Medien
Wiener Pensionisten verteidigen ihre bröckelnden Pfründe
Es ist gut, daß die Regime-Journalisten so scharf gegen die Meinungsfreiheit vorgehen. Das wird die Ablösung der Zeitungen durch das Internet wesentlich beschleunigen.
Die Webseite von Andreas Unterberger
Die Webseite von Andreas Unterberger
(kreuz.net) „Ich bin trotz einer an sich längeren Vertragsbindung ab Sonntag nicht mehr als Chefredakteur im Amt.“

Das erklärte der katholische Publizist und Politikwissenschaftler Andreas Unterberger in einer Abschieds-Kolumne in der Online-Ausgabe der ‘Wiener Zeitung’.

Unterberger schaut nach eigenen Angaben auf eine „wunderschöne Zeit“ zurück: „Ich durfte viereinhalb Jahre lang weisungsfrei und unabhängig eine Qualitätszeitung für Österreich leiten.“

Er verweist auch auf seine Erfolge. Die verkaufte Auflage und die Abonnemente haben in Unterbergers Zeit gegen den Markttrend signifikant zugenommen. Der sensible Einzelverkauf stieg sogar um sechzig Prozent.

Abgewürgter Meinungspluralismus

Angesichts des sozialistischen Kampfes gegen die Meinungsfreiheit äußert Unterberger seine „Sorge um die für die Demokratie unverzichtbare Medienvielfalt“.

Seine Kritik richtet sich vor allem gegen die Günstlings- und Pensionistenpartei ‘SPÖ’:

„Der immer deutlichere Zugriff der SPÖ auf den ‘Österreichische Rundfunk’, die wachsende Abhängigkeit der Boulevard- und Gratiszeitungen von (Steuer-)Geldern vor allem aus SPÖ-Ministerien und dem Dunstkreis des Wiener Rathauses sowie aus Betrieben wie Flughafen oder ÖBB haben Erfolg: Im Raum Wien gibt es fast keinen Medienpluralismus mehr. Das erinnert an üble Beispiele aus dem Ausland.“

Sein berühmtes Tagebuch wird Unterberger „quasi im Samisdat-artigen Verfahren“ nahtlos als Blog weiterführen.

Die Homo- und Abtreibungspartei ÖVP kneift

Leser ‘Herby’ gibt Unterberger Recht: „Im Raum Wien ist die Printmedienvielfalt und Meinungspluralismus auf ein absolutes Minumum gesunken – wie es noch nie seit 1945 der Fall war.“

Die Stadt Wien wird seit Jahrzehnten politisch und ideologisch von den Pensionisten der SPÖ dominiert.

‘Herby’ dankt Gott für das Internet, „das ein Bollwerk gegen gleichgeschaltete Partei-Berichterstattung ist.“

Leser ‘Reinold Hütter’ stellt fest: „Gleichschaltung aller Medien auf den linken Einheitsbrei.“

Für die Leser ‘Brigitte und Dr. Gerhard Imb’ ist in der Entlassung Unterbergers die „Handschrift der »Parteistasi« deutlich zu erkennen.“

Leser ‘Dr. Günter Frühwirth’ fühlt sich in die alte DDR zurückversetzt: „Allein die menschenverachtende Art, wie Faymann gegen Unterberger bei seiner Kündigung vorgegangen ist, wird in keinem zivilisierten Land ein Gleiches finden.“

Ebenso erbärmlich findet er „das reaktionslose Kneifen der ÖVP, deren jetzige Spitze anscheinend froh ist, daß wieder ein Schüssel-Mann versenkt wird.“

Leser ‘TheRealBook’ stellt fest, daß „Journalismus und Presse Österreichs noch nie so langweilig waren wie heute“: „Gesinnungsproduktion muß unter der Hitlerei ähnlich beklemmend inzestuös gewesen sein.“
      
