Sonntag, 9. September 2007 06:43
Bokrug †: Die Seraphim
Seraphim – Entflammer:
Sie stehen an erster Stelle. Im Hebräischen bedeutet ihr Name „Die Brennenden“, aber auch Schutzengel und Heiler setzt sich aus den Wörtern „Ser“ und „Rapha“ zusammen. Die Seraphim sind Gott nahe, da sie um seinen Thron versammelt sind. Sie sind voller flammender Liebe für Gott. Sie sind lichtvolle, liebevolle Wesen und ihr besonderes Kennzeichen sind ihre sechs Flügel mit vielen Augen, die oft auf Darstellungen zu sehen sind. Die Seraphim sind Liebe, Licht und Freude – sie bringen den Menschen die wahre göttliche Liebe und „verbrennen“ Sünden die auf den Menschen lasten. Mit ihrem Lobgesang verbreiten sie diese Energien im gesamten Universum und leiten sogar die Bewegungen der Gestirne. Als Entflammer verfügen sie über die reinigende und lichtspendende Kraft des Feuers. Die Seraphim werden häufig mit roter Bekleidung dargestellt und tragen manchmal brennende Fackeln oder Feuer-Schwerter.

Cherubim – Ergießung der Weißheit:
Die Cherubim bewachen den Garten Eden.
Triade der Oberen Engelchöre

Seraph /Seraphim – (hebräisch shirufa der Brennende, Erglühende, Flammende). 1. Himmlische Wesen, vorgestellt mit Angesicht, Händen und sechs Flügeln, die lobpreisend den Thron Jahwes umgeben und Mittler sind zwischen Gott und Mensch (Jesaja 6,2-7) – 2. Eine feurige Giftschlange (brennend!), die an einer Stange aufgehängt wurde. Daher bezieht sich noch Johannes auf dies. (Num 21,6-9; Deut 8,15; Joh 12,31). – 3. Ein fliegender Drache (Jes 14,29; 30,6)

Jesaja 6,2+6
2 Serafim standen über ihm. Jeder hatte sechs Flügel: Mit zwei Flügeln bedeckten sie ihr Gesicht, mit zwei bedeckten sie ihre Füße, und mit zwei flogen sie.
6 Da flog einer der Serafim zu mir; er trug in seiner Hand eine glühende Kohle, die er mit einer Zange vom Altar genommen hatte.

Ezechiel 1,13
zwischen den Lebewesen war etwas zu sehen wie glühende Kohlen, etwas wie Fackeln, die zwischen den Lebewesen hin- und herzuckten. Das Feuer gab einen hellen Schein, und aus dem Feuer zuckten Blitze.

Num 21,8 und Jes 14,29
beschreiben feurige Schlangenwesen. Kleinfunde (Stempelsiegel) aus Israel/Palästina zeigen
das weit verbreitete Motiv einfach oder zweifach geflügelter Schlangen (Diese sog. geflügelter Uräen üben eine Schutzfunktion aus). Nach Jes 6 tragen die Seraphim Flügel. Sie haben aber auch menschliche Züge. Ein Seraph nimmt die Kohle zur Reinigung der Zunge
des Propheten in seine Hand. Deutlicher als die Gestalt der Seraphim nach Jes 6 ist ihre Funktion. Der göttlichen Sphäre zugehörig, etwas wie der Hofstaat des sich als König präsentierenden Gottes vermitteln sie zwischen ihm und dem Propheten. Dass sie stehen, während der Herrscher sitzt, unterstreicht ihre dienende Funktion.

Seraph: Das Wort Seraph, ursprünglich der Name einer Wüstenschlange, ist verwandt mit saraph = brennen, vermutlich wegen ihres schmerzhaft-brennenden Bisses, was später als Feuer der Liebe gedeutet wurde. Zur Steigerung der Gefährlichkeit stellte man sich die Seraphim als gefügelte Schlangen vor, vermutlich eine Entlehnung der vierflügeligen Uräen; das sind die Schlangen, die in Ägypten König und Thron beschützten.

Nicht umsonst steht im Neuen Testament, das Moses in alle Weisheit der Ägypter eingeweiht war.

