Montag, 8. Oktober 2007 00:41
Seraphim †: Dutroux-Affäre: Die „verunfallten“ Zeugen und die Pädophilen-Partei in den Niederlanden
In den letzten acht Jahren sind 27 (in Worten: siebenundzwanzig) Zeugen und zwei Untersuchungsbeamte im Ermittlungsverfahren gegen den Kinderschänder Marc Dutroux auf rätselhafte Weise ums Leben gekommen. Sämtliche Todesfälle sind nicht aufgeklärt.
Quelle: www.jurtext.de

http://www.konstanzer-kreis.de/Publikationen/archiv/reisegger/dieinneren.pdf
Gottverdammte Päderasten
Zu diesem Thema fehlt noch eine umfassende publizistische Darstellung bezüglich dieser erbärmlichen Kriminalitätsart in Deutschland, speziell in Hamburg und Schleswig-Holstein einschließlich des rituellen sexuellen Mißbrauchs Minderjähriger.
Da kommen allerdings Dinge über hochkarätige Personen des öffentlichen Lebens an das Tageslicht, die diese Republik in ihren Grundfesten ebenso nachhaltig erschüttern würde, wie es ähnliche Affären in Belgien getan haben.
Um einen Vorgeschmack zu vermitteln, empfehlen wir folgende Texte:
1) Kapitel 8 aus „Die Rechtsbeugermafia“ auf dieser Homepage („Die Knaben werden immer jünger“)
2) Kapitel 30 aus „Die Rechtsbeugermafia“ auf dieser Homepage („Mir ist immer so warm ums Herz“)
3) Die Informationen, die Frau H… R… aus Hamburg von einem Freund eines Mitbegründers des Radio Schleswig Holstein erhielt!!!
4) „Brüsseler Bettgeschichten“ (STERN 11/1998/204f)
5) „Missbrauchs-Prozess / Sechseinhalb Jahre Haft für 53jährigen Erzieher (DPA und LN vom 10.12.1998)
6) „Rosa Ballett“ (SPIEGEL 43/1996/188+190)
7) „Kleine blonde Pferdchen“ (SPIEGEL 12/1997/120ff)
8) „Im Tal der Finsternis“ (SPIEGEL 7/1998/116ff)
9) „Den Bart abgenommen“ (SPIEGEL 18/1998/152)
10) Zwischenbericht des Untersuchungsausschusses zur Aufklärung von Verdächtigungen gegen öffentlich Bedienstete und Personen des öffentlichen Lebens im Zusammenhang mit Ermittlungen im Trierer Rotlichtmilieu vom 16.6.1999 (Landtag Rheinland-Pfalz / 13. Wahlperiode / Drucksache 13/4466 zu 13/3086 zu 13/3039)
11) Kindersex-Ring in Portugal, wo ein Skandal um Kindesmißbrauch aufgeflogen ist. Seit über 20 Jahren wurden Jungen aus staatlichen Kinderheimen von einem Pädophilen-Ring missbraucht. Zu den Kinderschändern sollen auch Politiker und Prominente gezählt haben. Ein Angestellter der Heimleitung wurde festgenommen. Gegen ihn wurden schon seit 1982 Vorwürfe erhoben. (Hamburger Morgenpost vom 28.11.2002)
12) „Anführer der Satanssekte „TEMPLE OF SETH“, die aus der „Church of Satan“ hervorging, ist der Neonaziführer und Satanist Michael A… Dieser war in den 60er und 70er Jahren Offizier für psychologische Kriegsführung der US-Streitkräfte, zugleich Autor, Philosoph und Historiker der „CHURCH OF SATAN“. 1981 fungierte
Oberstleutnant A… mit höchster Geheimhaltungsstufe als Europa-Berater beim Amerikanischen Generalstab. Derselbe A… hielt eine satanische Zeremonie auf der „Wewelsburg“ in Deutschland ab, wo einst SS-Führer Heinrich Himmler einen Raum für schwarze Messen eingerichtet hatte. Um seine heutige Funktion als Satanist und Rechtsradikaler innerhalb der US-Streitkräfte ausüben zu können, mußte A… eine neue strenger kontrollierte Gruppierung bilden, die über die „Church of Satan“ hinausging: den „Temple of Seth“. A…, ebenfalls in sexuellen und satanischen Kindermißbrauch verwickelt, der Neonazi Gary L… und der rechtsradikale Satanspriester Anton L… stehen in enger Verbindung mit dem derzeitigen „Großdrachen der Ritter des Ku Klux Klan“ Dennis M…, ebenso wie der verstorbene Michael K… (alle eben Aufgezählten sind nebenbei bemerkt auch homosexuell). Und über Oberstleutnant A… haben alle eine Verbindung zum … TAVISTOCK INSTITUT für psychologische Kriegsführung in Sussex, England.“ (Jan van Helsing: „Geheimgesellschaften und ihre Macht im 20. Jahrhundert oder wie man die Welt nicht regiert. Ein Wegweiser durch die Verstrickungen von Logentum mit Hochfinanz und Politik“, S. 215 /möglicherweise zur Zeit noch wegen anderer Passagen indiziert)
13) Aufreger der Woche: „Warum sperrt ihn keiner ein? Dieser Mann kämpft öffentlich für Kinder-Sex!“: Ein Mann ohne Gewissen. Schamlos sagt Dieter G. (46) in aller Öffentlichkeit, was unerträglich ist: Er möchte in Hamburg seinen Pädophilen-Club „Krumme 13“ als gemeinnützigen Verein eintragen lassen. Er „kämpft“ für eine Legalisierung von Sex mit Kindern! Unglaublich, dass er das überhaupt aussprechen darf. „Er ist krank, aber leider nicht doof“, sagt Ira Falck (55) vom Kinderschutzverein ‘Dunkelziffer e.V.’, „und im Rahmen des Rechts auf freie Meinungsäußerung sind seine Aussagen sogar legal.“ Eine juristische Grauzone. Rechtsanwältin Gisela Fredeking (52) bestätigt: „Schlimm, was wir uns von diesem Mann anhören müssen. Aber er fordert nicht zu Straftaten auf, man kann ihm diese Äußerungen tatsächlich nicht verbieten.“ Unter dem Deckmantel der „Opferhilfe“ verlangt Dieter G. Verständnis für Männer, die sich zu Jungen oder Mädchen hingezogen fühlen. Verständnis für „Vorlieben“, die ein Verbrechen sind? Unfassbar! „Es ist fast unmöglich, einen sexuellen Missbrauch zu verarbeiten“, so Vera Falck. „Therapeuten können vielleicht die Wunden der Kinder heilen. Die Narben behalten sie ihr Leben lang!“ 300.000 Mädchen und Jungen werden in Deutschland jedes Jahr sexuell missbraucht. Dieter G. ist zweimal vorbestraft. Wegen Verbreitung und Besitz von Kinderpornografie. Ein mieses Geschäft, für das es immer mehr gestörte Abnehmer gibt. Jetzt fordert
er Straffreiheit für „einvernehmliche“ sexuelle Kontakte zwischen Kindern und Erwachsenen. „Kinder sind aber gar nicht in der Lage, so einem Verhältnis zuzustimmen“, stellt Cordula Stucke (47) vom Hamburger Kinderschutzbund klar: „Es besteht immer ein Machtgefälle, das der Pädophile ausnutzt.“ In den nächsten Tagen will Dieter G. seinen Antrag einreichen. Die Kinderschutzvereine sind gewappnet. Vera Falck: „Wir werden mit allen Mitteln gegen ihn kämpfen!“ Quelle: Tanya Munsche in „Frau im Bild“ vom 4.3.2002
14) Kinderpornographie: Stasi erpresste Politiker
Ex-Geheimdienst-Offizier stellt Verbindung zum Fall eines vermissten Berliner Jungen her
Von Dirk Banse und Michael Behrendt
Berlin – Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der DDR hat mit Kinderpornografie einflussreiche Persönlichkeiten in Westeuropa erpresst Das erklärt der ehemalige Verbindungsoffizier zwischen dem früheren sowjetischen Geheimdienst KGB und dem MfS, Wanja Götz (Deckname „Grigori“), in einer eidesstattlichen Versicherung, die der Berliner Morgenpost vorliegt. „Zu den Erpressten gehören Politiker, Richter (!!!) und Industrielle, von denen einige nach wie vor Einfluss in den westlichen Demokratien haben. Nach dem Fall der Mauer hat das ehemalige Stasi-Netzwerk die geheimdienstlichen in finanzielle Interessen umgewandelt. Eine Schlüsselrolle spielte Rainer Wolf, der Vater des noch immer vermissten Berliner Jungen Manuel Schadwald“ berichtet der in Berlin lebende Götz.