14 Lesermeinungen
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#14   wiener   16:46:11 | Mittwoch, 14. Oktober 2009
unterberger …
… hat es nicht nötig, dass ihn die feig-anonym bleibenden +.net-schmeißfliegen „unterstützen“.
aber sie könnten an ihm vielleicht einmal studieren, was es heißt, aufrichtig und ehrlich zur eigenen meinung zu stehen.
übrigens muss sich der blog des herrn unterberger nicht als kalifornische briefkastenfirma tarnen. warum wohl?
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#13   vonHerzmanovsky-Orlando   09:34:10 | Montag, 12. Oktober 2009
@Rabe
Wir hören oft … von der großen Vielfalt in den Medien.
und nehmen die große Einfalt der Medien wahr. Ganz so schlecht ist unsere Wahrnehmung doch noch nicht!
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#12   DerRabe   05:44:47 | Montag, 12. Oktober 2009
Wir hören oft…
…von der großen Vielfalt in den Medien. Die Wirklichkeit sieht ganz anders aus. Wir haben Vielfalt auf vorgegebener Denkrichtung und Verführung und somit wirklich einen vergifteten Einheitsbrei. Wann redet die Zeitung, Illustrierte, Fernsehen, Internet usw. wirklich mit dem sogenannten Konsumenten, der ist doch eigentlich nie gemeint und wird nur verführt und benutzt. Christus ist anders!
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#11   Peter-Pan   21:36:57 | Sonntag, 11. Oktober 2009
Echte Meinungsfreiheit
Leser ‘Herby’ gibt Unterberger Recht: „Im Raum Wien ist die Printmedienvielfalt und Meinungspluralismus auf ein absolutes Minumum gesunken – wie es noch nie seit 1945 der Fall war.“
Die Printmedienvielfalt war noch nie – nie – so groß und vielfältig wie heute. Ja, die klassische Zeitung stirbt allmählich; ist nicht neu und vermutlich auch nicht mehr aufzuhalten. Das darunter der Meinungspluralismus leiden soll, während auch in Deutschland und Österreich Internetseiten wie kreuz.net ihr braunes Gedankengut an den Mann bringen können, will mir nicht einleuchten.
Überhaupt, was soll dieser Schwachsinn. Alles was euch ärgert, ist, dass hier jemand abgesägt wurde, um dessen Meinung es euch leid tut.
Ansonsten zürnt ihr doch allem, was in euren Augen gottestlästerlich ist, oder pornografisch oder zu weilt links oder zu „zeitgeistig“ oder was auch immer.
Wenn’s nach euch ginge, würden reihenweise Bücher aus Buchhandlungen und Bibliotheken verschwinden. Praktisch die gesamte moderne Jugendliteratur würdet ihr am liebsten einfach verbieten, der Thrillersparte ginge es vermutlich ähnlich. Den CSD würdet ihr verbieten und wieder Strafen für „Ketzer“ und „Häretiker“ einführen
Spielt euch doch nicht als Kämpfer für die Meinungsfreiheit auf. Nicht ist euch mehr zuwider als echte Meinungsfreiheit. Leid tut es euch nur um eure eigene Meinung. Und wenn ihr könntet, wenn ihr noch irgendwelche Macht hättet, würdet ihr jede andere als eben die verbieten.
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#10   gelobtseijesus   21:35:13 | Sonntag, 11. Oktober 2009
Ein Mann seines Formates
wird wohl bald wieder einen Job finden.
Bei +net oder gar bei der FPÖ? ^-^
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#9   DJM †   19:57:06 | Sonntag, 11. Oktober 2009
Nietzsche – aus – Die fröhliche Wissenschaft
Fromme Wünsche.
„Mögen alle Schlüssel doch
Flugs verloren gehen,
Und in jedem Schlüsselloch
Sich der Dietrich drehen!“
Also denkt zu jeder Frist
Jeder, der – ein Dietrich ist.
Höhere Menschen.
Der steigt empor – ihn soll man loben!
Doch Jener kommt allzeit von Oben!
Der lebt dem Lobe selbst enthoben,
Der ist von Droben!
Zur Erwägung.
Zweifacher Schmerz ist leichter zu tragen,
Als Ein Schmerz: willst du darauf es wagen?
Gegen die Hoffart.
Blas dich nicht auf: sonst bringet dich
Zum Platzen schon ein kleiner Stich.
Der Brave.
