Die Webseite des deutschen Distrikts der Priesterbruderschaft Sankt Pius X. hat der Zeitung ‘Tagespost’ eine Zensurpolitik vorgeworfen und Beweise vorgelegt.
Pater Gaudron von der Piusbruderschaft bei einem Fernsehauftritt im ‘ZDF’.
(kreuz.net) „Endlich ein Gegner, der logisch denken kann – aber ‘Die Tagespost’ zensiert ihn!“
Das erklärt
die Webseite des deutschen Distrikts der Priesterbruderschaft Sankt Pius X. in einem jüngst publizierten
Artikel.
Die Rede ist von Hw. Martin Rhonheimer, einem Schweizer Opus-Dei-Priester und Professor an der
römischen Opus-Dei-Universität Santa Croce.
Am 27. September veröffentlichte Hw. Rhonheimer in der
deutschen Zeitung ‘Tagespost’ einen Diskussionsbeitrag, der später von der neokonservativen Linzer Plattform
‘kath.net’ übernommen wurde.
Nach Angaben der Pius-Webseite legte Hw. Rhonheimer „mit seltener Klarheit“
dar, daß die Kirche ihre Lehre über die Religionsfreiheit auf dem Zweiten Vatikanum geändert hat:
„Selber ein Befürworter der neuen Lehre, ist er doch so ehrlich, die Harmonisierungsversuche zwischen
der traditionellen Lehre und dem Dekret über die Religionsfreiheit des Zweiten Vatikanums als falsch
abzulehnen“ – stellt die Webseite fest.
Hw. Rhonheimer gibt Pius-Pater Matthias Gaudron Recht, der sich
in einem Leserbrief ebenfalls gegen falsche Harmonisierungsversuche gewandt hatte:
„Das war der Tagespost
aber anscheinend zu viel der Ehre für einen Piusbruder, denn den entsprechenden Abschnitt kann man nur
auf ‘kath.net’ nachlesen“ kommentiert die Webseite und zitiert den „offenbar zensierten“ Abschnitt:
„In
der Tat hat Pater Matthias Gaudron, Dialogbeauftragter der deutschen Piusbruderschaft in einem Leserbrief
(vgl. ‘Die Tagespost’ vom 6. 6. 2009) die Sache auf den Punkt gebracht.
Während etwa harmonisierende
Positionen wie diejenige von H. Klueting (‘Tagespost’ vom 30. 5. 2009, Seite 18) die Lehre des Zweiten
Vatikanums über die Religionsfreiheit auf ‘Freiheit von Zwangsbekehrung’ reduziert und damit fälschlicherweise
bruchlose Kontinuität suggeriert, legt Pater Gaudron den Finger auf den entscheidenden Punkt:
Der Dissens
gehe nicht um die Frage der Ablehnung von Zwangsbekehrungen – hier herrscht Einigkeit –, sondern darum,
‘ob und wie weit man die öffentliche Ausübung eines falschen Glaubens und die Werbung dafür einschränken
darf’, so Pater Gaudron.
Er konstatiert deshalb zu Recht einen Kontinuitätsbruch, oder mit den Worten
Benedikts XVI.: Diskontinuität.“
Die Webseite stellt fest, daß sich dieses Urteil „wohltuend“ vom Leserbrief
von Professor Nikolaus Lobkowicz unterscheidet, „der Pater Gaudron und der gesamten Priesterbruderschaft
St. Pius X. am 9. Juni vorwarf, nicht zwischen dem Recht auf Irrtum und den Grenzen des Rechts des Staates,
Irrtümer zu ahnden, unterscheiden zu können und damit nur seine eigene Unkenntnis der Sachlage offenbarte.“
Eine Antwort von Pater Gaudron darauf wurde nach Angaben der Pius-Webseite von der ‘Tagespost’ nicht
veröffentlicht:
„Die ‘Tagespost’ scheint damit treu dem Kurs der Deutschen Bischofskonferenz zu folgen,
daß mit Piusbrüdern kein Dialog geführt werden dürfe und ihnen jede Plattform der Meinungsäußerung
nach Möglichkeit verwehrt werden sollte.“
Für den Beitrag von Hw. Rhonheimer kann man – so die Webseite –
„nur dankbar sein“, da er die Unhaltbarkeit aller Nivellierungen zwischen traditioneller und nachkonziliarer
Lehre aufzeigt.
