Donnerstag, 13. September 2007 00:51
Bokrug †: Endzeit – das 21. Jahrhundert sind die letzten Tage
Bis 2100 endet das Fische-Zeitalter (vgl. Fisch bzw. Delphin als urchristliches Christus – und Gottessymbol).
2013 endet der Maya-Kalender.
Zur Erfassung der Gott selbst betreffenden Aussagen ist von den beiden Gottesreden Apk 1,8 und Apk 21,5-8 auszugehen. Die erste Selbstaussage Gottes prädiziert ihn als Schöpfer und Vollender (1,8), die zweite thematisiert zusätzlich die Äonenwende, die Gewährung von Heil als unzerstörbare Gottesgemeinschaft und die Warnung vor Fehlverhalten (21,5-8).

Aussagen himmlischer Wesen nehmen in 4,11 die Selbstaussage von 1,8 als Aussage über die Schöpferwirksamkeit Gottes auf (14,7) und formulieren das Lob des Allherrschers (4,8), thematisieren aber zusätzlich den nunmehr erfolgten endgültigen und sichtbar werdenden Herrschaftsantritt Gottes im Zorn über die Völker und im Lohn für die bewährten Christen (11,17-19), im Gericht an der großen Hure, die die Erde verdorben und das Blut der Knechte Gottes verschlungen hat (19,1f.3). Daß Gott als Richter zugunsten der Märtyrer eingreifen wird, bezeugen die Aussagen himmlischer Wesen in 12,10; 16,5-7; 18,20.24; 19,2b. Doch warum werden die Bezeichnung Gottes als Pantokrator sowie das Thema des endgültigen Herrschaftsantritts nicht in eine Selbstaussage Gottes gebracht, sondern i.w. auf die Hymnen des himmlischen Hofstaates konzentriert? Das verweist auf den Gottesdienst als Ort der Doxologie, die sich auf den Grund der christlichen Hoffnung besinnt, und hat m.E. zugleich einen paränetischen Nebensinn: Die genannten Huldigungen Gottes stehen gleichnishaft für den von den Christen geforderten Akt des Bekenntnisses.

Die erste Selbstaussage Jesu Christi (1,17-20) prädiziert ihn als ersten (vgl. 2,14) und letzten und Lebendigen, als Gekreuzigten und Auferstandenen (vgl. 2,8), als Herrn (vgl. 2,1; 3,1) und Richter (vgl. 2,5.12.18; 3,7) der Gemeinden. Die von ihm selbst gegebenen Ansagen seiner Wiederkunft stehen im Zusammenhang der Mahnung, an dem, was man positiv erreicht hat, festzuhalten (2,25; 22,7), bzw. in dem der Gerichtswarnung (3,20), wie überhaupt der in 1,7 angesprochene eschatologische Horizont mit seinen Implikationen der Mahnung und des Trostes das ganze Buch durchzieht und prägt. Jesus Christus ist derjenige, der das Gericht über die widergöttliche Mächte endgültig vollzieht (19,11-16), ist aber vor allem auch Richter über die Gemeinden: Er kann über deren Heil und Unheil (2,5; 3,16) entscheiden und tritt gegen Sünder in den Gemeinden selbst auf den Plan (2,16; 2,22f.). Das Bildwort vom Dieb ist Mahnung an die Gemeinde (3,3) wie an einzelne Christen (16,15). In sechs der sieben Überwindersprüche ist Christus selbst derjenige, der die Zuteilung von Heilsgaben verspricht (2,7.17.26; 3,5.12.21). Seine Liebe zur Gemeinde (3,9) kann die Bewahrung vor der Stunde der Versuchung einschließen (3,10). Als treuer Zeuge (3,14) und Überwinder (3,21; 5,5) ist er zugleich Urbild und Vorbild auch des eigenen Christen (vgl. 3,14 mit 2,13; vgl. 3,21; 5,5 mit den Überwindersprüchen).

Christi Selbstprädikation als erster und letzter (1,17; 22,13) erinnert an die Gottesaussage (1,8), ebenso sind die Aussagen seiner Gewährung von Heil (2,7 etc.) der entsprechenden Selbstaussage Gottes (21,6) zu vergleichen. Diese Zuordnung Christi zu Gott (5,13; 7,10) und die Annäherungen in den Prädikationen (vgl. 5,12 mit 4,11) begegnen auch in Fremdaussagen über ihn durch himmlische Wesen oder durch die vollendeten Christen.

