Mit geschlossenen Augen stand er da und berauschte sich an der Präfation des Christkönigssonntags: „
… quod enim de Tua Gloria revelante Te credimus, hoc de Filio Tuo, hoc de Spiritu Sancto sine differentiae
discretionis sentimus …“ und noch mehr an deren fehlerfreiem Vortrag im erhabenen tonus sollemnioris.
Nein, ein Missale brauchte er schon lange nicht mehr, denn seine Liebe zur Liturgie hatte es ihn auswendig
lernen lassen, bis ihm kein einziger Fehler mehr unterlief.
Zwar verstand er das Rezitierte nicht bis
ins Einzelne, im Spätberufenenkolleg hatten Sie mehr Wert aufs Gitarrespielen und Psychologie gelegt.
Da war das Latein halt zu kurz gekommen. Aber er wollte ja auch nie ein Gelehrter werden; ein schlichter,
unerschütterter Glaube genügte ihm. Lex orandi, lex credendi – das war das beeindruckendste in seinen
Vorlesungen gewesen. Der alte Dogmatikprofessor hatte immer wieder gesagt, man könne nicht glauben, was
man sich nicht erbetet habe. Das Gebet sei schließlich die Quelle des Glaubens und nicht die theologische
Spekulation. Dieser Gedanke gefiel ihm damals so gut, daß er sich den einfachen lateinischen Satz kalligraphiert
und in seinem Zimmer über die Tür gehängt hatte, damit er ihn ja nicht vergaß.
Seine Schwierigkeiten
mit dem Latein, besonders den Rubriken, empfand aber nicht als Mangel, denn es kam doch mehr darauf an,
das Geheimnis der Heiligen Messe im Geheimnis der lateinischen Sprache einzuhüllen, als es vor Krethi
und Plethi in der Volkssprache zu enthüllen; in der Sprache, in der die Menschen nur logen, betrogen
und heuchelten, die sie stammelten, wenn sie ihre Frauen begatteten, oder was auch sonst immer, ohne daß
er wußte, was er sich darunter vorstellen sollte. Denn der Moraltheologe hatte die Vorlesung „In sexto
Decalogi“ nur lateinisch gehalten, so daß er nur dann und wann ahnen konnte, was der Professor vortrug.
Gerade wollte er nach beendeter Präfation die gefalteten Hände wieder ausbreiten, darauf achtend, daß
er sie nicht über die Schultern erhob, und leise zum „Te igitur clementissime Pater …“ anheben, als
er rüde gestört wurde. Zwei Männer traten auf ihn zu, packten ihn rücksichtslos an den Schultern bevor
er protestieren konnte, zerrten ihn den Gang hinunter und ehe er sich versah, schloß sich hinter ihm
die Tür der Gummizelle.
Mittwoch, 6. Februar 2008 23:32
clarissa colonia: Eine beinahe wahre Geschichte …
Dienstag, 11. März 2008 07:55
ReginaRegina: Katholisch
Kreuz.net
Unterkategorie Humor
War vielleicht für ein paar Kommentatoren hier geistig ein bisschen zu viel – das Thema Humor.
Das Thema Selbstkritik, Fähigkeit zur Selbstkritik.
Die Repräsentanz der Katholiken im Internet ist zutiefst traurig.
Mein Team und ich haben nach nunmehr fünf Wochen wohlgemeintester Recherche zum Katholizismus an ihnen kapituliert.
Möge Jesus, der beste Psychiater von allen, ihre Dämonen=Neurosen heilen.
Empfehlenswert ist Katholizismus jedenfalls nicht.
Seien Sie gesegnet.
Unterkategorie Humor
War vielleicht für ein paar Kommentatoren hier geistig ein bisschen zu viel – das Thema Humor.
Das Thema Selbstkritik, Fähigkeit zur Selbstkritik.
Die Repräsentanz der Katholiken im Internet ist zutiefst traurig.
Mein Team und ich haben nach nunmehr fünf Wochen wohlgemeintester Recherche zum Katholizismus an ihnen kapituliert.
Möge Jesus, der beste Psychiater von allen, ihre Dämonen=Neurosen heilen.
Empfehlenswert ist Katholizismus jedenfalls nicht.
Seien Sie gesegnet.
Samstag, 1. März 2008 10:48
Rübezahl: @ sacerdos helveticus
Grandioser Kommentar zu einem dämlichen Artikel!