The seraphim are frequently mentioned in the Book of Enoch (xx. 7, lxi. 10, lxxi. 7), where they are designated as δράκονες („serpents“), and are always mentioned, in conjunction with the cherubim, as the heavenly creatures standing nearest to God. In Rev. iv. 6-8 four animals are pictured as standing near the throne of God; each has six wings, and, as in Isaiah, they sing the „Trisagion.“

Isaiah (xiv. 29, xxx. 6) speaks of fiery, flying serpents and dragons; and a brazen serpent, Nehushtan, stood in the Temple at Jerusalem, and was an object of worship until the time of Hezekiah, who destroyed it as being idolatrous (II Kings xviii. 4 et seq.). The worship of Nehushtan was plainly a remnant of ancient superstition, and was reconciled with the worship of Yhwh by connecting Nehushtan with the scourge of snakes in the wilderness and the rescue from them (Num. xxi. 9 et seq.). Therefore the theory seems possible, even probable, that the seraphim have their counterpart in the flying serpents of Isaiah (comp. also II Esd. xv. 29). It is only natural that these winged guardians of Yhwh’s throne were soon ranked as higher beings and invested with the human form or with some features of the human body; and it was because of the very fact that they were adopted into the Yhwh cult that they were, in process of time, ennobled and spiritualized.
Klicks: 428 mal
Weiterlesen:
5 Lesermeinungen:
Sonntag, 9. September 2007 23:19
Pelagius III.: @Bokrug
1. Ich bin keineswegs Ihr Junge.

2. Wen halten Sie für mein „iro-schottisches Vorbild“?

3. Tamriel, Tamriel…
Sonntag, 9. September 2007 22:02
GerdEric: armer Bokrug
Pelagius wäre sie aufgefallen – sie reichen nicht mal annähernd an ihr iro-keltisches Vorbild heran, mein Junge.

Nun, mit Ihrem „christlichen“ Weltbild verhöhnen Sie das Christentum dadurch, dass Sie sich den Namen eines „Götzen“ aus einem „Märchenroman“ geben, dem 50 Millionen geopfert wurden, weil dem gelästert wurde,
– wieviel Opfer verlangen denn Sie?

Aber es ist wie vor vielen vielen Jahren, zu den Zeiten der Nazis, die Christen schweigen zu den Einflüssen des Neuheidentums, denn die glauben wieder, solches unter Kontrolle zu haben…
Sonntag, 9. September 2007 18:47
Bokrug †: Die Analogie…
…zur heutigen Situation des Christentums und den Christenverfolgungen fällt ihnen natürlich nicht auf, hmm?

Pelagius wäre sie aufgefallen – sie reichen nicht mal annähernd an ihr iro-keltisches Vorbild heran, mein Junge.

Nebenbei gibt es in Deutschland auch den Vornamen Thor und den Frauennamen Freja.

Nur zur Erinnerung…
Sonntag, 9. September 2007 16:56
Pelagius III.: Die Wahrheit über Bokrug
„Bokrug ist ein grünliche, waranähnlicher Kreatur, die in Gestalt einer großen, jadegrünen Statue verehrt wurde. Seine ersten Anhänger waren Ältere Wesen, die in der Steinstadt Ib am Ufer eines großen, stillen Sees im Lande Mnar lebten. Als sich dort Menschen niederliessen und in der Nähe die Stadt Sarnath gründeten, kam es bald zu Mißtrauen und Haß, was schließlich vor etwa 10000 Jahren zu der völligen Auslöschung der dort lebenden Älteren Wesen und ihrer Stadt durch einen Überfall der Menschen führte. Das Götzenbild Bokrugs wurde nach Sarnath gebracht, um es dort zu verspotten. Am nächsten Tag aber war das Götzenbild verschwunden, der Hohepriester tot und an der Wand prangte das Wort VERDERBEN. Nachdem Sarnath in den folgenden Jahrhunderten florierte und auf die unbeschreibliche Größe von 50 Millionen Einwohnern angewachsen war, wurde sie am Festtag zum 1000-jährigen Jubiläum der Vernichtung von Ib durch Bokrug und die geister der ermordeten Älteren Wesen völlig zerstört und alle Einwohner grausig getötet. Danach wurde Bokrugs Statue wieder gefunden und ehrfürchtig von den Menschen von Mnar verehrt.“

Der Leser Bokrug hat sich also nach einem archaischen Götzen benannt.
Sonntag, 9. September 2007 08:07
Bokrug †: Anmerkung
Wer seine Einheitsübersetzung der Bibel zur Hand nimmt, wird feststellen, dass in den Fussnoten bei Elias und Ezechiel bzw. Hesekiel ebenfalls auf die echsenhaften Merkmale der Seraphim hingewiesen wird.
Ferner wäre daran zu erinnern, dass laut Neuem Testament Moses in alle Weisheit der Ägypter eingeweiht war und Christus auch mit der Schlange des Moses am Pfahl in der Wüste (die eherne oder kuperne Schlange) verglichen wurde.
Ein Zeichen des Heiles für alle.
Die Schlange ist in der Medizin am Äskulapstab ja – wie die Gottesschlange des Moses in der Wüste und wie Christus am Kreuz – ja ebenfallls ein Zeichen des Heiles für Viele.
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.
Copyright © 2008 kreuz.net