Ist es der Kirche als Lebensprinzip und Seele der menschlichen Gesellschaft erlaubt, in sozialen Fragen herumzudilettieren? Von Universitäts-Dozent Friedrich Romig.
Benedikt XVI. unterschreibt seine Enzyklika ‘Caritas in veritate’.
(kreuz.net) Die neue Sozialenzyklika von Papst Benedikt XVI. ‘Caritas in veritate’ verwendet in den Paragraphen
2 und 31 die Wendung „wirtschaftliches, soziales, kulturelles und geistiges Gebiet“.
Diese Aufzählung
deutet auf Systemlosigkeit und Verschwommenheit hin.
Gehört Wirtschaft, Soziales und Geistiges – zum
Beispiel Glaube, Theologie, Metaphysik, Philosophie, Wissenschaft, Kunst – nicht zur Kultur?
Ist Kultur
etwa nichts Geistiges, Soziales und Wirtschaftliches?
Kultur definiert sich als „die geschichtliche Form
der Lebensentfaltung eines Volkes als Ganzheit mit dem Grundziel der Persönlichkeitsentfaltung seiner
Glieder durch Anteilnahme an dieser Lebensentfaltung auf allen Lebensgebieten“ – wie der österreichische
Theologe Johannes Messner SJ in seiner „Kulturethik“ (2001) ausführt.
Spiegelt sich die Kultur eines
Volkstums nach dem Wiener Sozialethiker Hw. Johannes Messner († 1984) nicht in seinem „objektiven Geist“,
der in Religion, Tradition, Ethos und Recht seine stärksten Ausdrucksformen findet?
Ist nicht gerade
Verschwommenheit und Systemlosigkeit in gesellschaftlich-politischen Fragen einer der Hauptgründe für
„Unterentwicklung“, wie Paul VI. ganz richtig erkannte?
Ist es der Kirche im Bewußtsein ihrer Verantwortung,
„Lebensprinzip“ und „Seele“ der menschlichen Gesellschaft zu sein, erlaubt, in sozialen Fragen herumzudilettieren?
Verliert die Kirche dadurch nicht an Glaubwürdigkeit und Achtung?
Der Autor lehrte politische Ökonomie
in Wien, Graz und Aachen. Er erhielt für seine Habilitationsschrift den Kardinal Innitzer-Förderpreis
und war Mitglied der Europakommission der ‘Österreichischen Bischofskonferenz’. Letzte Publikation: „Prava
naroda“ (Die Rechte der Nation), Bratislava 2008.
Nächstes Mal: Vatikanische Tips für einen folgenreichen
Konkurs?
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@Lieblingspulli Die linkszerstörerischen Tendenzen hat Ratizinger nur sehr halbherzig bekämpft. Außerdem
ist der demgegenüber gemäßigte Neomodernismus für die Kirche viel zerstörerischer, da er unter dem
Deckmäntelchen, alles sei mit der Tradition vereinbar, sein Zerstörungswerk langsam und gnadenlos vollendet.
Die Krokodilstränen www.mittelbayerische.de/…r_der_glaeubige.html des „Bischof“ Müller aus dem Tal
der Ahnungslosen sind da nur mehr als komisch einzustufen.
#53 Brandenburgis 21:59:08 | Freitag, 25. September 2009
Ein Witz, über den ich nicht lachen kann. RAtzinger war stets ein Herz und eine Seele mit allen linken
Zerstzern. DAfür kann ich 100e Seiten Belege dokumentieren.
Nächstes Mal: Vatikanische Tips für einen folgenreichen Konkurs? „Die Kinder dieser Welt sind im Umgang
mit ihresgleichen klüger als die Kinder des Lichtes.“ [Lk 16,8 www.uibk.ac.at/…raum/bibel/lk16.html]
#49 Sycamore 23:34:10 | Donnerstag, 24. September 2009
@ Thomasius Die dortige Problematik ist natürlich vielschichtig und hat mit sämtlichen Dimensionen –
nicht nur historischen sonder auch kulturellen und ökonomischen – des menschlichen Daseins zu tun. Eine
adäquate Analyse in diesem Forum ist nicht möglich. Deshalb musste eine beträchtliche Vereinfachung,
hoffentlich keine Verzerrung, für die hiesige Darlegung gemacht werden. Das Fazit ist jedoch klar, und
kann so lapidar ausgedrückt werden: die Kirche dort hat für die Armen optiert; die Armen haben die Evangelikalen
gewählt. Dies war so von den Ideologen der Befreiungstheologie weder vorgesehen noch erwünscht. Das
ist aber die traurige Realität.