Die Webseite zitiert Hw. Rhonheimer: „Wie man es auch wendet und dreht, man kommt nicht
darum herum: Präzis diese Lehre des Zweiten Vatikanums ist es, die von Pius IX. in der Enzyklika ‘Quanta
cura’ verurteilt worden ist.“
Die Webseite erkennt, daß sich Hw. Rhonheimer damit auch gegen den emeritierten
Münchner Philosoph Robert Spaemann wendet, der im April in der ‘Tagespost’ Harmonisierungsbestrebungen
begrüßt hat, die in der Frage der Religionsfreiheit eine bruchlose Kontinuität zwischen der konziliaren
und der vorkonziliaren Lehre herausarbeiten.
Doch Hw. Rhonheimer läßt sich von dieser Position nicht
überzeugen: „Dem ist jedoch zu widersprechen“.
Er wendet sich auch gegen früher vorgelegte Harmonisierungsversuche
des französischen Alt-Ritus-Benediktiners, Pater Basil Valuet, oder des Jesuiten, Pater Bertrand de Margerie.
Letztlich hält er sie für „hoffnungslos und sachlich verfehlt“: „Sie stiften Verwirrung, weil solche
Plädoyers das eigentliche Problem und damit auch die Originalität der Lehre des Zweiten Vatikanums verdecken.“
Hw. Rhonheimer weist auch nach, daß Papst Benedikt XVI. sich der vom Konzil verursachten Änderung der
Lehre bewußt ist und zitiert aus seiner Weihnachtsansprache an die römische Kurie vom 22. Dezember 2005:
„Das Zweite Vatikanische Konzil hat durch die Neubestimmung des Verhältnisses zwischen dem Glauben der
Kirche und bestimmten Grundelementen des modernen Denkens einige in der Vergangenheit gefällte Entscheidungen
neu überdacht oder auch korrigiert.“
Damit sagt der Papst selber, daß die Kirche nach dem Zweiten Vatikanum
eine andere ist als vorher.
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63 Lesermeinungen
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#68 chico flojo 21:56:51 | Mittwoch, 7. Oktober 2009
@r.ruhrgebietler Der grundsätzliche Denkfehler besteht darin, einen katholischen Staat vorauszusetzen,
den es aber in der Form, wie man ihn von früher kennt, nicht mehr gibt. Ob leider oder nicht leider,
ist jetzt mal dahingestellt. Und er ließe sich auch nicht mehr einrichten – es sei denn, durch einen
gewaltsamen Umsturz – was aber alles mögliche, nur nicht katholisch wäre. Also, so einfach kann man
sich die Sache nicht machen. Allerdings könnte man von einer Partei, die das „C“ (für christlich) im
Namen führt schon mal auf den Inhalt dieses Buschstabens festklopfen – wie es ja auch von vielen Parteimitgliedern
gefordert wird.
paulemann… immer noch auf glaubensfeindlichem krs?? ausgerechnet wikipedia… da können sie auch direkt
den spiegel, die faz, den stern oder die bildzeitung befragen… ihr hirn ist vom satanismus völlig zersetzt!
geben sie doch endlich ruhe!
#65 Paulaner † 13:55:58 | Mittwoch, 7. Oktober 2009
Interessantes Detail zum Syllabus aus Wikipedia: Aus Wikipedia Syllabus Errorum de.wikipedia.org/…iki/Syllabus_Errorum
„Hinsichtlich der Interpretation ist zu beachten, dass kirchliche Lehrverurteilungen bis zu Beginn des
20. Jh. vorzugsweise das Schema der Verwerfung bestimmter Sätze befolgten. Diese juristische Methode
provoziert jedoch Missverständnisse, wenn die an Fachtheologen adressierten Urteile von breiteren Kreisen
interpretiert werden. Denn diese kontradiktorischen Urteile enthalten nach dem Selbstverständnis der
Kirche keine Aussage über die Richtigkeit des Gegenteils“ Tridentinus:
#64 Tridentinus 13:36:39 | Mittwoch, 7. Oktober 2009
Es gab Theologen, die Quanta cura und auch den Syllabus errorum für eine irreversibele unfehlbare Entscheidung
hielten. Aber auch nicht alle. Ob seitens des Papstes eine solche Absicht gegeben war, müßte sich durch
eine Textanalyse erweisen lassen. Wenn das nicht zu erweisen ist, geht die Gewichtung weiter: wie ist
ein Konzilsdokument gegenüber einer frühreren Enzyklika einzustufen, wenn dieses Konzilsdokument untypisch
für ein Konzil darauf verzichtet, seine Unfehlbarkeit einzusetzen und etwas endgültig zu entscheiden?
