Piusbruderschaft
Kein gleiches Recht für Wahrheit und Irrtum
Warum soll der Staat Israel, der nichtjüdische Glaubensgemeinschaften offen diskriminiert, nicht ein Vorbild für die Position der Lefebvrianer in Sachen Religionsfreiheit sein?
Der deutsche Philosoph Robert Spaemann
Der deutsche Philosoph Robert Spaemann
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(kreuz.net) Das Zweite Vatikanum hat die Lehrtradition über die Religionsfreiheit weiterentwickeln müssen, weil es den Staat als „geschlossene Gesellschaft“ angeblich nicht mehr gibt.

Das erklärte der emeritierte Münchner Philosoph Robert Spaemann am 1. Oktober in der ‘Frankfurter Allgemeine Zeitung’.

Spaemann erinnert an den 7. Dezember 1965. Damals verabschiedete das Zweite Vatikanum die Erklärung ‘Dignitatis Humanae’, welche die freie öffentliche Religionsausübung als angebliches Grundrecht jedes Menschen proklamiert.

Die Präambel der Erklärung beeilt sich zu versichern, daß „die überlieferte katholische Lehre von der moralischen Pflicht der Menschen und der Gesellschaften gegenüber der wahren Religion und der einzigen Kirche Christi“ durch die Erklärung „unangetastet“ bleibe.

Für Spaemann war das „offenbar“ notwendig, weil die Kontinuität für die katholische Glaubenslehre eines der obersten Postulate ist, „die Erklärung aber in einigen ihrer Sätze dieser Tradition zu widersprechen scheint.“

Der Philosoph erinnert daran, daß sowohl Erzbischof Marcel Lefebvre († 1991) als auch der ehemalige deutsche Bundesverfassungsrichter Ernst Wolfgang Böckenförde, die Unvereinbarkeit der Erklärung mit der katholischen Lehrtradition festgestellt haben.

Dennoch fordert Spaemann, daß die Priesterbruderschaft Sankt Pius X. im Dialog mit dem Vatikan ihren Widerstand gegen ‘Dignitatis Humanae’ aufgibt.

Einleitend stellt Spaemann klar, daß auch die Lefebvrianer nicht fordern, daß der Glauben aufgezwungen werden soll.

Schon der Heilige Thomas von Aquin habe das natürliche Recht der Eltern erkannt, Kinder in ihrem jeweiligen Glauben zu erziehen.

Doch dann unterstellt der Philosoph: „Würde man der Logik von Erzbischof Lefebvre folgen, dann müßte man sagen, der Heilige Thomas habe durch die Vertretung eines solchen Elternrechts Christus als Herrn der Familie entthront“.

Papst Johannes XXIII. interveniert

Spaemann erinnert daran, daß die Kirche unter Papst Pius XII. († 1958) schon vor dem Konzil in multireligiösen Staaten allen Religionsgemeinschaften dieselben Ansprüche zubilligte, die sie für sich selber einfordert.

Das Problem von ‘Dignitatis Humanae’ formuliert Spaemann so: Die Erklärung fordert die Gleichberechtigung der falschen Religion auch dort, wo die Kirche die einzige oder doch die dominierende Religion einer religiös homogenen Gesellschaft ist.

Dagegen habe der Präfekt des Heiligen Offiziums, Alfredo Kardinal Ottaviani († 1979), im Jahr 1965 noch auf Veranlassung von Papst Johannes XXIII. († 1963) dem Konzil einen Entwurf vorgelegt, der im Sinne der katholischen Lehre darauf insistierte, daß „ungleiches Recht für die Wahrheit und für den Irrtum“ gelten muß.

Eine katholische Gesellschaft dürfe anderen Religionsgemeinschaften – unbeschadet ihrer oben genannten unveräußerlichen Rechte – keine Gleichberechtigung mit der Kirche zugestehen.

Ein Beispiel für dieses Modell war die spanische Verfassung unter General Francisco Franco († 1975).

Ein anderes Beispiel wäre im nichtchristlichen Bereich der Staat Israel, der nichtjüdische Glaubensgemeinschaften heute noch offen diskriminiert.

Doch der Entwurf des Kardinals wurde von den Konzilsvätern abgelehnt.

Ist die katholische Staatsreligion praktizierter Relativismus?

Spaemann erinnert daran, daß das Konzil von der „einzigen Kirche Christi als dem Ort der vollen Wahrheit über Gott und den Menschen“ spricht.

Außerdem stellt er klar, daß auch „unser liberaler Rechtsstaat eine Privilegierung dessen, was in ihm als wahr gilt, und eine öffentlich wirksame Diskriminierung von Irrtümern“ praktiziert.

Der Glaube gründe dagegen auf der göttlichen Offenbarung – erklärt der Philosph dann. Es falle – so auch Pius XI. († 1939) – nicht in die Kompetenz des Staates ist, die Wahrheit des Glaubens zu begründen:

„Wo der Staat gleichwohl eine Religion zur Staatsreligion erhebt, kann er das nicht unter Berufung auf deren Wahrheit tun, sondern unter Berufung auf die Religion des Souveräns“.

Doch das sei bereits „praktizierter Relativismus“, der – Spaemann zitiert Erzbischof Lefebvre – „Christus entthront“.

Dieser Relativismus zeige sich in der Formel „Cuius regio, eius religio“: „Aber wenn dieses gemeinsame Bekenntnis an der Landesgrenze endet, dann ist die Folge eine abgrundtiefe Skepsis gegenüber dem Wahrheitsanspruch dieses Bekenntnisses.“

Neuer oder nur dekadenter Staat?

Spaemann kritisiert auch das Konzil: Es habe es versäumt, sich zur Tatsache zu äußern, daß die Päpste des 19. und 20. Jahrhunderts bis zu Pius XII. die „Pflicht der Gesellschaft“ anders bestimmt haben als die Väter des Konzils.

Diese Päpste hätten gerade nicht gelehrt, daß die Rechte der Person auf freie religiöse Betätigung unabhängig von der Wahrheit dieser Überzeugung seien.

Dennoch könne hier nicht von einem Bruch die Rede sein – insistiert Spaemann: „Der Wandel der Lehre ist kein Wandel des Prinzips, sondern ein Wandel der geschichtlichen Wirklichkeit.“

Nach Spaemann hat sich die Bedeutung von Staat und Staatlichkeit geändert:

„Katholiken und Protestanten haben bis ins 20. Jahrhundert mehr oder weniger an dem aristotelischen Konzept einer Polis als societas perfecta festgehalten, das heißt als einer das menschliche Leben im Ganzen integrierenden Totalität, deren Daseinsgrund das sittliche Leben der Bürger und ihre Selbstverwirklichung, ihre eudaimonia ist.“

Zu dieser Totalität gehört – so Spaemann – der öffentliche Kult.

