Pünktchen: Die Tatsache einer menschlichen Vernunftnatur
und ihrer Gründung in Gott als Schöpfer stehen überhaupt nicht im Widerspruch zueinander! Ein Widerspruch
zwischen „göttlichen Regeln“ und einer Kantschen Vernunftmoral kann ich daher nicht erkennen, insoweit
der materiale Gehalt der letzteren in Frage steht. Der Gläubige und der Ungläubige verhalten sich moralisch
(„sittlich“), insoweit sie sich einer der „praktischen Vernunft“ (Kant) zugänglichen Einsicht in das
„moralische Gesetz“ (Kant) unterwerfen! Diese Auffassung wird schon von Paulus vertreten: Röm 2, 14 f.
und im Anschluß daran von katholischen Autoren wie Augustinus und Thomas, die sich von den Reformatoren
ja den Vorwurf gefallen lassen mußten, daß sie die Theolgie und kirchliche Moralverkündigung angeblich
durch außerbiblische und philosophische Auffassungen verunreinigt hätten. (s. den „Gegensatz“ zwischen
den katholischen Humanisten, z.B. Erasmus v. Rotterdam, Thomas Morus einerseits und Luther andererseits).
Im Evangelium vertritt Jesus (paradigmatisch in der Bergpredigt) eine radikalisierte Liebesmoral, die sowohl das jüdische Gesetz wie auch die natürliche sittliche Vernunft weit hinter sich lassen! Die Bergpredigt ist integraler Bestandteil der Reich-Gottes-Verkündigung Jesu. Das „Reich Gottes“ ist die Herrschaft Gottes im Menschen, die in und mit Jesus angebrochen ist, soweit sich Menschen für das „übernatürliche“ Leben öffnen.
Insofern besteht kein „Gegensatz“ zwischen Vernunft und „natürl. sittl. Gesetz“ und auch keiner zw. letzterem und dem Gnadenleben [mehr…]
Im Evangelium vertritt Jesus (paradigmatisch in der Bergpredigt) eine radikalisierte Liebesmoral, die sowohl das jüdische Gesetz wie auch die natürliche sittliche Vernunft weit hinter sich lassen! Die Bergpredigt ist integraler Bestandteil der Reich-Gottes-Verkündigung Jesu. Das „Reich Gottes“ ist die Herrschaft Gottes im Menschen, die in und mit Jesus angebrochen ist, soweit sich Menschen für das „übernatürliche“ Leben öffnen.
Insofern besteht kein „Gegensatz“ zwischen Vernunft und „natürl. sittl. Gesetz“ und auch keiner zw. letzterem und dem Gnadenleben [mehr…]
Freitag, 30. März 2007 09:57
J.F.M.: Prälat Goesche
Stimme aus dem Tradiland: Sie sind auf der richtigen Spur…
… haben aber noch systematisch zu Ende analysiert, gelesen und gedacht. Die Urheber von kreuz.net –
die ich ebenfalls nicht kenne – haben wohl Sympathien für das Institut Philip Neri von Probst Goesche,
gehören aber sicherlich nicht zu dessen Gönnern, Priestern oder Gläubigen.
Richtig ist, dass sie eine ähnliche Linie vertreten wie Probst Goesche oder z.B. auch das in Frankreich neugegründete Institut „vom Guten Hirten“, welches ebenfalls nicht hinter kreuz.net steckt.
Im übrigen müßte man sich noch mit den thematischen „Ausreißern“ befassen, die als Toleranz gegenüber Sedisvakantismus, Nationalismus (NPD) und „Holocaust-Kritik“ zu interpretieren sind oder doch interpretiert werden können.
Auch der prononciert scharfe Kurs gegen die Anhänger der Homosexualität und gegen die Abtreibung ist wohl nicht vorrangig die Linie von Probst Goesche, auch wenn er sicherlich inhaltlich der gleichen Ansicht ist und für die gleiche – dahinterliegende – Moraltheologie steht. [mehr…]
Richtig ist, dass sie eine ähnliche Linie vertreten wie Probst Goesche oder z.B. auch das in Frankreich neugegründete Institut „vom Guten Hirten“, welches ebenfalls nicht hinter kreuz.net steckt.
Im übrigen müßte man sich noch mit den thematischen „Ausreißern“ befassen, die als Toleranz gegenüber Sedisvakantismus, Nationalismus (NPD) und „Holocaust-Kritik“ zu interpretieren sind oder doch interpretiert werden können.
Auch der prononciert scharfe Kurs gegen die Anhänger der Homosexualität und gegen die Abtreibung ist wohl nicht vorrangig die Linie von Probst Goesche, auch wenn er sicherlich inhaltlich der gleichen Ansicht ist und für die gleiche – dahinterliegende – Moraltheologie steht. [mehr…]
Freitag, 30. März 2007 09:32
J.F.M.: Prälat Goesche
Konrad: Besten Dank für die
hochinteressante, in vielem wohl zutreffende, Analyse! [mehr…]
Freitag, 30. März 2007 08:37
J.F.M.: Prälat Goesche
Prälat Goesche und sein Institut als Hintergrund …
[mehr…]
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Redakteur:
J.F.M.
Quelle: www.kreuts.net
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Donnerstag, 29. März 2007 22:39
Sperling: @ Pünktchen
Na gut! Ich entschuldige mich viele tausend mal Sie armen sensiblen Menschen einen „Antisemiten“ gescholten
zu haben!
Wenn ich Ihnen kurz helfen darf: Ihrer Meinung nach ist die menschliche Vernunft fähig die von Gott gesetzten Regeln zu erkennen. Im Zweifel sind natürlich die göttlichen Regeln Ausschlag gebend und der Mensch besitzt die Freiheit (falls nicht ist die Inquisition so frei mal kurz nach zu helfen) sich für sie zu entscheiden.