Vermutlich wäre auch dann eine gewöhnliche Enzyklika im Lichte eines Konzlsdokumentes zu interpretieren.
Jedenfalls wird die Lösung der Widersprüche in dieser formalen Klärung und Gewichtung zu suchen sein.
Es wäre nützlich, wenigstens zu dieser formalen Gewichtung würde dann der Papst eine verbindliche Entscheidung
vorlegen und dazu seine Unfehlbarkeit einsetzen. Das würde dann alle binden, nicht nur die Piusbrüder!
#63 Paulaner † 12:23:09 | Mittwoch, 7. Oktober 2009
Die jüngere Quanta Cura, in der Papst Pius IX. die Religionsfreiheit verurteilt, ist katastrophal. Quanta
Cura de.wikipedia.org/wiki/Quanta_Cura_(Pius_IX.) Damit ist die katholische Kirche menschenrechtlich und
außenpolitisch auf dem Niveau der Zeugen Jehovas angelangt! Das hat das Vatikanum 2 unbedingt rückgängig
machen müssen. Was wir Gläubigen uns INTERN auferlegen, das ist unsere Sache aber von außen ist es
unerträglich, anderen Menschen ein Verhalten aufzwingen zu wollen ohne mit ihnen Verträge darüber abgeschlossen
zu haben. Dieser Papst war verrückt! Hat der sich etwa eingebildet, dass Gott sich nach seinen Vorschriften
richten würde und den Rest der Welt in die Knie zwingen?
Wasser predigen und Sekt saufen! markenzeichen einiger selbsternannten katholiken. oder wie die V-II Kleriker
es gerne sagen BROT FÜR DIE und Torte für mich! oder gibt es neues aus dem paulaner Biergarten? dort
werden G’schichten erdacht, die glaubens- und kirchenfeindlicher nur durch das dt. ekpiskopat übertroffen
werden können. Wer in der bekennenden Nachfolge Jesu Christi ist und die ewig gültige trid. Liturgie
ehrfürchtig und gottzugewandt zelebriert, dem ist weltlicher Schund und Tand über! Die Verwaltung der
Welt, die Seelenrettung für Gott und Jesus Christus dem katholischen Priester!
#58 Paulaner † 11:09:03 | Mittwoch, 7. Oktober 2009
Die freie Entscheidung für eine „falsche Religion“ gegen besseres Wissen wäre Hybris. Sinah: Hätte
Gott dem Menschen das Recht gegeben, eine falsche Religion zu wählen, dann hätte Er ihm das Recht gegeben,
sich gegen Seinen Willen zu entscheiden, das heißt, Er hätte dem Menschen das Recht gegeben zu sündigen.
Das gilt ebenso für die Entscheidung für den Atheismus durch vermeintliche Weisheit. WELCHER IRDISCHE
ABER WEISS ÜBER GOTT BESCHEID? Gott akzeptiert jede demütige Form der Verherrlichung.
#56 Paulaner † 09:48:07 | Mittwoch, 7. Oktober 2009
Der Scheuklappen-Katholiban unterstellt „Brot für die Welt“ der RKK r.ruhrgebietler: wenn es um den Glauben
geht Brot für die Welt de.wikipedia.org/…ot_f%C3%BCr_die_Welt
@Brandenb.:auch unvereinbar mit Tradition, Väterlehre und Hl. Schrift …unvereinbar mit der Lehre der
Päpste vor dem Konzil, der Hl. Schrift und der Kirchenväter: Natürlich immer mit eingeschlossen, so
auch in Quanta cura, Pius’ IX.: „Und entgegen der Lehre der Heiligen Schrift, der Kirche und der heiligen
Väter behaupten sie keck…“
wenn es um den Glauben geht reden die kleriker der amtskirche gerne von BROT FÜR DIE WELT und meinen
Torte für mich! Oder sie Predigen Wasser und saufen Sekt! mit der amtskirche hingegen ist es wie einem
boden, der mit E605 vergiftet wurde – man kann ihn nur ausbaggern und entsorgen; er bleibt nämlich sonst
auf ewig vergiftet! Wenn es um den Glauben geht, dann hat die Amtskirche auf der ganzen Linie versemmelt!