Nach Recherchen der Berliner Morgenpost hat auch der im August 1996 verhaftete belgische Kinderhändler Marc Dutroux, dem der Mord an mehreren Mädchen zur Last gelegt wird, zeitweise im Auftrag der Stasi gearbeitet „Es gab in der Tat Hinweise, wonach sich solche Informationen in dem Stasi-Material wieder finden, das dem amerikanischen Geheimdienst CIA zugespielt wurde. Der belgische Geheimdienst wäre gut beraten, diese Unterlagen gründlich auszuwerten“, sagt der ehemalige Geheimdienstkoordinator der Regierung Kohl, Bernd Schmidbauer (CDU). Die CIA hatte sich in den Wendezeiten umfangreiches Material über die Spionageabteilung der Hauptverwaltung Aufklärung des MfS sichern können. Wegen der Brisanz der darin enthaltenen Informationen auch über westeuropäische Politiker werden diese Unterlagen nach wie vor der Öffentlichkeit vorenthalten. Lediglich Geheimdienste durften in die von der CIA gefilterten Berichte Einsicht nehmen. Nach Expertenmeinung erklärt das, warum die Ermittlungsbehörden sowohl den Fall Dutroux als auch das Verschwinden von Manuel Schadwald bislang nicht klären konnten. Der seit Juli 1993 vermisste Junge ist nach zahlreichen Aussagen von Zeugen ins niederländische Kinderporno-Milieu verschleppt worden.
Sein Vater Rainer Wolf, ein in der DDR-Friedensbewegung eingesetzter Stasi-Mitarbeiter, war bereits vor Jahren nach Zeugenaussagen in den Verdacht geraten, seinen Sohn selbst ins Kinderporno-Milieu verbracht zu haben. Der ehemalige KGB- und Stasi-Agent Wanja Götz, dessen Deckname „Grigori“ sich auch in den Stasi-Akten über Rainer Wolf wieder findet, erklärt in seiner eidesstattlichen Versicherung: Ich hatte den Auftrag vom DDR-Geheimdienst, diesen Mann psychologisch einzuschätzen. Erst viel später erfuhr ich, dass Wolf nach seiner von der Stasi inszenierten Übersiedlung in die BRD 1984 im Auftrag der Auslandsspionage des DDR-Geheimdienstes mit Kinderpornografie Westeuropäer erpresst hat.“ Die Kinder habe sich das MfS aus DDR-Heimen geholt.
Quelle: „Berliner Morgenpost“ vom 9.2.2003
14) Hamburger Prozess um den Homo-Treff
Der Prozess gegen Markus E. (33) – es wird immer verrückter. Ihm wird vorgeworfen, im Homo-Treff „Haralds Hotel“ den erst 15jährigen M. an einen Kanadier vermittelt zu haben. Bei den Ermittlungen erfuhr die Polizei Namen von sieben Prominenten, die angeblich in dem Hotel verkehren.
Gestern wurden zwei Ermittler verhört, die zu den in Akten geschwärzten Namen Auskunft geben sollten. Taten sie aber nicht. Zeuge B. (48): „Ich darf nichts sagen. Willig bin ich schon, fürchte aber Konsequenzen“. Die Richterin drohte: „Ich kann Sie auch in Beugehaft nehmen, wenn Sie nicht endlich reden.“
In der Mittagspause erhielten die Beamten schriftliche Erklärungen vom LKA (Landeskriminalamt, d.V.): Sie dürfen die Aussage verweigern, da sonst das Wohl des Landes gefährdet sei.
Rechtsanwalt Uwe Maeffert (59) kennt die Promi-Namen inzwischen: „Bei diesem Fall wird meine schwärzeste Phantasie übertroffen.“ Fortsetzung Freitag.
Quelle: BILD-Zeitung vom 8.2.2003
15) Hamburg – Waren Promis im Homo-Treff?
Das Rätselraten um die Namen einer „Prominentenliste“, die in Gerichtsakten auftauchte geht weiter. Hintergrund: In einem Prozess ist der Ex-Leiter des Jugendcafés Altona angeklagt, weil er 1999 einem Kanadier auf dem Kiez einen minderjährigen Jungen zum Sex vermittelt haben soll. Der Kanadier wurde mit dem Jungen in „Haralds Hotel“ erwischt, einem Homo-Treff an der Reeperbahn. Der Angeklagte bestreitet dies.
Ein Polizist belastete ihn unlängst als Zeuge. Pikant: Der Hotelchef gab bei der Staatsanwaltschaft an, dass Prominente dort zu Gast gewesen seien. Er nannte sieben Promi-Namen. Die Staatsanwaltschaft ging den Namen nach, stellte aber mangels Erkenntnissen Ermittlungen in dem Zusammenhang ein. Zum Schutz der Promis schwärzte sie ihre Namen auf der Liste. Dies rügt Verteidiger Uwe Maeffert (59). Freitag wurde bekannt, dass einer der Promis als „Zielperson“, zeitweise „verdächtig“ observiert worden sein soll. Maeffert beantragte, mehr Akten beizuziehen. Der Prozess wird fortgesetzt.
Quelle: Hamburger Abendblatt vom 15.2.2003
16) Ein Skandal erschüttert Frankreich
Der Ex-Bürgermeister von Toulouse soll in perverse Orgien und Verbrechen verwickelt sein:
Eine Stadt in Frankreich, ein grausamer Serienkiller, sadomasochistische Exzesse auf einem Schloss, Drogen, Korruption und Kindesmissbrauch. Wer sich an die skandalträchtigen Fantasien eines Marquis de Sade erinnert fühlt, liegt falsch. Die Geschichte stammt aus der Gegenwart, die Stadt heißt Toulouse, und die Hauptrolle spielt der frühere Bürgermeister Dominique Baudis.
Der Familienvater war Mitte Mai vor die Fernsehkameras getreten, um seine Unschuld zu beteuern. Nein, versicherte der 56-Jährige, er habe nie an diesen „barbarischen Partys“ teilgenommen, die der verurteilte Serienmörder Patrice Alègre in den 90er Jahren für angesehene Bürger der Stadt veranstaltet haben will.
Er habe Alègre nie getroffen und keine Beziehungen zum Toulouser Rotlicht-Milieu, betonte Baudis. Schon gar nicht habe er den Killer damit beauftragt, einen Transvestiten zu beseitigen, der die Orgien auf „Chateau d’Arbas“ heimlich gefilmt haben soll. Hinter den Anschuldigungen zweier Ex-Prostituierten verberge sich ein abgekartetes Ränkespiel der Porno-Industrie. Denn Baudis steht inzwischen an der Spitze der staatlichen Medienaufsichtsbehörde (CSA).
