Freitag, 28. September 2007 16:34
Bokrug †: Maria: Mutter der Kirche (Roms)
Maria, durch die laut Aussage des Engels der Heilige Geist wirkt, steht in Analogie zur Sophia und zum Ruach Elohim des AT…die Sonnenfrau der Apokalypse.

Maria trägt nicht umsonst einen blauen Mantel und hat 12 Sterne über dem Haupt – die auch die Europa-Flagge zieren.
Das von Jesaja verkündete himmlische Zeichen für die Geburt Jesu, des „Samens“ (Sohnes) des „Weibes“ (Marias), wurde dem Johannes nach der Himmelfahrt Jesu bewußt noch einmal in einer Vision auf der Mittelmeerinsel Patmos gezeigt. Im 12. Kapitel der Offenbarung, dem letzten Buch der Bibel, schreibt Johannes:

„Und ein großes Zeichen erschien am Himmel: Ein Weib, das in die Sonne(nstrahlen) eingehüllt war, und der Mond stand unter ihren Füßen, und auf ihrem Haupt (war) ein Kranz von zwölf Sternen. Und sie ist schwanger und schreit in Geburtswehen und in Schmerzen (und soll) gebären … Und sie gebar einen Sohn, ein männliches (Kind), der alle Nationen einmal mit eisernem Stabe hüten wird.“

In dieser Vision sieht Johannes noch einmal im Rückblick das Sternbild der Maria (Mirjam) zum Zeitpunkt der Geburt Jesu, die am Himmel zeichenhaft durch einen neuen Stern im Schoße der „Jungfrau“ angezeigt wurde, als – am Abend des 30. August 2 v.Chr. – der Mond gerade unter ihren Füßen stand und die Sonne das Sternbild überstrahlte. Sogar der Kranz von 12 Sternen auf dem Haupt der „Jungfrau“ ist am Himmel real vorhanden Dieser Sternenkranz auf himmelblauem Grund wurde bekanntlich zum Emblem des Vereinten Europa (EU) auserkoren.

Heiliger Geist:

Die Nennung des Hl. Geistes (AUSDRÜCKLICH) als PERSON im NT ist nachweisbar.
Die Übersetzung aus dem Griechischen Urtext ist das durchaus nicht zweideutig möglich, Irrtum.
Der Nachweis wurde hier im Forum auch schon geführt.
Aber bei gelegenheit poste ich ihn gerne nochmal.

Zur Sophia des Alten Testamentes:

Die späten Schriften des Ersten (Alten) Testaments kennen eine weiblich personifizierte göttliche Gestalt, die Weisheit (hebr. Chokmah; griech. Sophia).

http://www.kreuzer-siegfried.de/texte-zum-at/weisheit-tbl.pdf

Interessant ist nun folgendes:

JHWH wird als die Schöpfergottheit verstanden, die keinem Ding in der Welt und menschlicher Vorstellung gleicht.

Joh 4,24a „Gott ist Geist, …“

Also auch über den Geschlechterunterschieden steht.

Sie wird zwar oft „abba“, Vater, genannt, besitzt aber an sich kein menschliches Geschlecht (oder aber umfasst beide, laut relig. Lehre in Juden und Christentum).
Ist also der geistige „Urgrund aller Dinge“, keineswegs eine Vatergottheit, auch wenn sie in patriarchalischen Gesellschaften häufig so aufgefasst wurde.
JHWH (die Gottheit, „Ich bin in mir“, „Ich bin aus mir selbst heraus, „Ich bringe ins Dasein“) ist also als höchstes bewusstsein oder Geist die ursprüngliche Einheit.

Laut Bibel geht aus dieser Einheit aber nun eine Zweiheit hervor (daher der Gedanke der Trinität – der Dreieinigkeit).

Nämlich „logos“ und „Sophia“ (Geist Gottes, Heiliger Geist).

