Der Papst als Vorbild für die kompromißlosen und unversöhnlichen deutschen Bischöfe: Ein Pater der Piusbruderschaft, der mit katholischen Jugendlichen die Ewige Stadt besuchte, durfte zweimal im Petersdom die Alte Messe feiern.
(kreuz.net, Vatikan) Der Prior der Priesterbruderschaft St. Pius X. in München, Pater Firmin Udressy,
hat zweimal im Petersdom zelebriert. Das erfuhr die Webseite ‘katholisches.org’.
Pater Udressy stammt
ursprünglich aus der französischsprechenden Schweiz. Er ist aber schon länger in Deutschland tätig.
Letzten Freitag begleitete er eine Pilgerfahrt der lefebvristischen ‘Katholischen Jugendbewegung – KJB’
nach Rom.
Unter den Pilgern befand sich auch ein junger Mann, der im Oktober ins Priesterseminar der
Bruderschaft in Zaitzkofen bei Regensburg eintritt.
Bereits Ende August durfte ein Pater der Piusbruderschaft,
der die Absolventinnen des Mädchengymnasiums in Schöneberg nach Rom begleitete, im Petersdom zelebrieren.
Der Fall erregte damals internationales Aufsehen.
Nach Angaben von ‘katholisches.org’ fürchtete die
Bruderschaft, daß der Vatikan wegen der Berichterstattung restriktivere Bestimmungen für die Piusbruderschaft
einführen könnte.
Das ist offenbar nicht der Fall.
Schon im Jubiläumsjahr 2000 durfte die Piusbruderschaft
bei ihrer großen Wallfahrt nach Rom – damals sogar unter Papst Johannes Paul II. – im Petersdom eine
Andacht feiern.
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69 Lesermeinungen
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#69 Lycobates 15:50:36 | Donnerstag, 8. Oktober 2009
Latein Nun, in welcher Sprache wird der Pontifex seine Worte wohl an das Hl. Konsistorium gerichtet haben?
in Latein Mithin, welcher der beiden Texte entspricht dem Wortlaut der Ansprache? Latein die italienische
Fassung wurde üblicherweise vom Pressesprecher (damals Hw. Panciroli) verbreitet Im geheimen Teil der
Konsistorien (die Überschrift auf der modernen Webseite besagt da nichts) pflegte Bf. Montini Latein
zu sprechen. Er konnte es ja auch leidlich. Erst im wojtylianischen Zeitalter wurde eine Vielzahl von
Volkssprachen üblich. Damals waren sowohl der Pseudifex als auch die meisten Mitraträger mit ihrem Latein
längst am Ende. Übrigens ist nach meiner Einschätzung (jedenfalls für die hier vorliegenden Abschnitte,
die anderen habe ich nicht studiert) die italienische Fassung im wesentlichen deckungsgleich mit der lateinischen.
Darüberhinaus (ganz abgesehen von diesem Text) besteht aber wirklich kein Zweifel über Bf. Montinis
Willen, die neue Liturgie exklusiv aufzuerlegen. Das erhellt aus der Praxis, und auch aus der damaligen
stark medienwirksamen Audienz mit EB Lefebvre (wobei auch Bf. Villot, der Staatssekretär, zugegen war).
Auch Bf. Benelli (der übrigens den Begriff „Konzilskirche“ – „la fidélité à l’Église conciliaire“ –
geprägt hat) – damals Substitut im Staatssekretariat – hat in einem Schreiben an EB Lefebvre die gleichen
Forderungen seines Meisters ausgesprochen. Viel Material ist hier zu finden: …riseintegriste.typepad.fr/…76/06/lettre-de.html
Paulum pontificem non scorpionem fuisse puto. Nun, in welcher Sprache wird der Pontifex seine Worte wohl
an das Hl. Konsistorium gerichtet haben? Mithin, welcher der beiden Texte entspricht dem Wortlaut der
Ansprache? Vielleicht geben ja Überschrift und Datum einen Hinweis zur Beantwortung dieser Frage, werter
Wolfgang? „Concistorio segreto del Santo Padre Paolo VI per la nomina di venti Cardinali – Lunedì, 24
maggio 1976“ Denn beide Texte entsprechen einander nur sehr oberflächlich … Ob die Ansprache nicht
in italienischer Sprache gehalten und dann von den Latinisten des Hl. Stuhls einer durchaus tendenziösen
und die Grenzen legitimer Interpretation doch stark beanspruchenden Übersetzung unterzogen wurde …?
