Donnerstag, 6. September 2007 16:33
Ein Lehrstück über Freundschaft

Vorbemerkung: Konkordate sind Verträge zur Regelung grundsätzlich aller Gegenstände gemeinsamen Interesses zwischen dem Heiligen Stuhl und einem Staat.
Uns interessiert die Beziehung des Vatikans zum Deutschen Reich. Aufschluß darüber gibt uns ein Konkordat, welches unter Papst Pius XI. aufgesetzt worden war.

Der Leser stößt hier auf bedenkliche Passagen, die in Verträgen eigentlich nichts zu suchen haben: es sind dies freundschaftliche Bekundungen, die, wüßte man nicht von den marternden Zweifeln der Katholiken, weihevoll und voll Gefühl daher kommen.
Mancher Würdenträger würde sich sicher ein Bein ausreißen, um das Machwerk zu verbergen, verfestigt es einen Eindruck, als habe der Vatikan im Deutschen Reich die Liebe seines Lebens gefunden.

Statt die Passagen zu zitieren, habe ich sie um des Zusammenhanges Willen im Text belassen und mit GROSSBUCHSTABEN markiert. Es sind dies 3 Textzeilen. Man findet sie ziemlich am Anfang des Konkordats, das im Ans…
Zurück zum Artikel 17 Lesermeinungen:
Dienstag, 18. September 2007 14:58
Benedikt: @ Lutheraner
Sie leiten aus vier Menschen, die zufällig katholisch waren eine Affinität des Katholizismus zu der von diesen Menschen präferierten Ideologie her. Dabei beleuchten Sie nicht einmal, in wie weit sich die Betreffenden überhaupt auf den Katholizismus beriefen bzw in wie weit ihr Katholizismus mit ihrer politischen Einstellung zusammenwirkte. Da SSie dies unterlassen sind ihre Behauptungen nicht als Pseudowissenschaft. Ihr ideologisches Gehabe hat sie eben blind für das Einarbeiten von Fakten gemacht.

Als Lutheraner bewegen Sie sich zudem diesbezüglich auf sehr dünnem Eis. Ich erinnere nur an die „Deutschen Christen“ und an die Wahlerfolge der Nazis in protestantisch geprägten Wahlkreisen. Auch das verschweigen Sie. Ihre Botschaft vom ach so schlimmen Katholizismus kommt daher äußerst plump daher.
Montag, 17. September 2007 18:02
Lutheraner: Ist ihr Nick nicht mindestens fünf Größen zu groß, user „Benedikt“?
ZITAT BENEDIKT: „Also ich kann Ihnen mindestens fünf Katholiken nennen, die keine Faschisten sind – das wär dann schon einer mehr als Ihre vier Beispiele. Sowas armseliges wie diese Art der „Beweisführung“ ist selbst auf kreuz.net selten. “

Stimmt. Ihre Beweisführung ist in der Tat selten erbärmlich.
Sie kommen zwar immer daher wie ein LKW, aber zwischen den Monsterreifen steckt nur ein Fiat 500.
Freitag, 7. September 2007 18:01
Benedikt: @ Lutheraner
Hitler war Katholik, Mussolini war Katholik, Franco und Pinochet waren welche. Die Beispiele sollten reichen, um die Affinität des Katholizismus zum Faschismus auch für die ganz Dummen deutlich zu machen.

Also ich kann Ihnen mindestens fünf Katholiken nennen, die keine Faschisten sind – das wär dann schon einer mehr als Ihre vier Beispiele. Sowas armseliges wie diese Art der „Beweisführung“ ist selbst auf kreuz.net selten. Was sagen Sie eigentlich zu den willfährigen Deutschen Christen? Wer gab da den Ton an?
Freitag, 7. September 2007 15:07
Christian Hüller: @ GerdEric
Also wir dürfen davon ausgehen, dass die Geschichte, so wie sie verlaufen ist, göttlichem Willen entsprach, auch wenn wird Details durchaus bedauern mögen.
Freitag, 7. September 2007 09:52
GerdEric: @Christian Hüller
(Nachgereicht)

Wären die „anderen“ den Nazis zuvorgekommen, hätte es auch keine Vertreibung der Deutschen aus den Ostgebieten gegeben.
Freitag, 7. September 2007 08:43
Christian Hüller: @ Lutheraner
Gott zählt anders. Glaubt man diversen Prophezeihungen, ist der Himmel nicht gerade voll.