Jesus ist der „logos“ (auch schon im Alten Testament erwähnt). Das „Wort“ Gottes, durch das alles erschaffen wurde, Gottes Tat, Die „Weltseele“ und „Ewigkeit“.
Jesus als Mensch ist die Inkarnation des „logos“.

„Im Johannesevangelium wird der Begriff Logos auf Jesus Christus als das >Wort Gottes< angewandt. Die zentrale Stelle für dieses Logos-Verständnis bildet der hymnische Prolog des Johannesevangeliums (Joh 1,1-1…“

Es gibt vielfältige Übersetzungs- und Interpretationsmöglichkeiten für den Begriff: Wort, Vernunft, Geist, Gott, , Begriff, unendlich, göttliches Prinzip etc.

Der „Heilige Geist“ ist Gottes Liebe, die im Alten Testament schon erwähnte Weisheit (Sophia !) Gottes (neben dem Logos). Seine Alliebe. Die aus JHWH und dem Sohn entstand.

Der Heilige Geist wird übrigens im AT schon in der „Genesis“ erwähnt.

„Und Gottes Geist schwebte über den Wassern“. (nicht Gott selbst, man könnte den Geist vielleichta ls eine Emanation Gottes beschreiben).

Das im Hebräischen Urtext dort für „Geist“ stehende Wort steht interessanterweise im weiblichen Kasus!

Ungewöhnlich.
Aber damit sollte wohl die befruchtende, lebensspendende Wirkungs von Gottes Geist ausgedrückt werden.
Gewissermaßen die weiblichen Aspekte Gottes.

Daher kann der „Geist Gottes“ (seine Liebe und Weisheit) durchaus als mit weiblichen Eigenschaften beschreibar aufgefasst werden (er kam ja auch über Maria und in sie und zeugte Jesus, als inkarnierten Logos). Während Jesus das fleischgewordene „Wort Gottes“ war, wurde Maria (die „unbefleckte Empfängnis bezieht sich auf ihre Geburt, frei von aller Sünde, durch Elisabeth, nicht auf Jesus, im NT) vom Heiligen Geist, den Jesus nach seiner Kreuzigung den Jüngern und allen Menschen sandte, erfüllt.

Während die alleine Gottheit übergeschlechtlich ist, sind der „Logos“ (Wort, Tat, Weltseele) und die „Sophia“ (der Geist, die Liebe und Weisheit) Gottes wohl die erste Zweiheit. Nicht wesensgleich aber wesenseins mit ihm.

Altes Testament: Sprüche Salomonis 8,22-31

– die „Weisheit“ – hebr. châkemâ, griech. (LXX) sophia, lat. (Vulgata) sapientia spricht:

22.Der Herr hat mich gehabt im Anfang seiner Wege – ehe er etwas schuf, war ich da.

Vollständig:

>Der Herr hat mich gehabt im Anfang seiner Wege – ehe er etwas schuf, war ich da.
Ich bin eingesetzt von Ewigkeit – von Anfang, vor der Erde.
Da die Tiefen noch nicht waren, da war ich schon geboren – da die Brunnen noch nicht mit Wasser quollen.
Ehe denn die Berge eingesenkt waren – vor den Hügeln war ich geboren. da er die Erde noch nicht gemacht hatte und was darauf ist – noch die Berge des Erdbodens.
Da er die Himmel bereitete, war ich daselbst – da er die Tiefe mit seinem Ziel faßte
Da er die Wolken droben festete – da er festete die Brunnen der Tiefe,
da er dem Meere das Ziel setzte und den Wassern – daß sie nicht überschreiten seinen Befehl,
und hatte meine Lust täglich – und spielte vor ihm allezeit
und spielte auf seinem Erdboden – und meine Lust war bei den Menschenkindern<

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Be-re’schijt 1,1 – 1,13

1., 2. und 3. Schöpfungstag

(Genesis 1,1 – 2,4a)

