder’ von ‘spontanen’ Heilungen nach einer Pilgerfahrt nach Lourdes.
Ein paar Gedanken hierzu. In Anbetracht der großen Zahl von Pilgern (ich habe die Zahl von 6 Millionen
jährlich gefunden), scheint mir 67 Heilungen eine eher tiefe Rate. Das dürfte auf jeden Fall unter dem
zu erwartenden Placeboeffekt liegen. Fairerweise muss man erwähnen, dass die Katholische Kirche anscheinend
nicht mehr von ‘Wundern’ spricht sondern von ‘unerklärlichen Heilungen’. Man könnte natürlich auch
ins Feld führen, dass die Anzahl anerkannter ‘Wunder’ statistisch keinerlei Repräsentativität besitzen
und die reale Zahl viel höher liegen müsste. Nun gibt aber die Kirche auch an, dass in den letzten 120
Jahren 7000 ‘Heilungen’ gemeldet wurden, also etwas über 58 pro Jahr. Selbst wenn wir diese, auch vom
Vatikan längst nicht alle als ‘unerklärlich’ bestätigte Heilungen als Grundlage nehmen, bleiben die
Zahlen wenig überzeugend. Erhoffen nur 3.2% aller dieser Pilger sich Heilung von irgendwas, würde diese
Zahl den sehr seltenen Spontanremissionen bei Krebs entsprechen (20 bis 30 auf 100,000 pro Jahr). Gemäß
der offiziellen Statistik gab es im Jahre 1999 in Frankreich auf 100,000 Einwohner 27.2 Todesfälle im
Straßenverkehr. Die Statistik eins zu eins auf die Pilger übertragen, würde bedeuten, dass jährlich
über 1,600 von ihnen auf der Pilgerfahrt in Frankreich im Straßenverkehr zu Tode kämen, also 28 mal
mehr als eine ‘Heilung’ melden (es geht mir um die Vergleichsgröße, nicht um eine sta…
smallplayer: Die Glaubenslehren (…)Die katholische Kirche sollte deutlich sagen, das sowohl Geschlechtsverkehr
mit Tieren als auch mit Menschen gleichen Geschlechts Sünde ist, anstatt beides mißverständlich unter
den Begriff der Sodomie zu packen. Die Evidenz der Glaubenslehren der Kath. Kirche ist im folgenden nachzulesen,
hier nur mal das Alte Testament Lev 18,22: Du darfst mit einem Mann keinen Umgang haben wie mit einer
Frau. Es wäre eine Greueltat. Lev 18,23: Auch mit keinem Tier darfst du Umgang haben und dich verunreinigen.
Eine Frau darf sich nicht einem Tier zum Umgang hingeben. Dies wäre eine Schandtat.
#13 smallplayer 17:35:01 | Dienstag, 22. September 2009
Muß man denn unbedingt auf ein Wunder zurückgreifen, dass sich vor fast hundert Jahren ereignet hat?
der Artikel büßt dadurch an Überzeugungsjkraft ein. Gibt es keine Wunder aus neurerer Zeit?
#11 Freinsberg 17:28:14 | Dienstag, 22. September 2009
gunther maria michel >>Die heilige Jungfrau hat, als sie bis zu ihrer Verlobung mit dem hl. Josef Tempeljungfrau
in Jerusalem war, Paramente gewebt und genäht.<< Wo steht denn das? Im 3. Korintherbrief?
Sodomie und Bestialität Smallplayer, die katholische Morallehre tut das doch gar nicht, was Sie ihr vorwerfen.
Sie differenziert sehr genau. Sex zwischen Gleichgeschlechtlichen ist Sodomie, Sex mit Tieren ist Bestialität.
Die von Ihnen gewünschte „Anpassung“ ist ja insofern erfolgt, als der neue Katechismus diese traditionellen
Begriffe nicht mehr erwähnt. Ich bezweifle allerdings, dass diese Anpassung gut ist.
#9 smallplayer 17:06:15 | Dienstag, 22. September 2009
Die Glaubenslehren der katholischen Lehre sind aber schwierig zu verstehen, wenn der katholische Sprachgebrauch
von dem sonst üblichen abweicht. Die katholische Kirche sollte deutlich sagen, das sowohl Geschlechtsverkehr
mit Tieren als auch mit Menschen gleichen Geschlechts Sünde ist, anstatt beides mißverständlich unter
den Begriff der Sodomie zu packen.
@smallplayer es wird vielmehr Zeit, dass die Allgemeinheit die Gebote Gottes respektiert, die in der katholischen
Morallehre gelehrt werden, und die Verwerflichkeit der widernatürlichen gleichgeschlechtlichen Unzucht,
genannt Sodomie, anerkennt. Erratum: Nicht „Vorschriften“, sondern „Vorstellungen“ sollte es heißen in
meinem letzten Beitrag.
#6 smallplayer 16:54:25 | Dienstag, 22. September 2009
Es wird Zeit, dass die katholische Morallehre den allgemeinen Sprachgebrauch respektiert und den Begriff
der Sodomie auf den Geschlechtsverkehr mit Tieren beschränkt.
@Gunsenum, 1. Terminologie; 2. Paramente 1. Zur richtigen Terminologie: Widernatürliche Unzucht mit Gleichgeschlechtlichen
wird in der katholischen Morallehre Sodomie genannt, widernatürlicher Sex mit Tieren Bestialität. 2.
Was die Beziehung Gottes und der hl. Jungfrau u. Gottesmutter Maria zu den Paramenten betrifft, haben
Sie unzulängliche Vorschriften. Gott selbst hat die Kleider, ihre Materialien und Schnitte im Alten Testament
angeordnet, ebenso die Architektur und kostbare Ausstattung des Tempels. Sein menschgewordener Sohn Jesus
Christus hat diese Anordnungen nicht abgeschafft. Die Apostel und ihre Nachfolger haben als das Neue Israel
ebenfalls besondere Paramente für den Kult benutzt, wie in allen apostolischen Kirchen aus ältester
Zeit überliefert ist. Die heilige Jungfrau hat, als sie bis zu ihrer Verlobung mit dem hl. Josef Tempeljungfrau
in Jerusalem war, Paramente gewebt und genäht. Im Kult wird Gott dem Allerhöchsten das Höchste und
Kostbarste aus seiner Schöpfung dargebracht. Dazu gehören auch kostbare und kunstvolle Materialien.
#2 smallplayer 16:11:17 | Dienstag, 22. September 2009
Der Artikel beweist, dass die Ärzte in Paderborn Anfang des 20 Jahrhunderts nichts konnten. Das ist kein
Wunder, denn schließlich handelt es sich bei Ostwestfalen ebenfalls um Westfalen
#1 Gunsenum 15:59:14 | Dienstag, 22. September 2009
das ist doch eine schöne Episode! Bravo! ALlein auf Gott vertrauen wir. da brauchen wir keine Manipelchen
oder Brokatalben… die gute Schwester zeigt uns durch ihre Vita, dass allein der Glaube hilft, rettet
und heilt!