#48 Thomasius 18:47:53 | Donnerstag, 24. September 2009
@Sycamore Sicherlich kann man die Situation in Südamerika und in Amerika überhaupt nicht nur religiös
sehen. Das Christentum wurde den dortigen Völkern im Zusammenhang mit der Kolonialisierung durch Spanien
und Portugal gebracht; auch die Afrikaner wurden in diesem Zusammenhang als Sklaven angesiedelt. Die Kirchenleitung
wurde von Europäern gestellt. Als sich die Einheimischen die Unabhängigkeit erkämpften blieb die Lage
der Kirche weitgehend unverändert. Das kann auch ein Moment sein, die Weisungen aus Rom als „belastend“
anzusehen, zumal Vertreter der Südamerikanischen Kirchen erst spät zum Vatikan eingeladen wurden. Es
ist vielleicht eine menschliche Eigenart, ein Selbstwertgefühl auch als Gemeinschaft zu entwickeln. Und
diesem Selbstwertgefühl scheint die Orientierung an „schwarzen Kirchen“ – der Kirche von Äthiopien –
mehr zu entsprechen als die Kirche von Rom. Vielleicht hätte die katholische Kirche diese Entwicklung
verhindern können, wenn sie den Bedürfnissen der Bevölkerung mehr Beachtung geschenkt hätte, aber
das scheint „Schnee von gestern“ zu sein.
#47 Gisela Dormann 18:27:54 | Donnerstag, 24. September 2009
Na, neidisch, Harro Meyer? Ist’ne Million Ihr oberstes Ziel und kriegen Sie Haarausfall, wenn sich andere
eine erarbeiten? Dieser Neidfaktor spielt natürlich eine große Rolle. Nett von „Ihren“ Juden, dass sie
Sie so bereitwillig ihren Kontostand erfassen lassen, nicht?! …schreibt mit lieben Grüßen die wissende
Gisela
#46 Paulaner † 18:22:22 | Donnerstag, 24. September 2009
Aus welcher kommunistischen Kaderschule haben Sie bloß den Rassismus der RKK, Thomasius? Thomasius: Das
musste sich gegen die dortige katholische Kirche auswirken, denn Jesus Christus war kein Rassist.
#45 Sycamore 17:59:06 | Donnerstag, 24. September 2009
@ Thomasius: Befreiungstheologie Sie wurde von der Glaubenskongregation, d.h. seinem Kardinalpräfekten
Ratzinger, dessen mutigen Einsatz von vielen „Fortschrittlichen“ in Kirche und Gesellschaft damals mit
Kopfschütteln quittiert wurde, bekämpft. Dies hinderte hunderte von Priestern und manche Bischöfe in
Lateinamerika nicht daran, diese theologische Richtung mit ihren praktischen Konsequenzen zu unterstützen –
nach dem Prinzip, „was geht mich an, was die alten Männer in Rom beschließen? Sie verstehen sowieso
nicht, was im realen Leben geschieht!“ Im realen Leben hat dann die Tragödie ihren Lauf genommen, genauso
wie von den „alten Männern in Rom“ vorgesehen, und die lateinamerikanische Kirche wird noch für Jahrzehnte
unter dieser unheiligen Vermengung von politischen und theologischen Erlösungslehren und Verlust an katholischer
Identität zu leiden haben. Ihre Argumentation bezüglich des amerikanischen „civil rights movement“ ist
mit in ihrer Struktur etwas konfus. Ich weiß nicht, was Sie im Rahmen dieser Diskussion eigentlich damit
sagen wollen.
#44 rums 17:16:45 | Donnerstag, 24. September 2009
Lycos rums, ich glaube wir liegen garnicht so viel auseinander. Ich sehe überhaupt keine Differenzen.
Der Mensch hat einen freien Willen als Voraussetzung, gut oder böse zu handeln. Darum gibt es auch Lohn,
Verdienst und Strafe. Ihnen Gottes- und Marien Segen wünscht, rums
#43 Lycos 17:10:10 | Donnerstag, 24. September 2009
@ rums & sycamore rums, ich glaube wir liegen garnicht so viel auseinander. sycamore: Sie sprechen mir
aus der Seele, wenn sie mal ein wenig Zeit haben beten sie bitte mal für mich.
