Die Messe als Zentrum + Priester laisiert + Es geht ums Geld + Personalentscheidung + Grenzen des priesterlichen Gehorsams
Die Messe als Zentrum
Italien. Bischöfe sollen eine „väterliche Verantwortung“ gegenüber ihren Priestern
übernehmen. Das sagte Papst Benedikt XVI. bei einer gestrigen Audienz für die Bischöfe, die heuer geweiht
wurden. Priester und Bischöfe müßten trotz aller Beanspruchung die Feier der Messe und das Gebet in
den Mittelpunkt stellen – so Benedikt XVI.
Priester laisiert
Österreich. Der frühere Pfarrer der 2000-Seelen-Gemeinde
Leutasch in der Diözese Innsbruck, Roland Walch, ist laisiert worden. Das berichtete der ‘Österreichische
Rundfunk’ unter dem irreführenden Titel: „Priester nach zwei Jahren vom Zölibat befreit“. Walch zeugte
vor einigen Jahren ein Kind und fiel danach vom Priestertum ab. Jetzt verdient er sein Brot als Religionslehrer.
Es geht ums Geld
Deutschland. Seit Montag tagt in Fulda die deutsche Bischofskonferenz. Deren umstrittener
Vorsitzende, Erzbischof Robert Zollitsch von Freiburg, gab zur Eröffnung der Tagung die Zahlen der Kirchenaustritte
bekannt. Im Jahr 2008 sind 120.000 Katholiken ausgetreten, 2007 waren es rund 93.000. „Das ist schmerzlich
für uns“ – sagte der Erzbischof.
Personalentscheidung
Deutschland. Bischof Franz-Peter Tebartz-van
Elst von Limburg hat Prälat Franz Kaspar (71) zum neuen Generalvikar ernannt. Er löst in diesem Amt
Domkapitular Günther Geis (61) ab, der vom Limburger Domkapitel zum neuen Domdekan gewählt wurde.
Grenzen
des priesterlichen Gehorsams
Deutschland. Am 28. und 29. Oktober findet im ehemaligen Kloster Schmerlenbach,
dem Bildungshaus der Diözese Würzburg in der unterfränkischen Ortschaft Hösbach die Bundesversammlung
des deutschen ‘Netzwerks katholischer Priester’ statt. Dazu sind Priester und Diakone eingeladen. Der
emeritierte Mainzer Kirchenrechtler Georg May wird über die Grenzen priesterlichen Gehorsams referieren.
Ferner sollen persönliche Schwierigkeiten und Ratlosigkeiten unter Mitbrüdern besprochen und wenn möglich
gelöst werden.
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36 Lesermeinungen
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@diakonus Du hast recht; habe mich leider nicht genug mit dem Text befasst. Der Erzbischof beklagt in
seiner Rede eine „aggressive Religionskritik“ und dass „Kritiker das Christentum dununzieren und verspotten“
wollen. Wenn er damit die Biowissenschaften meint und „sich die Kirche unmissverständlich auf die Seite
des ungeborenen Lebens stellt“, dann sollte die Kirche sich meiner Meinung nach entschiedener für die
Menschenrechte und das Recht auf Leben einsetzen.
#33 diakonus 14:54:13 | Dienstag, 22. September 2009
@MessagefromMary: Vom kämpfen gegen die Kräfte des Todes Zollitsch greift überhaupt nicht die Christen
an: Dass Christen“gegen die Kräfte des Todes“ in einem „prophetischen Nonkomnformismus“ leben zeichnet
sie ja gerade aus. Genau das ist für andere ein Ärgernis, ein Stolperstein und zwar seit 2000 Jahren.
Als Kritiker wurden nach dem von mir gelesenen Bericht lediglich manche“in den Biowissenschaften“genannt,„die
die Kirche als hinderlich sehen, weil sie sich unmissverständlich auf die Seite des ungeborenen Lebens
stelle.“ „Gläubige Christen bekämpfen ebenso – mit den Waffen des Geistes – die Kräfte des Todes ,
weil sie Gott, der das Leben ist, an die erste Stelle in ihrem Leben setzen und nicht die vergänglichen
Werte.“ schreibst du. (Und ich gebe dir darin 100%ig recht.) Genau so – habe ich den Eindruck – kämpft
Zollitsch. Das sagt er, so handelt er. Genau deswegen wird er angegriffen, meine ich.
