Freitag, 12. Oktober 2007 19:02
Pünktchen: Wird das alte Europa zum Haus des Islam?
VON ALEXANDER GÖRLACH
Wird das alte Europa zum Haus des Islam?

DT vom 02.06.2005

Die islamischen Gemeinden wachsen und damit auch mancherorts die Probleme, die mit der Migration einhergehen. Die Situation in den Ländern des Mittelmeeres Spanien, Frankreich und Italien und – zum Vergleich – in Deutschland, zeigt, dass Muslime ihre Religion häufig nicht als Privatsache sehen. Ein Überblick verdeutlicht das: In Frankreich leben derzeit etwa 5,5 Millionen Muslime, meist maghrebinischer Herkunft, wenn gleich sie nach französischem Ethos als Franzosen gelten, sobald sie die französische Sprache sprechen. Mit geschätzten fünf Millionen Gläubigen ist die französisch-islamische Gemeinde die größte in der Alten Welt. Die integrative Kraft einer gemeinsam gesprochenen Sprache darf nicht unterschätzt werden. Gerade in Deutschland, das mit 3,5, Millionen türkisch-stämmiger Muslime die zweitgrößte islamische Gemeinde Europas hat, können manche der Türken, die seit 40 Jahren hier leben, noch immer kein Deutsch. Die französische Kolonialpolitik hat seit 1798 Einfluss auf die Region Nordafrikas gehabt, so dass das Wissen um die kulturelle Verschiedenheit verglichen mit Deutschland für beide Seiten kein Neuland war. Vorsichtigen Schätzungen zufolge wird in wenigen Jahrzehnten die Hälfte aller Franzosen islamischen Glaubens sein. Spanien nimmt eine Schlüsselstelle bei der illegalen Immigration in die Länder der Europäischen Union ein. Eine Million Muslime leben derzeit in Spanien; 700 Tausend davon legal, 300 Tausend sind illegal eingereist. 90 Prozent aller Migranten stammen aus Marokko. Es wird zudem von vielen arabischen Muslimen als ihr Land verstanden, dem die Rückeroberung im 21. Jahrhundert zu gelten hat. El-Andalus, durch Landerwerbungen soll diese Landrückeroberung begonnen werden. Ein reflexives kritisches Geschichtsverständnis, wie es in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges eine Selbstverständlichkeit geworden ist, ist dem arabischen Kulturraum fremd. Dass man Spanien mehr als 700 Jahre besetzt hielt, wird kein Historiker dieses Kulturkreises in Erwägung ziehen. Muslime haben sich stattdessen an den Päpstlichen Rat für interreligiösen Dialog gewandt, mit der Forderung, die Kathedrale von Cordoba wieder als Moschee nutzen zu dürfen. Aus Rom kam die Antwort, dass auch Muslime lernen müssten, den Verlauf der Geschichte zu akzeptieren. In der Bevölkerung wurde das Ansinnen, die Kirche zu entweihen, mit wenig Begeisterung aufgenommen. Nach dem 11. März 2004 ist das Verhältnis zu Muslimen eher angespannt. Der Ausländeranteil in Spanien liegt übrigens bei 3,5 Prozent. Italien ist zum einen sehr tolerant, wenn es um das Tragen von Kopftüchern im öffentlichen Raum geht. Zum anderen gibt es eine rigide Einwanderungspolitik, die eine Migration aus dem nordafrikanisch- islamischen Raum kaum zulässt. In absoluten Zahlen ist der islamische Bevölkerungsanteil eher gering. Es gibt 244 Tausend Rumänen und 227 Tausend Marokkaner, rund eine halbe Million Muslime, so besagt es zumindest eine Statistik, die im vergangenen Jahr in der Stuttgarter Zeitung erschienen ist. Für viele Muslime in der arabischen Welt beginnt aber in Italien ein Kampf um Europa. Die Entführer der Sahara-Touristen im vorvergangenen Jahr hatten auch als – abstrakt formuliertes – Ziel die Eroberung Roms genannt. In Deutschland leben derzeit etwa 3,5 Millionen Muslime; bis zum Jahr 2020 werden es 7 Millionen sein. Das bedeutet, dass der Bevölkerungsanteil von heute 3,8 Prozent auf 8,8 Prozent ansteigen wird. In Städten wie Stuttgart wird dann ein Drittel der Bevölkerung islamischen Glaubens sein. In der ganzen Welt bekennen sich heute etwa 1,3 Milliarden Menschen zum Islam, das sind knapp 25 Prozent der