Baudis und Alègre seien ein Liebespaar gewesen, behauptet „Patricia“, eine der früheren Prostituierten. „Fanny“, eine zweite Prostituierte, unterstützt diese Aussagen Patricias. Beide Frauen konnten die Räumlichkeiten auf dem Schloß und die dort anwesenden Personen nach Angaben aus Justizkreisen ziemlich genau beschreiben.
Und der Killer? Nach Monaten des Schweigens wandte sich Alègre unlängst mit einem Brief an den populären Moderator einer TV-Nachrichtensendung. Darin gesteht er, den Transvestiten und eine Prostituierte im Auftrag von Baudis und eines Staatsanwalts ermordet zu haben.
Rückendeckung erhält Baudis aus dem Rathaus. Es handele sich um eine „widerwärtige Intrige“, die allein dem Ansehen Baudis schaden solle, betonten die Ratsherren. Dennoch: Es scheint, als habe „Le Scandale“ soeben erst begonnen.
Quelle: dpa und Tageszeitung im Juni 2003
17) Ein Mann schockiert ganz Deutschland:
Monatelang hat der bekennende Pädophile Dieter G. versucht, sich mit einer Gruppe Gleichgesinnter als „Krumme 13“ in das Vereinsregister seiner Heimatstadt Trier eintragen zu lassen – als „gemeinnütziger Verein“. Vergeblich. Nun ist G. nach Hamburg umgezogen – und versucht sein Glück erneut.
Hinter der „Krummen 13“ verbergen sich fast ausschließlich Gefangene, die sich für die Legalisierung „einvernehmlicher sexueller Beziehungen“ zwischen Minderjährigen und Erwachsenen einsetzen wollen. Außerdem möchte die Gruppe Häftlinge unterstützen, die
aufgrund ihrer perversen Vorlieben von anderen Gefangenen drangsaliert werden. Einschlägige Erfahrungen, die G. selbst gemacht haben dürfte: Der 46-jährige ehemalige Polizist und Grenzschützer aus Düsseldorf saß ein Jahr lang in Haft, nachdem er 1997 aufgrund seines Handelns mit Kinderpornos verhaftet worden war. Nach seiner Entlassung zog G. nach Hamburg, wo er nun den Eintrag ins Vereinsregister durchsetzen will.
In der Hansestadt ermittelt die Staatsanwaltschaft bereits gegen ein anderes Mitglied der Pädophilen-Gruppe. Oberstaatsanwalt Rüdiger Bagger sagte, dass einem 26jährigen Mann die Verbreitung pornografischer Schriften vorgeworfen werde. Weitere Verfahren gegen Mitglieder der Gruppe wurden an die Staatsanwaltschaft im rheinland-pfälzischen Trier abgegeben, wo seit Monaten auch gegen den 46jährigen Leiter der Gruppe wegen der Verbreitung pornografischer Schriften im Internet ermittelt werde.
Dieser hat nach Angaben der Staatsanwaltschaft Trier auf der Homepage der Gruppe einen Aufsatz veröffentlicht, in dem der sexuelle Missbrauch eines Elfjährigen im Detail beschrieben wird. Strafbar ist diese „Gesinnungsbekundung“ laut Gesetz allerdings nicht. Dennoch haben die Ermittler Probleme mit der Verfolgung der Aktivitäten der „Krummen 13“, da die Gruppe regelmäßig ihre Internetadresse wechselt.
Beim zuständigen Vereinsregistergericht Hamburg-Mitte ist derweil kein entsprechender Antrag der Pädophilen-Gruppe eingegangen. Die Verantwortlichen im Registergericht seien „hoch sensibilisiert“, versicherte eine Sprecherin. Und: „Die Alarmglocken läuten bereits.“ Zahlreiche Kinderschutzverbände haben bereits weitere Schritte gegen die Gruppe angekündigt.
Quelle: Lübecker Nachrichten vom 23.2.2002
18) Harter Schlag gegen Pädophilen-Szene
Weltweit schlugen in gestern Fahnder von Interpol im Kampf gegen Kinderporno-Händler zu. Beamte des BKA nahmen in Hamburg einen Verdächtigen fest.
Am Morgen schlug die Polizei zu – weltweit: Bei den international koordinierten Einsätzen ging es gegen die bandenmäßige Verbreitung von Kinderpornografie im Internet. In Deutschland stürmten die Beamten gestern zu früher Stunde Wohnungen in Berlin, Hamburg, Ingolstadt, Stuttgart, Aalen und Tuttlingen. In der Hansestadt an der Elbe wurde ein 40-Jähriger in seiner Wohnung von den Fahndern überrascht. Hier beschlagnahmte das BKA umfangreiches Beweismaterial: ein Rechner, mehrere hundert CD-ROM und etwa 7000 Euro Bargeld, das wahrscheinlich aus dem Handel mit den schmutzigen Bildern und Videos stammt.
In Berlin wurde nach Angaben des Bundeskriminalamtes (BKA) in Wiesbaden ein 33-jähriger Deutscher festgenommen, der bereits im April 2001 wegen Verbreitung von Kinderpornografie festgenommen worden war. Es wurden ein Computer und umfangreiche Datenträger sichergestellt. Bei dem Tatverdächtigen in Ingolstadt handelt es sich um einen 33-jährigen Deutschen, der bereits im Jahr 1999 im Rahmen der Ermittlungen zum Kinderpornografie-Ring mit der Bezeichnung „Wonderland“ zu einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten auf Bewährung verurteilt worden war. Bei dem Verdächtigen wurden insgesamt fünf Computer, ein Laptop sowie diverse Datenträger und Videokassetten sichergestellt.
In Stuttgart wurde die Wohnung eines jungen Mannes gestürmt, der allerdings nicht selbst an den illegalen Geschäften beteiligt sein soll, sondern sein 22jähriger Mitbewohner. In Tuttlingen wurde bei einem 28-jährigen Mann ermittelt. Auf seinem Rechner befanden sich nach einer ersten Stichprobe der Beamten über 4500 kinderpornografische Bilddateien.
International waren die Ermittler nach Informationen von Interpol in Lyon in Spanien, den Niederlanden, Schweden, England, Japan, Kanada, den USA und der Schweiz aktiv. Auch hier gab es etliche Festnahmen. In den USA wurden die Wohnungen von sieben Beschuldigten durchsucht. Bei einem Tatverdächtigen im Bundesstaat Oregon wurden zwölf Festplatten, 200 CD-ROM sowie 200 Videokassetten sichergestellt. Im Bundesstaat Ohio wurde ein Verdächtiger dabei erwischt, als er sich gerade in dem entsprechenden Chat--Forum aufhielt. Weltweit sind den Angaben des BKA zufolge 31 Tatverdächtige in elf Staaten identifiziert worden. Gegen sie besteht außerdem der Verdacht, entweder selbst Kinder sexuell missbraucht oder zumindest engen Kontakt zu den Tätern zu haben, da das bereits früher sichergestellte kinderpornografische Material eine erschreckende Brutalität zeige. Das schmutzige Material soll über einen geheimen Chatkanal im Internet, der nur eingeweihten Pädophilen bekannt war, ausgetauscht worden sein.
Die polizeilichen Ermittlungen werden anhand der heute gewonnenen Erkenntnisse weitergeführt. Die Auswertung der umfangreichen sichergestellten Datenträger wird vermutlich einige Wochen in Anspruch nehmen.