#32 Franz Kappes 14:42:42 | Dienstag, 22. September 2009
Zentrum des Glaubens Wenn im Jahr 1977 die Kirchenzeitung des Erzstbistums Köln die Eschatologie als
„Zentrum des Glaubens“ bezeichnet, ist dies im Zusammenhang mit der Hl. Messe (1977?) eine Betrachtung
wert. Gelingt es einem Priester in den Anfangsjahren des 3. Jahrtausends wirklich, das Gebet in den Mittelpunkt
zu stellen?
#31 Beobachterin 14:42:20 | Dienstag, 22. September 2009
Zeitgeisthörige Kirche Ach – die Zahl der Kirchenaustritte ist schmerzlich für Erzbischof Zollitsch?
Vielleicht ist es für manche Katholiken schmerzlich, erleben zu müssen, wie Teile der katholischen Kirche
in Deutschland dem Zeitgeist hinterherhecheln. Das kommt dann von sowas.
joberens referiert über die Kirche! Muhaha (…) Auch die grundgesetzlich garantierte Religionsfreiheit
dürfte, da die Finazierung fast ausschlließlich aus Steuergeldern geschieht, dort den Menschen nicht
zum Nachteil gereichen. Josef Berens (als einfacher, denkender Katholik) Herrlich!! Kann man dich mieten?
Oder dir sonst Gelegenheit zur Aufführung geben? Nur ernst nehmen – das kann man dich nicht.
#25 eigerhar † 12:03:13 | Dienstag, 22. September 2009
Priester unter der Armutsgrenze @Regina1961 Z.B. in Frankreich und Italien. In Frankreich sind es die
meisten. Ich selber habe Priester in Frankreich besucht. In Italien ist das bei vielen Ladpfarrern der
Fall. Auch in Brasilien (wo ich schon mehrmals war) kenne ich Priester unter der Armutsgrenze. Im deutsch-sprachigen
Raum geht man mit Priestern finanziell besser um. In den USA scheint das Spendensystem zu funktionieren.
#24 joberens 11:59:07 | Dienstag, 22. September 2009
Finazierung der sozialen Einrichtungen fast 100 % vom Staat Auch, wenn die Kirche Träger von Sozialeinrichtungen
ist, muß der Ehrlichkeihalber doch gesagt werden daß die Finazierung dieser kirchlichen Einrichtungen
in der Regel fast zu hundert Prozent vom Staat und aus Steuergeldern aller Steuerzahler, auch der Nichtchristen,
geschieht. So ist auch nicht in Ordnung, daß die Kirche allein nach ihrem Gutdünken über die Stellenbesetzung
und das Personal in diesen Einrichtungen verfügt und daß dabei nicht selten, für unserer Zeit eigentlich
nicht mehr vertretbare, Praktiken angewand werder. Eigentlich sollte, in diesen Einrichtungen dann auch
die im öffentlichen Dienst üblichen arbeitsrechtlichen und gerichtlichen Bestimmungen und Möglichkeiten
gelten, vor allem auch bezüglich Einstellung und Kündigung. Auch die grundgesetzlich garantierte Religionsfreiheit
dürfte, da die Finazierung fast ausschlließlich aus Steuergeldern geschieht, dort den Menschen nicht
zum Nachteil gereichen. Josef Berens (als einfacher, denkender Katholik)
#23 Regina 1961 11:55:50 | Dienstag, 22. September 2009
@vorposter Na ja, Kirchensteuer in unserem Sinne wird nur in Deutschland erhoben. In anderen europäischen
Staaten ist es der Staat (wie auch immer man dieses Gebilde dann definieren möchte) der die Kirche unterstützt.
wo lebe denn im europäischen Ausland Priester unter der Armutsgrenze? In den Ländern wo ich bisher gewesen
bin und auch längere Zeit gelebt habe, ging es den Priestern recht gut. Am Hungertuch nagten die nicht.
(Sollen sie ja auch nicht!) Und was Hitler angeht, über den will ich hier nicht diskutieren. Ich habe
kein positives Bild von ihm. Im Gegenteil. Er ist ein zutiefst verabscheuungswürdiger Massenmörder,
dem vielleicht auch das ein oder andere gut gelungen ist, aber um welchen Preis! Regina
Stinker Im Jahr 2008 sind 120.000 Katholiken ausgetreten, 2007 waren es rund 93.000. [Zollitsch:] „Das
ist schmerzlich für uns“ Tja, als ich ihn das sagen hörte, da dachte ich auch: Am Geldbeutel schmerzt
es immer am meisten! Lasst die dreckige und nur durch das Geld noch lebende V2-Sekte am langen Arm verhungern!