#42 rums 17:02:16 | Donnerstag, 24. September 2009
Lycos (…)Wenn die Allerlösungslehre stimmt gibt es bestimmt genügend Priester, wenn nicht und noch
Seelengerettet werden müssen dann nicht. Nein, die Allerslösungslehre stimmt nicht, sie wurde von der
Kirche immer ausgeschlossen. Die Begründung hast du ja selbst beschrieben, dass Gott den freien Willen
nicht negiert oder ausschaltet.
#41 Lycos 16:51:07 | Donnerstag, 24. September 2009
@ rums Ja, natürlich wäre es zu hoffen das alle Menschen später bei Gott sein werden, aber das wird
wohl nicht sein. Gott hat jeden Menschen die Freiheit geschenkt sich für ihn oder sich gegen ihn zu entscheiden
und es wäre doch ein Unding wenn er nachher Menschen zwingt bei ihm zu sein die nicht bei ihm sein wollen.
Ich habe über diese Allerlösungslehre oft nachgedacht und halte sie für nicht richtig, gleichzeitig
glaube ich aber an die grenzenlose Barmherzigkeit Gottes der jedem verzeiht der ihn demütig darum bittet.
Wenn die Allerlösungslehre stimmt gibt es bestimmt genügend Priester, wenn nicht und noch Seelengerettet
werden müssen dann nicht.
#40 Sycamore 16:49:33 | Donnerstag, 24. September 2009
@ Lykos: Ekklesia Aus der gleichen Analyse heraus, habe ich mich zum Wesentlichen zurückgezogen: die
Eucharistie, die Marienverehrung und die Unterstützung für den Fels. Solange sich in unseren Kirchen
noch ein Tabernakel befindet mit dem Allerheiligsten und ich Zugang dazu habe, solange ich die heilige
Kommunion empfangen kann, solange mir den Weg des Gebets offen ist, so lange habe ich das Wesentliche
meines Glaubens irgendwie in meinem Leben verwirklicht. Die tiefe Verletzungen und das Leiden, die der
Zustand der Kirche in vielen Christen verursacht, sind leider nicht wegzuschaffen – es bleibt die eschatologische
Hoffnung, mehr nicht. Ein Blick auf die Ostkirchen und auf die Orthodoxie zeigt, wie es auch anders sein
kann mit Glauben und Kultus. Sie sind ein Grund der Hoffnung. Kleriker werden für ihren Ungehorsam und
ihren Unglauben von Gott am Ende gerichtet – und es wird vermutlich kein leichtes Urteil sein. Sie sind
für zu viele Menschen der Grund ihrer Ablehnung der Kirche und des christlichen Glaubens.
#39 rums 16:43:30 | Donnerstag, 24. September 2009
@Lycos (…)Die Lehre der Kirche ist zwar noch in Ordnung, aber welcher Priester vertritt sie noch. Die
Lehre der Kirche ist und war immer in Ordnung. Ja, es gibt auch genügend Priester für die ist die Lehre
der Kirche das Salz. Wenn wir wissen wer der Fürst dieser Welt ist, dann klärt sich alles. Glauben sie
das wir uns alle in der zukünftigen Welt wiederfinden? Es wäre zu hoffen und dafür zu beten. Glauben
sie das alle in einer zukünftigen Welt bei Gott sein wollen? Hier denke ich, dass Gott bei den Menschen
sein möchte und will jede Träne abwischen. Wenn wir bei Ihm sind, haben wir keine Fragen mehr. Halleluja-ha.
#38 Lycos 16:31:23 | Donnerstag, 24. September 2009
Sycamore Schon, aber wie Paul VI treffend feststellte ist der Rauch Satans in die Kirche eingezogen und
vergiftet dort Menschen ohne Ende. In der Kirche werden Menschen vom Glauben weggebracht, weil alles was
nach Glauben riecht psychologisiert wird. Ein sich am Riemen reißen auf Gott hin gibt es so gut wie nicht
mehr und ein Aufopfern für andere schon mal garnicht. Die Lehre der Kirche ist zwar noch in Ordnung,
aber welcher Priester vertritt sie noch. Glauben sie das wir uns alle in der zukünftigen Welt wiederfinden?