Kant zufolge aber gibt es überhaupt nur die Vernunft die die Regeln setzt. Gott kann von der Vernunft bestenfalls postuliert (also voraus gesetzt) werden. Im Zweifel ist also die Vernunft Ausschlag gebend.
Den Vorwurf der „Halbbildung“ gebe ich gerne an Sie zurück! [mehr…]
Wenn ich Ihnen kurz helfen darf: Ihrer Meinung nach ist die menschliche Vernunft fähig die von Gott gesetzten Regeln zu erkennen. Im Zweifel sind natürlich die göttlichen Regeln Ausschlag gebend und der Mensch besitzt die Freiheit (falls nicht ist die Inquisition so frei mal kurz nach zu helfen) sich für sie zu entscheiden.
Kant zufolge aber gibt es überhaupt nur die Vernunft die die Regeln setzt. Gott kann von der Vernunft bestenfalls postuliert (also voraus gesetzt) werden. Im Zweifel ist also die Vernunft Ausschlag gebend.
Den Vorwurf der „Halbbildung“ gebe ich gerne an Sie zurück! [mehr…]
Donnerstag, 29. März 2007 18:57
Pünktchen: Bevor ich auf Ihre – wie immer halbgebildeten – Ausführungen
über Kant eingehe, fordere ich Sie auf, sich bei mir für die verleumderische Charakterisierung als „Antisemit“ zu entschuldigen! Ansonsten beende ich die fruchtlose Debatte mit Ihnen! [mehr…]
Donnerstag, 29. März 2007 18:05
Sperling: @ Pünktchen
Dieser Art von Selbstjustiz setzten Sie hier in dem Artikel ein ehrendes Denkmal, wenn Sie die tätlichen
körperlichen Angriffe auf einen Geistlichen mit unverhohlener Sympathie für den/die Täter kolportieren:
„Rechtsstaat“, „Menschenrecht“ …???
Also an anderer Stelle (besonders wenn es um Abtreibung geht) unterscheiden Sie doch recht deutlich zwischen einer reinen Befolgung der Gesetze und einer davon unabhängigen Moral.
Mit Selbstjustiz hat das alles gar nichts zu tun. Henryk M. Broder wird vermutlich auch eine Strafe zahlen müssen. Ich sage auch nicht, daß das falsch ist. Natürlich ist es richtig. Wenn Broder der kleine Spaß ein paar Euro wert war, wo ist das Problem?
Abgesehen davon ist Herr Friedman kein Geistlicher sondern eine Witzfigur, auch wenn ein Antisemit wie Sie das nur ungern einsehen wird.
Übrigens sage ich das unter ausdrücklicher Berufung auf mein Recht auf freie Meinungsäußerung! Sagten Sie nicht, die Menschenrechte verlangten von mir Respekt vor jedem menschlichen Wesen? Habe ich aber nicht! Besonders nicht vor „Oberrabbiner“ Friedman! Was nun? [mehr…]
Also an anderer Stelle (besonders wenn es um Abtreibung geht) unterscheiden Sie doch recht deutlich zwischen einer reinen Befolgung der Gesetze und einer davon unabhängigen Moral.
Mit Selbstjustiz hat das alles gar nichts zu tun. Henryk M. Broder wird vermutlich auch eine Strafe zahlen müssen. Ich sage auch nicht, daß das falsch ist. Natürlich ist es richtig. Wenn Broder der kleine Spaß ein paar Euro wert war, wo ist das Problem?
Abgesehen davon ist Herr Friedman kein Geistlicher sondern eine Witzfigur, auch wenn ein Antisemit wie Sie das nur ungern einsehen wird.
Übrigens sage ich das unter ausdrücklicher Berufung auf mein Recht auf freie Meinungsäußerung! Sagten Sie nicht, die Menschenrechte verlangten von mir Respekt vor jedem menschlichen Wesen? Habe ich aber nicht! Besonders nicht vor „Oberrabbiner“ Friedman! Was nun? [mehr…]
Donnerstag, 29. März 2007 17:39
Sperling: @ Pünktchen
von „Naturrecht“ mit „Sozialdarwinismus“
Ich verwechsle gar nichts. Es ist aber eine Tatsache, daß die Faschisten das Naturrecht mißbraucht haben.
verstand und sowohl Moral als auch Recht aus ethischen Vernunftprinzipien hergeleitet hat.
Wie lautet denn die Moral von Kant? Lässt sich die zusammen fassen mit „1. Tue dies nicht! 2. Tue das nicht!“? Nein! Kant hat keinerlei Regeln aufgestellt. Er hat vielmehr die Art analysiert wie die Vernunft arbeitet. Daraus hat er Regeln abgeleitet. Diese Regeln formulieren also kein verbindliches moralisches Gesetz, sondern sie zeigen auf abstrakte Weise was von der menschlichen Vernunft als gerecht und was von ihr als ungerecht empfunden wird. Damit kann man den Begriff „gerecht“ folgerichtig durch „vernünftig“ ersetzen. Leider scheinen Sie zu dieser Transferleistung nicht fähig zu sein.
Kant leitet das Gute und das Böse also aus der Vernunft selbst ab. Er geht nicht von einem Guten außerhalb der Vernunft aus, sondern er analysiert die Arbeitsweise der Vernunft.