#21 eigerhar † 11:42:34 | Dienstag, 22. September 2009
Nicht allein Deutschland @Regina61 Nicht nur in Deutschland wird Kirchensteuer erhoben, und wo sie nicht
erhoben wird siechen die Priester meistens unter dem Existenzminimum dahin. Das ALLGEMEINE Kirchenrecht
sieht die Erhebung der Kirchensteuer vor und sieht schwere Strafen vor, für die, welche dieser fundamentalsten
Pflicht der Nächstenliebe nicht nachkommen. (Schon in der Urkirche drückte sich die Nächstenliebe vor
allem in der materiellen Unterstützung der Bedürftigen aus.) In Deutschland besteht die Kirchensteuer,
weil der Staat die Gesetzgebung der Kirche unterstützt, durch Adolf Hitler. Gerade gestern habe ich von
Prof. Georg May gelesen (der nicht im Verdacht steht mein positives Urteil über Hitler und die Nazis
zu teilen). dass die Machtergreifung Hitlers zu einem Boom an KirchenEINTRITTEN, Taufen, kirchlichen Hochzeiten …
führte. Kirchensteuer ist der Kirche nicht grundssätzlich abträglich.
#20 Gunsenum 11:33:30 | Dienstag, 22. September 2009
Man kann die Kircheneintritte nur bejahen So wird den Staatsbischöfen der Geldhahn nicht abgedreht und
der Weg nicht bereitet für Piusbruderschaft & Co. RICHTIG SO!
#19 Regina 1961 11:33:02 | Dienstag, 22. September 2009
Kirchensteuer Soweit ich informiert bin, ist Deutschland das einzige Land auf der Welt, in dem Kirchensteuer
erhoben wird. Das einzige Land. Ich weiß nicht, wie es im Rest der Welt nit der Finanzierung der Kirche
zugeht. Ich glaubte immer durch Spenden. Schlimm ist in Deutschland aber die Tatsache, daß man als Katholik
aus der Gemeinschaft der Kirche ausgeschlossen wird, wenn man keine Kirchensteuer mehr zahlen möchte
(als ArbeitnehmerIn). Regina
#17 Elijahu † 10:58:37 | Dienstag, 22. September 2009
Man kann die Kirchenaustritte nur bejahen So wird den Staatsbischöfen der Geldhahn abgedreht und der
Weg bereitet für Piusbruderschaft & Co. RICHTIG SO!
Die Kirchensteuer gehört abgeschafft Die hohen Herren müssen da beschnitten werden wo es ihnen am meisten
weh tut, am Geldhahn. Möglicherweise erkennen sie dann wieder das Antlitz ihres und unserem Herren, Jesus
Christus!
#14 Kunstmaler † 10:42:27 | Dienstag, 22. September 2009
joberens Es ist doch auch vollkommen verständlich, daß immer mehr Katholiken unserer Kirche verlassen.
Man fragt sich doch berechtigterweise, wozu man da noch zahlen soll. Genau – wozu zahlen, wenn die meisten
Priester immer noch nicht gewillt sind, dem Teufel die Hand zu geben und zu einer Ehescheidung „ja, gottlob“
zu sagen. dann die nicht selten unsinnigen amtskrichen Ge- und Verbote und so weiter und so weiter…genau…immer
diese Aussagen für den christlichen Geist, gegen den Antichristen. Einfach unsinnig so was…ständig
für Christus zu sein. …wozu man da noch zahlen soll. fragen sich die Teufelsdiener. Eigenverantwortung
und vor allem das nötige Feuer für den Nachlaß Christi fehlt. Meinen Sie das Höllenfeuer? auch ohne
der immer weniger überzeugenden Organisation kath. Kirche anzugehören ein gutes Verhältnis zu Gott
haben zu können Meinen Sie damit Freikirchen, welche schon den „Reichtum auf Erden“ predigen, wo tatsächlich
die Dümmsten aller Dummen hinrennen und sich vom Teufel das ewige Heil versprechen lassen? Und – sind
Sie schon dort ? …handelt offenbar weiter nach dem Motto: „Gibt Gott Häschen, gibt Gott Gräschen“
Na, ja, wenn Ihnen das Motto lieber ist: Gibt Teufel Häschen, gibt Teufel Gräschen.