Den „modernen, liberalen Staat“ sieht Spaemann als eine abgespeckte Version dieser Staatsvorstellung.

Er habe „nicht mehr die Verwirklichung von Glück und Sittlichkeit seiner Bürger zum Ziel, sondern nur Sicherheit und Freiheit als deren Voraussetzung und Ermöglichung.“

„Das »gute Leben“«ist vom Staat her gesehen zur Privatsache geworden“ – konstatiert der Philosoph:

„Die zu einem guten Leben gehörigen Gemeinschaften und Öffentlichkeiten sind nicht mehr die staatlichen, sondern sie beruhen auf freier Zugehörigkeit ihrer Mitglieder, die der Rechtsstaat lediglich zu schützen hat.“

Und die Holocaust-Religion?

Spaemann fügt hinzu: „Wir alle leben nämlich unumkehrbar in einer multireligiösen Weltgesellschaft“. Damit habe das von Pius XII. proklamierte Prinzip der Gleichberechtigung zu gelten.

Den Rechtsstaat als „geschlossene Gesellschaft“ gebe es nicht mehr: „Der Nationalstaat ist längst nur noch ein Teilgebilde größerer Einheiten.“

Die einzig mögliche Verteidigungswaffe bestehe in der von der Weltöffentlichkeit erhobenen Forderung freier öffentlicher Religionsausübung: „Die Christen würden sich auf katastrophale Weise desavouieren, wenn die Forderung von Leuten erhoben wird, die dort, wo sie die Macht haben, anderen nicht die gleichen Rechte zubilligen.“

Spaemann zitiert den deutschen Staatsrechtler Carl Schmitt, der im Jahr 1963 schrieb: „Die Epoche der Staatlichkeit geht jetzt zu Ende. Darüber ist kein Wort mehr zu verlieren.“

Entsprechend kommt der Philosoph zu Schluß, daß es den Staat für die Rolle, welche die Lefebvrianer ihm ansinnen wollen, nicht mehr gebe.

Der Philosoph würde sich wünschen, daß die Bruderschaft diese Ergebnisse – aus welchen Prämissen auch immer – zu eigen machen würde – „und man sich Themen zuwenden könnte, die mehr mit der Realität zu tun haben als diese müßige Kontroverse.

Als Beispiel nennt Spaemann das Verhältnis der Piusbruderschaft zur Neuen Messe.
      