Schleswig-Holstein war bei der Groß-Razzia nicht betroffen. Im Norden sorgte zuletzt der Fall eines 26-jährigen Mannes aus Wahlstedt (Kreis Segeberg) für Aufsehen, der im Sommer 2000 im Internet die Anleitung zur Entführung, Vergewaltigung und Ermordung eines Kindes veröffentlicht hatte. Durch die Auswertung des beschlagnahmten Computermaterials konnte das Landeskriminalamt zahlreiche Namen und Adressen pädophiler User ermitteln. Möglicherweise stehen diese Daten in Verbindung zu der weltweiten Razzia: Elf Verfahren leitete die Staatsanwaltschaft Kiel im Winter vergangenen Jahres an das BKA weiter, da auch Namen von pädophilen Usern außerhalb Deutschlands ermittelt werden konnten.
Wie beim Schneeball-System können mit jedem ermittelten Kinderporno-Besitzer weitere Pädophile ermittelt werden, was in der Szene für Nervosität sorgen dürfte. Der Besitz und Handel mit derartigen Videos und Bildern sei nicht zuletzt aufgrund der jüngsten Razzien für diese Gruppe extrem gefährlich, heißt es aus Polizeikreisen.
Nach Schätzungen des US-Zolls sind 100 000 Web-Sites weltweit in den Handel mit Kinderpornos verwickelt. Der Kampf gegen die Internet-Kriminalität ist verstärkt worden. Eine Chronik wichtiger Fahndungserfolge in Deutschland:
September 2000: Dem BKA gelingt einer der erfolgreichsten Schläge gegen die Kinderporno-Szene: 1000 Ermittlungsverfahren können eröffnet werden. Januar 2001: Die Karlsruher Polizei stößt bei der Auswertung eines Computers auf 40000 pornografische Bilddateien.
April 2001: Die Polizei sprengt einen Kinderporno-Ring in Sachsen-Anhalt: 1500 Videos, CD’s und Zeitschriften sowie Computer, Kameras und Rekorder werden kassiert.
Januar 2002: Mehr als 50 000 Kinderporno-Bilder werden bei einem Mann im oberbayerisehen Schliersee sicher gestellt. Die meisten Bilder stammen aus Asien.
Quelle: Lübecker Nachrichten 21.3.2002
19) Skandal um pädophile Priester in den USA: Katholische Kirche leistet Abbitte – Entschuldigung bei Sex-Opfern
DALLAS – Die katholischen Bischöfe in den USA haben sich bei den Opfern, die von pädophilen Priestern sexuell missbraucht wurden, öffentlich entschuldigt. Zum Auftakt der dreitägigen Frühjahrstagung von rund 280 katholischen US-Bischöfen in Dallas (US-Bundesstaat Texas) sagte der amtierende Präsident der Bischofskonferenz, Wilton Gregory: „Ich biete hiermit jedem von Ihnen, die von einem Priester oder einem Kirchenangestellten Leid erfahren haben, meine tiefstempfundene Entschuldigung an.“ Und er fügte hinzu: Was wir Bischöfe getan und was wir unterlassen haben, hat zu dem Missbrauch beigetragen. Wir werden jede Anstrengung unternehmen, die Kirche durch Ihre (der Missbrauchten) Augen zu betrachten.“
Auf der Tagung wollen die Geistlichen über Konsequenzen aus dem Sexskandal um pädophile Priester beraten, der sich in den vergangenen Monaten immer stärker ausgeweitet hat. Im Mittelpunkt steht ein Positionspapier, nach dem künftig Priester und andere Kirchenmitarbeiter, die sich an Minderjährigen sexuell vergehen, sofort entlassen werden. Vergehen aus der Vergangenheit sollen von „Fall zu Fall geprüft“ werden. Papst Johannes Paul II. hatte im April alle 13 US-Kardinäle in den Vatikan berufen, eine radikale Aufarbeitung der Fälle angemahnt und für die Zukunft ein kompromissloses Vorgehen bei sexuellem Missbrauch gefordert. Bereits gestern waren überraschend Opfer von pädophilen Priestern mit einer Reihe von Bischöfen sowie mit vier Kardinälen zusammengetroffen. Etwa zwei Dutzend der Opfer informierten hinter geschlossenen Türen die Geistlichen persönlich über die verheerenden Auswirkungen des sexuellen Missbrauchs.
Quelle: Lübecker Nachrichten vom 14.6.2002
20) OSTERHOLZ-SCHARMBECK – Die kleine Pokemon-Figur auf dem Grab von Dennis Klein war die letzte Erinnerung an glückliche Kindertage des Jungen. Warum der Neunjährige aus Osterholz-Scharmbeck bei Bremen vor zwei Jahren sterben musste, ist bis heute ungeklärt.
„Eine heiße Spur hatten wir bislang nicht, wir verfolgen jedoch 200 Hinweise“, sagte der Sprecher der 20-köpfigen Sonderkommission, Detlef Kaldinski, gestern in Osterholz. Dennis war am 5. September 2001 über Nacht aus einem Schullandheim verschwunden. Seine Leiche wurde zwei Wochen später gefunden. Die Fahnder untersuchten fast 2500 Spuren. Dabei schälte sich das Bild eines pädophilen Sexualtäters heraus: Insgesamt 40 Taten, darunter vier Morde an Jungen, hat der Unbekannte
im Bereich Bremen, in Schleswig-Holstein und in den Niederlanden verübt.
So verschwand am 24. Juli 1995 der achtjährige Dennis Rostel aus dem Ferienzeltlager Selker Noor bei Schleswig. Zwei Wochen später wurde er ermordet bei Skive in Dänemark gefunden. In der Nacht zum 31. März 1992 verschwand der 13jährige Stefan Jahr aus Hamburg aus einem Internat in Scheeßel.
In norddeutschen Schullandheimen tauchte nachts über Jahre hinweg immer wieder ein Unbekannter auf. Er berührte Jungen unsittlich, entkam jedoch stets. Inzwischen hat die Kripo ein Profil des Täters erstellt. Er soll 28 bis 35 Jahre alt sein, auffallend groß und kräftig.
Quelle: „Lübecker Nachrichten“ vom 2. September 2003
21) Knabenchorleiter erneut wegen Kindesmissbrauch angeklagt
Berlin/Anklam (dpa) Der ehemalige Knabenchorleiter und stellvertretende Bürgermeister von Anklam (Ostvorpommern), Wilfried Scheffler, ist erneut wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern angeklagt worden. Da Fluchtgefahr bestehe, sitze er seit Ende Juli in Berlin in Untersuchungshaft, sagte gestern der Berliner Justizsprecher Björn Retzlaff. Er bestätigte damit einen Bericht des „Nordkurier“.
Scheffler, der gestern im Gefängnis seinen 60. Geburtstag beging, war bereits 1993 vom Stralsunder Landgericht zu einer Bewährungsstrafe von 22 Monaten wegen Kindesmissbrauchs verurteilt worden. Er hatte sich an zwei elf und 14 Jahre alten Jungen aus dem Anklamer Knabenchor vergangen. Im Falle einer Verurteilung müsse er nun mit einer Freiheitsstrafe rechnen, sagte Retzlaff. Der Prozess beginnt spätestens in einem halben Jahr.
Die neue Anklage legt dem ehemaligen CDU-Kreisvorsitzenden 79 Fälle von schwerem Kindesmissbrauch zur Last. Die Taten soll Scheffler zwischen 1995 und 2002 in Berlin an einem 1987 geborenen Jungen begangen haben. Es soll sich um einen Klavierschüler Schefflers handeln.
Nach einer Anzeige der Eltern des Jungen waren vor einem Jahr sowohl die Anklamer Hauptwohnung des Verdächtigen als auch seine Zweitwohnung durchsucht worden. Die Ermittler beschlagnahmten Computer, Disketten und Videokassetten.