Nur in Aussagen seitens des himmlischen Hofstaates begegnet der Verweis auf Christi Heilswerk (5,9f.); wiederum ist das himmlische preisende Bekenntnis Ermöglichungsgrund, zugleich jedoch Urbild und Vorbild geforderten christlichen Verhaltens. Der Seher nimmt Sätze über Jesus als Gekreuzigten und Auferstandene (1,5) sowie über seine Richterfunktion auf (7,13, vgl. Apk 19,11-16; vgl. aber schon die Visionsschilderung 1,13-16), ebenso über seine gottähnliche Stellung (1,17). Ist das vorliegende „Buch der Weissagung“ eigentlich „Offenbarung Jesu Christi“ (1,1) soll dies im Verbund mit den eben genannten auktorialen Sätzen den Anspruch der Verbindlichkeit der Johannesoffenbarung betonen.

Der himmlische Hofstaat umfasst neben den vier Lebewesen und dem Thron verschiedene Engel und Engelgruppen, deren Verhältnis zueinander apokalyptischer Tradition gemäß nicht immer ausgeglichen wird. Den Engeln verdankt der Seher insgesamt das, was er zu schreiben hat (1,1), doch auch innerhalb des visionären Geschehens kommunizieren einzelne Angehörige des himmlischen Hofstaates unmittelbar mit ihm (5,4; 10,9; 14,13; 19,9) und fungieren als Deuteengel (7,14; 17,7) oder als Führer (17,1; 21,9). Durch die Befehle des Aufschreibens (14,13; 19,9) werden wichtige Aussagen als unmittelbar für die Gegenwart der Gemeinde von Bedeutung bezeichnet; ergehen sie seitens des himmlischen Hofstaates, wird das Gewicht dieser Aussagen wiederum unterstrichen. Einzelne Mitglieder des himmlischen Hofstaates setzen die Plagen in Gang bzw. kommentieren das Geschehen. Vor allem aber hat der himmlische Hofstaat die Funktion des unaufhörlichen Gotteslobes; mit seiner Proskynese vor dem Ewigen (4,10; 5,14; 7,11; 11,16; 19,6) vollzieht er bereits jetzt das, was die Völker nach der Verheißung erst in der Endzeit vollziehen werden (15,4), vollzieht er das, was die Nichtchristen fälschlich dem Drachen (13,4) und dem Tier zukommen lassen (13,8.12; 14,9.11) und was nicht einmal den Engeln selbst zusteht (19,10; 22,9).
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3 Lesermeinungen:
Montag, 24. September 2007 22:08
Bokrug †: Nun---
–--der Monddrache kommt auch in der Apokalypse vor.

Der Maya-Kalender ist nur ein signifikantes Datum in nächster Zeit. Ebenso das Jahr 2060 für das Isaac Newton den Weltuntergang prophezeite.
Ferner das Jahr 2100 – Ende des Fische-Zeitalters, Fisch oder Delphin war ein Symbol des Urchristentums und auch über die Sterndeuter bei Christi Geburt und die Johannes-Apokalypse astrologisch fixiert.
Freitag, 14. September 2007 12:03
obelix †: grossartige Interpretation!
… und alles auf völlig christlich-römisch-katholischer Grundlage; vor allem das mit dem Maya-Kalender und dem Monddrachen.

Aber ich gebe zu bendenken dass Gott bestimmte Zeiten braucht, um etwas wie die Erde zu erschaffen (so an die dreizehn MILLIARDEN Jahre). Sollte er diese Arbeit wirklich an drei Donnerstagen zwerstören wollen? Klingt gar nicht logisch.

Wie auch immer, ich bin bereit; So lasst uns denn ein Apfelbäumchen pflanzen!
Donnerstag, 13. September 2007 01:10
Bokrug †: Hinweise
Das Tier ist der Anti-Christ 666. Seth. (Geld und Medien).

Der Drache ist der Monddrache der Materie. Sichel-Mond. Materialismus und fundamentalistischer Islam (Mond Symbol).

Der Teufel oder Satan ist Mammon-Moloch-Melkart. Luzifer.

Geld, Kunst und Kultur

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