#67 Lycobates 13:04:27 | Donnerstag, 8. Oktober 2009
in cauda venenum Noch ein Zusatz zum vorhin zitierten Text von 1976 (Bf. Montinis Konsistoriumansprache)
Ich habe noch nachstehenden, direkt folgenden Absatz übersehen, aus dem sehr klar der absolute Wille
des damaligen Pseudifex Maximus hervorgeht (iubemus/esigiamo), die Liturgiereform auf Kosten der tradierten
Liturgie verpflichtend aufzuerlegen, und zwar in frevelhafter Arroganz „vi supremae auctoritatis Nobis
a Christo Iesu concessae“: „Idem promptum obsequium, vi supremae auctoritatis Nobis a Christo Iesu concessae,
iubemus erga ceteras novas leges ad liturgiam, disciplinam, rem pastoralem spectantes, quae hisce [im
Originaltext: „bisce“, wohl Druckfehler] annis latae sunt, ut Concilii decreta ad effectum deducerentur.“
Für nicht-Lateiner, wie ich jetzt erst sehe, findet es sich auch in Italienisch: La stessa disponibilità
noi esigiamo, con la stessa autorità suprema che ci viene da Cristo Gesù, a tutte le altre riforme liturgiche,
disciplinari, pastorali, maturate in questi anni in applicazione ai decreti conciliari. Wenn Bf. Montini
wahrer Papst war, kommt kein Katholik umhin, dieses „promptum obsequium“ wie verlangt auch tatsächlich
zu leisten. Hw. Ratzingers Motu Proprio, wenn auch im wesentlichen taktisch bedingt, ist aber ein peinlicher
Rückzug im Vergleich zu 1976, was natürlich den Aufschrei der Konzils-Hardliner erklärt. Sapienti sat!
Eingeschlichen Da hat sich ein vaganter Pseudo-Priester der PiuSSe wieder mal eingeschlichen und im Vatikan
eine Schein-Messe gehalten. Na und? Das macht diese vollkommen überflüssige antikirchliche und antikatholische
Kleinst-Sekte nicht erfolgreicher. Da sieht man mal was die PiuSSe anstellen um überhaupt bemerkt zu
werden. G_ott sein ihren Seelen gnädig.
Priesterbruderschaft St. Pius X. fühlt sich nun wohl. Aus „Die Zeitbomben des II. Vatikanischen Konzils“,
P. Schmidberger, S.29: „…Ein anderer von ihnen (ein ehemaliger Mitbruder der Bruderschaft) sagte bezüglich
des NOM, das Schlimmste an ihm sei die Zelebration versus populum. Nein, das Schlimmste an ihm ist seine
falsche Dogmatik, ist die Ersetzung des heiligen Meßopfers durch eine Gemeindeversammlung…„We feel
quite comfortable following the new Mass“, sagt er in dem in Australien veröffentlichten Interview. Zu
deutsch: Wir fühlen uns sehr wohl dabei, der neuen Messe zu folgen. Dem Zusammenhang gemäß ist gemeint,
daß man sich sehr wohl dabei fühlt, wenn in derselben Kirche, am selben Altar auf die neue Messe die
alte folgt. DIESE KONZEPTION IST UNS EIN GREUEL. Zu allen Zeiten haben wir die Nivellierung des heiligen
Meßopfers und der reformierten Liturgie abgelehnt, und WIR HABEN UNS NIE WOHL DABEI GEFÜHLT, WENN AUS
DEN UMSTÄNDEN HERAUS DIE ÜBERLIEFERTE HEILIGE MESSE IN EINER KIRCHE AN EINEM ALTAR ZELEBRIERT WURDE,
WO ANSONSTEN DER NOM DIE GEWOHNHEIT IST… DIE PLURALITÄT DER RITEN WIDERSTREITET UNSERER POSITION.“
Der Wandel hat sich vollzogen!
Wieso also nicht in Amiens ??? Ist doch merkwürdig: im Petersdom darf ein Piusbruderschafts-Prior zelebrieren
aber in andern kath. Kirchen nicht ??? Das begreife wer es kann… ???
Gunsenum Nur weil Du da net hingesht, heisst das nicht, dass die anderen das nicht tun! Von allen Katholiken
in D gehen höchstens noch 10 % in die Messe Pauls VI. Also 90 % gehen da nicht mehr hin. Ich kann nicht
erkennen, daß der NOM noch gewollt ist, bestenfalls nur noch von einer kleinen Minderheit, die tagtäglich
boch kleiner wird. Was soll’s also?
Schön, werter Wolfgang, Zitieren ist das Eine, Verstehen das Andere, was auch nicht durch Fettdruck zu
substituieren ist … Wo verwendet Paul VI. denn die Vokabeln vetare, interdicere oder non licet? Wo bitteschön,
soll das Verbot denn ausgesprochen worden sein.