Quelle: Ostsee-Zeitung vom 6.8.2003
22) Porno-Verdacht: Bremer Politiker gibt Mandat ab
BREMEN – Wegen des Vorwurfs der Verbreitung pornografischer Schriften hat der Bremer SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Michael Engelmann sein Mandat niedergelegt. Der 34-jährige bekennende Homosexuelle trat zugleich als Bundesvorsitzender der Lesben und Schwulen in der SPD (Schwusos) zurück.
Gegen Engelmann wird nach Paragraf 184 Strafgesetzbuch ermittelt. Darin wird unter anderem der Besitz und der Handel mit Darstellungen geahndet, die den sexuellen Missbrauch von Kindern zeigen. Der Paragraf 184 sieht eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder Geldstrafe vor. „Wir haben den Schock immer noch nicht überwunden“, sagte der Bremer SPD-Landesvorsitzende Detlev Albers in einer ersten Reaktion. „Für die Sache der Schwulen und Lesben ist ein großer Schaden entstanden, zumal Michael Engelmann seit Jahren an exponierter Stelle für die Rechte gleichgeschlechtlicher Lebensbeziehungen eingetreten ist.“
Die Partei erwägt jetzt einen Ausschluss von Engelmann, werde aber alle Regeln rechtsstaatlichen Vorgehens einhalten und zunächst den Abschluss der staatsanwaltlichen Ermittlungen abwarten. Die Fraktionsspitze hat nach den Worten von Albers seit zwei Tagen intensive Gespräche mit dem Abgeordneten geführt. „Dabei hat sein Verhalten erkennen lassen, dass an den Vorhaltungen der Staatsanwaltschaft etwas dran ist“, sagte Albers.
Quelle: „Lübecker Nachrichten“ vom 11. Oktober 2003
23) Angeblich Kinderleichen in Köln verscharrt
Im mysteriösen Fall angeblich missbrauchter und getöteter Kinder will die Polizei ein großes, unwegsames Gelände durchsuchen. Einem „vagen anonymen Hinweis“ zu Folge seien auf dem rund 60.000 Quadratmeter großen Areal Kinderleichen verscharrt worden.
Quelle: Zeitungsartikel vom 6.4.2004
24) Mafia-Verdacht im Dutroux-Prozess
Arlon – Der Verdacht mafiöser Verstrickungen rund um den belgischen Kinderschänder Marc Dutroux bekommt neue Nahrung. So sollen zwei Opfer des mutmaßlichen Mädchenmörders nach Zeugenaussagen vor ihrer Entführung in ein Stundenhotel an der
belgischen Küste gelockt worden sein. Ein Polizeifahnder beschuldigte gestern zudem den Untersuchungsrichter Jacques Langlois im Schwurgericht von Arlon, er habe sich mit seinen Ermittlungen „nicht in die Mafia von Charleroi einmischen“ wollen.
Quelle: Ostsee-Zeitung vom 7. April 2004
25) Mädchenmörder weiterer Verbrechen beschuldigt
Arlon – Der mutmaßliche Mädchenmörder Marc Dutroux hat möglicherweise mehr Straftaten auf dem gewissen als bisher angenommen. Auch zwei weitere Vergewaltigungen, ein Mordversuch und eine fehlgeschlagene Entführung könnten auf das Konto des vorbestraften Kinderschänders gehen, sagte ein Polizeikommissar am Donnerstag im Schwurgericht von Arlon. Ein Kripo-Inspektor habe aber seinerzeit verschiedene Taten von Dutroux gedeckt.
Quelle: Ostsee-Zeitung vom 10. April 2004
26) Kinderschänder stürzt Minister
BRÜSSEL – Nach der kurzen Flucht des belgischen Kinderschänders Marc Dutroux sind Justizminister Stefaan de Clerck und Innenminister Johan Vande Lanotte gestern zurückgetreten. Sie übernahmen damit die Verantwortung für die nicht ausreichenden Sicherheitsvorkehrungen im Umgang mit dem Straftäter. Entsprechende Forderungen waren in der Opposition laut geworden. Dutroux war nur vier Stunden nach seiner Flucht wieder gefaßt worden. Der 42jährige entkam zunächst auf dem Weg zu einer Akteneinsicht im Justizpalast von Neufchateau. Er riß die Waffe eines Polizeibeamten an sich und floh dann mit einem Renault Megane, den er einer zufällig am Gerichtsgebäude vorbeikommenden Frau abnahm. Später wurde er von einem Polizeihubschrauber in einem Auto gesichtet, das zwölf Kilometer von Neufchateau entfernt im Schlamm stecken geblieben war. Dutroux muß sich wegen der Entführung von sechs Mädchen sowie der Ermordung von vier dieser Kinder vor Gericht verantworten. Der Fall Dutroux, bei dem es mehrere schwere Fahndungspannen gab, hatte ganz Belgien in eine tiefe Krise gestürzt.
Quelle: „Lübecker Nachrichten“ vom 24.4.1998
27) Dutroux blieb im Matsch stecken
Die spektakuläre Flucht des belgischen Kinderschänders Marc Dutroux ist nach wenigen Stunden gescheitert, der Mann, der mindestens sechs Kinder entführt und vier von ihnen getötet hat, sitzt wieder hinter Gittern. Doch die Flucht löste in Belgien eine Welle der Empörung aus. Justizminister Stefaan De Clerck und
Innenminister Johan Vande Lanotte traten zurück. Die Frage, die ein ganzes Land ungläubig stellt, blieb unbeantwortet: Wie konnte das passieren?
Die Flucht des angeblich bestbewachten Häftlings Belgiens dauerte nur knapp vier Stunden. Der Kinderschänder wollte im Gerichtsgebäude der Ardennenstadt Neufchateau seine Akten einsehen. Dort gelang es ihm, einem Polizisten die Waffe zu entreißen und zu entkommen. Die Pistole war nicht geladen. Dutroux konnte dann rund 20 Kilometer von Neufchateau in einem Waldstück gestellt werden, nachdem sein Fluchtwagen im Schlamm stecken geblieben war.
An der Großfahndung hatten sich Polizeikräfte aus Luxemburg, Frankreich und Deutschland beteiligt. Die Grenzen zu Belgien und Luxemburg wurden abgeriegelt. Selbst die belgische Armee sollte zur Suche eingesetzt werden, 14 Hubschrauber standen schon bereit.
Nach Polizeiangaben stürzte Dutroux mit der Waffe ins Freie, lief davon und zwang einen vorbeikommenden Autofahrer zur Herausgabe seines Fahrzeugs. Dieses Auto wurde wenig später aufgefunden. Inzwischen hatte sich der Flüchtige ein zweites Fahrzeug verschafft. Der Wagen wurde später in einem Schlammloch im Wald entdeckt. Dutroux leistete keinen Widerstand.
Die Umstände der Flucht des seit August 1996 in Arlon an der Grenze zu Luxemburg einsitzenden Schwerverbrechers lösten heftige Spekulationen um Mithelfer oder ein Komplott aus. Seit seiner Verhaftung war immer wieder der Verdacht aufgekommen, Dutroux habe Helfer in höchsten belgischen Kreisen, auch in Politik und Justiz.
Der bereits einschlägig vorbestrafte Elektriker war am 13. August 1996 verhaftet worden. Warum Dutroux, der normalerweise wegen zahlreicher Morddrohungen von schwerbewaffneten und mit kugelsicheren Westen bekleideten Polizisten begleitet wird, nur mangelhaft bewacht wurde, war zunächst unklar. So war Dutroux nicht angekettet, wie es sonst bei der Durchsicht von Akten bei Häftlingen üblich ist. Dutroux hatte seit fast zwei Wochen täglich Akteneinsicht genommen, um sich auf seine Verteidigung vorzubereiten.