#53 karljosef 00:05:59 | Mittwoch, 7. Oktober 2009
Eine Sache der Mensch eine andere der Staat Kein Mensch hat ein recht auf Irrtum. Auch nicht nach VII.
Hier gibt es keinen Unterschied zu vorher Die Frage stellt sich wohl eher mit Katholizismus als Staatsreligion
@kj Quanta Cura Es geht darum, daß die Aussagen des Konzils im Widerspruch stehen mit jenen der in der
Tradition stehenden Päpste vor dem Konzil, also z.B. im Gegensatz zu Quanta Cura. Quanta Cura, 8.12.1864:
„…Von dieser falschen Auffassung der Gesellschaftsordnung aus begünstigen sie weiter jene irrige Ansicht,
die der katholischen Kirche u. dem Seelenheile höchst verderblich ist und von Unserem jüngsten Vorgänger
Gregor XVI. als Wahnsinn erklärt wurde, nämlich, die Freiheit des Gewissens u. die Gottesverehrung seien
jedes einzelnen Menschen Eigenrecht, was in jedem Staat mit ordentlicher Verfassung gesetzlich verkündet
und gewahrt werden müsse… Alle verkehrten Meinungen und Lehren also, die wir in diesem Schreiben einzeln
angeführt haben, weisen Wir kraft unserer apostolischen Vollmacht zurück, verbieten sie und verdammen
sie und wollen, daß alle Söhne der katholischen Kirche sie durchaus als zurückgewiesen, verboten und
verdammt ansehen.“ Die Würde des Menschen kann nicht das Recht auf Religionsfreiheit begründen, denn
es gibt kein Recht auf Freiheit zum Irrtum. Hätte Gott dem Menschen das Recht gegeben, eine falsche Religion
zu wählen, dann hätte Er ihm das Recht gegeben, sich gegen Seinen Willen zu entscheiden, das heißt,
Er hätte dem Menschen das Recht gegeben zu sündigen.
@schalom Eigentlich nicht (FSSPX-Messen übrigens nicht mitgezählt). Mir ist durchaus klar, dass diese
Verhältnisse außerordentlich (!) selten sind und vielerorts die gregorianische Messe sehr spärlich
besucht ist. Aber bei allen Statistiken sollte man bedenken, dass der Großteil der Messbesucher in Mitteleuropa
eher Mitläufer sind. Ob da jetzt der NOM oder der Alte Usus oder der Dominikanerritus gefeiert wird,
ist wohl den meisten egal. Daher halte ich es nicht für logisch, aus der noch relativ geringen Zahl der
Messbesucher im Alten Usus eine generelle Ablehnung dagegen herauszulesen. Viele praktizierende Katholiken
wissen überhaupt nicht, dass es den Alten Usus überhaupt gibt. Würde man an Hand der Kirchenbesucherstatistiken
von 13,7% auf die Beleibtheit des NOM schließen, hieße das, dass etwa 86% der Katholiken den Novus Ordo
ablehnen.
@schalom 11 Messen sind mittelmäßig bis gut besucht. An Hohen Festen sehr gut. Nur eine Messe ist sehr
schlecht besucht: Die Tridentinische. Diesen Eindruck kann ich nicht bestätigen. In unserer Nähe gibt
es 4 Sonntagsmessen nach dem alten Usus. Bei dreien davon ist die Kirche regelmäßig voll (2 mittelgroße
Kirchen; 1 große Kirche). Die vierte Messe wird zwar ziemlich schlecht besucht, jedoch ist diese Messe
nicht öffentlich bekannt.
Mit Quanta cura verbot Benedikt XIV. Priestern, höhere Stolarien für Amtshandlungen einzufordern als
sie mit der zuständigen bischöflichen Kanzlei abrechneten.
