Das Benehmen der deutschen Oberhirten den Altgläubigen gegenüber zeigt, was die bischöflichen Konzilssprüche von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit wert sind.
(kreuz.net) Seit 2004 versperrt Bischof Heinz-Josef Algermissen von Fulda der großen Nationalwallfahrt
der Priesterbruderschaft St. Pius X. an das Grab des Heiligen Bonifatius den Dom.
Das kritisierte die
Webseite des deutschen Distrikts der Bruderschaft in einem Kommentar unter dem Titel „Brüderlichkeit
tut not!“.
Ein voller Dom hätte für positive Überschriften in den Zeitungen sorgen können.
Der Kommentar
berichtet, daß die Piusbruderschaft – anders als die Konzilskirche – keine „Ansammlung von alten Damen
und Herren“ ist.
Sie sei vielmehr „bunt gemischt aus großen, kinderreichen Familien, Erwachsenen aller
Altersgruppen und vielen Jugendlichen“.
Der Kommentar sucht nach dem Grund für
den Ausschluß der Altgläubigen:
„Gibt es vielleicht irgendwelche theologischen Irrtümer dieser Piusbrüder?
Glauben sie nicht an die Gottheit Jesu Christi, oder leugnen sie, dass Gott wahrhaft und wirklich auf
dem Altar gegenwärtig ist? Oder lehnen sie das Papsttum ab, wie dies die Protestanten tun? Fehlanzeige.“
Seit der päpstlichen Geste der Versöhnung würden zwei Argumente ins Feld geführt, um die „fortgesetzte
Aufhebung jeder Brüderlichkeit“ mit der Piusbruderschaft zu rechtfertigen:
Das erste ist – so der Kommentar –
die Frage nach der kirchenrechtlichen Struktur: „Klingt ein wenig nach Prinzipienreiterei oder übertriebener
Kleinkariertheit in Rechtsfragen.“
Der Kommentar läßt unerwähnt, daß die Beachtung des Kirchenrechtes
in der deutschen Konzilskirche schon lange keinen großen Stellenwert besitzt.
Im übrigen weist er darauf
hin, daß Gespräche mit dem Vatikan über die Erarbeitung solcher Strukturen bevorstehen.
Angesichts
dieser anlaufenden Unterhandlungen hätte der Bischof der Gemeinschaft auch die „brüderliche Freundeshand“
entgegenstrecken können – stellt der Kommentar fest:
„So ein Verhalten hätte den großen Vorteil, daß
es nach Miteinander aussieht, christlichem Miteinander, das doch gerade in der nachkonziliaren Ära so
großgeschrieben wird.“
Als zweites Argument erwähnt der Kommentar die gebetsmühlenhafte Forderung
nach „Anerkennung des gesamten Konzils“.
Hier haben die Altgläubigen ein leichtes Spiel: „Das gilt auch
für den Bischof von Fulda und alle Priester, die sonst im Dom und andernorts in Deutschland zelebrieren.“
Die Pius-Webseite weist auf die schweren liturgischen Mißbräuche in der Neuen Liturgie hin und zitiert
dazu die entsprechende Passage aus der Liturgiekonstitution Sacrosanctum Concilium, 3:
„Deshalb darf
durchaus niemand sonst, auch wenn er Priester wäre, nach eigenem Gutdünken in der Liturgie etwas hinzufügen,
wegnehmen oder ändern.“
Somit kommt der Kommentar zu dem Fazit: „Die Luft der Glaubwürdigkeit wird
dünn für die Argumente des Fuldaer Oberhirten.“
Zu der mangelnden Mitmenschlichkeit und dem demonstrativ
verweigerten Verständnis für die katholische Tradition komme noch hinzu, daß die von den Altgläubigen
gefeierte Messe „vom Papst wieder gewünscht wird“.
