Benedikt XVI.
Nur der Tod ist Demokrat
Was bedeutet „wirtschaftliche Demokratie“? Sind nicht gerade erfolgreiche Unternehmungen auf Autorität, Hierarchien, klare Organisationsstrukturen und Kompetenzaufteilungen angewiesen? Von Universitäts-Dozent Friedrich Romig.
Präsentation der Enzyklika 'Caritas in veritate' am 7. Juli 2009
Präsentation der Enzyklika ‘Caritas in veritate’ am 7. Juli 2009
(kreuz.net) Beim Lesen der Sozialenzyklika ‘Caritas in veritate’ stellt sich die Frage, wie „Markt“ und „Marktwirtschaft“ zu definieren sind?

Ist der Markt wirklich ein Subjekt, das „Emanzipation fördern“, das sich „auf sich selber verlassen“ oder „auf moralische Kräfte zurückgreifen“ kann – wie Paragraph 35 erklärt?

Hat der Markt „ein eigenes Interesse“? Kann er aus sich heraus „für sozialen Zusammenhang sorgen“?

Ist der Markt wirklich „eine Institution, welche die Begegnung zwischen den Menschen ermöglicht“? Ist das sein Zweck?

Ist sein Zweck nicht die Vermittlung von Leistung und Gegenleistung zwischen Wirtschaftsgebilden – Haushalten, Betrieben, Unternehmungen, Kommunen, Staatsverwaltungen?

Muß der Markt nicht von seiner Funktion her als „Element“ im Gliederbau der Gesamtwirtschaft definiert werden?

Ist der Ausdruck „Marktwirtschaft“ für ein ganzes Wirtschaftssystem adäquat?

Dient die Wirtschaft als ganze dem Markt, und nicht eben der Markt der Wirtschaft und die Wirtschaft dem Menschen und seiner Gemeinschaft?

Wenn letzteres richtig ist, dann ist der Ausdruck „Marktwirtschaft“ ganz unangebracht – ob mit oder ohne Verbrämung durch ein soziales Mäntelchen.

In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, was der in Paragraph 38 gebrauchte Ausdruck „wirtschaftliche Demokratie“ bedeutet?

Sind nicht gerade Wirtschaftsgebilde wie Unternehmungen und Betriebe, die sich im Kontext der Globalisierung behaupten wollen, auf Autorität, Hierarchien, klare Organisationsstrukturen und Kompetenzaufteilungen angewiesen?

Ist es nicht so, daß „wenn alle sich für alles verantwortlich fühlen“, keiner für irgend etwas verantwortlich ist? Ist der Kommunismus nicht gerade daran gescheitert?

Führt nicht in allen Gebilden der Gesellschaft – Familie, Freiwillige Feuerwehr, Kommune, Betrieben, Parteien, Staat – „Demokratie“ ohne autoritative Führung und Elite zu Auflösung und Niedergang, wie das die Experimente mit der sogenannten Arbeiterselbstverwaltung oder den Werksgenossenschaften gezeigt haben?

Hat nicht der kolumbianische Philosoph Nicolás Gómez Dávila († 1994) recht mit seiner Bemerkung: „Das Leben ist eine Werkstatt von Hierarchien. Nur der Tod ist Demokrat“?

Der Autor lehrte politische Ökonomie in Wien, Graz und Aachen.

Nächstes Mal: Wie anders als durch die Setzung von Grenzen?
Der Artikel ist Teil der folgenden Reihe:
1. Keine Einmischung der Kirche in staatliche Belange? 2. Eine Soziallehre aus Bruchstücken? 3. Mehr als eine Erbauungsschrift? 4. Systemlosigkeit und Verschwommenheit 5. Vatikanische Tipps für einen folgenreichen Konkurs?
6. Nur der Tod ist Demokrat
7. Wie anders als durch die Setzung von Grenzen? 8. Fürchtet sich der Vatikan nicht vor dem „Bürgermeister“ der City of Man?
      