Desperatus – ewig ist halt ewig lesen und suchen müssen sie selber. sie sind doch hier der forenchamp.
nicht ich. ausserdem gibt es unbelehrbare und da vertrödel ich nicht meine zeit. übrigens haben sie
PIUS V. durch ihre interpretation falsch verstanden. was aber auch nicht verwundert. der freimauerer P-VI
kann ja nichts „erlauben“, was nie verboten war und sein wird! womit jede weitere diskussion vom ansatz
her schon erübrigt.
#58 Lycobates 18:16:48 | Mittwoch, 30. September 2009
Zusatz Messeverbot 1976 Zur Weiterführung hier der ominöse Text der Montini’schen Ansprache von 1976: www.vatican.va/…4_concistoro_lt.html Folgender Absatz ist besonders lesenswert (fett von mir): At vero,
nomine ipsius Traditionis Nos ab omnibus filiis Nostris atque ab omnibus catholicis communitatibus postulamus,
ut cum dignitate pietatisque fervore renovatae Liturgiae ritus celebrentur. Usus novi Ordinis Missae minime
quidem sacerdotum vel christifidelium arbitrio permittitur. Instructione autem edita die quarto decimo
mensis Iunii anno millesimo nongentesimo septuagesimo primo provisum est, ut Missae celebratio antiquo
ritu sineretur, facultate data ab Ordinario, tantummodo sacerdotibus aetate provectis vel infirmis, qui
Divinum Sacrificium sine populo offerrent. Novus Ordo promulgatus est, ut in locum veteris substitueretur
post maturam deliberationem, atque ad exsequendas normas quae a Concilio Vaticano II impertitae sunt.
Haud dissimili ratione, Decessor Noster S. Pius V post Concilium Tridentinum Missale auctoritate sua recognitum
adhiberi iusserat. Letztere Behauptung ist eine ungeheure Frechheit, wie aus meinem „Resümee“ bereits
ersichtlich ist.
wer darf und wer darf nicht??? als ein pater der piusbrüderschaft bei uns ein ebgräbnis hielt, fragte
er, ob er denn in unserer kirche die messe lesen dürfe; es wäre halt praktisher und so … ich fragte
ihn dann: wenn ich zu ihrer kapelle käme und dort zelebrieren wollte, würden sie es mir erlauben. er
antwortete: nein! worauf ich: dann fragen sie mich bitte auch nicht mehr! schade, aber so ist es … o^/
#56 Lycobates 18:02:19 | Mittwoch, 30. September 2009
Messeverbot Paul VI. hat per Gesetz Priestern nach vorheriger Erlaubnis gestattet, nach dem bis dahin
vorgeschriebenen Missale zu zelebrieren. Ist nur mit Einschränkungen wahr. Nur älteren Priestern auf
dem Abstellgleis wurde ad hoc die Erlaubnis erteilt, die wahre Messe, aber immer „sine populo“, zu feiern.
Unter Ausschluß der Öffentlichkeit also. Im Konsistorium vom Mai 1976 erklärte Bf. Montini (Theatername:
„Paul VI“) verbindlich, daß der NOM verpflichtend an die Stelle der überlieferten Messe getreten sei.
Die neuerliche Behauptung Hw. Ratzingers (Künstlername: „Benedikt XVI.“), die „alte Messe“ sei nie verboten
gewesen, ist eine Unwahrheit, wie alle wissen, die die 70er Jahre miterlebt und miterlitten haben. Damit
soll nun wohl kaschiert werden, daß die Keksfeier ein großer Reinfall ist, der trotz neuerlicher „außerordentlicher“
Anwendung von Latein, Weihrauch, und Tüll die Gläubigen fernbleiben.
#54 Lycobates 17:33:39 | Mittwoch, 30. September 2009
Resümee Pius V. war Pontifex. Er hat per Gesetz ein Missale erlassen und dessen Gebrauch vorgeschrieben.
