Sonntag, 30. März 2008 12:18
Peter Beyerhaus: Im Schatten des kommenden Antichristen
I. Der antagonistische Charakter der Kirchengeschichte

Als Jesus in Mt 16,18 in Antwort auf das Messiasbekenntnis von Simon Petrus erstmalig von seiner Gemeinde spricht, bringt er im Nachsatz sofort die finstere Gegenmacht zur Sprache, mit der sie konfrontiert sein werde: „die Pforten der Hölle …“ Die Gemeinde ist also wesensmäßig in eine Kampfsituation gestellt: Wird sie am Bekenntnis zu Jesus Christus, dem göttlichem Erlöser und Herrn, als ihrem Fundament festhalten, oder wird sie ihn
angesichts von antichristlicher Verführung und Verfolgung verleugnen?

Das kann gar nicht anders sein; denn Jesus selber steht von seiner Geburt an in Auseinandersetzung mit seinem Gegenspieler. Vor Antritt seines messianischen Wirkens wird er vom Teufel in Wüste dazu versucht, seinen göttlichen Auftrag mit der diesseitigen Rolle des Antichristen zu vertauschen. Seine Sendung führt ihn sodann in den exorzistischen Kampf mit den Dämonen. Und so kann Johannes als Ziel seiner Heilssendung angeben: „Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, daß er die Werke des Teufels zerstöre“ (1Jo 3,8). Der Zweikampf ist gekennzeichnet durch drei dramatische Höhepunkte: Jesu Versuchung in der Wüste – sein Sieg über den Satan am Kreuz und Ostermorgen – dessen endgültige Entmachtung bei Christi Parusie. So heißt das große Thema der Welt- und Kirchengeschichte. „Christus oder Antichrist?“ (weiterlesen…)
Diesen Beitrag bearbeiten Redakteur: Peter Beyerhaus
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1 Lesermeinung:
Mittwoch, 2. April 2008 17:52
Romolanus †: Von der Redaktion entfernt
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