23 Lesermeinungen
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#24   Damenschuh   19:34:09 | Samstag, 10. Oktober 2009
Ach ja,
die Bioscheiße wieder… :-! :-! :-!
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#23   Paulaner †   15:47:03 | Samstag, 10. Oktober 2009
Die Kirche ist unfähig, den Markt zu beschreiben und zu beurteilen, leider.
Sie besteht aus lauter Leuten mit garantiertem Monatseinkommen, die sich herablassend und naserümpfend über die „gierigen“ Gläubigen äußern, die täglich für ihren Unterhalt kämpfen müssen.
Gewohnt, wie üblich, Anweisungen zu erteilen, allgemeingültige ohne Bodenhaftung, kommt eine Blamage nach der anderen heraus, aus der sich doch das eine oder andere Wortfetzchen herausfischen lässt für theologische Ausarbeitung und Verknüpfung mit einem der vielen überflüssigen Bibelwörter.
:-( So summiert sich der Wörterkram und andere müssen arbeiten.
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#22   Brandenburgis   09:46:51 | Samstag, 10. Oktober 2009
Nun, dann will ich mal
päpstlicher sein als der Papst und als der gute Romig: Das Demokratieprinzip ist mit dem christlichen Glauben unter keinen Umständen zu vereinbaren. tertium non datur. Diese Auskunft ist letztverbindlich für die ganze Kirche, sie gilt auch in Zukunft und kann nicht mehr korrigiert werden.
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#21   Lorenz   09:04:34 | Samstag, 10. Oktober 2009
Was ich im Artikel nicht erfahre:
Hat der Papst sich günstig über das Demokratieprinzip geäußert oder es verworfen?
Ersteres wäre natürlich ein Skandal und würde meinen Glauben an die SRE schwächen.
Aber der Artikel klärt dies nicht auf.
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#20   Schalom   00:14:50 | Samstag, 10. Oktober 2009
Machts doch den armen Bioknilch nicht so fertig.
Der ist eh schon mit sich selbst gestraft genug.
Da ist keine Lebensfreude, keine Kondition, sondern nur der Griff ins Klo …
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#19   Caldonazzi †   00:03:43 | Samstag, 10. Oktober 2009
@biomilch: Dein National Journal taugt nichts. Das sieht man an deinem schwachsinnigen Gejaule.
Was euch imbezille National Journal – Leser verbindet, war und ist die krankhafte Angst vor den Juden.
„man hätte Hitler gewähren lassen sollen, damit er seine historische Mission erfüllt; wenn es Leute gibt, die uns in diesem Land Schaden zufügen, dann sind das die Juden, die Israelis.“
Aber pathologische Angst schaltet das Gehirn aus, und damit ist sowohl der Verstand, als auch die Moral futsch.
Der millionenfache Mord an den Juden hat euch letztendlich das Genick gebrochen, nicht die Kapitulation.
Da kannst du heute umdeuten, so viel du willst, es wird nichts nützen. Ehrlose Verlierer vergisst die Geschichte nicht.
Du stinkst mit deinen Gesinnungsgenossen nach Jauchegrube und die Juden gibt es nach 2000 Jahren Unterdrückung noch immer und das auch noch stärker, als je zuvor und obendrein bestens bewaffnet.
Das Resultat deiner bankrotten Nazi- Ideologie ist Israel. Das ist ein Faktum.
IDF Israel female soldiers
www.youtube.com/watch?v=kVz6d24Q52c&…
idf navy.the best!
www.youtube.com/watch?v=Vp6cBngGlNA&…
Am Israel Chai!
PS: Auch Hitlers arabische Verbündete sitzen mit dir in der Jauchegrube. Heult im Chor!
:-! :-! :-! :-! :-! :-! :-! :-!
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#18   Schalom   23:50:45 | Freitag, 9. Oktober 2009
Bioknilch schadet nur sich selbst. Den nimmt kein normaler Mensch ernst.
Der hätte beim Hitler im Arbeitslager höchsten Torf gestochen …
Der Bioknilch hat ein Massel, dass er heute lebt …
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#17   Gotthard   23:46:23 | Freitag, 9. Oktober 2009
@romig
nach all ihren Text-Kritik-Versuchen kann ich nur sagen: unser Papst hatte bessere Fachleute an seiner Seite als Sie.
Hören Sie endlich mit diesen dilettantischen Übungen auf!
Sie mußten lesen, dass selbst „der Tod nicht demokratisch“ ist … möge Ihnen das zur Lehre dienen!
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#16   MartinBieger   23:36:10 | Freitag, 9. Oktober 2009
@Biomilch
Wenn es Leute gibt die diesem LAnd Schaden zufügen dann solche braunen Schwachköpfe wie du einer bist.
Ihr schadet dem Ansehen unseres Landes ganz gewaltig.