Der Kommentar endet mit einer Empfehlung an Bischof
Algermissen:
„Wenn der Dom wieder mit richtig überzeugten Katholiken gefüllt werden soll, die nicht
exkommuniziert sind, Gespräche mit Rom führen und die Messe lesen, die der Papst wünscht, dann möge
seine Exzellenz ruhig selber den Schlüssel aus dem Wandkasten holen und die große Pforte des Doms aufsperren“.
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34 Lesermeinungen
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#34 Paulaner † 22:44:20 | Donnerstag, 1. Oktober 2009
Murmelbrüder und Murmeltiere Galatea: Warum nur, sehr geehrte clarissa colonia, Die meisten Leute lesen
doch im eigenen Kopf, eine Sache für die Neurologen!
#33 Galatea 22:37:16 | Donnerstag, 1. Oktober 2009
Warum nur, sehr geehrte clarissa colonia, fragen Sie nicht einfach nach, anstatt sich in Mutmaßungen
zu ergehen? Diesen Anruf werden Sie doch tätigen können: „Guten Abend, Murmeltierbruderschaft. Es spricht
clarissa colonia.“ „Wer?“ „Egal. Warum, werte Murmeltierbruderschaft, machen Sie, die mikroskopisch kleine,
ungehorsame, Konzilien in den Dreck tretende Bruderschaft ausgerechnet nach Fulda eine Wallfahrt? Geben
Sie mir Ihren Vorgesetzten, denn ich will eine schnelle Antwort.“ – u.s.w. Nichts weniger als dies sei
Ihnen und jedem Anderen unbenommen.
#32 Paulaner † 22:31:32 | Donnerstag, 1. Oktober 2009
Denkfehler (IMHO): die Kirche muß „Revanchisten, Neonazis …“ nicht ausschließen. mens sana in corpore
sano: Recht hat der Bischof Er zeigt, dass er „verstanden“ hat, was die Kurie in Rom nicht verstehen will.
Diese Ekelgründe sind viel zu zeitgeistig. Intern kann die Kirche solche Leute an die Kandare nehmen,
wenn rausgeschmissen nicht, wie die Erfahrung zeigt. Das geht so wie beim Erziehen einer Katze, wenn sie
weg ist, kann man sie nicht mehr erziehen.
#31 chico flojo 22:30:33 | Donnerstag, 1. Oktober 2009
@mens sana in corpore sano Erstens ist immer noch Bischof Fellay der Generalobere der Priesterbruderschaft
und nicht Bischof Williamson und zweitens – der Rest Ihrer Äußerungen ist unsereins schon so oft aufgetischt
worden, daß man darüber nur noch lachen kann – einfach nur dämlich…
Recht hat der Bischof wenn er den Dom und andere Kirchen für diese Revanchisten, Neonazis und Geschichtsfälscher
mit Ihrem unseligen Oberhirten Williamson verschlossen hält. Er zeigt, dass er „verstanden“ hat, was
die Kurie in Rom nicht verstehen will.
Warum zieht es die Murmelbrüder nur ausgerechnet immer nach Fulda …? Etwa weil der dort Verehrte auch
Missionserzbischof war? Oder, weil der mit kirchlichem Partikularismus aufgeräumt hat? Oder, weil der
hohe Verblichene in unverbrücklicher Treue zum Pontifex stand? Oder, weil Karl Card. Lehmann der 93.
Nachfolger des Heiligen ist? Oder, weil sie um das Martyrium bitten wollen (obwohl dafür Dokkum eigentlich
geeigneter wäre)?
#24 Thomasius 20:54:25 | Donnerstag, 1. Oktober 2009
Was für ein Problem!!!! Sicherlich gehören die Piusbrüder der Katholischen Kirche an; haben als solche
aber keine Priester. Deswegen können solche auch keine Messen in katholischen Kirchen abhalten. Ist doch
eigentlich ganz einfach. Ich vermute mal so ganz einfach, dass es für die katholischen Kirchen Priester
gibt, die dort auch Messen abhalten. Dabei können sich die Piusbrüder doch an der Eucharistiefeier „beteiligen“ –
als einfache Katholiken.