#46 karljosef 21:23:02 | Dienstag, 6. Oktober 2009
Die Piusbruderschaft braucht man nicht für den ausserordenlichen Ritus. www.gloria.tv/?media=33296 Hier
meine Heimatpfarrei. Alter Ritus. Immer überfüllt um 10h00. Vier Messen pro Sontag. In Verbundenheit
mit dem Papst und lokalem Bischof. Ich finde die alte Messe viel besser als die neue. Allerdings ist sie
keine Grund mehr für den Sonderweg der Piusbruderschaft. Daher müssen die theologischen Differenzen
begründet werden. Es geht nicht mehr um die Messe.
In unserer Stadt werden jeden Sonntag 12 Heilige Messen gefeiert. 11 Messen sind mittelmäßig bis gut
besucht. An Hohen Festen sehr gut. Nur eine Messe ist sehr schlecht besucht: Die Tridentinische.
Entgiftungsversuche zwecklos! Ein mit E 605 vergifteter Kuchen bleibt vergiftet. Es darf nicht mit der
Haut in Berührung kommen, es wirkt als Kontaktgift. Entgiftungsversuche zwecklos!
Vom Gottesrecht zum Menschenrecht Tatsache ist, daß der Papst einen Traditionsbruch nicht zugeben wird.
Nach ihm hat das Konzil „neu überdacht“ und „korrigiert“. Aus dieser Aussage läßt sich noch kein Eingeständnis
der Gegensätzlichkeit der Lehre oder Korrektur der Inhalte ableiten. Rom wird inhaltl. Fragen geschickt
ausweichen mit der fortgesetzten Behauptung, daß kein Bruch mit der Tradition vorliegt. Rom wird bestrebt
sein, eine bruchlose Kontinuität herauszuschwindeln. Auf dieser Ebene kann man nicht verhandeln, weil
Glaubensfragen im Grund eben nicht verhandelbar sind. Vom Gottesrecht zum Menschenrecht, das ist das Versagen
des Dekrets und des ganzen Konzils! Es deckt das Motto des Konzils auf! Deswegen ist eine Neufassung des
Dekrets nichtssagend. Ansetzen an der Wurzel ist gefragt: Was war die Ursache, daß ein Konzil in Glaubensfragen
derart in die Irre führen konnte. Diese Antwort ist das Konzil dem gesamten katholischen Volk schuldig.
Das heutige Rom ist weit davon entfernt, im II. Vatikan. Konzil die eigentliche Ursache des Zerfalls der
Kirche zu sehen. Vielmehr hat Rom eine Formel ausgedacht. Das Zauberwort heißt „im Licht der Tradition“.
Doch längst ist erwiesen – davon spricht auch Bischof Fellay – daß Rom und die Priesterbruderschaft
St. Pius X. ganz unterschiedliche Auffassungen von einer „Anerkennung des Konzils im Lichte der Tradition“
verstehen. Übrigens: Die falschen Aussagen des II. Vatikan. Konzils sind, weil sie falsch sind, einer
Interpretation im Lichte der Tradition gar nicht fähi…
#35 Brandenburgis 19:29:54 | Dienstag, 6. Oktober 2009
Na gut, ist’s eben nicht lustig. Schwierig wird’s tatsächlich nicht werden, da die FSSPX ja anscheinend
bereits beschlossen hat, zu Kreuze zu kriechen. Gebe also Gott seinen Segen zu allem! o^/
#34 Tridentinus 19:22:29 | Dienstag, 6. Oktober 2009
@Brandenburgis Lustig ist das nicht, sondern die einzig mögliche Lösung des Problems, sowohl formal
auch auch inhaltlich. Und übrigens eigentlich nicht mal eine besonders schwierige Angelegenheit.
#33 Brandenburgis 19:09:24 | Dienstag, 6. Oktober 2009
@Tridentinus Ha ha … Na warten wir’s ab … Ich gebe zu, daß ich echt gespannt bin und da ich in meinem
Leben so ziemlich alles Denkbare bereits erlebt habe, wird die Rekonziliation jedenfalls noch eine „Zugabe“
werden. In stiller Vorfreude!!!
#32 Tridentinus 19:02:16 | Dienstag, 6. Oktober 2009
Deshalb wird nicht so sehr das Thema Religionsfreiheit zu thematisieren sein, sondern die Frage, ob Quanta
Cura etc. die Absicht gehabt hat, etwas endgültig zu entscheiden. Die Frage ist nämlich auch, ob es
bis dahin eine ständige Lehre der Kirche zu den strittigen Punkten gegeben hat. Vielfach mußten ja die
Päpste im 19. Jahrhundert auf eine veränderte politische und gesellschaftliche Realität reagieren.