Der Fall des Kinderschänders Marc Dutroux war von Anfang an eine Serie von Pannen. Justiz und Polizei hatten bei den Ermittlungen total versagt.
Es fing damit an, daß Dutroux nach einer ersten Verurteilung wegen Kindesmißbrauchs vorzeitig aus der Haft entlassen wurde, ohne daß psychologisch geprüft wurde, ob ein Rückfall zu erwarteten war. Als 1995 verschiedene Mädchen verschwanden, zählte auch Dutroux sofort zu den möglichen Tätern. Doch bei den Ermittlungen behinderten sich verschiedene Polizeibehörden gegenseitig, anstatt ihre Arbeit abzustimmen.
Die schwerste Panne gab es, als mehrere Polizisten ein Haus von Dutroux durchsuchten und die beiden entführten Kinder Julie und Melissa, die im Keller hinter einer doppelten Wand versteckt waren, nicht fanden. Beide Mädchen lebten damals noch und riefen sogar um Hilfe.
Man gab zu, gedämpfte Kinderstimmen gehört zu haben, aber die Polizisten glaubten, sie kämen von der Straße.
Die Öffentlichkeit war über die Schlamperei so empört, daß verschiedene Untersuchungsausschüsse eingesetzt wurden, um die Verantwortlichkeiten zu klären. Erst Mitte Februar war ein umfangreicher Bericht einer parlamentarischen Kommission veröffentlicht worden, in dem schwere Vorwürfe gegen Justiz und Polizei erhoben wurden. Wesentliche Schlußfolgerung des Berichts: die Kinder könnten noch am Leben sein, wenn es nicht die Serie von Fehlern und Mängel im ganzen Sicherheitssystem gegeben hätte. Gleichzeitig leitete die Regierung verschiedene Reformen des gesamten Justiz- und Polizeisystems ein.
Die Mühlen der belgischen Justiz gegen den früheren Elektriker Dutroux mahlen aber nur langsam. Dutroux war am 13. August 1996 zusammen mit seiner Frau und einigen Komplizen verhaftet worden. Der Prozeß war allerdings nicht vor 1999 geplant.
Perverser Psychopath
Sein Photo ging um die Welt, sein Name ist zum Inbegriff für Sexualverbrechen an Kindern geworden: Marc Dutroux.
Als ältestes von vier Kindern wurde er am 6. November 1956 in Brüssel geboren. Schon als Jugendlicher kam er wegen Diebstählen mit dem Gesetz in Konflikt, flog wegen des Verkaufs von pornographischen Photos von der Schule, bevor er Elektriker wurde.
Wegen sexueller Vergehen wurde Dutroux erstmals im Februar 1986 festgenommen. Ihm wurde die Entführung und Vergewaltigung von fünf jungen Frauen im Alter zwischen zwölf und 19 Jahren zur Last gelegt. 1989 wurde er deshalb zu einer Gefängnisstrafe von dreizehneinhalb Jahren verurteilt. Wegen guter Führung wurde er aber schon 1992 wieder auf freien Fuß gesetzt – ohne psychologische Prüfung und trotz der Warnung von Experten, daß es sich um einen „perversen Psychopathen“ handele, der eiskalt und skrupellos vorgehe.
Nach der Entlassung nahm Dutroux keine geregelte Arbeit mehr an und lebte in der Gegend von Charleroi gemeinsam mit seiner zweiten Frau, der Lehrerin Michele Martin, und den gemeinsamen drei Kindern, zwei Jungen und einem Mädchen, offiziell von der Sozialhilfe. Doch schnell knüpfte Dutroux an seine kriminelle Vergangenheit an: Autoschiebereien, Diebstähle und schließlich wieder die Entführung von Mädchen. In der Gefangenschaft wurden diese offenbar zu abscheulichen sexuellen Handlungen gezwungen.
Im Juni 1995 entführt er die achtjährigen Freundinnen Julie und Melissa in Lüttich, im August die Teenager An und Eefje an der Küste. Während der Suche gerät der einschlägig vorbestrafte Dutroux immer wieder ins Visier der Ermittler. Doch schier unglaubliche Pannen bei Polizei und Justiz lassen ihn unbehelligt. Erst nach der Entführung der 14jährigen Laetitia aus der Nähe der Ardennenstadt Neufchateau im August 1996 zieht sich das Netz um ihn zu.
Am 13. August 1996 wird Dutroux mit seiner Frau und weiteren Komplizen festgenommen, zwei Tage später Laetitia und ein weiteres Opfer aus seinem Haus befreit. Für Julie, Melissa, An und Eefje kommt der Fahndungserfolg zu spät: Sie werden auf seinen Anwesen tot aufgefunden. Ganz Belgien steht unter Schock. Auch Dutroux’ Mutter kann es nicht fassen: „Ich schäme mich, ein solches Ungeheuer zur Welt gebracht zu haben.“
Quelle: „Lübecker Nachrichten“ vom 24. April 1998
28) Konflikt um «Terre des Hommes» in Indien
Das Kinderhilfswerk nach dem Pädophilie-Skandal
Die indische Partnerorganisation des schweizerischen Kinderhilfswerks «Terre des Hommes» hat gegen dieses schwere Vorwürfe erhoben: Die Lausanner Organisation habe ihre Unterstützung von vier Schulen eingestellt, weil sie den Skandal über einen ehemaligen Leiter verdecken wolle, welcher der Pädophilie und der Unterschlagung verdächtigt wird. Ende 1996 wurde der Leiter des indischen Partnerwerks von «Terre des Hommes» (TdH), Milton McCann, von der Mutterorganisation in Lausanne entlassen. Der Grund war ein schwerer Verdacht der Pädophilie. McCann, ein indischer Christ, soll über Jahre hinweg seine Machtposition missbraucht haben und junge Knaben, darunter viele Waisen, die in einem TdH-Heim in Westbengalen untergebracht waren, zum Sexualverkehr verführt haben. Gleichzeitig gibt es zahlreiche Verdachtsgründe, dass McCann mit den Hilfsgeldern aus der Schweiz mehr als grosszügig umgegangen war und kaum einmal Rechenschaft darüber abgelegt hatte. TdH, vom Goodwill privater Spender abhängig und daher auf ihren guten Ruf bedacht, wollte den Skandal möglichst rasch loswerden. Gegen McCann wurde in Kalkutta ein Gerichtsverfahren angestrengt.
Bleibende Verbindungen
Beinahe vier Jahre später ist das Verfahren immer noch hängig. Nicht nur das: McCann ist weiterhin Geschäftsführer eines Kinderhilfswerks, Usthi Foundation, das massgeblich mit schweizerischen Spendegeldern unterhalten wird. Usthi waren von TdH in ihrem Hauptquartier in Kalkutta Büroräume zu Verfügung gestellt worden, und eine Zeit lang gelang es McCann auch nach seiner Entlassung, über diese räumliche Nachbarschaft die plötzlich verwaiste TdH Indien weiterhin zu beeinflussen. Dass McCann noch immer unbehelligt wirken kann, ist zudem nicht (nur) eine Begleiterscheinung der langsam mahlenden indischen Justizmühlen. TdH habe sich, dies ist zumindest der Vorwurf des Leiters von TdH India, S. K. Biswas, kaum Mühe gegeben, die Klage gegen McCann voranzutreiben.