Wenn Naturrecht und Menschenrechte mit der kirchlichen Lehre so problemlos zu vereinbaren sind, wann wird die Menschenrechtserklärung dann auch vom Vatikan unterzeichnet werden? Wann werden sich Kirchenkritiker auf ihr verbrieftes Recht auf Redefreiheit berufen können? Wann Frauen auf ihr Recht auf Gleichbehandlung? Für was wird die Hierarchie noch benötigt, wo doch jeder mit seiner Vernunft zu den angeblichen höchsten Wahrheiten vorstoßen kann? [mehr…]
Ich verwechsle gar nichts. Es ist aber eine Tatsache, daß die Faschisten das Naturrecht mißbraucht haben.
verstand und sowohl Moral als auch Recht aus ethischen Vernunftprinzipien hergeleitet hat.
Wie lautet denn die Moral von Kant? Lässt sich die zusammen fassen mit „1. Tue dies nicht! 2. Tue das nicht!“? Nein! Kant hat keinerlei Regeln aufgestellt. Er hat vielmehr die Art analysiert wie die Vernunft arbeitet. Daraus hat er Regeln abgeleitet. Diese Regeln formulieren also kein verbindliches moralisches Gesetz, sondern sie zeigen auf abstrakte Weise was von der menschlichen Vernunft als gerecht und was von ihr als ungerecht empfunden wird. Damit kann man den Begriff „gerecht“ folgerichtig durch „vernünftig“ ersetzen. Leider scheinen Sie zu dieser Transferleistung nicht fähig zu sein.
Kant leitet das Gute und das Böse also aus der Vernunft selbst ab. Er geht nicht von einem Guten außerhalb der Vernunft aus, sondern er analysiert die Arbeitsweise der Vernunft.
Wenn Naturrecht und Menschenrechte mit der kirchlichen Lehre so problemlos zu vereinbaren sind, wann wird die Menschenrechtserklärung dann auch vom Vatikan unterzeichnet werden? Wann werden sich Kirchenkritiker auf ihr verbrieftes Recht auf Redefreiheit berufen können? Wann Frauen auf ihr Recht auf Gleichbehandlung? Für was wird die Hierarchie noch benötigt, wo doch jeder mit seiner Vernunft zu den angeblichen höchsten Wahrheiten vorstoßen kann? [mehr…]
Donnerstag, 29. März 2007 17:30
Konrad: Pünktchen / turk
Für wen gehst Du?
Zwischen „Ungewissheit und Wagnis“ (P. Wust), oder mit „kategorischem Imperativ“ (Kant und die Preußen)? [mehr…]
Zwischen „Ungewissheit und Wagnis“ (P. Wust), oder mit „kategorischem Imperativ“ (Kant und die Preußen)? [mehr…]
Donnerstag, 29. März 2007 15:55
Morgenrot: Che Guevera
Gibt es eigentlich auch son tollen Witz zum Ablachen über Che Guevara?
[mehr…]
Donnerstag, 29. März 2007 15:14
Pünktchen: Konrad / Schüttel
Das Buch von Hoeres ist mir bekannt! Ich besitze es und habe es auch gelesen! Zu der Auseinandersetzung mit sperling über die Frage, ob Kant ein Moralphilosoph ist und wie die „Menschenrechte“ rechtsphilosophisch und ethisch begründet werden, trägt das Buch nichts bei! Das für mich interessanteste Kapitel im Buch von Hoeres ist das über Peter Wust, S. 121 ff. [mehr…]
Donnerstag, 29. März 2007 15:02
Pünktchen: Sperling
Nehmen Sie zur Kenntnis, daß Kant sich u.a. als „Moralphilosoph“ (wörtlich!) verstand und sowohl Moral
als auch Recht aus ethischen Vernunftprinzipien hergeleitet hat. Kant hat nicht Moral durch Vernunft ersetzt,
sondern das eine aus dem anderen hergeleitet und begründet! Darin folgt er im Prinzip Einsichten, die
schon Augustinus hatte, wenn er das natüliche sittliche Gesetz als lex rationis bezeichnet.
Ich möchte Sie auch nochmals daruaf hinweisen, daß die Tugend die Kant mit der Vernunft erkennen können will, qualitativ von der Moral eines Jesus von Nazareth meilenweit entfernt ist. Ich möchte darauf hinweisen, daß ich auf diesen Punkt eingegangen bin und Sie meine Beiträge offensichtlich nicht lesen! Die Kirche unterscheidet auch zwischen der Ethik, die auf der menschlichen Natur gründet und einer solchen, die bereits eine „Übernatur“ voraussetzt!
Sie reden eigentlich nur noch mit sich selbst unter Verwendung willkürlicher und privater Definitionen von „Moral“, „Tugend“, „gut“, „Recht“, „Rechtsstaat“ …
Sie gehören übrigens zu den vielen, die durch Schopenhauer für Kant verdorben wurden, weil sie denken, Schopenhauer sei ein gültiger Interpret und Kritiker Kants! [mehr…]
Ich möchte Sie auch nochmals daruaf hinweisen, daß die Tugend die Kant mit der Vernunft erkennen können will, qualitativ von der Moral eines Jesus von Nazareth meilenweit entfernt ist. Ich möchte darauf hinweisen, daß ich auf diesen Punkt eingegangen bin und Sie meine Beiträge offensichtlich nicht lesen! Die Kirche unterscheidet auch zwischen der Ethik, die auf der menschlichen Natur gründet und einer solchen, die bereits eine „Übernatur“ voraussetzt!