Ob solche Realitäten in concreto überhaupt endgültig entschieden werden können, ist fraglich. Es müßte
also in den Gesprächen erwiesen werden, daß die Prinzipien gleich geblieben sind und ihre Anwendung
in einer Hermeneutik der Kontinuität steht, so daß das Konzil den vorausliegenden Dokumenten des Lehramtes
auf der entscheidenden Ebene nicht widerspräche und eine veränderte Anwendung in der Praxis auch nicht
als Bruch mit der vorherigen interpretiert werden dürfte, sondern beide jeweils als situiationsgerecht.
Wer sich nicht aufrichtig… …in Demut, Gebet, Reue, Buße und Umkehr übt dem nutzen die Gespräche
über Gutes und Schlechtes in nder Theologie gar nichts, im Geenteil, beides gereicht dann zum Verderben.
Wollen wir die vielen Angebote Gottes zum ewigen Leben denn gar nicht erntnehmen. Rechnet hier jemand
ganz konkret mit dem Himmel und stellt seine Gedanken und Wünsche dafür hintenan?!
@Lorenz „… wenn man der Welt etwas zu sagen hat, muß man sich dann nicht ein wenig inszenieren?“ „In
hoc mundi theatro larvatus prodeo.“ (Descartes) Gewiß, aus ganz anderem Hintergrund.
Liebe Clarissa, wenn man der Welt etwas zu sagen hat, muss man sich dann nicht ein wenig inszenieren?
S.E. macht ja im Grunde kein großes Spektakel draus.
#19 Brandenburgis 16:31:17 | Dienstag, 6. Oktober 2009
Die vom Konzil vertretene Lehre ist nicht nur völlig unvereinbar mit der Lehre der Päpste vor dem Konzil,
sie ist auch unvereinbar mit Tradition, Väterlehre und Hl. Schrift. Wenn die FSSPX nicht diese Fragen
stellt und eindeutig und ohne Einschränkung im Sinne der althergebrachten Lehre beantwortet, wird Sie
zur Verräter- und Verbrecher-Bruderschaft, was sich leider schon andeutet. Mir ist unbegreiflich, wie
ein Mann wie Spaemann das nicht sehen kann. Da er als Philosoph und Akademiker über das nötige Rüstzeug
verfügt, halte ich ihn für unehrlich. Bf. Williamson steht jedenfalls gerade diesbezüglich auf der
Seite der Warner und Mahner (Warner brothers).
Wie man es auch wendet u. dreht, man kommt nicht darum herum, das Konzil selbst auf die Anklagebank zu
erheben. Die vom Konzil vertretene Lehre ist völlig unvereinbar mit der Lehre der Päpste vor dem Konzil.
Auf dem Konzil wurde die traditionelle kirchliche Lehre über die Religionsfreiheit verstümmelt wiedergegeben,
indem man sich nur auf den Bereich „Menschenrechte“ beschränkte. Es wurde bewußt unterlassen, den wesentlichen
Teil der traditionellen Lehre, der der Maßstab für die Menschenrechte setzt, mit hereinzunehmen und
stellte gleichzeitig die ausgefuchste Behauptung auf, daß die konziliare Lehre diesen Teilbereich unangetastet
lasse. Das allein zeigt, mit welchen Mitteln auf dem Konzil gekämpft und mit wieviel List die Texte formuliert
wurden. Erzbischof Lefebvre: „Sollte Rom (von sich aus) künftig einen Einigungsversuch erstreben, werden
wir es sein, die Fragen auf der Ebene der Doktrin stellen [und zwar an den Papst selbst]: „Sind Sie einig
mit den großen Enzykliken aller Päpste, die Ihnen vorangegangen sind? Sind Sie einig mit „Quanta Cura“
Pius IX., „Immortale Dei“ „Libertas praestantissimum“ Leos XIII., „Pascendi“ Pius’ X., „Quas Primas“ Pius’
XI., „Humani generis“ Pius’ XII.? Sind Sie in voller Gemeinschaft mit diesen Päpsten und ihren festen
Aussagen? Akzeptieren Sie noch den Antimodernisteneid? Sind Sie FÜR DIE KÖNIGSHERRSCHAFT UNSERES HERRN
JESUS CHRISTUS über die Gesellschaft? Wenn Sie die Lehre Ihrer Vorgänger nicht annehmen, ist es unnütz,
zu reden.“ Es ist nicht erkennbar, daß von der FSSPX diese Forderung des Erzbischofs Beachtung findet.
