Samstag, 10. November 2007 20:15
Apostelkonferenz: Falschmeldung
Archäologen haben bei Ausgrabungen in Bethlehem einen sensationellen Fund gemacht. Es ist ein antiker jüdischer Brief. Datierungen ergaben, daß er um das Jahr 30 nach Christi Geburt geschrieben wurde. Er ist außergewöhnlich gut erhalten und konnte daher vollständig entziffert werden. Hier sein Wortlaut:
Lieber Schwager Horzumael,
ich hoffe, Dir, meiner Schwester und euren Kindern geht es gut. Ich schreibe Euch extra diesen Brief, weil ich euch die neuesten Neuigkeiten über diesen Jesus aus Nazareth mitteilen will.
Vor einer Woche zog er hier unter dem Jubel der Menschenmassen in Jerusalem ein. Er ritt auf einem Esel. Naja, da haben wir uns schon etwas gewundert. Aber die Leute haben ihm trotzdem alle möglichen Lobeshymnen zugerufen und ihre Kleider ausgebreitet. Seine Anhänger hatten an den folgenden Tagen schon angefangen bei mir im Obergemach alles für das große Festessen vorzubereiten.
Aber dann sagte Jesus ganz kurz bevor sie anfangen wollten doch noch ab. Ich habe natürlich Regressforderungen erhoben. Ihr Kassenwart war zwar sehr knauserig, aber Jesus befahl ihm, mir eine schöne Summe zu zahlen.
Ihr erratet nicht, warum das Festessen an jenem Abend noch abgesagt wurde. Einer seiner Anhänger, hatte Jesus gleich nach dem triumphalen Einzug klargemacht, daß er vor seinem weiteren Vorgehen erst mal Marktforschung betreiben und hören sollte, was die Leute so von ihm wollten.
Jedenfalls erklärte Jesus mir, als er das Festessen absagte, er hätte erstmal den Bedarf ermittelt. Er hatte die Menschen in Jerusalem gefragt, ob bei ihnen Bedarf an einem Erlösungsopfer bestünde, daß für alle Zeiten allen Menschen die Möglichkeit eröffen würde von ihren Sünden komplett befreit zu werden. Er wäre sogar bereit sein Leben für ihr ewiges Seelenheil hinzugeben.
Aber das interessierte kaum einen. Die wollten einen Erlöser von ihren irdischen Problemen. Insbesondere ein Befreier von der römischen Besatzung war sehr gefragt. Viele wollten auch einen Spaßmacher oder einen Dummschwätzer. Aber es wurden kaum Anträge auf ewiges Seelenheil abgegeben. Und deshalb sagte er mir, weil ja kein Bedarf bestünde, wäre es besser, die Handlung dieses Abends erst gar nicht zu beginnen, wenn er sie am nächsten Tag auch nicht richtig vollenden würde. Trotzdem habe ich nicht verstanden, warum er nicht wenigstens ein Gemeinschaftsmahl mit seinen Anhängern wollte.
Übrigens hatten wir dann am nächsten Tag mehrere Kreuzigungen. Das war ein Spektakel. Ausgerechnet der berühmte Barabas wurde auch gekreuzigt, der den Römern schon manchen Ärger bereitet hatte. Der fällt jetzt also auch aus, im Kampf gegen die Besatzer.
Als ich heute Jesus aus Nazareth noch mal kurz begegnete, riet ich ihm, in den Gazastrteifen zu gehen und sich im einem der Lager dort als Kämpfer ausbilden zu lassen. Aber er meinte, Militärkram sei nicht sein Ding. Er wollte zu einem Berg gehen, um von dort zu seinem Vater zurückzukehren, weil ja hier kein Bedarf an seiner Kernkompetenz bestünde. Aber diese Rückkehr ist ihm wohl peinlich, weil er angeblich ungehorsam gewesen sei. Er sagte, er sei gescheitert, weil er nicht auferstanden sei. Kapiert ihr das?
Na wie auch immer, jetzt wißt ihr das Neueste über diesen Mann aus Galiläa. Viele Grüße
Dein Schwager Erzelviel
ich hoffe, Dir, meiner Schwester und euren Kindern geht es gut. Ich schreibe Euch extra diesen Brief, weil ich euch die neuesten Neuigkeiten über diesen Jesus aus Nazareth mitteilen will.