Er hat per Gesetz verschiedene, davon abweichende Riten verboten, sofern sie weniger als 200 Jahre in
Gebrauch waren. „Paul VI.“ war Usurpator. Denn er erließ ein Missale, in dem das gesamte überlieferte
Heiligenkalendarium und die Leseordnung, die mindestens auf Papst Gregor den Großen (5. Jh) zurückgehen,
sowie die noch ältere Meßordnung vollständig umgeworfen wurden. Nach Suarez ist dies ein schismatisches
Unterfangen („posset Papa esse schismaticus … si vellet omnes ecclesiasticas cæremonias apostolica
traditione firmatas evertere“, De charitate 12, I). Ferner wird in diesem Missale ein ordo missae eingeführt,
in dem die Opferung der einen immaculata hostia esetzt wird durch eine Bereitung der Gaben von Menschenhand
(das präfigurierte Abel-Opfer wird somit durch ein Kainsopfer ersetzt, das Opferlamm durch die Feldfrüchte);
in dem die Wandlung nicht als canon actionis (vom Priester zu verrichtender Handlungsvorgang), sondern
als Erzählung eines lediglich vergangenen Ereignisses (narratio institutionis) erscheint und ihre Worte
so geändert wurden, daß die Realpräsenz einer lutherisierenden Interpretation unterliegt (Das „mysterium
fidei“ erfolgt nicht während, sonder nach den Wandlungsworten, durch den zu akklamierenden Glauben der
Anwesenden). Diese Änderungen sind in ihrem Kern häretisch. Es kommt im NOM kein Sakrament zustande.
#53 Desperatus † 17:30:55 | Mittwoch, 30. September 2009
@Ruhrgebietler Nur mal zur Verdeutlichung: Pius V. hat per Gesetz verschiedene, davon abweichende Riten
verboten. Paul VI. hat per Gesetz Priestern nach vorheriger Erlaubnis gestattet, nach dem bis dahin vorgeschriebenen
Missale zu zelebrieren. Das ist nun wirklich kein Affront gegen Pius, sondern Großzügigkeit (erlaubt),
die Pius V selbst nicht hatte (verboten). Übrigens: Wie war das jetzt mit dem ewig?
clarissa colonia – Danke Pius V. war Pontifex. Er hat per Gesetz ein Missale erlassen und dessen Gebrauch
vorgeschrieben. Er hat per Gesetz verschiedene, davon abweichende Riten verboten. Paul VI. war Pontifex.
Er hat per Gesetz ein Missale erlassen und dessen Gebrauch vorgeschrieben. Er hat per Gesetz Priestern
nach vorheriger Erlaubnis gestattet, nach dem bis dahin vorgeschriebenen Missale zu zelebrieren. Da ist
nun leider kein Unterschied; ächem… aber sicher doch! nach vorheriger Erlaubnis gestattet, nach dem
bis dahin vorgeschriebenen Missale zu zelebrieren. das kann doch nur als afront gg. PIUS V. verstanden
werden, oder verstehe ich das falsch?
#51 Lycobates 16:53:59 | Mittwoch, 30. September 2009
@Desperatus Zur Frage der Gültigkeit: Nach Ihrer Meinung ist also alles, was nach den erneuerten Liturgischen
Büchern geschieht, ungültig. Insbesondere die Weihen. Leider ja. Ein riesengroßes Problem! Jedenfalls
betrifft es diese Sakramente, für deren gültige Spendung ein Priester (bzw. Bischof) erforderlich ist.
Nicht jedoch weil das meine Meinung wäre, sondern weil sich das aus dem katholischen Sakramentsverständnis
ergibt, wie bereits anderenorts in diesem Forum mit Quellen angedeutet. Nicht geklärt haben Sie allerdings
die Frage der Ewiggültigkeit, wozu ich in aller Bescheidenheit um eine Ergänzung bitte Nun, ich habe
den Ausdruck „ewiggültig“ nicht verwendet, aber in Sachen Sakramente, ist das, nach katholischem Verständnis,
was einmal als gültig erachtet wurde, für immer als gültig zu erachten (also „ewiggültig“ wenn man
will); das aber, was schon immer als nicht gültig erachtet wurde, kann nicht per Federstrich auf einmal
gültig werden. Das ergibt sich aus der Tatsache, daß die Sakramente, und das, was direkt mit ihrer gültigen
Spendung zusammenhängt, entweder unmittelbar von Christus eingesetzt, oder aber direkt apostolischen
Ursprungs sind, und somit keiner Änderung unterworfen. Was die Messe betrifft, ist dabei (auch in der
historischen Entwicklung) zwischen dem Sakrament im engeren Sinne, und der Feier des Opfers im weiteren
Sinne zu unterscheiden. Allerdings kann es weder jenes ohne dieses geben, noch umgekehrt.
Resümee: Pius V. war Pontifex. Er hat per Gesetz ein Missale erlassen und dessen Gebrauch vorgeschrieben.