Sie reden eigentlich nur noch mit sich selbst unter Verwendung willkürlicher und privater Definitionen von „Moral“, „Tugend“, „gut“, „Recht“, „Rechtsstaat“ …
Sie gehören übrigens zu den vielen, die durch Schopenhauer für Kant verdorben wurden, weil sie denken, Schopenhauer sei ein gültiger Interpret und Kritiker Kants! [mehr…]
Donnerstag, 29. März 2007 14:45
Pünktchen: Sperling: Die Verwechslung
von „Naturrecht“ mit „Sozialdarwinismus“ (=„Recht“ des Stärkeren) ist ein weiterer Beleg für Ihre Halbbildung, Sperling! [mehr…]
Donnerstag, 29. März 2007 14:21
Pünktchen: Sperling
Wie wäre es, wenn Sie Kant überhaupt erst mal lesen würden?
Sie sind so ahnungslos über die wichtigsten Hauptschriften, über die Terminologie und über Kant als Moralphilosophen, daß ich Ihnen nichts als Belehrungen zukommen kann! Da Sie Belehrungen (s.u.) aber nicht zur Kenntnis nehmen und nur immer wieder neu Ihre Halbbildung ausbreiten, scheint die Fortsetzung dieses Gespräches wenig erfolgversprechend.
Die Begriffe „gut“ und „böse“ wurden von Kant nicht abgeschafft oder einfach ersetzt durch „vernünftig“ / „unvernünftig“. Das ist wieder Sperling/Blueberry/Parzifal-Kant zum Selberbasteln! Vielmehr gilt Kant das Wollen aus reiner sittlicher Gesetzlichkeit als „gut“!
Die Lehre vom Naturrecht und vom natürlichen sittlichen Gesetz sind so alt wie das Christentum! Noch die Aufklärer beziehen sich sowohl auf diese in die Antike zurückweisende und vom Christentum (Thomas v. Aquin) vermittelte Rechtstradition und erweitern sie zu einer verbrieften Anspruchsposition gegenüber dem Staat( u.a. Hugo Grotius). Anders als die Antike kannte das Mittelalter keinen Staat. Ein Mediävist spricht vom „Personenverbandsstaat“. Im mittelalterlichen Vor-Staat griff zur Selbstjustiz, wer immer sich zurückgesetzt, ungerecht behandelt oder beleidigt fühlte.
Dieser Art von Selbstjustiz setzten Sie hier in dem Artikel ein ehrendes Denkmal, wenn Sie die tätlichen körperlichen Angriffe auf einen Geistlichen mit unverhohlener Sympathie für den/die Täter kolportieren: „Rechtsstaat“, „Menschenrecht“ …??? [mehr…]
Sie sind so ahnungslos über die wichtigsten Hauptschriften, über die Terminologie und über Kant als Moralphilosophen, daß ich Ihnen nichts als Belehrungen zukommen kann! Da Sie Belehrungen (s.u.) aber nicht zur Kenntnis nehmen und nur immer wieder neu Ihre Halbbildung ausbreiten, scheint die Fortsetzung dieses Gespräches wenig erfolgversprechend.
Die Begriffe „gut“ und „böse“ wurden von Kant nicht abgeschafft oder einfach ersetzt durch „vernünftig“ / „unvernünftig“. Das ist wieder Sperling/Blueberry/Parzifal-Kant zum Selberbasteln! Vielmehr gilt Kant das Wollen aus reiner sittlicher Gesetzlichkeit als „gut“!
Die Lehre vom Naturrecht und vom natürlichen sittlichen Gesetz sind so alt wie das Christentum! Noch die Aufklärer beziehen sich sowohl auf diese in die Antike zurückweisende und vom Christentum (Thomas v. Aquin) vermittelte Rechtstradition und erweitern sie zu einer verbrieften Anspruchsposition gegenüber dem Staat( u.a. Hugo Grotius). Anders als die Antike kannte das Mittelalter keinen Staat. Ein Mediävist spricht vom „Personenverbandsstaat“. Im mittelalterlichen Vor-Staat griff zur Selbstjustiz, wer immer sich zurückgesetzt, ungerecht behandelt oder beleidigt fühlte.
Dieser Art von Selbstjustiz setzten Sie hier in dem Artikel ein ehrendes Denkmal, wenn Sie die tätlichen körperlichen Angriffe auf einen Geistlichen mit unverhohlener Sympathie für den/die Täter kolportieren: „Rechtsstaat“, „Menschenrecht“ …??? [mehr…]
Mittwoch, 28. März 2007 23:01
Konrad: Pünktchen und Sperling zum letzten!
Wäret ihr so freundlich, euch einmal wirklich mit Philosophiezu befassen?! Hier (Kant gegenüber kritischer) ein Anfang. [mehr…]
Mittwoch, 28. März 2007 22:44
Iustitia: Europäische Unabhängigkeitserklärung
SALOMON: „"„Machtübernahme“""“
Ich sehe das so ähnlich, würde aber nicht von einer Machtübernahme sprechen. Da könnte man gedanklich in eine falsche Sparte rutschen, oder man kommt unabsichtlich in die richtige. Aber das wollen wir doch nicht hoffen… [mehr…]
Mittwoch, 28. März 2007 21:36
Sperling: @ Pünktchen zum zweiten
Kant schafft zum Beispiel sowohl das Gute als auch das Böse im Prinzip ab. Kant zufolge gibt es kein
Gutes an sich oder ein Böses an sich. Gut und Böse sind letztendlich für Kant identisch mit „vernünftig“
oder „unvernünftig“.
Neumodisch ausgedrückt sind Gut und Böse für Kant reine Vorgänge im Gehirn. Für die Kirche dagegen gibt es Gut und Böse in Form von Gott oder Luzifer. Für die Kirche ist das Gute auch keineswegs identisch mit dem Vernünftigen, sondern vielmehr mit der Liebe. Daran kranken heute viele Menschen.