Weltbevölkerung; im Jahr 2050 wird es bereits ein Drittel aller Menschen sein. Zum Vergleich: Vor 25 Jahren (1980) waren es noch 18 Prozent. In Europa könnten dann rund 60 Millionen Muslime arabischer Herkunft leben. Heute ist übrigens die Hälfte der Muslime unter 21 Jahre alt. Welche Bedeutung hat die Auswanderung in der islamischen Tradition: Im Jahre 622 nach Christi Geburt machte sich ein zu Ansehen gelangter Kaufmann in den frühen Morgenstunden bereit, seine Heimatstadt Mekka zu verlassen, um den ihm feindlich gesonnenen Bewohnern der Stadt zu entkommen. Er hatte sich zum Propheten erhoben und der Stadt und ihren Einwohnern die Abschaffung ihres religiösen Kultes in der Kaaba befohlen. Der Mann hieß Muhammad. Mit dem Tag seiner Auswanderung aus Mekka beginnt der islamische Kalender. Die Auswanderung dieses gerechten Mannes um der Sache Allahs willen, ist für Muslime in der Folgezeit ein entscheidendes Motiv ihres gelebten Glaubens geworden. Die Zeitrechnung, die mit diesem Ereignis beginnt, wird analog zur Zeitrechnung „nach der Geburt Christi – post Christum natum“ bezeichnet als „nach der Hidschra – post Hidschram“. Die Hidschra des Propheten soll im Leben des Gläubigen nachgeahmt werden. So wie durch diese Auswanderung der Islam von Mekka nach Medina gebracht wurde, so soll der Gläubige Muslim seinen Glauben durch Auswanderung in nicht-islamische Zonen und Kulturen tragen. Dieser Weg ist für den Gläubigen so steinig und beschwerlich wie er es für Muhammad war: Aus dem „dar-al-islam“, dem Haus des Islam kommt er in das „dar-al-harb“, das Haus des Krieges. Hier wird für die Ausbreitung des Islam, der einzigen und wahren Religion, gekämpft. Im Koran heißt es: „Die Religion bei Gott ist der Islam.“ Gottes Wille ist es, dass alle Menschen unter der Herrschaft des Islam zu leben beginnen. Die Ausbreitung des Islam ist deshalb elementar an die Ausbreitung seiner Rechtsordnung, der scharia, gebunden. Die Gläubigen, die im Lande der Ungläubigen, leben, müssen versuchen, mit dem nicht-islamischen Land einen Vertrag zu schließen. Dann wird aus dem Territorium des Krieges ein Haus des Vertrages, das „dar- al-solh“. Dieser Vertrag hat die Abschottung der Muslime vom Einfluss der Ungläubigen zum Ziel. So fordert der Zentralrat der Muslime folgerichtig Sonderrechte für die Muslime in Deutschland (Schlachten nach dem islamischen Gesetz, lautsprecherverstärkte Gebetsrufe fünfmal am Tag von allen Minaretten in Deutschland und vieles mehr; Details finden sich auf der Homepage). Der Vorsitzende des Zentralrates wird zitiert mit den Worten: „Muslime können in einer Demokratie leben – solange sie in der Minderheit sind“. Udo Ulfkotte berichtet in seinem vielbeachteten und hervorragenden Buch: „Der Krieg in unseren Städten. Wie radikale Islamisten Deutschland unterwandern“ von einer als exemplarisch geltenden Rede des ehemaligen türkischen Ministerpräsident Erbakan in Hagen am 15. April 2001: „Die Europäer glauben, dass die Muslime nur zum Geldverdienen nach Europa gekommen sind. Aber Allah hat einen anderen Plan.“ Es folgt in seinem Buch das Zitat eines türkischen Interessenvertreters: „Wir müssen reich werden. Wir müssen noch mehr arbeiten und noch reicher werden, um stärker als die Heiden zu werden. Die Schätze Allahs müssen aus ihren Händen genommen werden.“ Die Auswanderung um der Sache des Propheten willen hat praktische Konsequenzen. „Mali ist auf diese Weise islamisiert worden“, berichtet ein ehemaliger deutsche Diplomat. Was für die Wohlstandsgesellschaften Europas wie Wirtschaftsmigration aussieht – und von vielen Muslimen auch so verstanden wird – wird durch die islamische Geschichtsverständnis sakralisiert; der einzelne hat nicht die Pflicht, seine neue Umgebung kennen und schätzen zu lernen, sondern sie zu islamisieren. So berichtet auch eine junge Türkin aus Hamburg,…