Lieber aus ganzem Holz eine Feindschaft,
Als eine geleimte Freundschaft!
Rost.
Auch Rost tut Not: Scharfsein ist nicht genug!
Sonst sagt man stets von dir: „er ist zu jung!“
Aufwärts.
„Wie komm ich am besten den Berg hinan?“
Steig nur hinauf und denk nicht dran!
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#8   _zeitgeist   19:05:17 | Sonntag, 11. Oktober 2009
Unter dem Sozialismus
hatten eh JENE am meisten zu leiden gehabt, die sich für die Ziele einsetzten, die der Sozialismus zu verfolgen vorgab.
Bitte um kurze Hinweise, was an diesem WIKI-Artikel verbessert werden könnte
de.wikipedia.org/wiki/Hufeisenplan
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#7   Paulaner †   18:57:31 | Sonntag, 11. Oktober 2009
Unvorstellbar, dass der Sozialismus ohne Weltbrand abtritt
_zeitgeist: Das Ende des Sozialismus ist eine Generationenfrage, nicht mehr lange und der Spuk ist vorbei.
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#6   DJM †   18:55:08 | Sonntag, 11. Oktober 2009
Nietzsche – aus – Die fröhliche Wissenschaft
Interpretation
Leg ich mich aus, so leg ich mich hinein:
Ich kann nicht selbst mein Interprete sein.
Doch wer nur steigt auf seiner eignen Bahn,
Trägt auch mein Bild zu hellerm Licht hinan.
Pessimisten-Arznei.
Du klagst, dass Nichts dir schmackhaft sei?
Noch immer, Freund, die alten Mucken?
Ich hör dich lästern, lärmen, spucken –
Geduld und Herz bricht mir dabei.
Folg mir, mein Freund! Entschliess dich frei,
Ein fettes Krötchen zu verschlucken,
Geschwind und ohne hinzugucken! –
Das hilft dir von der Dyspepsei!
Bitte.
Ich kenne mancher Menschen Sinn
Und weiss nicht, wer ich selber bin!
Mein Auge ist mir viel zu nah –
Ich bin nicht, was ich seh und sah.
Ich wollte mir schon besser nützen,
Könnt’ ich mir selber ferner sitzen.
Zwar nicht so ferne wie mein Feind!
Zu fern sitzt schon der nächste Freund –
Doch zwischen dem und mir die Mitte!
Erratet ihr, um was ich bitte?
Meine Härte.
Ich muss weg über hundert Stufen,
Ich muss empor und hör euch rufen:
„Hart bist du; Sind wir denn von Stein?“ –
Ich muss weg über hundert Stufen,
Und Niemand möchte Stufe sein.
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#5   _zeitgeist   18:44:36 | Sonntag, 11. Oktober 2009
Das Ende des Sozialismus
ist eine Generationenfrage, nicht mehr lange und der Spuk ist vorbei.
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#4   smallplayer   17:58:22 | Sonntag, 11. Oktober 2009
Herr Unterberger
könnte bei der Jungen Freiheit anfangen, da paßt er hin.
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#3   Paulaner †   17:53:07 | Sonntag, 11. Oktober 2009
Das Niveau soll jetzt hoch sein, hörte ich. Verbessern wäre demnach was?
smallplayer: Herr Unterberger
Das Niveau der Wiener Zeitung wird sich glücklicherweise wieder verbessern.
Die Linken sind ein ulkig Völkchen.
Wo sie doch eh keine Zeitung derfüttern können außer mit so viel staatlichen Subventionen stopfen, dass sie nicht umfallen können.
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#2   smallplayer   17:44:03 | Sonntag, 11. Oktober 2009
Herr Unterberger
soll mit dem Jammern aufhören. Viele Leser der Wiener Zeitung begrüßen die Entlassung des unbelehrbaren Fossils Unterberger. Als Lobbyist irgendeines Wirtschaftsverbandes wird er bald wieder eine Stelle finden. Das Niveau der Wiener Zeitung wird sich glücklicherweise wieder verbessern.
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#1   Damenschuh   17:40:50 | Sonntag, 11. Oktober 2009
Eine Runde Mitleid und Prost für Herrn Underberg
„Ich bin trotz einer an sich längeren Vertragsbindung ab Sonntag nicht mehr als Chefredakteur im Amt.“
:'( :'( :'( :'( :'( :'( :'( :'( :'( :'( :'( :'( :'( :'( :'( :'( :'(
Redaktion benachrichtigen
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