Biswas, der in einem TdH-Spital als Chirurg gearbeitet hatte, war 1997 von TdH Lausanne zum Sekretär der indischen Partnergesellschaft berufen worden. Nach dem Zeugnis schweizerischer TdH-Mitarbeiter gelang es Biswas, die Organisation in kurzer Zeit aus der Krise herauszuführen. Gleichzeitig wollte er auch das diffuse Verhältnis zur «Mutter» in
Lausanne auf sichere Beine stellen. Obwohl TdH Indien eine selbständige Organisation ist und obwohl es keinen Partnerschaftsvertrag gibt, wurde sie seit ihrer Gründung wie eine Filiale mit Geldern aus Lausanne unterstützt. Heute rechtfertigt sich die grosse Hilfsorganisation damit, dass sie während Jahren nur als Zahlstelle fungierte, während lokale Partnergruppen überall in der Schweiz die Beziehungen mit Indien aufrechterhielten. Diese diffuse Beziehung kam McCann gelegen, da er so mit den Geldern nach Belieben umspringen konnte junge «Söhne» McCanns, so ein Bericht von TdH Elsass aus dem Jahr 1996, sollen mit Cartier-Uhren umherstolziert sein.
Laxe Kontrollen
Letztes Jahr wurde TdH Indien mit der Nachricht aus Lausanne überrascht, dass die Finanzierung der Schulprogramme innert dreier Jahre eingestellt würde. Dies sei das Resultat einer neuen strategischen Ausrichtung des Hilfswerks, in der die Erziehung keine Kernaktivität mehr sei. Aus der Sicht von Biswas versteckt sich dahinter aber mehr. Er hegt den Verdacht, dass TdH die Tätigkeit in Westbengalen möglichst rasch einstellen wollte. Wenn sie aber bereit war, dafür eine zentrale Aufgabe weltweit fallen zu lassen, musste sie schon schwerwiegende Gründe haben. «Wusste die Organisation mehr über die pädophilen Aktivitäten ihres Vertreters in Indien und fürchtet nun den Vorwurf, nicht rechtzeitig gehandelt zu haben? Oder ist McCann vielleicht sogar im Besitz von Dokumenten, welche Personen in Europa belasten könnten?», fragt Biswas.
Ebenso schwer wiegt der Verdacht, dass TdH ihrer Pflicht zur finanziellen Kontrolle während vieler Jahre nicht nachgekommen sei. Es gibt Dokumente, die zeigen, dass McCann sich geweigert hatte, Finanzkontrollen und Projektevaluationen aus der Schweiz zu akzeptieren. Und es gelang ihm, sich mit Hilfe schweizerischer Freunde gegenüber Lausanne auch durchzusetzen. Der Stiftungsrat hatte sogar explizit jede Kontrolle der indischen Organisation aus den Händen gegeben, als McCann damit drohte, eine eigene Organisation auf die Beine zu stellen. So kam es, dass ein schweizerischer Programmverantwortlicher berichten musste, er habe während seiner Jahre als TdH-Vertreter in Indien kein einziges Mal Einsicht in die Bücher bekommen. Nun will die Organisation mit einem Mal Kehraus machen und überlässt die indische Partnerorganisation mit ihren vier Schulen ihrem Schicksal. Mitarbeiter von TdH Indien befürchten sogar, dass McCann diese übernehmen könnte, wenn die finanzielle Unterstützung aus Lausanne in anderthalb Jahren ausläuft.
Bestechungsvorwürfe
Dieses Risiko ist umso realer, als die pendente Klage gegen McCann nur eine relativ unbedeutende Hinterziehung von Stiftungseigentum betrifft, die pädophilen Aktivitäten aber mit keinem Wort erwähnt. Der Grund, laut dem zuständigen Untersuchungsbeamten in Kalkutta: Die Vorwürfe sind verjährt. Aber es gibt verbürgte Belastungsaussagen, die sich auf Ereignisse im Jahr 1996 stützen. Warum wurden diese nicht in die Klage aufgenommen? Der Beamte habe von Biswas Bestechungsgelder verlangt. Lausanne, darauf angesprochen, habe dies verständlicherweise kategorisch zurückgewiesen, es aber unterlassen, so Biswas,
die Behörden davon in Kenntnis zu setzen und auf eine Überweisung des Falls an die Kriminalpolizei CBI zu drängen. Die Anklageschrift sieht nun ganz so aus, als sei der Beamte, Mrinal Sarkar, bei der Gegenseite fündig geworden. Auf die Frage, ob er denn annehme, dass McCann in Haft kommen werde, meinte er freimütig: «Ich glaube nicht, dass er sitzen wird.»
Statt dass McCann belangt wird, sieht sich nun Biswas unter Klage gestellt – von niemand anderem als dem Kinderhilfswerk in Lausanne, das ihn vor drei Jahren angestellt hat. TdH zieht die Integrität ihres «Troubleshooter» zwar nicht in Zweifel, ist aber verärgert über den manichäischen Eifer, mit dem sich Biswas für die Rettung der Schulen – und damit gegen die Mutterorganisation, die sich zurückziehen will – einsetzt. Der neue Generalsekretär, Peter Brey, weilte im Juni in Kalkutta, vermied es aber, das Hauptquartier zu besuchen und den Beschluss, die Hilfe auslaufen zu lassen, der Belegschaft zu erläutern. Er beharrte darauf, dass Biswas ihn im Hotel besuche – was dieser zurückwies. Der Präsident der indischen TdH, Christian Wenger, hat wie das Vorstandsmitglied Heini Hertach – beide sitzen auch im Lausanner Stiftungsrat – die Organisation, der sie vorstehen, seit Ausbruch der Krise vor vier Jahren nie besucht. Diese Verhaltensweisen wecken den Eindruck, das Kinderhilfswerk wolle möglichst rasch das Buch McCann und Kalkutta zuschlagen, auch wenn dabei viel Ungelöstes unter den Teppich gewischt wird.
Dieses Verhalten ist wenig verständlich, wenn man bedenkt, dass die Krise um McCann die indische Organisation traumatisiert hat. Biswas und seine Mitarbeiter machen zudem geltend, dass sie ihres Lebens nicht mehr sicher seien. Bei einem Besuch in einer der Schulen seien sie kürzlich von Unbekannten umringt und mit Gewalt bedroht worden – sie vermuten, dass McCann dahinterstecke. Hinzu kommen Vorwürfe, dass die Lausanner Organisation zu wenig tue, um sich gegen die Infiltration durch Pädophilen-Ringe zu wehren. Nur wenige Monate nach der Entlassung von McCann in Indien musste das Hilfswerk 1997 seinen Delegierten in Äthiopien wegen ähnlicher Vorwürfe entlassen. Dasselbe geschah mit McCann in Indien – mit dem Unterschied, dass dieser immer noch einem schweizerischen Hilfswerk vorsteht, das früher der Lausanner Organisation nahestand. Handkehrum sieht sich die indische Organisation, die von McCann-Leuten gesäubert wurde, aufs Trockene gesetzt und muss nun befürchten, dass ihr das Geld ausgeht, mit dem sie die Erziehung von über 1400 Kindern mittelloser Eltern unterstützt hat.
Quelle: Neue Zürcher Zeitung vom 11. August 2000, Seite 27
29) Tod beim Todesvideo – Initiative erhebt schwere Vorwürfe gegen Berliner Justiz
BERLIN – Der seit 1993 vermißte Manuel Schadwald aus Berlin ist nach Erkenntnissen einer belgischen Bürgerinitiative in die Fänge eines Kinderporno-Netzwerks geraten. Die Initiative „Werkgroep Morkhoven“ warf der deutschen, belgischen und niederländischen Justiz vor, trotz verschiedener Hinweise seien die Kinderporno-Händler über Jahre hinweg unbehelligt geblieben. Marcel Vervloesem von der Initiative meinte, er glaube, daß der Junge bei einem sogenannten Todesvideo ums Leben gekommen sei.