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Freitag, 2. November 2007 16:13
Das islamistische Regime im Iran hat eine klerikal-faschistische Folter Diktatur errichtet…und bei der Revolution über 100.000 Kommunisten und Sozialdemokraten umbringen lassen…
Niedergemetzelt…

Jedoch sind auch die USA eine freimaurerische Wucher- und Mörder-Macht…sie haben vor einigen Jahren versucht, in Venezuela zu putschen und wie üblich (siehe Kolumbien und den CIA unterstützten Militär-Putsch in Brasillien ) in Kolumbien rumzumorden, rumzufoltern und zu unterdrücken…

Siehe Forum und Website zur wirtschaftlichen Lage weltweit: Wucher des Finanzkapitals und Freihandels-Ausbeutung…

http://www.neo-liberalismus.de

Siehe auch die Bücher von Rothkranz:

„Warum JA zu Europa NEIN zu Maastricht heißt“
Samstag, 13. Oktober 2007 10:25
Pünktchen: Leblhuber
Es passiert selten, daß ich Ihnen zustimme, aber diesmal kann ich es ohne Einschränkung tun!
Samstag, 13. Oktober 2007 01:03
Leblhuber: @Hubertus zu Löwenstein:
Ich möchte mich weder mit den primitiven Hetzern, noch mit denjenigen Humanisten solidarisieren, die auf dieses Thema bezogen, auf beiden Augen verminderte Sehschärfe aufweisen. Aber ich empfehle Ihnen, Hans-Peter Raddatz zu lesen. Wenn Sie z.B. „Iran Persische Hochkultur und irrationale Macht“ gelesen haben, können Sie danach ja noch immer bei Ihrer flapsigen Anmache bleiben. Aber zuerst Radatz lesen!!!!
Freitag, 12. Oktober 2007 20:13
Armenius: Ja warum…
Warum können sich die Muslime hierzulande so prächtig vermehren? Einen Spaziergang unter der Woche in eines unserer Schwimmbäder bringt die Indizienbeweise. Dort findet man nur „Mitbürger mit Migrationshintergrund“. Wo sind die Deutschen? Arbeiten. Damit die Schwimmhalle erhalten bleibt. Und damit die Stütze fließt wovon die Eintrittsgelder bezahlt werden.
Vergleicht man unsere Gesellschaft mit einem menschlichen Körper so könnte man sagen, das sich in diesen Körper Zellen eingefunden haben, die zwar den Körperzellen ähneln, aber nicht wirklich zum Körper gehören. Sie vermehren sich rasch indem sie die Resourcen des Körpers anzapfen. Dieser wird dadurch geschwächt. Irgendwann beginnen diese Zellhaufen auch körperliche Strukturen, Organe, beiseitezuschieben. Das ist eine schwere Krankheit. Beim Menschen nennen wir sie Krebs. Doch was passiert, wenn der versorgende Körper, sprich unsere Gesellschaft, an der Überlastung stirbt? Dann wird es auch für die neuen Zellen verdammt ungemütlich. Europa kann recht ungemütlich sein – man schaue sich nur mal Berichte von vor 150 Jahren an! Seuchen, Hungersnöte,… Mal sehen ob die Neubürger dann immer noch bleiben wollen. Zu verdanken haben wir diese Entwicklung den Rockefeller-Agenten wie Adorno. Wie sagte Brzinski? Ethnisch homogene Völker wie China sind eine Bedrohung für das amerikanische Imperium!
Freitag, 12. Oktober 2007 19:40
Pünktchen: Hubertus,
ich verstehe nicht: soll ich– Ihrer Meinung nach – mit Herrn oder Frau Raddatz identisch sein?
Freitag, 12. Oktober 2007 19:38
kam aber schnell und alle haben darauf gewartet …
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