#22 Braut † 19:05:40 | Donnerstag, 1. Oktober 2009
landorganist hast du dein Cerebellum zurückgesetzt? Du verhältst dich ja wie ein Neugeborener. *schwups,
die Eierschale entfern* FSSPX = Faschistische Sekte Sexuellverklemmter Piusbrüder @ eXitus
#18 Gotthard 18:12:38 | Donnerstag, 1. Oktober 2009
Gejammer immer dieses Gejammer des Pius-Vereins. Welches Zelebrat hätten diese Herren Priester im Dom
denn vorweisen können? Keines, das sie als Mitglied eines katholisch-kirchlichen Klerikerverbandes ausweisen
würde… also konnte keinem dieser Herren eine Zelebration im Dom erlaubt werden. Der Papst hat eindeutig
in alle seinen Schreiben bezüglich dieses Vereins erwähnt, dass sakramentale Handlungen nicht erlaubt
sind… klarer kann es nicht mehr gehen!!!! Das Gejammer ist also eine Schmierenkomödie…
Ist doch eigentlich ganz einfach. Die Priester der Piusbruderschaft sind immer noch suspendiert. Die von
ihnen zelebrierten Messen sind unerlaubt. Ist doch klar, dass ein Bischof dann nicht hingeht, und denen
dafür auch noch den Dom zur Verfügung stellt.
#16 für die Kirche 16:19:47 | Donnerstag, 1. Oktober 2009
keine Sorge, der Heilige Bonifatius erhört Euer Gebet auch hinter dem verschlossenen Tor. Ihr konnt vor
dem zugemachten Dom beten, das ist noch medienwirksamer, und ist auch eine sehr sinnfällige Anklage auf
die engherzigkeit des Fuldaer Bischofs, die jeder versteht.
#15 fides et ratio 16:10:24 | Donnerstag, 1. Oktober 2009
Zu Gusenum: Sie verallgemeinern alles in Bauschund Bogen. Zu ihren beiden Thesen wäre eigentlich ein
wenig mehr Differenziertheit angebracht, wenn Sie sich nicht dem Vorwurf aussetzen wollen, nur Stimmungsmache
zu betreiben. Und übrigens, was hat die von Ihnen unterstellte antisemitische Grundhaltung mit theologischen
Irrtümern zu tun. Zunächst ist die pauschale Unterstellung des Antisemitismus nicht gerechtfertigt, –
womit ich nicht verhehlen möchte, dass ich Antisitismus grundsätzlich für inakzeptabel halte. Leider
ist es aber heute zu einer Masche geworden, jemandem Antisemitismus vorzuwerfen, um ihn auf diese Weise
umfassend zu brandmarken und zu desavouieren. Was aber eine inakzeptable antisemitische Haltung mit einem
theologischen Irrtum zu tun hat, bleibt wohl Ihr Geheimnis. Sie kann aus theologischer Sicht schlimmstenfalls
als eine Sünde, aus weltlicher Sicht als Dummheit und Verbohrtheit bezeichnet werden!
#14 Ben Sira † 16:02:44 | Donnerstag, 1. Oktober 2009
@ Abt „Juden- und Homofeindliche Tendenzen haben aber weder in Rom noch in der Bruderschaft eine Existenzberechtigung“.
Nein, natürlich nicht. Ach, woher denn …
#13 Gunsenum 15:21:39 | Donnerstag, 1. Oktober 2009
Call + Response „Gibt es vielleicht irgendwelche theologischen Irrtümer dieser Piusbrüder? Ja! Sie verwirft
das Kozil in Bausch und Bogen. Ja! Sie zeichnet sich durch antisemitische Grundhaltung aus.
@Desperatus Alben mit Spitzenbesatz haben mit der Piusbruderschaft doch nichts zu tun. OK, auch Angehörige
dieser Bruderschaft tragen sie. Aber doch nicht nur. Man sollte daras keine Glaubensfragen machen. Ich
finde sie einfach schön. Genau wie die festlichen Kaseln, die oftmals sehr kunstvoll sind. Und da finde
ich es egal, ob es römische oder gotische Kaseln sind. Beide können sehr schön sein.