Glauben sie das alle in einer zukünftigen Welt bei Gott sein wollen?
#37 Sycamore 16:13:14 | Donnerstag, 24. September 2009
@ Lycos: Ekklesia Es gibt doch eine Ekklesiologie hier und heute, nicht nur in der künftigen Welt, wo
wir alle hoffen uns wiederzufinden. In dieser Welt bietet die Theologie natürlich nur Annäherungen,
biblisch und rational begründete und ernstzunehmende, an das Mysterium, nicht die völlige Klarheit des
„von Angesicht zu Angesicht“ der künftigen Welt. Die Aussagen des Magisteriums lassen jedoch auch hier
und nun an Klarheit nichts zu wünschen übrig. Und für das Magisterium gilt das Wort Jesu: Wer auf euch
hört, hört auf mich. In anderen Worten, wir tasten nicht im Dunkel. hren übrigen Ausführungen stimme
ich völlig zu.
#36 Lycos 15:57:30 | Donnerstag, 24. September 2009
Sycamore dem stimme ich vollkommen zu, Lumen Gentium ist für mich eine Selbstverständlichkeit die nicht
nur biblisch begründbar, sondern für jeden Christen eigentlich schon immer gegolten haben müsste. Der
erste Aspekt – des Heils – kann adäquat nur im zweiten, der Kirche, eingebettet und verstanden werden.
Ja, aber nicht unbedingt in dieser Welt, natürlich aber in der nächsten. Es gibt schließlich Menschen
die garnicht wissen wie katholisch sie sind und es gibt leider auch Menschen die nur meinen katholisch
zu sein.
#35 Sycamore 15:51:04 | Donnerstag, 24. September 2009
@Lycos: ohne Jesus Christus kein Heil! Wenn Christus allein die Quelle des Heils und einziger Mittler
zwischen uns sündigen Menschen und dem Vater ist, dann folgt es daraus, daß niemand des Heils teilhaftig
with, der nicht in irgendeiner – auch geheimnisvoller – Weise mit Christus verbunden ist und von Him Rettung
und Heil empfängt, auch wenn er davon nichts weißt. Z.B. durch sein Streben nach Wahrhaftigkeit und
Liebe und durch eine tugendhafte Lebensführung. Ohne Christus, kein Heil. Diese ist die zweitausendjährige
Lehre der Evangelien und der Kirche. Das II. Vatikanische Konzil hat diese Lehre eindrucksvoll in der
dogmatischen Konstitution „Lumen Gentium“ bekräftigt. Daraus folgt auch, daß jeder, der „in irgendeiner
Weise“ – die von der göttlichen Gnade jeweils konkretisiert wird – mit Christus verbunden ist, in den
Himmel kommt. Dies gilt für Christen, Hindus, Buddhisten und alle Menschen guten Willens. Eine weitergreifende
Problematik ist die historisch-konkrete und institutionelle Präsenz Christi in der Welt und in der Zeit,
die Gründung seiner Kirche (ekklesia mou) auf Petrus, dem Felsen, das Fortbestehen dieser Kirche Christi
in der Katholischen Kirche, wie das II. Vatikanum in „Lumen Gentium“ bekräftigt, die Kirche als mystischer
Leib Christi, die Identität der „geheimnisvollen Verbindung eines Jeden“ mit Christus und damit mit seinem
mystischen Leib, der die Kirche ist, etc. Der erste Aspekt – des Heils – kann adäquat nur im zweiten,
der Kirche, eingebettet und verstanden werden.
#34 Thomasius 15:42:28 | Donnerstag, 24. September 2009
@Sycamore Bekanntlich wurde die „Befreiungstheologie“ – die Theologie, die sich den Armen zuwendete –
vom Vatikan verboten. Auf der anderen Seite haben die nordamerikanischen schwarzen Kirchen sich letzlich
erfolgreich gegen den Rassismus und für die Gleichberechtigung der Menschen anderer als weißer Hautfarbe
eingesetzt und die Flamme der Gleichberechtigung der Menschen unterschiedlicher Hautfarbe auch nach Lateinamerika
getragen. Das musste sich gegen die dortige katholische Kirche auswirken, denn Jesus Christus war kein
Rassist.