54 Lesermeinungen
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#55   Alexander von Stahl   02:49:07 | Mittwoch, 7. Oktober 2009
Alle Linken sind Abschaum, auch die Holocaust-Propagandisten
und die gehören im Grunde in eine Art KZ. Also in ein Lager, wo man Leistungsunwillige und Provokateure zusamenfasst, arbeiten lässt und unter härtesten Bedingungen hält.
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#54   Tobit   00:39:59 | Mittwoch, 7. Oktober 2009
Ein zentraler Punkt:
Dagegen habe der Präfekt des Heiligen Offiziums,[…] dem Konzil einen Entwurf vorgelegt, der im Sinne der katholischen Lehre darauf insistierte, daß „ungleiches Recht für die Wahrheit und für den Irrtum“ gelten muß.
Und nicht nur die Gesellschaft hat sich diesem Anspruch entgegen entwickelt: auch der Begriff der Wahrheit ist ein anderer. In früheren Zeiten hing der Wahrheitswert einer Aussage oftmals nur von dem Sprecher ab der sie tätigte, ihr Inhalt war völlig unerheblich. Die antike Philosophie sprach zwar seit Platon von dem Streben nach Wahrheit durch den Dialog, aber diese Praxis war der Kirche fern wie keine andere, und so ging sie im Mittelalter auch nahezu völlig unter. Und würde der Papst den Himmel als Grün statt Blau bezeichnen, so hätte er eine wahre Aussage getätigt.
Die Kirche sollte, anstatt in Wahrheitsfragen an die Konkurrenz auszuteilen, lieber erstmal selbst ein schlüssiges Konzept vorlegen wie es sich mit ihrer Lehre und der Wahrheit im heutigen Sinne verhält. Schließlich behauptet die Kirche auch die Existenz von übernatürlichen Wesen und Vorgängen, die jegliche vom Menschen erfassbare physikalische Ordnung überstiegen. Dasselbe behaupten zunächst auch die Naturvölker der Fidschi-Inseln, warum sollte ich der Kirche also mehr glauben als denen?
Ich sage die Ungleichbehandlung von Wahrheit und Irrtum muss unbedingt gelten, aber wer dies fordert sollte schon überzeugende Argumente in der Hand haben, sonst steht man hinterher selbst als Irrer da.
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#53   Graf von Galen   00:00:04 | Mittwoch, 7. Oktober 2009
Wider VII, Götzendienstfreiheit, Prof. Spämann, Fiore Grazie
„Weil der Glaube freiwillig ist, eine andere Meinung wie sie sie hier vertreten ist häretisch. Es gibt keine „Zwangserlösung“, die Zwangstaufe ist verboten“…
Sie argumentieren wie auch die Abtreibungsbefürworter,
die behaupten, daß man Frauen nicht zwingen kann,
ihr Kind zur Welt zu bringen. Sicher gibt es keine
Zwangserlösung. Dies ändert aber nichts daran, daß
derjenige, der die Erlösung ablehnt schwer sündigt und
daß Götzendienst objektiv schwere Sünde ist und es kein
Recht auf Sünde gibt. Auch der Staat kann dies nicht
begründen, da er nun einmal Gott untergeordnet ist,
ob ihm dies nun paßt oder auch nicht.
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#52   Johannes Paul I.   23:16:11 | Dienstag, 6. Oktober 2009
Spaemann liefert
wertvolle Hinweise dafür, daß sich die Lehre der Kirche nicht verändert hat. Sowohl Radikaltraditionalisten als auch Radikalprogressisten irren wesentlich, wenn sie die von der Verkündigung der Kirche jeweils angesprochenen Ebenen verwechseln und a-historisch behaupten, daß ein ganzes Konzil die Lehre der Kirche in bezug auf die „Religionsfreiheit“ substantiell verändert hätte.
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#51   Stephanus   23:08:47 | Dienstag, 6. Oktober 2009
schalom, schön und gut, aber
so richtig ihr Hinweis ja ist, letztendlich ist diese Arbeit die Flickschusterei die getan werden muß, weil der Staat versagt hat und eben nicht die Familie im Kernbestand beschützt und gefördert hat.
Man mag mir das jetzt von traditioneller Seite her verübeln, aber es muß doch einmal ganz deutlich gesagt werden, ich pfeife doch auf Tradition und Latein beim Kult, wenn diese Repräsentanten nur innerhalb des Altarraumes dazu in der Lage sind Christus zu bekennen und sobald sie ihre Kirche verlassen haben, den Indio unter der Peitsche des Ausbeuters nicht kennen wollen.
Das nur als Beispiel für all die vielen bösen Zustände auf der Welt.
Was war Papst Johannes Paul II was wir aus den Medien wissen doch für ein schwacher Stellvertreter Jesu Christi bei seiner Reise in den Sudan.
Hat seine Reise zu dem muslimischen Machthabern in Kartum einem einzigen Christen im Süden des Landes das Leben gerettet?
Wenn man sich im internet anschaut wieviele zigtausend Baumaschinen aller Art herumstehen und auf Arbeit warten, wieviele hunderttausend Pumpen und Sanitäreinrichtungen, wieviele Kompletteinrichtungen von Bäckereien einfach verschrottet werden, weil sie nur im Wege stehen. Und überall auf der Welt hungern unsere Mitmenschen, haben kein Trinkwasser und kein sauberes Bett.
Allein die deutschen Kirchen mit ihren Milliarden könnten noch soviel mehr tun, wenn sie die Begeisterten nur richtig unterstützen würden und arbeiten ließen.
Aber ausser Spesen – nichts gewesen!
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#50   Schalom   21:03:33 | Dienstag, 6. Oktober 2009
Familie ist für viele ehemalige Straßenkinder die Gemeinschaft
im Kinderdorf, bei den Ordensleuten und Sozialarbeitern/innen, die sich um Kinder sorgen.
Hier arbeitet Kirche vorbildlich.
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#49   smallplayer   20:58:08 | Dienstag, 6. Oktober 2009
Familie
ist heute ein weiter Begriff geworden. Er umfasst auch Patchworkfamilien und gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften mit Kindern.
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#48   Stephanus   20:55:26 | Dienstag, 6. Oktober 2009
werter Pius XII, warum so kompliziert?
Der Urstaat ist die Familie: Vater und Mutter und Kinder!
Ihn gilt es zu verteidigen!
Er ist es wert verteidigt zu werden, egal was für ein Mainstream gerade vorbeitobt.
der verstorbene Papst Johannes Paul II soll ja die Familie als Abbild der Heiligen Dreifaltigkeit gesehen haben.