#10 fides et ratio 15:00:26 | Donnerstag, 1. Oktober 2009
Die Haltung der Diözesanleitung in Fulda ist kaum nachzuvollziehen und kann bestenfalls damit erklärt
werden, dass der Bischof von Fulda die gleiche oder eine ähnliche Meinung vertritt, wie die vom Bischof
von Hildesheim vor einiger Zeit geäußerten, wonach dieser den Protestanten innerlich näher steht, als
der Priesterbruderschaft. Mit diesem toleranten und intellektueöll hochstehenden Dom-Zusperren wird selbstverständlich
die vom Papst gewünschte theologische Diskussion gefördert und gleichzeitig die Prieserbruderschaft
in die Knie gezwungen! Insoweit kann der Bischof schon stolz sein auf seine Führungsqualität.
#9 Desperatus † 14:58:36 | Donnerstag, 1. Oktober 2009
@Ottonis Also, wenn ich mir diese …esterseminar-herz-jesu.de/…sterweihe_07_019.jpg piusbruderschaftlichen
sogenannten Alben anschaue muß ich an die Küchenstores meiner seligen Oma denken. Mit Ihrer Bemerkung
über Überstolen, bei denen es bisweilen Scheußlichkeiten gibt, haben Sie nicht unrecht.
Der bay. Hl. Vater denkt aber anders !!! Und der ist doch ein sehr kluger und hoch gebildeter Mann mit
einem sehr hohen liturgisch ausgeprägten Gespür für das Wahre… Da können sich dann die dt. Bischöfe
nicht mehr wehren, wenn ER eine Einigung mit den Piusbrüdern herbeiführen würde. Dann bin ich mal gespannt
wie die jetzt schreienden dt. Bischöfe agieren… Aber zunächst müssen ja auf alle Fälle die Gepräche
in Rom einen für BEIDE Seiten guten Ausgang finden… Juden- und Homofeindliche Tendenzen haben aber
weder in Rom noch in der Bruderschaft eine Existenzberechtigung. Davor bewahre und Gott !!! Ansonsten
habe ich deshalb nix gegen diese Piusbrüder…
#5 Desperatus † 14:30:52 | Donnerstag, 1. Oktober 2009
@Damenschuh Sie haben in ihrer Aufzählung alte Gärtnereien vergessen. Wo früher Freidhofsblumen verkauft
wurden, ist die rechte Atmosphäre für die rechten kleinkarierten Küchengardinenalbenundmanipelfetischisten
#4 Ben Sira † 14:28:38 | Donnerstag, 1. Oktober 2009
Scheinheiliges Geseiere gepaart mit Rechthaberei, Besserwisserei und tief sitzenden Ressentiments gegenber
der Kirche in Deutschland. Ja, Jungs, wir freuen uns auf euch. Echt jetzt!
#2 Damenschuh 14:21:19 | Donnerstag, 1. Oktober 2009
Die meisten deutschen Bischöfe haben eben erkannt, dass die Piusbruderschaft eine intolerante und antisemitische
kleine Fundamentalisten-Sekte ist. Warum sollte man auch jemandem, der ständig gegen die liberalen Teile
der katholischen Kirche hetzt, auf einmal in die Arme schließen? Die Piussekte kann ihre Hokuspokus-Messen
doch auch weiterhin abhalten, nur eben nicht in den katholischen Kirchen, sondern dort wo sie hingehört:
Hotelkonferenzräume, Industrielagerhallen oder alte Kuhställe!
Erst die Gepräche, dann die Folgen ??? Einerseits darf der Prior der Pius-Priesterbruderschaft im Petersdom
zu Rom zelebrieren, andererseits dürfen die Gläubigen mit ihren Piusbruderpriestern das Grab des Hl.
Bonifatius nicht besuchen. Erst die Gespräche in Rom und dann die offenen Türen des Domes in Fulda und
anderswo – ODER: beides ist parallel möglich DAS kapiere, wer kann !!!