Unser Staat zum Beispiel ist bis in’s Detail hinein vernünftig. Trotzdem fühlen sich alte Menschen im Heim nicht wohl, nehmen junge Wohlstandskinder Drogen usw. Warum? Weil sie neben Vernunft auch noch Liebe brauchen.
Aber um zurück zum Thema zu kommen. Ihrer Ansicht nach entstanden ja Menschenrechte oder auch Kants Naturrecht aufgrund ethischer oder moralischer Überlegungen. Meiner Ansicht nach aufgrund von Vernunftüberlegungen.
Wäre Ihre Ansicht richtig, so müßte Kant sowohl das Gute als auch das Böse als real existierend anerkennen. Denn ansonsten ist „moralisches Gesetz in mir und bestirnter Himmel…“ nur eine blumige Sentimentalität mit der ein gefühliges Mäntelchen über kalte Vernunftüberlegungen gebreitet wird. Genau so aber verhält es sich.
Kant nennt das was vorher Gut und Böse hieß einfach Vernunft und Unvernunft. Ähnlich wie Hegel später das Böse zum Negativen uminterpretieren wird. Also zur Antithese. Beides stellt einen qualitativen Unterschied dar. [mehr…]
Neumodisch ausgedrückt sind Gut und Böse für Kant reine Vorgänge im Gehirn. Für die Kirche dagegen gibt es Gut und Böse in Form von Gott oder Luzifer. Für die Kirche ist das Gute auch keineswegs identisch mit dem Vernünftigen, sondern vielmehr mit der Liebe. Daran kranken heute viele Menschen.
Unser Staat zum Beispiel ist bis in’s Detail hinein vernünftig. Trotzdem fühlen sich alte Menschen im Heim nicht wohl, nehmen junge Wohlstandskinder Drogen usw. Warum? Weil sie neben Vernunft auch noch Liebe brauchen.
Aber um zurück zum Thema zu kommen. Ihrer Ansicht nach entstanden ja Menschenrechte oder auch Kants Naturrecht aufgrund ethischer oder moralischer Überlegungen. Meiner Ansicht nach aufgrund von Vernunftüberlegungen.
Wäre Ihre Ansicht richtig, so müßte Kant sowohl das Gute als auch das Böse als real existierend anerkennen. Denn ansonsten ist „moralisches Gesetz in mir und bestirnter Himmel…“ nur eine blumige Sentimentalität mit der ein gefühliges Mäntelchen über kalte Vernunftüberlegungen gebreitet wird. Genau so aber verhält es sich.
Kant nennt das was vorher Gut und Böse hieß einfach Vernunft und Unvernunft. Ähnlich wie Hegel später das Böse zum Negativen uminterpretieren wird. Also zur Antithese. Beides stellt einen qualitativen Unterschied dar. [mehr…]
Mittwoch, 28. März 2007 21:19
Sperling: @ Pünktchen
Das Naturgesetz wurde von der Kirche erst spät erkannt. Über Jahrhunderte hinweg vertrat die Kirche
die Auffassung daß der Mensch keine Rechte von sich aus besäße, sondern sie ihm verliehen werden müßten.
Anders wäre Ständestaat, Feudalssystem und Leibeigenschaft auch gar nicht denkbar gewesen.
Das Naturgesetz ist darüber hinaus auch keineswegs so eindeutig wie Ihre Ausführungen es nahelegen. Gerade von den Faschisten wurde das Naturgesetz mißbraucht.
Letztendlich erfüllt es in unserem Staat wohl den Sinn und Zweck eine Ideologisierung der Gesetzgebung zu verhindern. Eine rein rechtspositivistische Auffassung würde es ideologischen Parteien ermöglichen Gesetze im Sinne ihrer Ideologie zu erlassen.
Ansonsten aber stellt das Naturgesetz nur ziemlich abstrakte Betrachtungen an.
Gerade das Beispiel der Sittenwidrigkeit zeigt das. Vor 50 Jahren war so ziemlich alles was außerhalb der Ehe stattfand sittenwidrig. Heute sind Prostitution, außerehelicher Geschlechtsverkehr oder Homosexualität nicht mehr sittenwidrig. Wenn nun in weiteren 50 Jahren (nur als Bsp.) auch Pädophilie als nicht mehr sittenwidrig eingestuft wird, so können sich alle drei Variationen mit Fug und Recht auf das Naturrecht berufen. Sicher nicht auf das Naturrecht von dem die Kirche träumt, wohl aber auf das Kants.
Ich möchte Sie auch nochmals daruaf hinweisen, daß die Tugend die Kant mit der Vernunft erkennen können will, qualitativ von der Moral eines Jesus von Nazareth meilenweit entfernt ist. [mehr…]
Das Naturgesetz ist darüber hinaus auch keineswegs so eindeutig wie Ihre Ausführungen es nahelegen. Gerade von den Faschisten wurde das Naturgesetz mißbraucht.
Letztendlich erfüllt es in unserem Staat wohl den Sinn und Zweck eine Ideologisierung der Gesetzgebung zu verhindern. Eine rein rechtspositivistische Auffassung würde es ideologischen Parteien ermöglichen Gesetze im Sinne ihrer Ideologie zu erlassen.
Ansonsten aber stellt das Naturgesetz nur ziemlich abstrakte Betrachtungen an.
Gerade das Beispiel der Sittenwidrigkeit zeigt das. Vor 50 Jahren war so ziemlich alles was außerhalb der Ehe stattfand sittenwidrig. Heute sind Prostitution, außerehelicher Geschlechtsverkehr oder Homosexualität nicht mehr sittenwidrig. Wenn nun in weiteren 50 Jahren (nur als Bsp.) auch Pädophilie als nicht mehr sittenwidrig eingestuft wird, so können sich alle drei Variationen mit Fug und Recht auf das Naturrecht berufen. Sicher nicht auf das Naturrecht von dem die Kirche träumt, wohl aber auf das Kants.