Er hat per Gesetz verschiedene, davon abweichende Riten verboten. Paul VI. war Pontifex. Er hat per Gesetz
ein Missale erlassen und dessen Gebrauch vorgeschrieben. Er hat per Gesetz Priestern nach vorheriger Erlaubnis
gestattet, nach dem bis dahin vorgeschriebenen Missale zu zelebrieren. Da ist nun leider kein Unterschied;
und die ganzen Sedisvakanzspinner wissen im tiefsten Inneren, daß sie imbezile Idioten sind, weshalb
sie nämlich versuchen, aus geschmacklichen Fragen durch Afterlogik kirchenrechtliche oder dogmatische
zu machen …
#49 Desperatus † 14:53:16 | Mittwoch, 30. September 2009
Ich beginne zu verstehen @Lycobates Zur Frage der Gültigkeit: Nach Ihrer Meinung ist also alles, was
nach den erneuerten Liturgischen Büchern geschieht, ungültig. Insbesondere die Weihen. Da nach allgemeiner
Kirchenlehre ein ungültig Geweihter nicht zur gültigen Feuer der Sakramente in der Lage ist, ergibt
sich das übrige, selbst wenn der so geweihte die liturgischen Bücher von 1570 oder 1962 verwendete.
Das leuchtet mir als Ihre Meinung ein. Nicht geklärt haben Sie allerdings die Frage der Ewiggültigkeit,
wozu ich in aller Bescheidenheit um eine Ergänzung bitte, da mir Ihre Argumentation in Bezug auf den
Ritus Pauls VI doch recht wacklig erscheint. @Sefirot: Mir ist nicht bekannt, daß ich von „Wir“ gesprochen
habe, wenn nicht im Sinne eines rhetorischen „Wir“, das den Adressaten meiner Worte und mich selbst meint.
#48 Lycobates 14:27:36 | Mittwoch, 30. September 2009
@Desperatus Argumentationsebene II Was die Farge des „gültig“ anbelangt: Beim Ritus Pius V recurrieren
Sie auf die Priesterweihe, beim Ritus Pauls VI auf den Opfercharakter. Hier bewegen Sie sich doch auf
zwei verschiedenen Argumentationsebenen. Das leuchtet mir also noch nicht ein, doch sicherlich werden
Sie gerne breit sein, auch hier mich unwissenden Menschen recte et competenter zu lehren. Es hat schon
seine Tücken, auf begrenztem Raum sauber zu argumentieren. Also: Die überlieferte (tridentinische) Messe
bietet an sich (ebensowenig die Ostriten) keinedogmatischen Angriffsflächen (Opfercharakter, Wandlungsverständnis
(der Kanon als Aktion, usw.) sind gewährleistet). Deswegen habe ich mich dabei nicht aufgehalten. Sie
kann aber doch ungültig sein, wenn z.B. der Priester nicht einwandfrei geweiht ist (etwa nach dem neuen
Ritus, bzw. nach dem alten Ritus, aber von einem Bischof des neuen Ritus). Ein immer größer werdendes
Problem wegen der heutigen Proliferation „alter Messen“. Der NOM (nach einem in diesem Forum aufgelesenen
Ausdruck auch Keksfeier genannt) ist dogmatisch mangelhaft: kein Opfercharakter („opus manuum hominum“),
falsches Wandlungsverständnis („narratio institutionis“), Allerlösungslehre beim „für alle“, Verschiebung
des „mysterium fidei“ wodurch es angeblich erst per Akklamation zustande käme, etc.) und deshalb spielt
es keine Rolle, ob er von einem gültig oder ungültig geweihten Priester „gefeiert“ wird, da in ihm wegen
dieser inhärenten Mängel ein Sakrament nicht zustande kommt.
#46 Desperatus † 14:16:17 | Mittwoch, 30. September 2009
@Lycobates Ich habe lediglich ihren Argumentationsgang ernst genommen. Wenn Sie das als Humor bezeichnen
wollen, mag es mir recht sein. Oder wollen sie gar instistieren, daß Ihre eigene Argumentation lächerlich
ist? Ich erinnere: „Die Montini’sche Keksfeier ist weder „ewig“ noch „gültig“; „ewig“ ist sie nicht,
da wir ihre Urheber, die bis vor einigen Jahren als straffreie Schreibtischtäter noch lebten, allesamt
gekannt haben; “
#45 Sefirot 14:14:06 | Mittwoch, 30. September 2009
In meiner Heimat werden die Trauermessen seit Jahren schon von einem katholischen Priester in der protestantischen
Kirche gehalten, weil die auf dem Friedhof steht. Das ist auch ökumenische Gastfreundschaft… und das
ist ganz gut so…
#43 Sefirot 14:07:01 | Mittwoch, 30. September 2009
Nur wenn der Priester will… Auch die Tridentinische Messekann würdig gefeiert werden! Aber auh nur
wenn de Priester das so will und nicht rumnuschelt… wie Rudi Rüssel…
#42 Lycobates 14:01:35 | Mittwoch, 30. September 2009
@Desperatus Argumentationsebene I Mit dem Begriff Ewig habe ich aber noch Probleme. Nach Ihren eigenen
Worten gilt für die Liturgie nach der Ordnung Pauls IV:“„ewig“ ist sie nicht, da wir ihre Urheber (…)
allesamt gekannt haben“ Demnach wäre auch die Liturgie Pius V. nicht von Anfang ewig gewesen, sondern
erst nach dem Tod der letzten Mitarbeiter des Missale ewig geworden. Analog gilt dies natürlich auch
für Gregor den Großen. Sie haben Humor.