@ ReginaRegina
Den Kommentar von sacerdos helveticus versteht man
a) nur, wenn man Latein beherrscht und
b) mitverfolgt hat, wie die Autorin dieses Artikel auf diesem Portal permanent ihre vorgeblichen Lateinkenntnisse demonstrativ zur Schau zu stellen versucht – wobei jeder wirkliche Latinist augenscheinlich erkennen würde, dass es sich hierbei eher wohl nur um elementare lateinische Grundkenntnisse in Verbindung mit der Fähigkeit, einen Stohwasser richtig aufzuschlagen, handelt. (Beispielhaft ersichtlich an den Ausführungen des Erstkommentators).
Im übrigen ist im Kommentar von sacerdos helvetcus kein Verstoß gegen die Nächstenliebe erkennbar!
Wer hier etwas öffentlich in dieser Form von sich gibt, muss damit rechnen – da vom Portal so vorgesehen – , dass selbiges auch kritisch kommentiert wird.
Im Kommentar von sacerdos helvetcus sind keinerlei beleidigende Äußerungen erkennbar!
Auf OFFENSICHTLICHE Fehler darf man – in der gebotenen Form – unter diesen Umständen sicherlichst und jederzeit aufmerksam machen.
Vielmehr scheinen mir SIE SELBST andere vorschnell ab zu urteilen und zu verurteilen!
Sind Sie, ReginaRegina, womöglich etwa die Tante, Tochter, Mutter oder Kaffeeklatschfreundin von Clarissa und nehmen daher das Ganze in etwas wirklichkeitsverzerrter Perspektive wahr?
Liebe Grüße
der Rübezahl
@ ReginaRegina
Den Kommentar von sacerdos helveticus versteht man
a) nur, wenn man Latein beherrscht und
b) mitverfolgt hat, wie die Autorin dieses Artikel auf diesem Portal permanent ihre vorgeblichen Lateinkenntnisse demonstrativ zur Schau zu stellen versucht – wobei jeder wirkliche Latinist augenscheinlich erkennen würde, dass es sich hierbei eher wohl nur um elementare lateinische Grundkenntnisse in Verbindung mit der Fähigkeit, einen Stohwasser richtig aufzuschlagen, handelt. (Beispielhaft ersichtlich an den Ausführungen des Erstkommentators).
Im übrigen ist im Kommentar von sacerdos helvetcus kein Verstoß gegen die Nächstenliebe erkennbar!
Wer hier etwas öffentlich in dieser Form von sich gibt, muss damit rechnen – da vom Portal so vorgesehen – , dass selbiges auch kritisch kommentiert wird.
Im Kommentar von sacerdos helvetcus sind keinerlei beleidigende Äußerungen erkennbar!
Auf OFFENSICHTLICHE Fehler darf man – in der gebotenen Form – unter diesen Umständen sicherlichst und jederzeit aufmerksam machen.
Vielmehr scheinen mir SIE SELBST andere vorschnell ab zu urteilen und zu verurteilen!
Sind Sie, ReginaRegina, womöglich etwa die Tante, Tochter, Mutter oder Kaffeeklatschfreundin von Clarissa und nehmen daher das Ganze in etwas wirklichkeitsverzerrter Perspektive wahr?
Liebe Grüße
der Rübezahl
Freitag, 29. Februar 2008 00:52
Jörg Guttenberger, Köln: ReginaRegina: Latein
Was haben Sie gegen diese Berichtigungen? Nach Ihrer Auffasung darf wohl keim Lehrer in einer Klassenarbeit Fehler anstreichen?
Mittwoch, 27. Februar 2008 20:04
ReginaRegina: Jaja, die alten Lateiner
Lieber Sacerdingens,
Alle Vergebung: das haben Sie so richtig lieblos und gemein geschrieben.
Sie wissen, dass das böse und sündig ist und sie wissen, dass Sie gegen das mindestens zweitwichtigste Gebot verstoßen haben: Liebe Deinen Nächsten.
Ich frage mich, wofür unser Herr Jesus am Kreuz gestorben ist, wenn Sie die „Armen=Nichtlateiner“ hier verbal kreuzigen: Das mit der Nächstenliebe haben sie trotz allen Lateins noch nicht verstanden.
Ich bewundere unseren Herrn, dass er genug Liebe und Vergebung für Sie hat: Der Herr erbarme sich Ihrer Lieblosigkeit.