Ich möchte Sie auch nochmals daruaf hinweisen, daß die Tugend die Kant mit der Vernunft erkennen können will, qualitativ von der Moral eines Jesus von Nazareth meilenweit entfernt ist. [mehr…]
Mittwoch, 28. März 2007 17:53
Artois †: Lieber Sulpicius,
es zeugt nicht gerade von katholischem Glauben, zu behaupten, „es würde keine Christenheit geben, hätte es Papst Pius xy nicht gegeben“. Ob es eine Christenheit gibt liegt in keines Menschen Wollen, Handeln und Ermessen, da die Christenheit von Gott erwählt wird und so sich gestaltet, wie es Gott gefällt. Das walten alle hl. Päpste zusammen!!! [mehr…]
Mittwoch, 28. März 2007 17:48
Artois †: DAs ist …
in der Tat wahr. Ein Argument mehr, diese üble Gestalt wo immer möglich zu meiden. [mehr…]
Mittwoch, 28. März 2007 10:51
Mathias Wagener: Siegerist
Siegerist hat auch beim parlamentarischen Aufbau Lettlands mitgeholfen. Beinahe wäre er sogar Ministerpräsident dieses baltischen Landes geworden. [mehr…]
Dienstag, 27. März 2007 21:52
So, 15. Apr 2007 15:00: Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit
„Dieses Fest wird ein Trost sein für die ganze Welt“
Seit dem Heiligen jahr 2000 begeht die Kirche den Weißen Sonntag weltweit als „Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit“. Papst Johannes Paul II. hat dieses Fest für die Weltkirche am 30.4.2000 eingeführt und mit einem „vollkommenen Ablass“ versehen.
Im Bistum Mainz wird das Fest der Barmherzigkeit in folgenden Pfarreien gefeiert:
Samstag, 14.4.2007
17.00 Uhr :St. Joseph,Josefsstr. 74,
55118 Mainz
Sonntag, 15.4.2007
15.00 Uhr:Kloster der Ewigen Anbetung,Gymnasiumstr. 7,
55116 Mainz
Sonntag, 15.4.2007
15.00 Uhr :St. Pankratius,In der Modau 5
64372 Modau
Sonntag,15.4.2007
17.00 Uhr:St. Petrus in Ketten,Pfarrgasse 4,
63110 Weiskirchen
Sonntag,15.4.2007
15.00 Uhr: St. Petrus, Mühlstr.30,
63688 Gedern [mehr…]
Seit dem Heiligen jahr 2000 begeht die Kirche den Weißen Sonntag weltweit als „Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit“. Papst Johannes Paul II. hat dieses Fest für die Weltkirche am 30.4.2000 eingeführt und mit einem „vollkommenen Ablass“ versehen.
Im Bistum Mainz wird das Fest der Barmherzigkeit in folgenden Pfarreien gefeiert:
Samstag, 14.4.2007
17.00 Uhr :St. Joseph,Josefsstr. 74,
55118 Mainz
Sonntag, 15.4.2007
15.00 Uhr:Kloster der Ewigen Anbetung,Gymnasiumstr. 7,
55116 Mainz
Sonntag, 15.4.2007
15.00 Uhr :St. Pankratius,In der Modau 5
64372 Modau
Sonntag,15.4.2007
17.00 Uhr:St. Petrus in Ketten,Pfarrgasse 4,
63110 Weiskirchen
Sonntag,15.4.2007
15.00 Uhr: St. Petrus, Mühlstr.30,
63688 Gedern [mehr…]
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Redakteur:
Apostolat der göttlichen Barmherzigkeit
Keine Lesermeinungen
Ihre Meinung zum ThemaDienstag, 27. März 2007 17:50
Artois †: Siegerist
ist übrigens Homo, das nur mal nebenbei. Er hat sich in den vergangenen Jahrzehnten ausschließlich darum bemüht, jede konservative oder chrisltiche Alternative unmöglich zu machen. [mehr…]
Dienstag, 27. März 2007 16:21
Pünktchen: Sperling
Wie ich Ihnen schon mehrfach dargestellt hatte, ist die katholische Moraltheolgie weit weniger heteronom und „gesetzlich“ als von Ihnen vermutet. Insbes. anerkennt sie ein „natürliches Sittl. Gesetz“, das dem Menschen „ins Herz geschrieben“ wurde, sodaß er „sich selbst Gesetz“ ist (Röm. 2, 14)! Kants Moral der universellen Achtung, die u.a. auch in den Menschenrechten ihren im GG kodifizierten Ausdruck findet, ist mit diesem „natürlichen sittlichen Gesetz“ weitgehend identisch. „Die Wurzel der Menschenrechte ist in der Würde zu suchen, die jedem Menschen zueigen ist. Diese Würde, die in der Natur des menschlichen Lebens liegt und in jeder Person gleich ist, wird vor allem mit der Vernunft erfaßt u. begriffen…“ Kompendium der Soziallehre der Kirche 153 [mehr…]
Dienstag, 27. März 2007 15:16
Sperling: @ Pünktchen
Leider habe ich im Moment nicht viel Zeit. Deswegen werde ich Ihnen später noch mehr schreiben.
Sie tun Thomas Mann großes Unrecht wenn Sie seine „Betrachtungen“ als undemokratisch abqualifizieren. Natürlich findet man darin Polemik und Parteilichkeit. Mann versucht seine Position als „deutsch“ zu verkaufen.
Tatsächlich aber hat er ein hervorragendes Essay abgeliefert das sehr tiefschürfende Betrachtungen liefert und durchaus katholische Positionen gegen eine aufgeklärte Kritik zu verteidigen sucht.