#33 Lycos 15:25:00 | Donnerstag, 24. September 2009
Der Fehler der Evangelikalen ist das sie glauben das nur die in den Himmel kommen den Gott den Glauben
geschenkt hat! Das ist Auserwählten Denken. Das ist bestimmt nicht so.
#32 Sycamore 15:22:08 | Donnerstag, 24. September 2009
@ Paulaner: Evangelikalen „Die Amerikaner aber haben ihnen mit ihrem Bibelglauben was von ‘Erfolg und
Reichtum für alle’ erzählt.“ Auch das, aber nicht alle und nicht nur. Hauptsächlich haben sie ihnen
Jesus Christus und seine Erlösung gepredigt. Dies wäre auch die primäre Aufgabe der Katholischen Kirche,
nach den Sendungsworten Jesu an seine Jünger: „Geht und predigt das Evangelium allen Völkern!…“ gewesen.
Von „christlichem Klassenkampf“ ist im Evangelium nie die Rede, Boff hin und Boff her. Dies noch weniger
bei der Darbringung des Opfers Christi am Altar seitens der Che Guevaras in Alba und Stola (ohne casula!).
Etwas anderes ist das „unum necessarium“.
#31 Paulaner † 14:56:07 | Donnerstag, 24. September 2009
Es scheint mir einfacher: die Leute haben die RKK mit den Kommunisten in einen Topf geworfen. Sycamore: @
Paulaner Und hier stellt sich der Katholischen Kirche in Lateinamerika doch die Frage, ob sie hauptsächlich
die zutiefst religiösen Bedürfnisse der dortigen Menschenmassen bedient hat, als sie auf dem Nebengleis
„soziale Gerechtigkeit“ und „christlicher Klassenkampf“ im marxistischen Dunstkreis stecken blieb, anstatt
das Evangelium zu verkünden, oder ob sie diese den Evangelikalen weitgehend überlassen hat. Die Amerikaner
aber haben ihnen mit ihrem Bibelglauben was von „Erfolg und Reichtum für alle“ erzählt.
#30 Sycamore 14:33:28 | Donnerstag, 24. September 2009
@ Paulaner Daß die Evangelikalen massiv in Lateinamerika missionieren und sozial helfen ist klar. Ihr
Erfolg, besonders bei den ärmeren und ungebildeten Schichten der Bevölkerung – und nicht nur bei denen – ,
erklärt sich m.E. mit der Direktheit und emotionaler Kraft, womit sie das Evangelium Jesu Christi verkünden.
Und hier stellt sich der Katholischen Kirche in Lateinamerika doch die Frage, ob sie hauptsächlich die
zutiefst religiösen Bedürfnisse der dortigen Menschenmassen bedient hat, als sie auf dem Nebengleis
„soziale Gerechtigkeit“ und „christlicher Klassenkampf“ im marxistischen Dunstkreis stecken blieb, anstatt
das Evangelium zu verkünden, oder ob sie diese den Evangelikalen weitgehend überlassen hat. Die Antwort
auf diese Frage haben die Menschenmassen dort selbst gegeben – mit den Füssen. Sie sind nicht zu denen
hingelaufen, welche vom Altar die soziale Gerechtigkeit predigten und dafür kämpften, sondern zu denen,
die ihnen Jesus Christus und seine Erlösung anboten. Es wäre verwegen zu behaupten, soziale Gerechtigkeit
wäre für die unterdrückten Massen kein Thema. Offensichtlich aber belehrt uns das Geschehene, daß
diese Massen noch tiefere geistige Bedürfnisse haben als sie, nämlich Sündenbefreiung und Erlösung.
In diesem Punkt hat die Kirche offensichtlich nicht überzeugt. Könnte er ein Wegweiser sein für eine
kirchliche Wende zum christlich Wesentlichen („porro unum est necessarium“)? Dies scheint auf jedem Fall
die Linie des Papstes zu sein.
#29 Paulaner † 13:47:38 | Donnerstag, 24. September 2009
ich vermute, dass die Befreiungstheologie nur wenig mit dem Erfolg der Bibelfuzzies zu tun hat. Sycamore:
Der Schwund ist erst vor ca. zwanzig Jahren eingetreten, als die Befreiungstheologie in Lateinamerika
besonders virulent wütete. Die Amerikaner haben mit voller Kanone ihre „Demokratie“ nach Süden exportiert.