Dem schließe ich mich gerne an.
Wenn sie mir bis hierher zustimmen, dann sollten sie mir auch weiterhin ihre Unterstützung nicht versagen, wenn ich schreibe:
Egal wie sich Staatsformen auch schimpfen mögen, sie sind danach zu beurteilen in welcher Art und Weise sie diesen Urstaat Familie unterstützen.
Unterstützt der Staat die Familie und hilft ihr bei ihrer alltäglichen hohen Aufgabe, dann gilt es, auch ihn zu unterstützen und zu verteidigen.
Tut er es nicht, dann verliert er seine Daseinsberechtigung und auch die Unterstützung die er braucht um bestehen zu können.
Ich will einmal den Toleranten heraushängen: Mir ist es doch egal wie die Staatenlenker alle heißen, ob sie Männlich sind oder Weiblich, ob züchtig oder unzüchtig, ob taufscheinkatholisch oder freidenkend… und was auch immer!
Ich bin auf dem Weg zur Ewigkeit dazu verurteilt hier auf Erden für 70-80 Jahre zu verweilen. In dieser Zeit brauche ich für mich und die mir Anvertrauten eine gewisse Menge an Nahrung, eine menschenwürdige Behausung, die Gesundheit erhaltende Kleidung und um das alles zu schaffen:ein Erwerbsleben.
Dabei möchte ich von niemanden behindert werden!
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#47   Dr. Christoph Heger   16:49:40 | Dienstag, 6. Oktober 2009
Aber verehrteste clarissa colonia, Ihre Meinung:
„Religionsfreiheit“, […],ist für „Dignitatis humanae“ nichts anderes als die Forderung an den säkularen Staat, er dürfe es keinem seiner Staatsbürger verwehren, den katholischen Glauben anzunehmen oder (auch öffentlich) auszuüben.
ist völlig abwegig. Im Gegenteil behauptet „Dignitatis humanae“ – in vielfach plakativ herausgestellter Übereinstimmung mit dem üblicherweise vertretenen „Menschenrecht auf Religionsfreiheit“ – das Recht von Anhängern jedweder „Religion“, von staatlichen Beschränkungen frei zu sein.
Ihre politisch-praktische Begründung:
Daß man dieses Postulat ad extra gegenüber einem religiös neutralen Verfassungsstaate nur dann erheben kann, wenn man diesem prinzipiell Zuständigkeit und Berechtigung bestreitet, über die Religion seiner Bürger positive Verfügung zu treffen, ist evident.
ist weder evident noch hinreichend. Sie ist nicht hinreichend, weil politisch-praktische Vorteile weder zur Verbiegung des gesunden Menschenverstands noch der kirchlichen Lehre berechtigen. Sie ist nicht evident, da ja – wie die köstliche Bemerkung von Spaemann in Erinnerung ruft – auch der „liberale Rechtsstaat“ seine privilegierte „Zivilreligion“ mit einer Art Inquisition verteidigt.
Daß die Kirche ihren Wahrheits- und Absolutheitsanspruch ad intra weder aufgegeben noch eingeschränkt hat, hat mit der hier anstehenden Frage nichts zu tun. Insofern rennt Ihr Hinweis auf „Lumen Gentium“ Nr. 14 bei mir offene Türen ein.
MfG
Christoph Heger
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#46   Brandenburgis   15:44:18 | Dienstag, 6. Oktober 2009
Für die Tridentinische Messe
kann man sich aus höchst unterschiedlichen Gründen einsetzen. Für das 2. Vatikanum, näherhin „Dignitatis humanae“, kann sich hingegen KEIN KATHOLIK einsetzen. Was ist Spaemann also? Katholik ist er zunächst einmal nicht, da er die Problematik übersehen kann.
Protestant kann er auch sein, da der Protestantismus dem Prinzip der Religionsfreiheit NOCH VIEL SCHROFFER entgegensteht. WAS ist er also? Teilen Sie es mir bitte mit! Ich habe lediglich eine Vermutung ausgesprochen. Ich halte ihn für einen okkulten Sektierer.
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#45   wickerl   15:31:05 | Dienstag, 6. Oktober 2009
@Brandenburgis
Dass Robert Spaemann der schon in den siebziger Jahren Petitionen für die tridentinische Messe mitunterschrieben hat, und sich gegen Personen wie Küng und dergleichen ausgesprochen hat, einer Geheimsekte angehört ist wohl höchst unwahrscheinlich. Papst Benedikt hat ihn zumindest als Präfekt der Glaubenslehre sehr oft und gerne zitiert. Ich nehme an dass die beiden auch heute noch in ( engem) Kontakt sind.
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#44   Pius XII   13:03:58 | Dienstag, 6. Oktober 2009
Spaemann trifft den wunden Punkt, aber liegt er deshalb richtig?
Was Spaemann dankenswerterweise – als Erster, soweit ich es sehe – auf den Punkt bringt ist, dass sich das Bild vom Staat, auch sein Selbstbild, geändert hat. Der heutige Verfassungsstaat ist etwas anderes als der liberale Nationalstaat des 19. Jahds und auch was anderes als die vormodernen Staaten. Und das Konzil passt sich dem in gewisser Weise an.
So weit, so gut. Nur: das Konzil geht weiter und reklamiert für sich „Naturrecht“. Und das geht nicht. Denn Naturrecht ist eben unveränderlich.
Weiter: Die Argumente Spaemanns vermögen auch ganz praktische Rechtsfragen nicht zu beantworten: Wie kann man auf der Basis des Konzils etwa das Kopftuchtragen im öffentlichen Dienst verbieten (praktiziert in Baden-Württemberg)? Wie das öffentliche Tragen der Burka (angekündigt für Frankreich)? Wie den Bau von Moscheen (Volksinitiative in der CH)? Wie kann man zwischen christlichen Einwanderung aus dem Irak und schiitischer unterscheiden (politische Forderung in Dtl)? Man kann es nicht. DH würde in allen diesem Punkten die intuitiv als „nicht-christliche“ erkannte Lösung zur Folge haben.
Aber dennoch: Man muss DH in Zusammenhang mit dem Wandel des Staatsbegriffes sehen. Spaemann hat das Thema, den Knackpunkt erkannt. Nur seine Lösung überzeugt mich nicht wirklich.
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#43   clarissa colonia   12:52:25 | Dienstag, 6. Oktober 2009
Nun, in den Digesten- und Novellenkommentaren
hieß es noch : graeca sunt, non leguntur …
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#42   Paulaner †   10:12:22 | Dienstag, 6. Oktober 2009
ja schon, aber das ist aber lateinisch, lese es wer kann!
clarissa colonia: „Religionsfreiheit“, werter Dr. Heger,
„Lumen Gentium“ Nr. 14:

:-( :-D
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#41   Brandenburgis   09:48:36 | Dienstag, 6. Oktober 2009
Ja ich vertrete ja nun gewiß nicht
die anti-katholische „Religionsfreiheit“ mit talmudisch-perversen Argumenten.
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#40   lateiniheini   09:11:54 | Dienstag, 6. Oktober 2009
@brandenburgis
daß Spaemann gar kein Katholik ist, und wahrscheinlich einer Geheimsekte angehört.
Das ist jetzt echt komisch. Genau das hab ich bei Dir auch von Anfang an vermutet… ;-)
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#39   Brandenburgis   09:10:09 | Dienstag, 6. Oktober 2009
Ich bin fest davon überzeugt,
daß Spaemann gar kein Katholik ist, und wahrscheinlich einer Geheimsekte angehört.
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#38   FioreGraz   07:55:46 | Dienstag, 6. Oktober 2009
@Graf von Gallen
Es ist für mich auch nicht einsichtig, wieso es ein Recht
auf Götzendienst geben soll, nur weil die Mehrheit einer Nation oder gar der Weltbevölkerung diesem anhängt.
Weil der Glaube freiwillig ist, eine andere Meinung wie sie sie hier vertreten ist häretisch. Es gibt keine „Zwangserlösung“, die Zwangstaufe ist verboten…
Und die Ausübung des Kultes, bzw. die tollerierung der Ausübung wurd daher folgerichtig auch immer gelehrt vg.
„Qui Sincera“ Gregor I.
– „Lizet ex“ Alexander II.
– „Ad consulta vestra“ Nikolaus I.
„…unserer Vorgänger seligen Angedenken, der römischen Bischöfe Calixtus, Eugen, Alexander, Clemens und Cölestin schenken wir ihrem Gesuch Gehör und gewähren ihnen den Schild unseres Schutzes…Auch soll sich kein Christ unterstehen, ohne ein landesheerliches Urteil ihre PErson leichtfertig zu verletzen, …, die guten Bräuche zu verändern, … Außerdem soll sie keiner in irgendeiner Hinsicht bei der Feier ihrer Feste mit Knüppeln oder Steinen stören … daß keiner es wage einen Judenfriedhof zu schänden … Excommunicantur ii, qui hoc decretum violant. / Es werden diejenigen exkommuniziert die dieses Dekret verletzen…“
(Innozenz III. „Licet perfidia -iuadaerum“)
LG
Fiore
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#37   Vineta   03:44:27 | Dienstag, 6. Oktober 2009
Spaemanns Gedankenschloß, zu schön, um wahr zu sein!
Denn es beruht auf der naiven und realitätsfernen Annahme, alle Weltanschauungen und Religionen, egal welcher ( auch brutaler und chaotischer) Art, könnten und wollten im friedlichen Wettbewerb unmittelbar nebeneinander koexistieren ( als ob das nicht schon mal im Chaos der Spätantike gescheitert wäre).
Christen sollten sich besser fragen:
Weshalb sollten wir in unserem eigenen Heimatland Weltanschauungen als gleichberechtigt akzeptieren und frohgemut bis zähneknirschend tolerieren, die uns, sobald sie nur etwas Macht gewinnen, mit allem erdenklichen Unfug drangsalieren , mit ihrem Schwachsinn das Land herunterwirtschaften und uns mit ihrer Bosheit das Leben zur Hölle auf Erden machen?
Bekanntlich unterstellen die etablierten Parteien, der Religion „Rechtsextremismus“, sie würde uns ins Elend stürzen, und rufen uns zum K(r)ampf dagegen auf.
Als ob wir Christen keine Angst haben sollten vor der viel mächtigeren Religion „Porno-,Homo-und Abtreibungshedonismus“, die auf den Volkstod hinarbeitet.
Und auch nicht vor der darauf schon lauernden Religion „Islam“, deren in der Türkei indoktrinierte Imame sich einen Dreck scheren um Respekt, Toleranz, Gleichberechtigung, Nichtdiskriminierung in bezug auf die zur Minderheit schrumpfenden Christen hierzulande u. (uns Sand in die Augen streuend), an jedem 3.10. vor Moscheebesuchern abspulen, der Islam fordere von Muslimen, in Frieden u. gegenseitigem Respekt mit anderen zu leben, u. Steuergelder für Aussteiger vom islam. Terrorismus
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#36   Alexander von Stahl   02:29:06 | Dienstag, 6. Oktober 2009
Wie wollen Sie denn das beurteilen?
Sie kennen doch die Zustände in dieser Gruppe überhaupt nicht. Oder sind Sie dort angemeldet, Frau Clarissa Colonia?
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#35   clarissa colonia   02:25:55 | Dienstag, 6. Oktober 2009
ich glaube, der vorangehende Zuschreiber
könnte an habitueller Imbezillität leiden. Das könnte in der Tat zutreffen.
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#34   Alexander von Stahl   01:52:08 | Dienstag, 6. Oktober 2009
Ich glaube der Moderator in der FDP-Gruppe
köntte schwul sein und ein Kopulationspartner des Westerwelle. Das könnte in der Tat zutreffen.
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#33   clarissa colonia   01:14:07 | Dienstag, 6. Oktober 2009
„Religionsfreiheit“, werter Dr. Heger,
ist für „Dignitatis humanae“ nichts anderes als die Forderung an den säkularen Staat, er dürfe es keinem seiner Staatsbürger verwehren, den katholischen Glauben anzunehmen oder (auch öffentlich) auszuüben.
Daß man dieses Postulat ad extra gegenüber einem religiös neutralen Verfassungsstaate nur dann erheben kann, wenn man diesem prinzipiell Zuständigkeit und Berechtigung bestreitet, über die Religion seiner Bürger positive Verfügung zu treffen, ist evident.
Daß die Kirche ihren Wahrheits- und Absolutheitsanspruch ad intra weder aufgegeben noch eingeschränkt hat, ergibt sich aus „Lumen Gentium“ Nr. 14:
„Ad fideles ergo catholicos imprimis Sancta Synodus animum vertit. Docet autem, Sacra Scriptura et Traditione innixa, Ecclesiam hanc peregrinantem necessariam esse ad salutem. Unus enim Christus est Mediator ac via salutis, qui in Corpore suo, quod est Ecclesia, praesens nobis fit; Ipse autem necessitatem fidei et baptismi expressis verbis inculcando …, necessitatem Ecclesiae, in quam homines per baptismum tamquam per ianuam intrant, simul confirmavit. Quare illi homines salvari non possent, qui Ecclesiam Catholicam a Deo per Iesum Christum ut necessariam esse conditam non ignorantes, tamen vel in eam intrare, vel in eadem perseverare noluerint.“
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#32   Graf von Galen   00:03:27 | Dienstag, 6. Oktober 2009
Wider VII, Götzendienstfreiheit, Prof. Spämann
Der Götzendienst wurde bereits am Berge Sinai durch
das erste der 10 Gebote verboten. Alle israelischen oder jüdischen Könige, die den Götzendienst auch nur
tolerierten wurden von Gott bestraft und die, diesen bekämpften, wurden von Gott belohnt. Dies ist ein Faktum, welches sich nicht wegdiskutieren läßt.
Es ist für mich auch nicht einsichtig, wieso es ein Recht
auf Götzendienst geben soll, nur weil die Mehrheit einer Nation oder gar der Weltbevölkerung diesem anhängt.
Es gibt auch kein Recht auf Abtreibung oder auf
Ehebruch, weil vielleicht die Mehrheit eines Landes der Meinung sein sollte, daß diese nicht verwerflich sind.