Ihnen ist schon klar, daß Sie sich in eine völlig abstruse Situation manövriert haben? Sie verteidigen hier den Liberalen Kant, Vertreter einer autonomen Vernunft die Gut und Böse aus sich selbst schöpft gegen den Erzkonservativen Mann der sich redlich abgemüht hat auch die „Vernünftigkeit“ der katholischen Positionen aufzuzeigen.
Autonmie bedeutet aber bei ihm nicht etwa Willkür oder freies persönliches Gutdünken, sondern Selbstgesetzlichkeit der Vernunft nach der ganzen Strenge und Klarheit ihrer Einsichten u.a. auf dem Gebiet der Moral.
Habe ich das bestritten? Was Sie hier schreiben ist nichts anderes als eine Begründung des Naturgesetzes. Der Begriff „Sittenwidrigkeit“ stammt aus dem Naturgesetz. Wie kommt es das Prostitution vor 20 Jahren als offenkundig sittenwidrig galt, heute aber nicht mehr?
Sie haben das Problem (und den Grund warum die Kirche Kant abgelehnt hat) doch hier überdeutlich vor Augen.
Was dem einen vernünftig erscheint ist für den anderen Blödsinn. [mehr…]
Sie tun Thomas Mann großes Unrecht wenn Sie seine „Betrachtungen“ als undemokratisch abqualifizieren. Natürlich findet man darin Polemik und Parteilichkeit. Mann versucht seine Position als „deutsch“ zu verkaufen.
Tatsächlich aber hat er ein hervorragendes Essay abgeliefert das sehr tiefschürfende Betrachtungen liefert und durchaus katholische Positionen gegen eine aufgeklärte Kritik zu verteidigen sucht.
Ihnen ist schon klar, daß Sie sich in eine völlig abstruse Situation manövriert haben? Sie verteidigen hier den Liberalen Kant, Vertreter einer autonomen Vernunft die Gut und Böse aus sich selbst schöpft gegen den Erzkonservativen Mann der sich redlich abgemüht hat auch die „Vernünftigkeit“ der katholischen Positionen aufzuzeigen.
Autonmie bedeutet aber bei ihm nicht etwa Willkür oder freies persönliches Gutdünken, sondern Selbstgesetzlichkeit der Vernunft nach der ganzen Strenge und Klarheit ihrer Einsichten u.a. auf dem Gebiet der Moral.
Habe ich das bestritten? Was Sie hier schreiben ist nichts anderes als eine Begründung des Naturgesetzes. Der Begriff „Sittenwidrigkeit“ stammt aus dem Naturgesetz. Wie kommt es das Prostitution vor 20 Jahren als offenkundig sittenwidrig galt, heute aber nicht mehr?
Sie haben das Problem (und den Grund warum die Kirche Kant abgelehnt hat) doch hier überdeutlich vor Augen.
Was dem einen vernünftig erscheint ist für den anderen Blödsinn. [mehr…]
Dienstag, 27. März 2007 11:12
Pünktchen: Schüttel
Zumindest derjenige, der sich auf Kant beruft (wie Sperling), sollte ihn schon kenenn und ihn ernst nehmen! Ja! [mehr…]
Dienstag, 27. März 2007 11:10
Pünktchen: Ihr Moralbegriff widerspricht allen gängigen
lexikalischen Definitionen, wonach unter „Moral“ die sittliche Haltung, die Gesamtheit der Sitten, das
sittliche Verhalten u.dergl. verstanden wird. Sie bezeichnen in einer Privatsprache als „Moral“ die exklusiv
kirchlichen Gebote und Verbote.Damit liegen Sie aber terminologisch schief und alles Herumgerede und alle
weiteren Privatdistinktionen zur Moral (etwa ein angeblicher „Gegensatz“ von Moral und Tugend) verstricken
Sie nur immer weiter in ihre begriffliche Verirrung. Was Sie offenbar umtreibt ist die Frage einer autonomen
oder heteronomen Moralbegründung! Kant war Moralphilosoph, gerade auch dort, wo er einer autonomen Moral
das Wort redet. Autonmie bedeutet aber bei ihm nicht etwa Willkür oder freies persönliches Gutdünken,
sondern Selbstgesetzlichkeit der Vernunft nach der ganzen Strenge und Klarheit ihrer Einsichten u.a. auf
dem Gebiet der Moral. Diese Einsichten sind so klar und gewiß wie die Sterne am Himmel! Deswegen konnte
Kant sagen: „Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht,
je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das
moralische Gesetz in mir.“ (s. Gedenktafel für Kant in Königsberg! Zitat aus: Kritik der prakt. Vernunft)
Ich wünsche Ihnen einen guten Tag, sperling, und eine besinnliche und frohe Festzeit zum diesjährigen Ostern! [mehr…]
Ich wünsche Ihnen einen guten Tag, sperling, und eine besinnliche und frohe Festzeit zum diesjährigen Ostern! [mehr…]
Dienstag, 27. März 2007 10:43
Schüttel: Pünktchen! Hallo, wieso muss man Kant
„ernst nehmen“? Ist er ein Prophet? Ist er ein Mann Gottes? Ist er eigentlich ein Christ? Glaubt er an
den Sohn Gottes? An die Erlösung am Kreuz? An die Auferstehung?