Alle Vergebung: das haben Sie so richtig lieblos und gemein geschrieben.
Sie wissen, dass das böse und sündig ist und sie wissen, dass Sie gegen das mindestens zweitwichtigste Gebot verstoßen haben: Liebe Deinen Nächsten.
Ich frage mich, wofür unser Herr Jesus am Kreuz gestorben ist, wenn Sie die „Armen=Nichtlateiner“ hier verbal kreuzigen: Das mit der Nächstenliebe haben sie trotz allen Lateins noch nicht verstanden.
Ich bewundere unseren Herrn, dass er genug Liebe und Vergebung für Sie hat: Der Herr erbarme sich Ihrer Lieblosigkeit.
Donnerstag, 14. Februar 2008 18:45
sacerdos helveticus: O Clarissa!
clarissa carissima!
Leider sind Ihnen in diesem Text innerhalb weniger Zeilen mehrere Fehler, ein grammatischer und ein rubrizistischer, unterlaufen.
Oder sollten Sie absichtlich gesetzt worden sein, um die unzulänglichen Latein- und Rubrikenkenntnisse des Dargestellten zu karikieren oder etwa um Kenner der Alten Liturgie die Ihre fabulatio lesen, auf die Probe zu stellen?
Mit geschlossenen Augen stand er da und berauschte sich an der Präfation des Christkönigssonntags: „ … quod enim de Tua Gloria revelante Te credimus, hoc de Filio Tuo, hoc de Spiritu Sancto sine differentiae discretionis sentimus …“
Es muss natürlich „sine differentia discretionis“ heissen, da sine den Ablativ fordert.
und noch mehr an deren fehlerfreiem Vortrag im erhabenen tonus sollemnioris.
hier ist doch wohl der „tonus sollemnior“ erfordert oder man könnte auch sagen „in tono sellemniori“.
Aussserdem singt „Ihr Zelebrant“ die Dreifaltigkeitspräfation und nicht wie angegeben die von Christus König.
Nein, ein Missale brauchte er schon lange nicht mehr, denn seine Liebe zur Liturgie hatte es ihn auswendig lernen lassen, bis ihm kein einziger Fehler mehr unterlief.
Mitto vobis, clarissa veneranda, navem prora puppique carentem, navem navigantem de regione Rhaetorum in urbem trium regum, sanctae Ursulae innumerabiliumque virginum, doctoris universalis necnon doctoris subtilis permultorumque sanctorum optans quadragesimam portantem „fructum boni operis“ (oratio feriae huius secundum Missale Romanum Pii V.).
Leider sind Ihnen in diesem Text innerhalb weniger Zeilen mehrere Fehler, ein grammatischer und ein rubrizistischer, unterlaufen.
Oder sollten Sie absichtlich gesetzt worden sein, um die unzulänglichen Latein- und Rubrikenkenntnisse des Dargestellten zu karikieren oder etwa um Kenner der Alten Liturgie die Ihre fabulatio lesen, auf die Probe zu stellen?
Mit geschlossenen Augen stand er da und berauschte sich an der Präfation des Christkönigssonntags: „ … quod enim de Tua Gloria revelante Te credimus, hoc de Filio Tuo, hoc de Spiritu Sancto sine differentiae discretionis sentimus …“
Es muss natürlich „sine differentia discretionis“ heissen, da sine den Ablativ fordert.
und noch mehr an deren fehlerfreiem Vortrag im erhabenen tonus sollemnioris.
hier ist doch wohl der „tonus sollemnior“ erfordert oder man könnte auch sagen „in tono sellemniori“.
Aussserdem singt „Ihr Zelebrant“ die Dreifaltigkeitspräfation und nicht wie angegeben die von Christus König.
Nein, ein Missale brauchte er schon lange nicht mehr, denn seine Liebe zur Liturgie hatte es ihn auswendig lernen lassen, bis ihm kein einziger Fehler mehr unterlief.
Mitto vobis, clarissa veneranda, navem prora puppique carentem, navem navigantem de regione Rhaetorum in urbem trium regum, sanctae Ursulae innumerabiliumque virginum, doctoris universalis necnon doctoris subtilis permultorumque sanctorum optans quadragesimam portantem „fructum boni operis“ (oratio feriae huius secundum Missale Romanum Pii V.).
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