#40 John-Boy 13:49:53 | Mittwoch, 30. September 2009
„Ein Pater der Piusbruderschaft mit katholischen Jugendlichen…“ Alleine dies ist bereits ein Widerspruch.
Er war sicherlich mit jugendlichen Anhängern dewr Pius-Sekte unterwegs.
#39 Desperatus † 13:33:06 | Mittwoch, 30. September 2009
@Lycobates danke für die ausführliche Darlegung. Mit dem Begriff Ewig habe ich aber noch Probleme. Nach
Ihren eigenen Worten gilt für die Liturgie nach der Ordnung Pauls IV:“„ewig“ ist sie nicht, da wir ihre
Urheber (…) allesamt gekannt haben“ Demnach wäre auch die Liturgie Pius V. nicht von Anfang ewig gewesen,
sondern erst nach dem Tod der letzten Mitarbeiter des Missale ewig geworden. Analog gilt dies natürlich
auch für Gregor den Großen. Was die Farge des „gültig“ anbelangt: Beim Ritus Pius V recurrieren Sie
auf die Priesterweihe, beim Ritus Pauls VI auf den Opfercharakter. Hier bewegen Sie sich doch auf zwei
verschiedenen Argumentationsebenen. Das leuchtet mir also noch nicht ein, doch sicherlich werden Sie gerne
breit sein, auch hier mich unwissenden Menschen recte et competenter zu lehren.
#38 Braut † 13:30:45 | Mittwoch, 30. September 2009
die Keksfeier kenne ich noch aus Schullandheim-Zeiten. Wir haben das aber nicht Keksfeier genannt. Liegt
wohl im Auge des Betrachters… wer den Keks essen darf, nennt es vielleicht auch „Feier“. Die Montini’sche
Keksfeier ist weder „ewig“ noch „gültig“;
#36 Lycobates 13:16:47 | Mittwoch, 30. September 2009
Worthülsen „gültig“is die überlieferte tridentinische Messe, wenn sie von einem einwandfrei geweihten
Priester zelebriert wird; „ewig“ kann man sie nennen, weil der hl. Pius V bei der Promulgation 1570 jedem
Priester für alle Zukunft gestattet hat, dieselbe straffrei zu zelebrieren (ein wahrer Papst könnte
demnach zwar eine neue Liturgie einführen, sofern diese rechtgläubig ist, nicht aber die ältere verbieten);
„tridentinisch“heißt sie wegen eben dieser Promulgation, die aber nichts neues brachte, da der Ordo Missae
und die Leseordnung des Kirchenjahres bereits unter Gregor dem Großen ein fest bestehendes Ganzes war
(einige Zusätze aus der Karolingerzeit ausgenommen), und der Kanon von eben demselben Gregor und anderen
als apostolischen Ursprungs (also noch viereinhalb Jahrhunderte früher) eingestuft wurde. Die Montini’sche
Keksfeier ist weder „ewig“ noch „gültig“; „ewig“ ist sie nicht, da wir ihre Urheber, die bis vor einigen
Jahren als straffreie Schreibtischtäter noch lebten, allesamt gekannt haben; sie wurde, nach einer stillen
Inkubationszeit seit 1949, in den Jahren 1965-1969 wie aus dem Nichts der Öffentlichkeit präsentiert,
und seit 1976 (Rede im Konsistorium) von dem Kirchenleerer Montini in mißbräuchlicher Art für die lateinische
Kirche als alleine verpflichtend dargestellt; „gültig“ ist sie nicht, da sie das selbsterklärte „Werk
der Menschen Hände“ ist, nicht das unbefleckte Opfer des Neuen Bundes, das in persona Christi für die
Sünden dargebracht wird.