Wer zensiert hier wen und wozu ? Bei den Gesprächen in Rom zw. den un-irrbaren Piusbrüdern und den Vat.II-Bombern
im Vatikan würden viele mal gern „Mäuschen“ spielen. Aber wahrscheinlich fliegen schon nach wenigen
Stunden die zerfetzten roten oder schwarzen Soutanenknöpfe durch die heiligen Konferenzräume und jeder
bleibt dann bei seiner Meinung – eben der einzig richtigen. Wirklich nicht einfach…
#16 Paulaner † 15:18:54 | Dienstag, 6. Oktober 2009
Im Licht der Tradition aneinander vorbei geredet. Sinah: Vom Gottesrecht zum Menschenrecht Das Thema ist
„letztendlich“ nur, was übrig bleibt. Ich befürchte ein Schisma = 2 Rechthaber. der freut sich.
Vom Gottesrecht zum Menschenrecht Tatsache ist, daß der Papst einen Traditionsbruch nicht zugeben wird.
Nach ihm hat das Konzil „neu überdacht“ und „korrigiert“. Aus dieser Aussage läßt sich noch kein Eingeständnis
der Gegensätzlichkeit der Lehre oder Korrektur der Inhalte ableiten. Rom wird inhaltl. Fragen geschickt
ausweichen mit der fortgesetzten Behauptung, daß kein Bruch mit der Tradition vorliegt. Rom wird bestrebt
sein, eine bruchlose Kontinuität herauszuschwindeln. Auf dieser Ebene kann man nicht verhandeln, weil
Glaubensfragen im Grund nicht verhandelbar sind. Vom Gottesrecht zum Menschenrecht, das ist das Versagen
des Dekrets und des ganzen Konzils! Es deckt das Motto des Konzils auf! Deswegen ist eine Neufassung des
Dekrets nichtssagend. Ansetzen an der Wurzel ist gefragt: Wie war es möglich, daß ein Konzil in Glaubensfragen
derart in die Irre führen konnte. Diese Frage ist das Konzil dem gesamten katholischen Volk schuldig.
Das heutige Rom ist weit davon entfernt, im II. Vatikan. Konzil die eigentliche Ursache des Zerfalls der
Kirche zu sehen. Vielmehr hat Rom eine Formel ausgedacht. Das Zauberwort heißt „im Licht der Tradition“.
Doch längst ist erwiesen – davon spricht auch Bischof Fellay – daß Rom und die Priesterbruderschaft
St. Pius X. ganz unterschiedliche Auffassungen von einer „Anerkennung des Konzils im Lichte der Tradition“
verstehen. Übrigens: Die falschen Aussagen des II. Vatikanischen Konzils sind, weil sie falsch sind,
einer Interpretation im Lichte der Tradition gar nicht fähig.
@ Damenschuh: … „…aber bei dem ganzen Geschwafel hier (von Ihnen und Ihren Gesinnungsgenossen) kann
man schon durcheinander kommen.“ Ich erlaube es mir, Sie zu meinem ersten Leserbeitrag zu verweisen, 3.
Abschnitt. Es ist schlechter Stil, nur die eigenen Beiträge als lesenswert und vernünftig, die übrigen
als „Geschwafel“ zu erklären. Das haben Sie auch nicht nötig. Ihre Entschuldigung nehme ich gerne an.
#10 Damenschuh 12:52:21 | Dienstag, 6. Oktober 2009
Achso, na dann bitte ich vielmals um Entschuldigung, aber bei dem ganzen Geschwafel hier (von Ihnen und
Ihren Gesinnungsgenossen) kann man schon mal durcheinander kommen.
@ Damenschuh: Logik… „…[Schwule Saunas] … denn sonst würden Sie dieses Thema nicht von sich aus
ansprechen…“ Illogische Folgerung, liebe(r) Ladyshoe! Ich beziehe mich auf eine Reihe von Leserbeiträgen
Ihrer Gesinnungsgenossen, die neulich in kreuz.net erschienen sind, und Sie gewiss gelesen haben, welche
ebendies zum Thema hatten.