#27 Sycamore 13:16:12 | Donnerstag, 24. September 2009
@ Thomasius: Thema verfehlt! Ich versuche es, noch einfacher zu erklären. Die Tatsache, daß der Evangelikalenanteil
in den v.g. Ländern inzwischen auf 60% gestiegen, und der Katholikenanteil entsprechend vermindert ist,
ist nicht mit der Sklaverei und der Unterdrückung vergangener Jahhunderte zu erklären, sondern mit der
von beachtlichen Teile des Klerus angenommene Theologie der Befreiung, dem damit verbundenen „christlichen
Klassenkampf“ und der damit verbundenen Vernachlässigung der Verkündigung des Evangeliums. Beweis: bis
vor zwanzig Jahren betrug der Katholikenanteil in den gen. Ländern 80% der Bevölkerung. Wäre der Grund
des Schwunds die Sklaverei und die Unterdrückung gewesen, wie Sie fälschkicherweise behaupten, wäre
dieser Schwund noch spätestens im 19. Jahrhundert eigetreten. Dies ist aber nicht der Fall. Der Schwund
ist erst vor ca. zwanzig Jahren eingetreten, als die Befreiungstheologie in Lateinamerika besonders virulent
wütete. Kapiert?
#26 Thomasius 12:36:27 | Donnerstag, 24. September 2009
Herumdilettieren? „Ist es der Kirche als Lebensprinzip und Seele der menschlichen Gesellschaft erlaubt,
in sozialen Fragen herumzudilettieren? Von Universitäts-Dozent Friedrich Romig.“ Dass an einer Universität
die verschiedensten Vögel dozieren, ist ja bekannt. Offensichtlich ist dem „Dozenten“ entgangen, dass
seiner Meinung nach auch Jesus Christus „herumdilettiert“ hat. Alle Gleichnisse enthalten Aussagen auch
zu sozialen Fragen. Die Seelenkunde ist eher ein Gebiet der griechischen Philosophie, die in die Kirche
Eingang gefunden hat.
#25 HarroMeyer † 12:33:05 | Donnerstag, 24. September 2009
Gisela@ Ich kenne Juden, in meiner Heimatstadt die fallen kaum auf und sind sehr klug, nach 3000 Jahren
Rassenpflege kein Wunder; und die Meisten sind Millionäre! Sie kümmern sich vorbildlich um ihre eingewanderten
russlanddeutschen Glaubensgenossen. Ich finde das gut und bin fast etwas neidisch.
#24 Gisela Dormann 12:07:09 | Donnerstag, 24. September 2009
Erstaunlich, wieviele sich hier geradezu von Juden verfolgt fühlen Da sind mit Sicherheit auch Schreihälse
dabei, die in ihrem Umfeld nicht einen einzigen Juden auweisen können. Und selbst wenn: In meiner Stadt
gibt es eine große, jüdische Gemeinde und die tritt sehr dezent auf, sprich, im Alltag ist sie nicht
einmal wahrnehmbar. Hier müssen bei den Betreffenden tatsächlich rassistische oder antisemitische Grundüberzeugungen
vorhanden sein. Sowas hat einen persönlichen charakterlichen Hintergrund und nicht etwa reale Wahrnehmung.
Man muß wohl von einer Art seelischer Erkrankung ausgehen. Arme Idi***n! …schreibt mit lieben Grüßen
die wissende Gisela
#23 wickerl 11:14:06 | Donnerstag, 24. September 2009
Herumdilettieren Herumdilettieren in Sozialfragen, besonders in Wirtschaftsfragen, oder das naive Flirten
mit dem Kriegs-treiber und -führer Bush,weil er Abtreibungsgegner ist, sehr zutreffend, so nach dem Motto
Freibier für alle, der Letzte bezahlt!
#21 Paulaner † 00:18:31 | Donnerstag, 24. September 2009
Deine Privattheologie wird dir immer wieder zum Verhängnis, Brandenburgis: oder in Auschwitz vor den
Gott hassenden Juden spricht, Ein Vortrag darüber, daß der Adonai, der Elohim der Juden der Vater ist,
den uns Jesus im Vaterunser im Gebet empfohlen hat, ein Vortrag darüber ist ja wohl unnötig. Strampel
nur weiter, Saupreiss!