Von daher kann der Staat niemals verpflichtet sein,
Abtreibung, Ehebruch oder den Götzendienst als „Recht“
gesetzlich zu verankern.
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#31   Alexander von Stahl   23:37:42 | Montag, 5. Oktober 2009
Die FDP studivz-Gruppe
löscht national gesinnte Beiträge ohne Kommentar.
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#30   vagabundo   22:59:06 | Montag, 5. Oktober 2009
Gleichberechtigung oder Gleichheit
„Spaemann fügt hinzu: „Wir alle leben nämlich unumkehrbar in einer multireligiösen Weltgesellschaft“. Damit habe das von Pius XII. proklamierte Prinzip der Gleichberechtigung zu gelten.“
Es geht schon lange nicht mehr um Gleichberechtigung. Es geht vielmehr darum, daß ja alle gleich seien. Und dieses neue Dogma findet ähnlich viele Anhänger wie einstmals das von den Hexen, die es damals angeblich gegenben hat.
So absurd, wie die Hexenverbrennung der Damaligen uns heute erscheint, so absurd wird das Gleichheitsdogma von heute den kommenden Generationen erscheinen.
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#28   Stephanus   22:50:13 | Montag, 5. Oktober 2009
Und jetzt Herr Spaemann?
Entsprechend kommt der Philosoph zum Schluß, daß es den Staat für die Rolle, welche die Lefebvrianer ihm ansinnen wollen, nicht mehr gebe.
Und?
Die Grundlagen auf denen die althergebrachte Art der Familie aufbaut, die gibt es auch nicht mehr!
Und jetzt?
Wollen wir jetzt wieder in guter alter Aquinphilosophie alles zerteilen, zusammensetzen und mit Eigensinn neu bewerten:
dann findet nachher noch die Ansprache Gottes an den Menschen (Koran)erst nach 40 Tagen und an die der Mädchen nach 90 Tagen statt.
Nä? Alles klar!
Dann weiß ich natürlich auch nicht , warum ich seit vielen Jahren als aktiver Lebensrechtler vor Abtreibungskliniken demonstriere und versuche die Frauen über schreiendes Unrecht „aufzuklären“.
Wenn das Leben mal so einfach wäre, wie sie Herr Späemann uns das hier vorreden wollen!
Kann es sein, daß ihr Gerede nur dazu da ist um der Bruderschaft Pius X hier vor der breiten Masse der Halbgebildeten Eines zu „verbraten“ ?
In der Schrift steht über Menschen ihren Schlages geschrieben: …und ihre Sprache verrät sie!
Mit ihrem Gepränge stellen sie sich in den Schatten der Böcke, Herr Spaemann und werden dereinst verworfen.
Schade!
Hatte sie bisher für einen Freund der Menschen gehalten!
und für klüger!!!
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#27   Domenico Tuttisanti   22:49:16 | Montag, 5. Oktober 2009
stimme (bar je)der vernunft
Selbstverständlich. Jeder soll sich an seiner persönlichen Wahrheit orientieren.
Eine Wahrheit, die persönlich und nichts als persönlich wäre, wäre belanglos selbst für den Wahrheitsbesitzer! Wahrheit ist totalitär und objektiv! Wenn ich sage, dass es heute um 10:30 Uhr in Köln in Strömen geregnet habe, dann bewahrheitet sich dieser Satz nicht dadurch, dass ich persönlich glaube, es habe geregnet …
Caldonazzi, Sie haben richtig erkannt, dass ich mit der Redaktionslinie im Großen und Ganzen nichts zu tun habe! Wenn ich mich jedoch gelegentlich hier äußere, so nehme ich dasselbe Recht wahr, das auch Sie für sich in Anspruch nehmen! Oder nicht?
Schönen Abend noch allerseits!
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#26   Alexander von Stahl   22:37:24 | Montag, 5. Oktober 2009
Die Linken
stinken. Deshalb muss es Gesetze geben gegen diese Schweinepest.
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#25   Schalom   22:33:51 | Montag, 5. Oktober 2009
Werter Brandenburgis, projezieren Sie Ihre Eigenschaften auf mich?
Akurat Sie, mit Ihrer ordinären Plumpheit, möchten mir das Wasser reichen.
Lernen Sie konkret denken!
1+1=2
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#24   Brandenburgis   22:28:09 | Montag, 5. Oktober 2009
@„Schalom“
Sie wissen wirklich nicht, was Sie daherreden. Lernen Sie mal abstrakt denken und seien Sie nicht so primitiv affektgesteuert.
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#23   Schalom   22:25:42 | Montag, 5. Oktober 2009
Na Herr Brandenburgis, Ihr Schmarrn riecht reichlich angegebrannt
Die Perversion, Bösartigkeit und Lüge sind ohne Religionsfreiheit schon dagewesen. Besonders im oberen Klerus.
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#22   Brandenburgis   22:14:20 | Montag, 5. Oktober 2009
Man darf ja wohl darauf hinweisen
daß die totale geistige Zerrüttung, in der Spanie heute liegt, nur durch die katholische Kirche verursacht wurde, indem sie nämlich weiland (1975?) forderte, daß Reli-Freiheit, daß heißt Freiheit für Perversion, Bösartiglkeit und Lüge einzuführen SEI!
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#21   Dr. Christoph Heger   22:10:20 | Montag, 5. Oktober 2009
@clarissa colonia: Was der säkulare Statt soll oder nicht soll,
ist nicht die Frage, die im Zusammenhang mit dem Versuch Spaemanns zu beantworten ist, bei dem anscheinenden Bruch in der kirchlichen Lehre die Rechtgläubigkeit zu wahren.
Hier geht es darum, was die Kirche unter „Religion“ versteht (bzw. das Konzil unter „Religion“ verstanden hat), wenn sie (bzw. es) in der Konzilserklärung über die Religionsfreiheit dem Staat das Recht abspricht, Unterdrückungsmaßnahmen gegen eine „Religion“ zu ergreifen.
Der Versuch Spaemanns, nicht einen Unterschied in der Lehre, sondern lediglich einen solchen in der Realität zu sehen, auf die diese Lehre anzuwenden ist, scheitert auch schon daran, daß die Konzilslehre natürlich auch für die Vergangenheit Gültigkeit behauptet und insofern weiteste Teile der Christenheit in der Vergangenheit grundsätzlich – und nicht nur bei Mißbräuchen – ins Unrecht setzt.
Köstlich ist die Anmerkung Spaemanns: „Zwar kennt auch unser liberaler Rechtsstaat eine Privilegierung dessen, was in ihm als wahr gilt, und eine öffentlich wirksame Diskriminierung von Irrtümern“! Man ahnt, was (auch) gemeint ist: die Inquisition auf historische Rechtgläubigkeit. Nur – wieso gilt nicht auch hier die negative Religionsfreiheit, nämlich Freiheit von dieser „Zivilreligion“?
MfG
Christoph Heger
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#20   Caldonazzi †   22:03:57 | Montag, 5. Oktober 2009
@Tuttisanti: Frag dich einmal, warum du hier überhaupt noch etwas schreibst?
Die Notwendigkeit eines „katholischen Staates“ gehört nicht zu den Glaubenswahrheiten und bildet auch keinen im Evangelium verkündeten Heilsweg.
Der „katholische Staat“ ist ein diskreditiertes Hirngespinst und nur gehirngewaschene Einfaltspinsel sehnen sich danach.
Und kreuz.net ist deren Sprachrohr!
Was tust du also hier?
Keines deiner Anliegen wird hier ernsthaft vertreten. Ganz im Gegenteil! Hier wird sowohl dein Anschreiben gegen Abtreibung als auch deine Islamaufklärung zum Unterhaltungsprogramm.