Vor einer Woche zog er hier unter dem Jubel der Menschenmassen in Jerusalem ein. Er ritt auf einem Esel. Naja, da haben wir uns schon etwas gewundert. Aber die Leute haben ihm trotzdem alle möglichen Lobeshymnen zugerufen und ihre Kleider ausgebreitet. Seine Anhänger hatten an den folgenden Tagen schon angefangen bei mir im Obergemach alles für das große Festessen vorzubereiten.
Aber dann sagte Jesus ganz kurz bevor sie anfangen wollten doch noch ab. Ich habe natürlich Regressforderungen erhoben. Ihr Kassenwart war zwar sehr knauserig, aber Jesus befahl ihm, mir eine schöne Summe zu zahlen.
Ihr erratet nicht, warum das Festessen an jenem Abend noch abgesagt wurde. Einer seiner Anhänger, hatte Jesus gleich nach dem triumphalen Einzug klargemacht, daß er vor seinem weiteren Vorgehen erst mal Marktforschung betreiben und hören sollte, was die Leute so von ihm wollten.
Jedenfalls erklärte Jesus mir, als er das Festessen absagte, er hätte erstmal den Bedarf ermittelt. Er hatte die Menschen in Jerusalem gefragt, ob bei ihnen Bedarf an einem Erlösungsopfer bestünde, daß für alle Zeiten allen Menschen die Möglichkeit eröffen würde von ihren Sünden komplett befreit zu werden. Er wäre sogar bereit sein Leben für ihr ewiges Seelenheil hinzugeben.
Aber das interessierte kaum einen. Die wollten einen Erlöser von ihren irdischen Problemen. Insbesondere ein Befreier von der römischen Besatzung war sehr gefragt. Viele wollten auch einen Spaßmacher oder einen Dummschwätzer. Aber es wurden kaum Anträge auf ewiges Seelenheil abgegeben. Und deshalb sagte er mir, weil ja kein Bedarf bestünde, wäre es besser, die Handlung dieses Abends erst gar nicht zu beginnen, wenn er sie am nächsten Tag auch nicht richtig vollenden würde. Trotzdem habe ich nicht verstanden, warum er nicht wenigstens ein Gemeinschaftsmahl mit seinen Anhängern wollte.
Übrigens hatten wir dann am nächsten Tag mehrere Kreuzigungen. Das war ein Spektakel. Ausgerechnet der berühmte Barabas wurde auch gekreuzigt, der den Römern schon manchen Ärger bereitet hatte. Der fällt jetzt also auch aus, im Kampf gegen die Besatzer.
Als ich heute Jesus aus Nazareth noch mal kurz begegnete, riet ich ihm, in den Gazastrteifen zu gehen und sich im einem der Lager dort als Kämpfer ausbilden zu lassen. Aber er meinte, Militärkram sei nicht sein Ding. Er wollte zu einem Berg gehen, um von dort zu seinem Vater zurückzukehren, weil ja hier kein Bedarf an seiner Kernkompetenz bestünde. Aber diese Rückkehr ist ihm wohl peinlich, weil er angeblich ungehorsam gewesen sei. Er sagte, er sei gescheitert, weil er nicht auferstanden sei. Kapiert ihr das?
Na wie auch immer, jetzt wißt ihr das Neueste über diesen Mann aus Galiläa. Viele Grüße
Dein Schwager Erzelviel
Diesen Beitrag bearbeiten
Redakteur:
Apostelkonferenz
Quelle: Apostelkonferenz
Klicks: 676 mal
Weiterlesen:
• Lutheraner: Ist die weisse Rasse überlegen? Allgem. Betrachtung zum 3. Reich, zu Claudia Roth und Charles Darwin
• Prof. Dr. Wigand Siebel: Wohltäter Benedikt XVI.? Motu proprio für Traditionalisten – Rückkehr zur überlieferten Liturgie?
Die Redaktion übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der Beiträge. Sie behält sich das Recht vor, Beiträge zu löschen sowie Leser aus der Debatte auszuschließen.