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#15   Schalom   23:32:36 | Freitag, 9. Oktober 2009
Ja, hier darf fast jeder DS sein maul ausleeren
Dazu ist das Kreuzweh da.
An die regeln halten sich fast nur die Anständigen.
Die werden öfter zensiert.
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#14   FXaver   22:27:56 | Freitag, 9. Oktober 2009
Darf eigentlich jeder Dummschwätzer hier sein Maul ausleeren?
Zur Frage des Autors, zur der Notwendigkeit von Autorität:
Der Staat muss seine Normen notfalls mit Gewalt durchsetzen. Unternehmen können innerhalb dieser Normen agieren wie sie wollen. Mit „Befehl und Gehorsam“ oder „herrschaftsfreiem Diskurs“.
Die am Markt erfolgreichen setzen sich durch, die anderen gehen unter. Das ist alles.
Die Frage ist: Welche Normen soll der Staat setzen?
Dass die Marktwirtschaft der Kontrolle durch den Staat bedarf ist ein Allgemeinplatz. Aber wo exakt die Grenze verläuft zwischen notwendiger Kontrolle und behindernder Gängelung ist Gegenstand intensiver Diskussionen. Der Artikel ist kein Beitrag hierzu.
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#13   biomilch   21:49:52 | Freitag, 9. Oktober 2009
„Hatte Hitler nicht doch recht gehabt?“
„Manchmal frage ich mich, ob Hitler im Endeffekt nicht doch Recht hatte, mit dieser Rasse durch den berühmten Holocaust ein für allemal Schluss zu machen; man hätte Hitler gewähren lassen sollen, damit er seine historische Mission erfüllt; wenn es Leute gibt, die uns in diesem Land Schaden zufügen, dann sind das die Juden, die Israelis.“
QUELLE www.globalfire.tv/…/hitlers_mission.htm
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#12   gelobtseijesus   21:48:45 | Freitag, 9. Oktober 2009
Der Friedensnobelpreis
an Barack Obama.
Ein guter Grund, in Freude und Dankbarkeit :(3 das Glas zu erheben. Heute gibt es auf +net :(3 endlich was zum Feiern. Der Geist weht, wo ER will. :(3
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#11   Brandenburgis   20:41:34 | Freitag, 9. Oktober 2009
Soll das nun
der Witz sein???
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#10   Dr. Guillotin   20:41:01 | Freitag, 9. Oktober 2009
In der Französischen Revolution wurde die Demokratie erfunden.
Alle Rübe ab.
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#9   Brandenburgis   20:20:33 | Freitag, 9. Oktober 2009
Welcher Witz?
Welcher Witz?
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#8   Ottonis   20:14:10 | Freitag, 9. Oktober 2009
@r.buhrgerìetler
der Witz wird durch Wiederholung auch nicht besser
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#7   Brandenburgis   20:07:50 | Freitag, 9. Oktober 2009
Darauf, daß die demokratische
Gleichheit eben nur und erst durch den Tod erreicht wird, und daß Demokratie ergo ein Todesprinzip ist.
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#6   Peter-Pan   19:14:47 | Freitag, 9. Oktober 2009
@Domenico Tuttisanti
Wer genau liest, ist im Vorteil!
Habe ich. Worauf wollen Sie hinaus?
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#5   Domenico Tuttisanti   19:10:20 | Freitag, 9. Oktober 2009
Peter-Pan
„Das Leben ist eine Werkstatt von Hierarchien. Nur der Tod ist Demokrat“?
Wer genau liest, ist im Vorteil!
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#4   Peter-Pan   19:05:56 | Freitag, 9. Oktober 2009
Demokratischer Tod?
Hat nicht der kolumbianische Philosoph Nicolás Gómez Dávila († 1994) recht mit seiner Bemerkung: „Das Leben ist eine Werkstatt von Hierarchien. Nur der Tod ist Demokrat“?
Nein, hat er nicht. Sein wir ehrlich, finanziell besser gestellte Menschen werden vom Tod statistisch gesehen, wesentlich später besucht. Menschen die im tiefsten Elend, in Krisengebieten und am Existenzminimum leben, beehrt er in aller Regel weitaus früher.
Der Tod mag zu allen kommen, aber auch er hat seine Vorlieben.
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#3   Brandenburgis   18:48:02 | Freitag, 9. Oktober 2009
Romig ist ein guter Mann
und eigentlich souveträn genug, auch die Antwort zu liefern. Hier ist sie: Ja, nur der Tod ist Demokrat.
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#1   Alexander von Eich   18:31:25 | Freitag, 9. Oktober 2009
Wird jetzt erwartet,
dass die ganzen Fragen vom Leser beantwortet werden?
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