Die konzeptlosen kreuz.net-Macher lassen dich im Regen stehen.
Neonazis und deren infantiler Gegenpart von Badewannenfreaks sind willkommen, weil sie durch Klicks und Postings eine Breitenwirkung vortäuschen, die es gar nicht gibt.
Wer auf kreuz.net setzt, ist diskreditiert.
Ernsthafte Diskussionen finden hier schon lange nicht mehr statt.
Kreuz.net ist zu einem Pawlatschen-Theater verkommen.
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#19   FXaver   21:56:23 | Montag, 5. Oktober 2009
Keine Alternative zur Anerkennung der Religionsfreiheit.
Soll der Papst etwa bei einem Staatsbesuch in Spanien sagen:
„Wir fordern, dass endlich mit diesem protestantischen und islamischen Gesocks aufgeräumt wird, hier bei Euch. Verbietet die Ausübung jeder Religion ausser der Katholischen.“
Und in der Türkei:
„Wir fordern Freiheit für den katholischen Glauben.“
Das „Wir“ bekäme hier eine ganze andere Bedeutung :-)
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#18   Schalom   21:50:29 | Montag, 5. Oktober 2009
Sinahs Wunsch ist ihm Prophezeiung
„Es kommt der Tag …“
Die Religionsfreiheit des Individuums braucht weder Staat noch Kirche.
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#17   FXaver   21:30:44 | Montag, 5. Oktober 2009
Es geht nicht nur um verfasste Religionsgemeinschaften, sondern um die Bürger.
Träger der Religionsfreiheit sind Einzelpersonen und Gemeinschaften.
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#16   clarissa colonia   21:10:25 | Montag, 5. Oktober 2009
Der säkulare Staat muß eben gerade nicht definieren,
was „Religion“ als solche oder positiv ist, sondern nur Kriterien festlegen, durch deren Anwendung Rechtsprechung und Verwaltung entscheiden können, was eine „verfaßte Religionsgemeinschaft“ nach staatlichem Recht nicht ist.
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#15   Sinah   21:07:42 | Montag, 5. Oktober 2009
Nicht wundern!
Der Erzfeind hat es eben gerade auf die klugen Philosophen und Theologen abgesehen; das war immer schon so.
Philosophen, Theologen, Vatikan, Priesterbruderschaft streitet nun lustig drauf los!
Es kommt der Tag, an dem das Konzil als Ganzes verworfen und für ungültig erklärt werden wird. Das ist so sicher wie der Sonnenaufgang und der Sonnenuntergang. Absolut sicher!
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#14   stimme der vernunft †   21:07:30 | Montag, 5. Oktober 2009
@tutti
die moralische Pflicht des einzelnen, sich nach der Wahrheit zu orientieren
Selbstverständlich. Jeder soll sich an seiner persönlichen Wahrheit orientieren.
Und der Staat hat die Pflicht, das jedermann gleicherweise zu ermöglichen.
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#13   FXaver   21:06:09 | Montag, 5. Oktober 2009
Natürlich muss der moderne Staat definieren was Relgion ist.
Glaube ist jede Überzeugung von der Stellung des Menschen in der Welt und seine Beziehung zu höheren Mächten und tieferen Seiensschichten.
Stein Staatsrecht S.194
siehe wikipedia de.wikipedia.org/…iheit_in_Deutschland
Die laufende Rechtssprechung kommt gar nicht darum herum Gemeinschaften, die für sich die Religionsfreiheit einfordern, die damit verbundenen Privlegien zu gewähren (z.B: Befreiung von Steuern) oder zu versagen. Beispiel: Scientology.
Die Haltung der traditionalistischen Gegner der Relgionsfreiheit verstehe ich so:
Die katholische Kirche soll dort, wo die Katholiken eine Minderheit sind, für die Freiheit eintreten den katholischen Glauben anzunehmen und zu leben. Dort wo die Katholiken in der Mehrheit sind, soll die Ausübung anderer Religionen unterdrückt werden.
Dazu muss man nichts mehr sagen.
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#12   Domenico Tuttisanti   21:00:44 | Montag, 5. Oktober 2009
g.m.m.:
Seit wann bestimmt für die Kirche das Faktische die Norm?
Das tut sie im Falle der Religionsfreiheit nach dem Verständnis von Dignitate humanae keineswegs, denn die moralische Pflicht des einzelnen, sich nach der Wahrheit zu orientieren, bleibt bestehen! Der Staat freilich, der die „Verwirklichung von Glück und Sittlichkeit seiner Bürger zum Ziel“ hätte, existiert nicht mehr! Davon muss auch die Kirche Kenntnis nehmen und daran kann sie ihr Handeln – zum Wohle der Menschen – weiterhin ausrichten!
g.m.m.: Knickt die Kirche nicht vor einem materialistischen atheistischen Menschenbild ein, wenn sie zustimmt, dass der Staat „nicht mehr die Verwirklichung von Glück und Sittlichkeit seiner Bürger zum Ziel, sondern nur Sicherheit und Freiheit als deren Voraussetzung und Ermöglichung“ hat?
Die Kirche würde nur dann vor einem materialistischen und atheistischen Menschenbild einknicken, wenn sie den Materialismus und Atheismus zur Wahrheit erhöbe. Das ist nicht der Fall. Die Notwendigkeit eines „katholischen Staates“ gehört nicht zu den Glaubenswahrheiten und bildet auch keinen im Evangelium verkündeten Heilsweg.
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#11   rums   20:12:14 | Montag, 5. Oktober 2009
Dr. Christoph Heger:
(…)Ich wundere mich, daß der kluge Philosoph Spaemann nicht das Vakuum in der Erklärung über die Religionsfreiheit sieht: Solange man nicht sagt, was (alles) eine „Religion“ ist, so lange sagt man mit ihr gar nichts. Es ist auch bekannt: Die Staatsrechtstheorie hat sich bisher in der Tat wenig Gedanken über den Begriff der „Religion“ gemacht.(…)
Und ich vermute stark sie wird es auch nicht tun.
Das moderne Europa, das der Kultur der Philosophie und der Theologie, so wie wir sie kennen, gewesen ist, hat auch ihre Antithese hervorgebracht: die heute vorherrschende Kultur der instrumentellen Vernunft, in der jedes Wissen vom Menschen eine reine Laune oder subjektive Empfindung ist.
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#10   gunther maria michel   20:05:09 | Montag, 5. Oktober 2009
Allgemeinwohl.
Soll sich die Kirche denn damit abfinden, dass der moderne Staat nicht mehr das bonum commune, das Allgemeinwohl zum Ziel hat, um dessentwillen der Staat gemäß traditioneller katholischer Soziallehre besteht?
Seit wann bestimmt für die Kirche das Faktische die Norm?
Knickt die Kirche nicht vor einem materialistischen atheistischen Menschenbild ein, wenn sie zustimmt, dass der Staat „nicht mehr die Verwirklichung von Glück und Sittlichkeit seiner Bürger zum Ziel, sondern nur Sicherheit und Freiheit als deren Voraussetzung und Ermöglichung“ hat?
Sind Sicherheit und Freiheit in einem Gottlosen-Staat denn garantiert? Wie sieht es mit der Sicherheit der Ungeborenen aus? Und welche Freiheit ist gemeint? Freiheit wovon? Freiheit wozu?
So einfach ist in diesen Dingen die konstante Lehre der Päpste bis zum 2. Vatikanum m.E. nicht außer Kraft zu setzen.