Wo wollen Sie eigentlich hin, nach oben oder unten?

Jedenfalls dürfen Sie überall auch mit KatholikInnen rechnen.

Stellen Sie sich besser darauf ein!
Freitag, 7. September 2007 01:27
GerdEric: @Christian Hüller
denn zuvor wurden die Sozialsiten und Kommunisten zusammengetrieben und zusammengeschlagen,
Seien wir ehrlich: Wer da wohl wem zuvorgekommen ist?

„Seien wir ehrlich?“ sagt man das jetzt, wenn man weiss dass man lügt/lügen will (es ist letztlich eine Unterstellung, ein Falschzeugnis abgeben… heisst es nicht irgendwo: „Du sollst nicht lügen!“?

Zumindest, geben wir mal Ihrer Unterstellung nach, wären die Opfer im Osten weit geringer gewesen, und das Ziel der Nazis Juden und Sinti zu vernichten hätte es nicht gegeben, auch die Besiedlung durch Muslime hätte es nicht gegeben… und das vertriebene Judentum hätte Deutschland nicht nur in die Weltspitze gebracht.
Schauen Sie doch mal, wo viele der Weltspitzenleute herkommen/kamen, aus Deutschland mit jüdischer Wurzel.

Mit dem Wissen, dass die Nazis Europa und Deutschland ins Unglück stürzten, mit all den Greuln, könnte ich keinem Nazi und deren Mitläufern eine Träne nachweinen.
Freitag, 7. September 2007 01:13
GerdEric: @Christian Hüller
Taufscheinchristen zählen nicht?
das sind dann mehr als 90% die nicht zählen
Freitag, 7. September 2007 00:31
Christian Hüller: @ GerdEric; Lutheraner
denn zuvor wurden die Sozialsiten und Kommunisten zusammengetrieben und zusammengeschlagen,
Seien wir ehrlich: Wer da wohl wem zuvorgekommen ist?

Pinochet, Franco usw. – Katholiken…?

Also die Jakobiner, Stalin, Julius Cäsar etc. etc. waren KEINE.

Es gibt Drecksäcke überall – auch heute noch gibt es KatholikInnen mit viel Dreck am Stecken. Manche von ihnen besuchen sogar regelmäßig den Gottesdienst; … früher, in der Alten Kirche, war zuvorige Kirchenbuße absolute Pflicht; welches Gottesdienstverständnis hier zugrundeliegt, ist mir ein wenig schleierhaft …

Bei Hitler steht ziemlich klar fest, dass er sich von der Doktrin der kath. Kirche innerlich verabschiedet hatte, und zwar komplett. Er war am Ende Apostat, extra ecclesiam, und Sie wissen ja, was das heißt.

Bei Franco würde ich das zumindest partiell behaupten wollen, bei Mussolini trau’ich mir kein Urteil zu.

Taufscheinchristen zählen nicht.
Donnerstag, 6. September 2007 21:31
Lutheraner: Christian Hüller
Hitler war Katholik, Mussolini war Katholik, Franco und Pinochet waren welche. Die Beispiele sollten reichen, um die Affinität des Katholizismus zum Faschismus auch für die ganz Dummen deutlich zu machen.