Wenn nicht, warum bitte soll man ihn (außerhalb akademischer Sandkastenspiele) „ernst nehmen“? [mehr…]
Wenn nicht, warum bitte soll man ihn (außerhalb akademischer Sandkastenspiele) „ernst nehmen“? [mehr…]
Dienstag, 27. März 2007 09:22
Pünktchen: Mit den antidemokratischen „Betrachtungen eines Unpolitischen“
hatte Th. Mann seinen schriftstellerischen Beitrag zum 1. Weltkrieg geleistet und „die deutsche Position“
mit dem Begriff der „Kultur“ identifizierend gegen die von Demokratie und westlicher Massengesellschaft
hervorgebrachte „Zivilisation“ Stellung bezogen. Diese antidemokratische Schrift galt ihm später selbst
als Jugendsünde und er hat seine Dichotomie Kultur-Zivilisation später selber revidiert. (Der Zauberberg
und der „Gegensatz“ zwischen Settembrini und Naphta!)
Ihr Begriff von Moral stimmt weiterhin nicht mit den gängigen lexikalischen Definitionen überein! Entsprechende Hinweise und Belehrungen von meiner Seite berücksichtigen Sie nicht. Natürlich gibt es eine säkulare Moral. Dennoch ist „Vernunft“ nicht mit Säkularität identifizierbar. Kants Vernunftbegriff z.B. schloß metahysische Wahrheiten ausdrücklich ein und wenn er Gott, die Unsterblichkeit der Seele und die Willensfreiheit als „Postulate der Vernunft“ bezeichnet hat, dann muß man ihn darin ernst nehmen!
Es gibt nach katholischer Auffassung unzweifelhaft ein natürl. sittl. Gesetz, das die menschliche Natur und darin besonders die Vernunftbegabung als richtungweisende Größen anerkennt. (Protestanten argumentieren hier tatsächlich „gesetzlicher“!) Die Ethik der Bergpredigt dagegen weist auf die künftige Heilsgemeinde hin. Der „Heilige“ überschreitet „vernünftiges“ Proportionalitätsdenken, denn er lebt bereits ganz aus der Erfahrung göttlichen Übermaßes. Hier werden natürliche moralische Maßstäbe transzendiert. [mehr…]
Ihr Begriff von Moral stimmt weiterhin nicht mit den gängigen lexikalischen Definitionen überein! Entsprechende Hinweise und Belehrungen von meiner Seite berücksichtigen Sie nicht. Natürlich gibt es eine säkulare Moral. Dennoch ist „Vernunft“ nicht mit Säkularität identifizierbar. Kants Vernunftbegriff z.B. schloß metahysische Wahrheiten ausdrücklich ein und wenn er Gott, die Unsterblichkeit der Seele und die Willensfreiheit als „Postulate der Vernunft“ bezeichnet hat, dann muß man ihn darin ernst nehmen!
Es gibt nach katholischer Auffassung unzweifelhaft ein natürl. sittl. Gesetz, das die menschliche Natur und darin besonders die Vernunftbegabung als richtungweisende Größen anerkennt. (Protestanten argumentieren hier tatsächlich „gesetzlicher“!) Die Ethik der Bergpredigt dagegen weist auf die künftige Heilsgemeinde hin. Der „Heilige“ überschreitet „vernünftiges“ Proportionalitätsdenken, denn er lebt bereits ganz aus der Erfahrung göttlichen Übermaßes. Hier werden natürliche moralische Maßstäbe transzendiert. [mehr…]
Sperling: @ Pünktchen zum letzten
Abschließend wollte ich Sie nochmals auf die Gegensätze zwischen Tugend und Moral aufmerksam machen.
Sie werden doch nicht leugnen wollen, daß man mit Hilfe seiner Alltagsvernunft (oder wegen mir auch mit seiner Feiertagsvernunft) niemals begreifen wird, warum man jemandem der einen auf die rechte Wange geschlagen hat auch die linke hinhalten soll, warum man Haß mit Liebe vergelten soll, warum man seinen Nächsten lieben soll auch wenn er ein Idiot ist. Das aber behaupten Sie!
Solche Dinge können Sie begreifen mit Hilfe ihrer Seele, nicht mit ihrer Vernunft. Kant zielt aber ganz und gar auf die Vernunft. Deshalb ist das Maximum an ethisch gutem das Kant erreicht eine Art faires Verhalten, aber sicher nicht die bedingunglose Liebe eine Jesus von Nazareth.
Deshalb ist die Tugend Kants geeignet in Form von Gesetzen in einem bürgerlichen Rechtsstaat verwirklicht zu werden. Wer die bürgerliche Tugend aber mit der christlichen Moral gleichsetzt, der vergleicht Wasser mit Wein, der tut so als sei Helmut Kohl eine Art zweiter Jesus. [mehr…]
Sie werden doch nicht leugnen wollen, daß man mit Hilfe seiner Alltagsvernunft (oder wegen mir auch mit seiner Feiertagsvernunft) niemals begreifen wird, warum man jemandem der einen auf die rechte Wange geschlagen hat auch die linke hinhalten soll, warum man Haß mit Liebe vergelten soll, warum man seinen Nächsten lieben soll auch wenn er ein Idiot ist. Das aber behaupten Sie!
Solche Dinge können Sie begreifen mit Hilfe ihrer Seele, nicht mit ihrer Vernunft. Kant zielt aber ganz und gar auf die Vernunft. Deshalb ist das Maximum an ethisch gutem das Kant erreicht eine Art faires Verhalten, aber sicher nicht die bedingunglose Liebe eine Jesus von Nazareth.
Deshalb ist die Tugend Kants geeignet in Form von Gesetzen in einem bürgerlichen Rechtsstaat verwirklicht zu werden. Wer die bürgerliche Tugend aber mit der christlichen Moral gleichsetzt, der vergleicht Wasser mit Wein, der tut so als sei Helmut Kohl eine Art zweiter Jesus. [mehr…]
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