joberens referiert über die Kirche! Muhaha (…)Ich habe auch den Eindruck, daß der Glaube an Gott nicht
mit der steigenden Zahl der Kirchenaustritte schwindet, sondern, daß man man immer mehr zu erkennen glaubt,
auch ohne der immer weniger überzeugenden Organisation kath. Kirche anzugehören ein gutes Verhältnis
zu Gott haben zu können(…) Dein Eindruck betrügt dich ein um das andere mal! Man kann NICHT aus der
Kirche austreten, man kann Kirchensteuern sparen! Und noch eins, selbsternannter Heilsbringer: „Extra
ecclesiam nulla salus“ – außerhalb der Kirche gibt es kein Heil. Hast du das verstanden?
#12 smallplayer 10:34:36 | Dienstag, 22. September 2009
Man kann die Kirchensteuer abschaffen. Nur muß in diesem Fall vorher eine andere Finazierung für die
sozialen Einrichtungen der Kirche gefunden. Die katholische Kirche ist in Deutschland eben nicht nur eine
Glaubensgemeinschaft, sondern Trägerin vieler Wohlfahrtseinrichtungen.
#10 joberens 10:27:36 | Dienstag, 22. September 2009
Kirchenaustritte durchaus verständlich – Steuerzahlung und immer weniger Leistung Es ist doch auch vollkommen
verständlich, daß immer mehr Katholiken unserer Kirche verlassen. Man fragt sich doch berechtigterweise,
wozu man da noch zahlen soll. Gemeinden werden geschlossen, es gibt immer weniger Gottesdienste, von Seelsorge
kann kaum noch die Rede sein, dann die nicht selten unsinnigen amtskrichen Ge- und Verbote und so weiter
Es gibt viele Gründe, warum immer mehr Katholiken ihre Kriche Verlassen. Ich sehe einen nicht unwichtigen
auch darin, daß immer mehr der Eindruck entsteht, daß nicht wenige unserer Kirchenobern nur noch Kirchenbeamte
und mehr oder weniger lustlose Marionetten des Papstes sind die zwar ihren Dienst tun denen aber ein erkennbarer
Einsatz, Eigenverantwortung und vor allem das nötige Feuer für den Nachlaß Christi fehlt. Zur Zeit
sehen sie ihre Aufgabe doch offenbar hauptsächlich darin, die weniger werdenden Finanzen und den unverkennbaren
Abwärtstrend möglichst ‘perfekt zu organisieren und degradieren sich so selbst, mehr oder weniger, zu
nur noch Konkursverwaltern. Ich habe auch den Eindruck, daß der Glaube an Gott nicht mit der steigenden
Zahl der Kirchenaustritte schwindet, sondern, daß man man immer mehr zu erkennen glaubt, auch ohne der
immer weniger überzeugenden Organisation kath. Kirche anzugehören ein gutes Verhältnis zu Gott haben
zu können Amtskirchlich scheint man jedoch schwerfällig und nicht erkenntnisoffen zu sein und träumt
und handelt offenbar weiter nach dem Motto: „Gibt Gott Häschen, gibt Gott Gräschen“ J. Berens
@diakonus …Christen lebten „gegen die Kräfte des Todes“ in einem „prophetischen Nonkonformismus“…
Sicher nicht alle Christen. Warum greift der Bischof in dieser Rede alle Christen an? In diesem Text behauptet
der DBK-Vorsitzende auch, dass „Kritiker das Christentum denunzieren und verspotten“ wollten. Wen meint
er denn damit? Die Anhänger anderer Konfessionen und Religionen? Gläubige Christen werden niemals das
Christentum denunzieren oder verspotten, sondern kritisieren zu recht unhaltbare Zustände und Machenschaften
innerhalb der Kirche. Gläubige Christen bekämpfen ebenso – mit den Waffen des Geistes – die Kräfte
des Todes , weil sie Gott, der das Leben ist, an die erste Stelle in ihrem Leben setzen und nicht die
vergänglichen Werte.
Umstritten Suchen Sie mal per Google-News nach Berichten über das Opus Dei. Da finden Sie in den Qualitätsmedien
überall das wertende Beiwort „umstritten“. So gesehen tut Kreuz.net nichts anderes als die Qualitätsmedien!!!