Zaudern, Hindern, Verdunkeln von Wahrheiten ist unter Katholiken Gang und Gäbe. Sie machen da keine Ausnahme.
Donnerstag, 6. September 2007 20:33
GerdEric: @Christian Hüller
An anderer Stelle heißt es in dem Dossier:
„Zusammen mit den Protestanten der Bekennenden Kirche war die Katholische Kirche […] die einzige Stimme [!] in Deutschland, die öffentlich gegen die Überzeugung der Nazis und ihre Praxis protestierte.>>


Stimmt – fast – , denn zuvor wurden die Sozialsiten und Kommunisten zusammengetrieben und zusammengeschlagen, mundtot gemacht, ohne dass sich da die Kirchen zu geäussert hätten…

Wie Niemöller es bekannte: … ich war ja kein Sozialist.
Donnerstag, 6. September 2007 18:05
Christian Hüller: Die einzige mutige Stimme
<<An der grundsätzlichen Unvereinbarkeit der NS-Ideologie mit dem Christentum war nicht zu zweifeln, und so konnte die Abteilung für Bildungs- und Religionsangelegenheiten der US-Militärregierung in Deutschland nach Kriegsende auch feststellen: „Die Unterstützung durch den Heiligen Stuhl ermutigte einige deutsche Bischöfe, entweder in mutigen Predigten oder in ihren gemeinsamen Hirtenbriefen … ausdrücklich sowohl gegen die Ideologie als auch gegen die Praktiken des Nationalsozialismus zu protestieren.“

An anderer Stelle heißt es in dem Dossier:
„Zusammen mit den Protestanten der Bekennenden Kirche war die Katholische Kirche […] die einzige Stimme [!] in Deutschland, die öffentlich gegen die Überzeugung der Nazis und ihre Praxis protestierte.>>

[aus: Geschichte [Zeitschrift], August 2005, S. 38]
Donnerstag, 6. September 2007 17:41
Benedikt: Finanzierer
Die Großfinanzierer der NSDAP waren vor allem deutsche Industrielle und ostelbische Großgrundbesitzer. Die Nazi-Partei krebste wegen ihres riesigen Personalbestandes (SA) bis 1933 ständig am Bankrott herum.
Donnerstag, 6. September 2007 17:29
GerdEric: aber, aber Bokrug
es waren nunmal in erster Linie die Deutschen Christen (keine Verallgemeinerung) und die verschiedensten Kleinbürgerlichen Kreise, und darunter zählen auch Katholiken.
Geld ist schon im AT belastet angesehen, wie es auch heute noch, auch von Christen in die Vorsorge gesteckt wird, ohne sehen zuwollen, was damit verursacht wird, z.B. Gewinnmaximierung, d.h. Verschlankung jedes Betriebes, d.h. Entlassungen, Not und Elend…

Sich bereichern ist kein nur Juden vorbehaltener Fehler, auch Christen passiert das, – was es natürlich nicht besser macht…

Ihre Einseitigkeit ist lächerlich, aber nicht ungefährlich, denn Ihre Demagogie wirkte schon vor 70 Jahren.
Donnerstag, 6. September 2007 17:20
Bokrug †: Warum nicht die volle Wahrheit über die Nazi-Finanzierer…
Warum nicht die volle Wahrheit über die Nazi-Finanzierer…

Rockefeller, Morgan Stanley, Bush, Carnegie…das US-Grosskapital! Über den Freimaurer Hjalmar Schacht…

http://www.attac.de/forum/viewtopic.php?t=6429

1934 untersuchte ein Regierungsausschuss einen Geheimplan einflussreicher amerikanischer Industrieller, Präsident Roosevelt zu entmachten und eine Diktatur nach italienischem Vorbild zu errichten. Unter den Hintermännern war möglicherweise auch der Großvater des jetzigen Präsidenten

http://www.heise.de/…ikel/25/25856/1.html
Donnerstag, 6. September 2007 16:44
Benedikt: Ach…
…ein Lutheraner ist wohl der letzte, der diesbezüglich Anlass zu Moralpredigten hat. Und dass hier aus diplomatischen (und üblichen) Höflichkeitsfloskeln irgendwelche Rückschlüsse gezogen werden, lässt umgekehrt Rückschlüsse auf den Autoren zu.
Donnerstag, 6. September 2007 16:42
Daniel Stöhr: Das Deutsche Reich
ist nicht identisch mit dem Nazi-Regime. Von daher hat das Nazi-Regime gute Beziehungen zw. der Kirche und dem Reich weitestgehend verunmöglicht bzw. das Konkordat in unzähligen Fällen gebrochen.

Die sonstigen Behauptungen sind unverschämte Lügen.
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