Dieses Lied wird oft als nüchterner Gegenwurf zu den altorientalischen Mythen der Kanaanäer und Babylonier gesehen; Knappheit und Untertreibung des Ausdrucks verdichten aber und verdeutlichen die liedhaft-periodischen und bewußt durchgezählten Formulierungen (z.B. siebenmal die Verbwurzel b-r-’).
Bei aller Brevitas wird die Weltbildung als organische Gliederung beschrieben, die mit den inneren Differenzierungen eines Embryo (Blastula, Gastrula und weitere Trennungs- und Einfaltungs-Vorgänge) verwandt ist. In der Tat sahen die stoisch gebildeten Kirchenväter das „Hexahemeron“ (Sechstagewerk) als den Schöpfungsentwurf noch innerhalb der Weisheit an, als inneres Gespräch der väterlich-mütterlichen Gottheit, zumal die Weisheit (Sprüche, Kap. als Schöpfungswort, als Logos „im Schoße des Vaters“, identifiziert wurde. So konnte diese „Woche“ des ersten Genesis-Kapitels mit der völlig verschiedenen Folge des zweiten und dritten Genesiskapitels in Einklang gesehen werden: Die Konkretisierung der Gewächse und Tiere erfolgt (in dieser Zusammenschau durch Redaktion und Rezeption) dann erst, mit dem Menschen nicht (nur) als letztem Gleichnisbild des Gottes, sondern als erstem Wächter und Namens-Rufer inmitten des „Gartens der Lust“.
Auffällig auch die „Urflut“ in den drei Begriffen des (bereits sprichwörtlichen) „tohwu wâ-bohwu“, der „tehowm“ (THWM) und der „mâjim“, die zur Schöpfung bewältigt werden – insgesamt mythologische Erinnerungen an die babylonische Tiâmat (vgl. auch die Bewältigung und ordnende Kanalisierung der „Gewässer“ in der Theophanie am Ende des Hiob), aber auch sonst ein beliebtes Anfangs- und Grundmotiv alter Schöpfungslieder, sei es im Ausdruck „gap var ginnunga“ der altgermanischen Völuspa, sei es das „gahanam gabhîram“ des altindischen Rgveda, vergleichbar auch dem „Chaos“ im Schöpfungsanfang der Theogonie Hesiods oder in Ovids Metamorphosen.

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> und Odem Gottes brütend überm Antlitz der Wasser<

Odem steht hier im hebr. Urtext als „Geist Gottes“ ungewöhnlicherweise in der weiblichen Form. Auch das Wort „brütend“ deutet fruchtbar-weibliche Gebäraspekte an.

Ich frage mich nun:

Können „logos“ (eher mit männlichen Aspekten und Eigenschaften versehen) und „Sophia“ (der Heilige Geist, eher mit weiblichen Aspekten und Eigenschaften versehen) als eine klassische Polarität aufgefasst werden?

Es gab nachweislich in der Entwicklung des monotheistischen Judentums Einflüsse von Ägyptern (siehe auch Moses und später Jesus in Ägypten, laut Bibel) und Medern und Persern (vor allem der ebenfalls monotheistische Zoroastrismus oder Zaratusthrismus, nach dem Propheten Zaratusthra ca. 1200 vor. Chr.).

Nicht umsonst wurde Christus bei seiner Geburt von chaldäischen Sterndeutern besucht und ihm gehuldigt.

Bereits im AT ist die pythagoräische Zahlenmystik und die Merkabah-Mystik – in deren Tradition Jesus Christus und seine Trinitätslehre standen – angelegt.

Also:

Der ursprüngliche, allesdurchdringende Geist, aus dem die Welt hervorgeht (JHWH, „Jahwe“, „Ich bin der ich bin in mir“).
Die ursprüngliche Einheit. El bzw. Ruach Elohim als Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs.

Dann als seine ersten beiden Ausstrahlungen (Emanationen).

Der „logos“ (später der inkarnierte Christus) und die „Sophia“ (Weisheit Gottes, der in der Genesis erwähnte und mit weiblicher Form beschriebene „Geist Gottes“, der „heilige Geist“).
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