#7 smallplayer 10:09:33 | Dienstag, 22. September 2009
Netzwerk So so, das Netzwerk katholischer Priester hält eine Versammlung ab. Da können sich die Fundipriester
gegenseitig bedauern und Herr May darf über den bösen. bösen Kardinal Lehmann jammern.
#6 sideshowbob 10:00:35 | Dienstag, 22. September 2009
Nee, Eifelplatz, Sie sehen das falsch Wenn erst die „Tradition“ flächendeckend wiederhergestellt ist,
werden die Menschen wieder in Scharen in die RKK eintreten. Denken zumindest die Vertreter der „Tradition“
und natürlich die Schreibstube…
#5 diakonus 09:58:51 | Dienstag, 22. September 2009
Wieder wird ein Bischof diffamiert [klein]Zollitsch rief die Kirche auf, die Sehnsucht der Menschen nach
Antwort ernst zu nehmen und ihnen neue Hoffnung zu geben „für ein Leben, das zu leben sich lohnt“. Dabei
stehe die Kirche für eine wirklich freie und gerechte Gesellschaft. Christen lebten „gegen die Kräfte
des Todes“ in einem „prophetischen Nonkonformismus“. Die missionarische Dimension der Kirche gewinne neu
an Bedeutung. […]Die Gesellschaft verhalte sich in vielem zu pragmatisch und versuche, sich kurzatmig
über Wasser zu halten. Dabei verzichte sie auf große Visionen, so Zollitsch. […] Große Ideale wie
die Durchsetzung der Menschenrechte oder eine gerechtere Weltwirtschaftsordnung gerieten dabei aus dem
Blick. […] Mit Blick auf die innerkirchlichen Veränderungen und Strukturreformen in Deutschland rief
Zollitsch dazu auf, die Basis der christlichen Botschaft nicht aus den Augen zu verlieren und die christliche
Identität zu wahren. „Der Weg der Kirche muss ein Weg gelebter Hoffnung sein“, betonte er. Die „Sehnsucht
nach Hoffnung über den Tag hinaus“ finde eben nicht in immer mehr Konsum ihre Erfüllung. Die Kirche
stehe für die Verheißung Gottes. Ihre Botschaft der Hoffnung sei etwas ganz anderes als die spirituellen
Angebote einer Wellness-Religiosität.“[klein][kursiv] religion.orf.at/…921_zollitsch_fr.htm Es fragt
sich, wer warum Interesse hat, eine Stimme wie diese schlecht zu machen!
#4 Eifelplatz † 09:47:51 | Dienstag, 22. September 2009
Was war nun 2008, das die stark erhöhten Austrittszahlen verständlich macht? Antwort: Rückwärtsbewegungen
Benedikt XVI., Wiedereinführung der alten Messe, Anbiederungen an die Traditionalisten …
Eine Erfolgsgeschichte Robert Zollitsch von Freiburg, gab zur Eröffnung der Tagung die Zahlen der Kirchenaustritte
bekannt. Im Jahr 2008 sind 120.000 Katholiken ausgetreten, 2007 waren es rund 93.000. Zur Ergänzung:
Die Zahl der Gottesdienstbesucher sank weiter (auf 13,4%,) Die Zahl der Wiedereintritt sank (obwohl ja
durch die Austritte der letzten Jahre das Reservoir der potentiellen Rückkehrer größer geworden ist)
Die Zahl der Pfarrein und Welt- bzw. Ordenspriester nahm ab. Dafür nahm die Zahl der Gemeindereferenten
zu, wobei diese Zunahme durch weiblichen Referenntinnen erreicht wird. Wie viele von den 13,4% Gottesdienstteilnehmern
noch wirklich praktizierende Katholiken sind, ist unklar. Ein befreundeter Pfarrer schätzt z.B. die Zahl
derer, die mindestens einmal ,jährlich zur Beichte gehen, auf ca. 20 (bei ca 2000 eingetragenen Gemeindemitgliedern
und ca. 300 Gottesdienstteilnehmern). Das würde bedeuten, dass ca 1% der Mitglieder und ca 6,6 % der
Gottesdiensteilnehmer noch praktizierende Katholiken im engen Sinne wären.
#2 diakonus 09:16:34 | Dienstag, 22. September 2009
Umstritten?! Es ist eine rhetorische Strategie, etwas als objektiv zu behaupten was man selbst subjektiv
empfindet. Manchmal funktioniert es. Manchmal nicht. Mit der Tugend derWahrhaftigkeit hat diese Methode
allerdings nichts zu tun.