#33 Liborius 13:11:18 | Mittwoch, 30. September 2009
@Desperatus Ich empfehle Ihnen Exerzitien bei den Piusbrüdern, da haben Sie anschließend genügend Zeit
mit den Patres zu diskutieren! Wünsche Ihnen alles Gute!
#32 proetcontra 13:06:10 | Mittwoch, 30. September 2009
Wie unwürdig und an der Sache vorbei sind hier die Wortmeldungen der Anhänger einer vermeintlich „ewig
gültigen“ Messe „aller Zeiten“ aus dem Jahre 1570! Was für jeden katholischen Priester eine Selbstverständlichkeit
ist, wenn er in Rom weilt, wird von der Lefebvre-Sekte als Triumph gefeiert! Nun ist es ihnen in den letzten
über 20 Jahren zum zweiten Male gelungen! Bravo! Mich erinnert dieses Jubelgeschrei an meine Pfadfinderlager,
wenn es uns gelungen ist, einem benachbarten Lager (meist von der CVJM) die Lagerfahne zu stehlen. Ähnlich
groß auch die Freude, wenn wir einen Raub unserer Fahne verhindern konnten! Dass die Lefebvrianer-Sekte
einen solchen Tanz um die beiden Messen im Vatikan aufführen, zeigt doch, dass sie auf „regulärem“ Wege
niemals zu einer solchen gekommen wären. Um so mehr, da ja wohl mehr als nur ein Sekten“priester“ in
den letzten Jahrzehnten Rom besucht haben dürfte. Unwürdig! Wie deren ganzen Sektiererei!
#31 Desperatus † 13:03:25 | Mittwoch, 30. September 2009
@Liborius Seien Sie bedankt für Ihre Antwort. Sie ersetzen jetzt „ewig“ mit „endlos“. Das verstehe ich
dann schon besser. Heißt dieses „endlos“ dann, daß ab einem bestimmten Zeitpunkt an dies gilt, es also
einen Anfang gibt? Und was ist unter gültig zu verstehen?
#30 Gunsenum 13:01:35 | Mittwoch, 30. September 2009
@liborius Halten wir fest: Diese „ewige, ewiggültige“ Liturgie“ wurde an einem Zeitpunkt X installiert.
Richtig? Richtig! Mithin wäre es a) sprachlich präziser von der „von da ab ewig währenden Liturgie“
zu sprechen, b) durchaus denkbar, dass eine zu einem späteren Zeitpunkt Y installierte Liturgie mit Recht
Gleiches für sich beanspruchen könnte und c) lohnenswert die Frage nach er justifikativen Gewalt für
das „gültig“ zu klären!
#27 Desperatus † 12:51:13 | Mittwoch, 30. September 2009
@Liborius Darf ich dann Sie bitten. mir unwissendem theologischen Laien zu erklären, wie das Wort von
der „ewig gültigen tridentinischen Liturgie“ zu verstehen ist? Vor allem: was heißt in diesem Zusammenhang
ewig und was heißt gültig? Vielen herzlichen Dank für Ihre Antwort, die ich voll Spannung erwarte.
#24 Desperatus † 12:42:03 | Mittwoch, 30. September 2009
@Gunsemum Verehrtester, mein Seelenheil steht auf dem Spiel, dann es heißt: Die Wahrheit wird such freimachen.
Und nur nach dieser frage und suche ich. Ich selbst bin doch ein zerbrechlichen Gefäß. Wollen Sie vielleicht
andeuten, daß ich nicht in der Lage sein, die Wahrheit über die ewig gültige tridentinische Liturgie
zu ertragen?
#23 Gunsenum 12:38:28 | Mittwoch, 30. September 2009
@desperatus Obschon Du es gelesen hast, repetiere ich… Bitte mach die in vasis fictilibus liegenden
Worthülsen nicht kaputt. Das würde nur dazu führen, dass man sich kritisch mit Umständen auseinandersetzen
muss, und das wollen wir hier nicht!
#22 Desperatus † 12:35:48 | Mittwoch, 30. September 2009
@Gunsemum Warum sollte ich? Ich habe ein klare, eindeutige Frage gestellt und erwarte lediglich, daß
hier jemand mit geballter Kompetenz mich unwissend belehrt, was übrigens zu den geistigen Werken der
Barmherzigkeit zählt. Oder sollte das Schweigen andeuten, daß die Wissenden unbarmherzig und die Barmherzigen
unwissend sind?
#20 Desperatus † 12:20:41 | Mittwoch, 30. September 2009
Also nochmal: Was heißt „ewig“ uns was heißt „gültig“ und was heißt „ewig gültig“ in Blick auf die
Liturgie nach dem Missale von 1570? Kann oder will außer dem verehrten Poster „Gunsenum“ niemand antworten?