#20 Gisela Dormann 23:14:01 | Mittwoch, 23. September 2009
Seele der menschlichen Gesellschaft??? Ach herrje, mit dieser maßlosen Selbstüberschätzung muß es
ja zu internen Unstimmigkeiten kommen. …schreibt mit lieben Grüßen die wissende Gisela
Es scheint immer mehr darauf hinauszulaufen, dass die Kirche theologisch Farbe bekennt, jenseits alles
Buhlens um Sympathie, wie sie es mit dem Judentum hält, das Jesus Christus verwirft, und wie sie es mit
ihrem Herrn Jesus Christus hält, der diesen heutigentags so peinlichen Absolutheitsanspruch stellt.
#16 Brandenburgis 21:30:19 | Mittwoch, 23. September 2009
Leider hegt der Papst selbst überhaupt keine Wahrheitsliebe. Als typischer Modernist ist es ihm letztlich
egal, ob er die Wahrheit sagt oder auch nicht. Er glaubt auch nicht, daß die Wahrheit wirklich etwas
wahres ist, seiner Ansicht nach Kann die Wahrheit auch etwas ganz anderes sein. Etwas Unwahres? Nun ja,
das kommt immer auf den Blickwinkel an. Wenn er in der Synagoge oder in Auschwitz vor den Gott hassenden
Juden spricht, dann ist das Evangelium natürlich etwas Unwahres, Peinliches. Ist er daheim in St. Peter,
dann sieht es anders aus. Der geborene „Relativist“ eben, der Herr Ratzinger.
Benedikt XVI. In einer einzigen Ansprache des Papstes ist mehr Licht enthalten als in vielem Giftmüll
dieser Plattform. Nehmen wir zBseine Ansprache bei der gestrigen Generalaudienz. www.zenit.org/article-18640?l=german
Ich frage mich: interessiert das irgendjemand von denen, die hier Tag u Nacht herumkritisieren? Der Mann
kann sich seine Katholiken nicht aussuchen! Für den, der Augen zum Sehen u Ohren zum Hören hat, ist
klar, dass der Papst sich bemüht, durch sein Wort u Beispiel die Menschen zur Wahrheit zu führen, die
Jesus Christus ist. Er spricht in klaren, verständlichen u doch theologisch tiefen Worten. Es ist niemandem
die Verantwortung abgenommen, sich nach dem heiligmäßigen Vorbild dieses Mannes zu richten oder es zu
verachten. So wenig wie Jesus Christus es erreichte, das Gottesvolk des Alten Bundes geschlossen zu bekehren,
so wenig kann sein Stellvertreter aus einer Milliarde Katholiken eine perfekte Kirche machen. Die Menschen
sind eben freie Wesen u können ihre Freiheit zum Guten gebrauchen oder zum Schlechten u Bösen missbrauchen.
Oder sind die Papstkritiker dieser Plattform hier lauter unsündliche, irrtumsfreie Heilige? Ich möchte
wissen, wie viele von ihnen berufliche oder ehrenamtliche Erfahrung damit haben, Verantwortung für andere
zu tragen u andere anzuleiten! Der Papst vertraut auf die Macht, die der Wahrheit u dem Guten von Natur
innewohnt u die sich letztlich durchsetzen wird, u wenn das Böse sich noch so aufbläht! Der Papst ist
ein weiser Mensch.
#13 Brandenburgis 20:35:39 | Mittwoch, 23. September 2009
Dialogus zwischen Furcht und HOffnung FURCHT: O schwerer Gang zum letzten Kampf und Streite! HOFFNUNG:
Mein Beistand ist schon da, mein Heiland steht mir ja mit Trost zur Seite. FURCHT: Die Todesangst, der
letzte Schmerz ereilt und überfällt mein Herz und martert diese Glieder. HOFFNUNG: Ich lege diesen Leib
vor Gott zum Opfer nieder. ist gleich der Trübsal Feuer heiß, genung, es reinigt mich zu Gottes Preis!
FURCHT: Doch nun wird sich der Sünden große Schuld vor mein Gesichte stellen. HOFFNUNG: Gott wird deswegen
doch kein Todesurteil fällen. Er gibt ein Ende den Versuchungsplagen, daß man sie kann ertragen.