Was hat sich denn an der Wesenskonstitution des Menschen seit wenigen Jahrzehnten geändert, dass die beständige Lehre der Kirche geändert werden müsste?
Nichts hat sich am Wesen des Menschen geändert. Geändert hat sich nur, dass die Gottlosigkeit überhand nimmt.
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#9   Brandenburgis   19:58:15 | Montag, 5. Oktober 2009
Spaemann war schon immer
ein opportunistischer Schliemscheißer, nichts weiter. (Also „Gar nichts“ weiter)
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#8   Dr. Christoph Heger   19:39:43 | Montag, 5. Oktober 2009
Ein leerer Lehrsatz
Ich schätze Spaemann. Aber von diesem Aufsatz bin ich enttäuscht. Er bemüht sich um alle möglichen hilfreichen Distinktionen, bemüht die Analogie des Zinsverbotes, aber bleibt merkwürdig gefangen in dem realitätsverweigernden Optimismus der liberalen Theorie. Welche praktischen Folgerungen „Religionsfreiheit“ hat, sehen wir an der schon gar nicht mehr schleichenden Islamisierung von Alltagsleben und (wenig beachtet) des Rechtswesens.
Ich wundere mich, daß der kluge Philosoph Spaemann nicht das Vakuum in der Erklärung über die Religionsfreiheit sieht: Solange man nicht sagt, was (alles) eine „Religion“ ist, so lange sagt man mit ihr gar nichts. Es ist auch bekannt: Die Staatsrechtstheorie hat sich bisher in der Tat wenig Gedanken über den Begriff der „Religion“ gemacht.
Konkret gesagt: Ist der Islam nun eine „Religion“ oder ist er nicht richtiger als eine politische Bestrebung zu bezeichnen, und zwar als eine solche, die sowohl unsittlich als auch grundgesetzwidrig ist? Man beachte zu dieserm Punkt, daß auch das Konzil das „Religionen“ zugesprochene Privileg der Freiheit von staatlicher Unterdrückung an die Voraussetzung bindet, „daß die gerechte öffentlich Ordnung bewahrt bleibt“. Da beißt sich doch der Hund in den Schwanz!
Mir scheint die wirkliche Lösung des Problems des Bruchs der katholischen Lehrtradition darin zu liegen, daß das 2. Vatikanum einen logisch leeren Satz aufgestellt hat, also einen Satz, dem man gleichzeitig zustimmen und widersprechen kann.
MfG
Ch. H.
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#7   Peter Lïngen †   18:12:34 | Montag, 5. Oktober 2009
rums,
süß wie immer… heute gibts mal ein Küsschen!
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#6   rums   18:04:47 | Montag, 5. Oktober 2009
stimme der Hysterie!
Mal wieder eine himmelschreiende Lüge der Lügen-Redaktion, die wie üblich das Zitat in manipulativer Weise verfälscht hat.
Es steht ihnen doch frei „eine himmelschreiende Lüge“ zu entlarven, indem sie der Wahrheit zu ihrer Entfaltung verhelfen.
Ansonsten verfängt sich ihr posting in hysterischem blahblah. :-@
Verstanden haben sie ja ohnehin nichts!
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#5   stimme der vernunft †   17:45:47 | Montag, 5. Oktober 2009
Himmelschreiende Lüge
Das erklärte der emeritierte Münchner Philosoph Robert Spaemann am 1. Oktober in der ‘Frankfurter Allgemeine Zeitung’.
Mal wieder eine himmelschreiende Lüge der Lügen-Redaktion, die wie üblich das Zitat in manipulativer Weise verfälscht hat.
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#4   hieronymus333   17:15:31 | Montag, 5. Oktober 2009
Subito Santo
für Pius XII.
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#3   Alois Bischof   16:38:36 | Montag, 5. Oktober 2009
Wie viele
nimmt Prof. Dr. R. Spaemann einfach die Integrierung eines nicht mehr existenten deutschen Nationalstaates (oder Alliiertengebildes, also der Bundesrepublik Deutschland) in die supranationale Superrepublik der Europäischen Union an.
Übrigens geht die Kritik der „Lefebvrianer“ nicht von der Staatlichkeit aus, sondern von der Pflicht des Staates, den Irrtum wo es möglich ist (und dies ist in der Tat heute sehr schwierig in den durch Masseneinwanderung und Glaubensabfall zerstörten Gesellschaften West- und Mitteleuropas) nur zu tolerieren, oder sogar zu widerlegen und zu bekämpfen.
Wesentlich für die Kritik am Konzil ist ‘Dignitatis humanae’ nicht. Es geht um vor allem um die Ekklesiologie des häretischen Ökumenismus (im Sinne des II. Vatikanums und z.B. Paul VI. und Johannes-Paul II.), um den Synkretismus bzw. Indifferentismus der von JoPa II. 1986 und 2002 zu Assisi praktiziert wurde, und um den Schutz aller katholischen Dogmen, die auf und nach dem Konzil von angeblichen „Bischöfen“ und häretischen pseudokatholischen Theologen „diskutiert“ (angegriffen) wurden.
Diesem Kampfe gilt der Einsatz der Priesterbruderschaft St. Pius X., soweit sie mir bekannt ist.
Und sicherlich nicht – wie von Neokonservativen, neokonservativen Bischöfen, und auch manchen wirklich konservativen Philosophen wie Spaemann behauptet – einem Konzept einer französischen Staatsreligion nach der Art Ludwig XIV.
Es geht um viel mehr! Um römischen Katholizismus oder Apostasie!
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#2   Peter Lïngen †   16:16:38 | Montag, 5. Oktober 2009
tuttisanti
du verwechselst da etwas: Wir haben hier keinen Gottesstaat.
Amen!
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#1   Domenico Tuttisanti   16:13:47 | Montag, 5. Oktober 2009
Der Artikel von Spaemann legt
überzeugend dar, dass es die beklagte „Diskontinuität“ nicht nur auf seiten der katholischen Kirche gegeben hat, sondern auch auf seiten der modernen Staatstheorie. Ein Staat, der aus seinem fundamentalen Selbstverständnis die Sorge um das ewige Seelenheil seiner Bürger ausgeschieden hat zugunsten der Garantie grundlegender koexistierender Freiheiten, kann von Glaubensgemeinschaften nicht in Anspruch genommen werden zur Durchsetzung oder auch nur Förderung gruppenspezifischer Ziele. Das schliesst nicht aus, dass der Staat Religion als wichtiges Moment der individuellen und kollektiven Bildung anerkennt und dem Wirken der Religion auf politischem und sozialem Feld Raum gibt. Es schliesst aber aus, dass er sich als Staat selbst mit einer religiösen Gemeinschaft und ihren Zielen identifiziert.
In diesem Sinne hat Spaemann recht: den Staat, den die Päpste des 18. und 19. Jahrhunderts vor Augen hatten, existiert nicht mehr! Die allgemeine Mobilität, die „Globalisierung“, die erdumspannende Massen- und Individualkommunikation in Wort, Bild und Text (Internet!) haben eine Epochenwende heraufgeführt und einen völlig neuen Bezugsrahmen für die katholische Staats- und Soziallehre geschaffen. Die Erklärung „Dignitatis humanae“ schreibt dabei die Tradition fort! Sie verwirft nämlich den Indifferentismus, anerkennt aber das individuelle Grundrecht des einzelnen, sich in religiösen Dingen frei von staatlicher Einflussnahme selbst zu orientieren.
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