#8 Damenschuh 12:34:12 | Dienstag, 6. Oktober 2009
Dinge des Geistes? Bei kreuz.net? Ich gehe übrigens nicht in „schwule Saunen“, kann Ihnen aber gerne –
da ja hier offensichtlich Bedarf besteht, denn sonst würden Sie dieses Thema nicht von sich aus ansprechen –
gute schwule Reiseführer enpfehlen, in denen Sie welche finden.
@ Kritiker: Geistesarm „Selig die Armen im Geiste…“ ist eine der Seligpreisungen und, indem Sie diese
mit den Pius-Brüdern verbinden, ein von ihnen verdientes Kompliment. „Geistesarm“ zu sein, ist keine
Seligpreisung und scheint eine Ihrer Eigenschaften zu sein. Sorry!
@ Damenschuh: Schwachsinn „… weiß ich schon beim Lesen des ersten Satzes, daß dieser Artikel mal wieder
absoluter Schwachsinn ist…“ Das wiederum beweist, daß komplizierte Gedankenzüge Ihre logischen Fähigkeiten
übersteigen…; daß der „homo carnalis“ Dinge des Geistes grundsätzlich nicht versteht, und sie als
Torheit empfindet… (nach Paulus: … den Juden ein Greuel, dein Heiden eine Torheit…); daß Sie nur
mit dem Diskurs, wie schön es sei, Schwul zu sein und sich in schwulen Saunas (-en) herumzutreiben und
„auf seine Kosten“ zu kommen, etwas anfangen können, und diesen als den einzig „vernünftigen“ Diskurs
betrachten. Alles andere sei „Schwachsinn“. Und trotzdem hängen Sie wie ein Junky am kreuz.net, das Sie
(mit Ihren Kumpanen) verachten… Komisch!
Die traditionellen Verurteilungen der „Religionsfreiheit“ beruhten darauf, dass nicht ausreichend zwischen
Religionsfreiheit und Indifferentismus unterschieden wurde, bzw. zwischen ihnen ein falsches Kausalverhältnis
behauptet wird. Klassisches Beispiel dafür: „Mirari vos“: „Aus dieser modrigen Quelle der Gleichgültigkeit,
die den Glauben betrifft, fließt jene törichte und falsche Ansicht die man besser als Wahnsinn bezeichnet,
für jeden die Gewissensfreiheit zu fordern und zu verteidigen.“ Die Religions- und Gewissensfreiheit
wird in diesem Dokument von Gregor XVI. aus dem Jahre 1832 als Folge oder Begleiterscheinung des Indifferentismus
gesehen. Dieser wiederum kann tatsächlich als ein Wahnsinn gekennzeichnet werden, denn A und Non-A können
nicht zugleich wahr (in ein- und derselben Beziehung zugleich gültig) sein. (Es ist immer schon als ein
wichtiges Indiz für Idiotie angesehen worden, wenn jemand in seiner Rede den Satz vom Widerspruch ignoriert.)
Es stellt jedoch keinen Widerspruch dar, für jeden eine Freiheit des Gewissens und der Rede zu fordern,
auch wenn dies einschliesst, dass jemand sich darin irrt. Die fatalen Konsequenzen der päpstlichen Gleichsetzung
von Indifferentismus und Religionsfreiheit liegen auf der Hand: Keine Freiheit des Irrtums! (Dagegen gilt
schon sprichwörtlich: „Errare humanum est!“) Daraus folgt: Sofortige Abschaffung der „abscheuliche[n]
Freiheit der Buchdruckerkunst“ , keine Pressefreiheit etc. etc. Wollen dies die Anhänger der Tradition
etwa auch fordern?
#3 Damenschuh 11:53:32 | Dienstag, 6. Oktober 2009
Warum nur weiß ich schon bei Lesen des ersten Satzes, dass dieser Artikel mal wieder absoluter Schwachsinn
ist… Die Webseite des deutschen Distrikts der Priesterbruderschaft Sankt Pius X. hat der Zeitung ‘Tagespost’
eine Zensurpolitik vorgeworfen und Beweise vorgelegt.