#12 eigerhar † 20:35:11 | Mittwoch, 23. September 2009
Unangenehmes Herumlavieren Ja! Das akademische Herumlavieren der Enzyklika ist sehr unangenehm. Dies ist
völlig verschieden vom klaren Sprachgebrauch der Enzykliken vor dem 2.VK. Man weiss nie was wirklich
gemeint sein soll. Die einzige Ausrede, die ich gelten liesse ist, dass die Enzyklika Positionen vertritt,
die im guten Sinne als „politisch unkorrekt“ erkannt würden, falls sie verstanden würden.
Ja oder nein … @troja War die Kranzniederlegung am Grab Kemal Attatürks ein Jein.Aber ich höre jetzt
auf zu schreiben,denn ich habe keine Lust mit Christus in Konflikt zu kommen.Denn mein Mißtrauen ist
auch gefährlich für mich. Per Mariam ad Christum.
seid doch endlich froh einen papst zu haben, der wenigstens den versuch unternimmt, die mißstände zu
beseitigen. der zustand, in dem die kirche ist, läßt keine radikalen veränderungen zu. benedict versucht
alles, um wieder ein fundament zu bauen. soll er seine vorgänger beschimpfen? realistisch bleiben! gerade
die ewigen beschimpfungen der kirchenfeinde zeigen, daß er auf dem richtigen weg ist.
klartext Unser Papst spricht eben nicht klartext.Wenn ich auf ihn angewiesen wäre,würde ich ständig
mit Hochachtung über alle Religionen sprechen die Christus ablehnen und ihn bekämpfen.Wenn ein Papst
diese Schöpfung bewahren will,dann liebt er diese Welt.Und wer diese Welt liebt, hat von Christus nichts
verstanden.Oder? Aber wenn ich die Finanzmärkte dieser Welt unter einer Oberaufsicht stellen will, kann
ja nichts mehr schief gehen.Wenn ich ein Buch über Jesus Christus schreiben würde,Kardinal Schönborn
dürfte es nicht vorstellen. Er wäre nicht mein Freund.Und wenn Gotthardt den Papst verteidigt,steht
die Uhr fünf Minuten vor Zwölf. Per Mariam ad Christum.
#8 Brandenburgis 19:56:08 | Mittwoch, 23. September 2009
Mein Maßstab sind nicht Küng und Drewermann sondern Leo XIII. und Pius X. Schon die Lobhudelung Ratzingers
für den schändlichen Paul VI. zeigt, daß Ratzinger auch als Papst am Rande der Kriminalität agiert.
#7 gelobtseijesus 19:50:05 | Mittwoch, 23. September 2009
Sensationsmeldung! Rom teilt in einer Aussendung mit, die nächste Enzyklika vor der Veröffentlichung
dem Romig zur Korrekturlesung zu übermitteln, um von ihm ein wohlwollendes placet zu erhalten, die romig-katholische
Wahrheit.
brandenburgis gerade dieser papst hat im gegensatz zu seinen dt. kollegen immer klartext gesprochen. sie
empfinden seinen text als „geschwurbel“, weil sie die artikel und bücher seiner deutschsprachigen „bischöflichen
brüder“ gewohnt sind. unsere th. professoren sind die ersten, die in einer abwertenden bewertung von
texten dieses papstes besonders zurückhaltend sein müßten. gerade der bezug auf paulVI und j.p.II ist
unqualifiziert. benedict versucht wieder eine theologische linie zu entwickeln, um die fehler seiner vorgänger
zu korriegieren. er versucht, das „geschwurbel“ zu entfernen, um die katholische religion herauszuarbeiten.
bei diesen schwierigen inhalten und texten muß mehr gedacht werden, als sie es von leuten wie z.b. küng,
drewermann und ähnlichen gewohnt sind.
#5 Gotthard 19:36:02 | Mittwoch, 23. September 2009
infame Schüsse gegen den Papst diese angeblich wissenschaftliche Artikelserie ist ein infamer Rückenschuss
gegen den papst, der als Dilettant dargestellt wird – von einem unbekannten Herrn.
#2 Gunsenum 19:21:05 | Mittwoch, 23. September 2009
Systemlosigkeit und Verschwommenheit Ist es der Ökonomen als Lebensprinzip und Seele der menschlichen
Gesellschaft erlaubt, in kirchlichen Fragen herumzudilettieren? Von kreuz.netitäs-Dozent Herrn Gunsenum