Der damals zwölfjährige Manuel soll nach Erkenntnissen der Bürgerinitiative von dem Berliner Ludwig A. verschleppt worden sein. Beim Ausfindigmachen des 44jährigen sei es zu einer Panne der Berliner Polizei gekommen, heißt es in einem Zeitungsbericht.
Die Berliner Staatsanwaltschaft wies die gegen sie gerichteten Vorwürfe zurück. Es sei nicht richtig, daß die Polizei und die Justiz Kinderschänder decke, sagte Generalstaatsanwalt Hansjürgen Karge: „Wir wissen nicht, was aus Manuel geworden ist.“ Für die Berliner Staatsanwaltschaft gebe es keinen Fall Schadwald, da keine Anhaltspunkte für eine Straftat zu erkennen seien.
Quelle: „Lübecker Nachrichten“ vom 24.4.1998
30) In den letzten acht Jahren sind 27 (in Worten: siebenundzwanzig) Zeugen und zwei Untersuchungsbeamte im Ermittlungsverfahren gegen den Kinderschänder Marc Dutroux auf rätselhafte Weise ums Leben gekommen. Sämtliche Todesfälle sind nicht aufgeklärt.
Quelle: www.jurtext.de
31) HAMBURG – – Hamburgs Justizsenator Roger Kusch (CDU) hat nach Justizpannen bei den Ermittlungen gegen einen 38-jährigen mutmaßlichen Kinderschänder Konsequenzen angekündigt. So werde erwogen, weniger Haftverschonungen für Drogentherapien zu gewähren, sagte er.
Der 38-Jährige, der eine Fünfjährige aus Lurup missbraucht haben soll, hätte zum Tatzeitpunkt eigentlich nach einer Verurteilung wegen Raubes im Gefängnis sitzen sollen. Für eine Drogentherapie war er jedoch auf freiem Fuß. Kusch räumte ein, dass es im Fall des 38-Jährigen eine Reihe von Versäumnissen gegeben hat. „Im Herbst 2003, spätestens aber Ende des Jahres, hätte der Verdächtige wieder hinter Gitter gemusst“, zitiert das „Hamburger Abendblatt“ den CDU- Politiker.
Der Mann war bereits im Januar 2004 wegen sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen – er soll sich im Hamburger Volkspark vor einer 13Jährigen selbst befriedigt haben – angeklagt worden. Trotz dieser Anklage und neuer Vorwürfe beantragte die Staatsanwaltschaft keinen Haftbefehl, als der Mann am 25. März 2004 einem Haftrichter vorgeführt wurde. Am 27. März verging der Beschuldigte sich dann nach den Ermittlungen der Polizei an dem fünfjährigen Mädchen.
Für den Fall individueller Versäumnisse bei der Staatsanwaltschaft schloss Kusch auch personelle Konsequenzen nicht aus. Außerdem sollten die Fälle, in denen Straftätern Haftverschonung wegen einer Drogentherapie gewährt werde, einzeln geprüft werden.
Quelle: „Lübecker Nachrichten“ vom 11./12. April 2004
32) Die Saarbrücker Polizei hatte bereits kurz nach dem 30. September 2001, dem Tag, als der fünfjährige Pascal Z. verschwand, Hinweise auf den sexuellen Missbrauch von Kindern in der Tosa-Klause. In dem Schmuddellokal im Saarbrücker Stadtteil Burbach soll Pascal erst sexuell missbraucht und dann getötet worden sein. Der Wirtin Christa W. und elf Kneipenbesuchern wirft die Staatsanwaltschaft gemeinschaftlich begangenen Mord vor. Wenige Tage nach dem Verschwinden des Jungen sagte bei der Polizei ein V-Mann aus, dass er Zeuge einer handgreiflichen Auseinandersetzung in der Tosa-Klause geworden sei, die sich „offensichtlich um sexuellen Kindesmissbrauch“ gedreht habe. Diesem Hinweis gingen die Ermittler wohl nur unzureichend nach. Dabei handelte es sich bei dem V-Mann um einen Spitzel, der fast zehn Jahre mit amtlicher Verpflichtungserklärung im Dienst der Saarbrücker Polizei gearbeitet hatte – als „Vertrauensperson“.
33) Dutroux-Verteidiger glaubt an Pädophilen-Netzwerk
ARLON – Hinter den Taten des belgischen Kinderschänders Marc Dutroux steht nach Überzeugung seines Hauptverteidigers ein breit verzweigtes Pädophilen-Netzwerk. Man sehe sich einer ausgedehnten Organisation gegenüber, sagte der Anwalt Xavier Magnee vor dem Schwurgericht von Arlon. Er verwies in seinem Plädoyer auf zahlreiche Zeugenaussagen und Spuren, die nicht weiter verfolgt worden seien. Der Prozess um die Entführung von sechs Mädchen geht in seine Schlussphase. Vier von ihnen starben qualvoll in der Gefangenschaft.
„Er ist nicht der alleinige Teufel“, sagte Magnee. An die zwölf Geschworenen appellierte der Anwalt, sich bei allem Respekt für die Opfer nicht von der vorgefertigten öffentlichen Meinung beeinflussen zu lassen. Für die belgische Bevölkerung sei Dutroux in allen Punkten schuldig. Im Lauf der achtjährigen Ermittlungen sei aber vielen Spuren nicht nachgegangen worden, sagte Magnee. „Ich spreche nicht nur als Anwalt zu Ihnen, sondern auch als Bürger und Vater“, so Magnee.
Lübecker Nachrichten vom 2.6.2004
34) Auftakt im Kinderschänder-Prozess – Missbrauch in der Kaschemme
In der „Tosa-Klause“ in Saarbrücken sollen Kinder über Monate missbraucht worden sein. Ein Fünfjähriger kam ums Leben. Seit gestern steht nun’ die Wirtin vor Gericht. Von Reue keine Spur.
SAARBRÜCKEN – Ein abscheuliches Verbrechen, 13 Angeklagte, 84 Zeugen. Vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Saarbrücken begann gestern der Mammut-Prozess gegen einen Kinderschänderring. Die Anklage: schwerer sexueller Missbrauch, Vergewaltigung, Mord.
Ganz oben auf der 145 Seiten langen Anklageschrift steht der Name der Hauptbeschuldigten: Christa W. (51), zweifache Mutter und Wirtin der „Tosa-Klause“. Sie soll kleine Kinder in einem Hinterzimmer ihrer Kaschemme für 20 Mark an Männer zum Sex verkauft haben. Ohne Mitleid, wieder und wieder. Bis einer der Jungen, der fünfjährige Pascal Z., vermutlich bei einer Missbrauchsorgie starb.
Die Wirtin habe den Missbrauch gefilmt und fotografiert, behauptet die Staatswanwaltschaft. Die übrigen Angeklagten, meist Arbeitslose und Hilfsarbeiter, sollen währenddessen im Gastraum der übel beleumdeten Kneipe „Wache geschoben“ haben.

http://www.konstanzer-kreis.de/Publikationen/archiv/reisegger/dieinneren.pdf

Bezüglich der Freimaurerei wäre zu erwähnen, dass der 33. Hochgrad auch in Deutschland praktiziert wird – und sowohl Carnegie, Harriman und Rockefeller (letzterer ist auch CIA Chef, Bilderberg-Treffen Teilnehmer und Mitglied im inneren Kreis des Skull&Bones Ordens) als Konzern-Oligarchen (Carnegie Stahl-König, Rockefeller Standard Oil) und Mächte hinter der Federal Reserve Bank FED der USA (Rockefellers Chase Manhattan Bank, Stanley Morgan) als auch diverse Manager (die in den 90er Jahren vielfach der Freimaurerei beitraten)…
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