#17 Desperatus † 12:02:24 | Mittwoch, 30. September 2009
@Gunsenum Nun, dann kann dieses Prädikat nicht zutreffen auf eine Liturgie, die erst , wie der Name schon
sagt, nach dem Konzil von Trient (1545 – 1563) im Mssale von 1570 kodifiziert wurde. Das ist noch nicht
mal halbewig.
#15 Desperatus † 11:54:28 | Mittwoch, 30. September 2009
@Ruhrgebietler Darf ich Sie bitten. mir unwissendem theologischen Laie zu erklären, wie das Wort von
der „ewig gültigen tridentinischen Liturgie“ zu verstehen ist? Vor allem: was heißt in diesem Zusammenhang
ewig und was heißt gültig? Vielen herzlichen Dank für Ihre Antwort, die ich voll Spannung erwarte.
#14 Lycobates 11:47:28 | Mittwoch, 30. September 2009
Zeichen? Der Petersdom in Rom, wie fast alle anderen Kirchen der Welt, war seit Mitte der 60er Jahre das
Theater unzähliger Blasphemien und Sakrilegien; nicht nur wurde dort das unsägliche Konziliabulum abgehalten,
sondern es wurde dort auch spätestens seit 1969 der NOM zelebriert, und zwar bis zum heutigen Tag. Das
bedeutet, daß diese Kirche, wie alle anderen auch, vorerst rekonziliert werden müßte (das gleiche gilt
in vielen Fällen von den Altären), bevor überhaupt ein katholischer Gottesdienst dort wieder abgehalten
werden kann und darf. Daß ein katholischer Priester, ob der PB oder einer anderen Gruppierung, sich einfach
darüber hinwegsetzt, aus Unwissenheit oder Sorglosigkeit, und in einer profanierten Kirche mir nichts
dir nichts eine Messe feiert, ist ungeheuerlich. Das Kirchenrecht läßt keinen Zweifel (Kan. 1172-1-3
und 1173-1).
#12 Gunsenum 11:42:58 | Mittwoch, 30. September 2009
Messräuber! Als näcshtes zelebriert wohl der Grossmufti von Akschalalalallalabad im Petersdom; nachdem
er sich von den Piiten Tips holte, wie mer sich e Zelebret malt!
Rom ist deswegen noch katholisch Weil einzelne Piusse zwischendurch noch gültig, ehrfürchtig und in
Demut die ewig gültige trid. Liturgie in St. Peter zelebrieren. Gott sei Dank! Forza PIUS X.!
ich frage mich warum in D überhaupt noch diese v-ii-mess-simulationen stattfinden. geht eh keiner hin,
der kleriker ist in glaubensfragen total neben der spur, weiss gar nicht was er eigentlich tun soll…
wann wird Gott-Vater diesen fortgesetzten beleidigungen durch die v-ii-sekte sich entgegenstellen und
mit dem saustall v-ii-„kirche“ aufräumen??
Rom auf dem Weg wieder katholisch zu werden! Deo Gratias! der vatikan wäre schon längst vom Glauben
an Jesus Christus abgefallen, wären nicht hin und wieder glaubenstreue Kleriker in St. Peter, um die
ewig gültige trid. Liturgie würdig und ehrfurchtsvoll zu zelebrieren! Deo Gratias! Bleibt zu hoffen,
daß insb. die dt. Scheinbischöfe wie z llitsch, lgermissen, l hmann, m ssinghoff u.v.a.m. es nur
endlich verstanden haben was gelebter Glaube und die bekennende Nachfolge Jesu Christi ist! Sie sind wieterhin
aufgeordert dem Hlg. Vater Folge zu leisten und das Motu Proprio strikt umzusetzen!! Wider dem V-II mit
Missbräuchen und Liturgiesimulationen!
#3 Gunsenum 11:26:03 | Mittwoch, 30. September 2009
FALSCH… Der Messräuber hat sich eingeschlichen! Bereits Ende August durfte ein Pater der Piusbruderschaft,
der die Absolventinnen des Mädchengymnasiums in Schöneberg nach Rom begleitete, im Petersdom zelebrieren.
Falsch…der Sakristan hat net gerafft, dass es ein Piusbruder war! So siehts aus! Messräuber!
Rom wird wieder katholisch! Deo Gratias! der vatikan wäre schon längst vom Glauben an Jesus Christus
abgefallen, wären nicht hin und wieder glaubenstreue Kleriker in St. Peter, um die ewig gültige trid.
Liturgie würdig und ehrfurchtsvoll zu zelebrieren! Deo Gratias!